Essgeschirr

  • Hi !!


    Da ich bisher meist auf Campingplätze unterwegs war und Gewicht nicht soo eine Rolle spielte, habe ich ein recht komfortables Koch- / Essgeschirr.
    Nun soll es etwas leichter und multifunktionaler werden und so bin ich auf das klassische Bundeswehr Geschirr gestoßen.
    Meine Frage lautet daher:
    Taugt das ORIGINAL BW Geschirr was, oder habt ihr einen besseren Vorschlag zum kochen und essen auf/im Feuer/Glut?


    Gruß,


    Berofa

    Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
    -Weissagung der Cree


  • Das Bundeswehrkochgeschirr hat einige Vor und Nachteile:


    Vorteile:
    Durch die Nierenform hat es eine große Fläche auf die Hitze einwirkt, wenn es neben einem Feuer steht.
    Es hat einen Henkel.
    Man hat verschiedene Behälter.
    Man hat eine Pfanne.


    Nachteile:
    Es ist aus Alu, wenn es dich stört.
    Durch die hohe Nierenform hat es eine kleine Fläche auf die Hitze einwirkt, wenn es über einem Feuer hängt, oder auf einem Kocher steht.
    Der Lack geht irgendwann ungleichmäßig abhanden...
    Es hat (vollgerußt) keinen Packsack.



    Ich würde an deiner Stelle eine einfache Edelstahlschüssel oder einen Küchentopf nehmen. :lol

  • Sehr gut ist das schwed. Kochgeschirr, einfach mal hier im Forum suchen. Derzeit schwer zu finden, aber aus Edelstahl und mit Kocher...

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    "Rückblickend betrachtet mag das eine ziemlich doofe Idee gewesen sein... Aber Spaß hats trotzdem gemacht."
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  • Hallo Berofa,


    zu dem BW-Kochgeschirr kann ich dir leider nichts genaues sagen - Bestimmt bekommst Du aber noch die ein oder andere Antwort dazu ;)


    Ich nutze das Kochgeschirr von Tatonka, um genau zu sein den 'Tatonka Kettle' mit 1,0 Liter:



    Das gute Stück hat ein kleines Packmaß, wiegt recht wenig und man hat direkt einen kleinen Topf (reicht für eine Person) und eine kleine Pfanne! In Verbingung mit der Edelstahl-Tasse von Tatonka, welche beim Transport direkt Platz im Topf findet oder um eine 1 Liter Nalgene-Falsche gesteckt werden kann, ist dies für mich in Sachen Preis/ Leistung eine super Set :)



    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen!



    Gruß, TIMSN :winken

  • Genau das gleiche Tatonka Topfset benutze ich auch. (Habe es gerade eingepackt, für eine 3-Tagestour nachher. :) )
    Unterwegs erspare ich mir die Mitnahme von viel "Geschirr", da wird direkt aus dem Topf gegessen.
    Zwei Gegenstände sind mir aber unerlässlich: mein Klapplöffel: Esbit Titan-Löffel, klappbar
    und meine Tasse, auch mit Klapphenkeln: Snow Peak Titanium Double Wall Cup 300


    LG Parzival :kellykettle


    P.S. Vergessen zu erwähnen, aber immer dabei: Kelly Kettle Trekker 0,57 l

  • Das BW Geschirr hatte ich auch, und muss leider sagen, dass es eines der schlechtesten Geschirrset´s ist die ich kenne.
    Der große tiefe Topf lässt sich unmöglich reinigen, die Wärmeaufnahme beim kochen überm Feuer ist grottenschlecht, wenn man aus dem tassenartigen Teil etwas heißes trinken will, verbrennt man sich fies die Schnauze, wenn der Bügel vom Topf direkt im Feuer steht kann es passieren, dass dieser schmilzt und das Ding ist für ein Alukochgeschirr auch noch relativ schwer und klobig.


    Ich hab mir irgendwann auch das kleine Tatonka Kettle geholt und bin damit absolut zufrieden. Ist zwar auch kein Leichtgewicht aber dafür günstig und unverwüstlich. Seit meine Freundin regelmäßig mitkommt ist der kleine Tatonka Topf leider etwas zu klein, weswegen ich mir einfach einen ganz billigen Edelstahltopf vom Ramschladen zugelegt habe, wenn man bei denen die Griffe entfernt und einen Edelstahldraht zum aufhängen anbringt sind die auch ganz passabel. Man sollte nur darauf achten einen möglichst leichten Topf zu ergattern.

  • Die Wärmeleitböden an Edelstahltöpfen sind in den meisten Fällen nur angeklebt, ergo lassen sie sich mit einem Stemmeisen entfernen. Allerdings brennt ohne Wärmeleitboden Essen noch schneller an, da Edelstahl die Wärme nur sehr schlecht leitet. (ich hatte mal versucht etwas in dem US-Kochgeschirr, also in der "Pfanne" anzubraten und bin jämmerlich gescheitert). Mein jetziges "Kochgeschirr" ist eine 18cm Edelstahlschüssel vom Schrott, da passen vielleicht 2l rein. (man braucht ne Topfzange) Dazu das Trangia-Schneidbrett und bei Bedarf die 24cm Trangia-Pfanne (Alu mit Antihaft). Ist nicht so klein und stylisch wie das BW-Ding, aber DEUTLICH praktikabler.

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

  • Mein Essgeschirr besteht aus der Canteen Cup aus Blech (da passt die Nalgene-Wasserflasche rein) , einem Berghaferl aus Kunststoff und einem Löffel, ebenfalls Kunststoff von Primus. Zusätzlich habe ich mir aus 0,3mm Alufolie einen passenden Deckel für die Canteen zurecht geschnitten.
    Gewicht insgesamt ca. 250g

  • Ich benutze die Billy Pan von Zebra ,mit der ich sehr zufrieden bin.
    Der Edelstahltopf hat ca 1,2 Liter Fassungsvermögen bei 14 cm Durchmesser und 8 cm Höhe.


    Die Billy Pan hat noch einen eingehängten Teller , den ich mir aber modifiziert habe.
    Durch den gebördelten Rand hängt der Teller in mittlerer Höhe im Topf.
    Da ist mir zu viel Innenraum verloren gegangen und ich habe die Bördelung kurzerhand abgeschliffen.
    Der Teller liegt jetzt saugend auf dem Topfboden und ich kann entweder die Tatonka Edelstahltasse noch unterbringen oder meinen Trangiabrenner mit selbstgebautem Windschutz aus einer Konservendose.


    Ich werde mir jetzt noch einen Windschutz aus dem Ikea-Hobo-Loch-Dingens-behälter ??? machen ,dann passt durch den größeren Durchmesser alles hinein.


    Viele Grüße
    Auenländer

  • Hey Auenländer,
    habe auch die Billy Pan von Zebra und bin super zufrieden damit, lediglich die Sache mit dem Teller und dem verlorenen Stauraum hat mich immer bisschen gestört. Auf die Idee mit der Modifikation wie du sie beschreibst bin ich bisher aber noch nicht gekommen, wird aber sicherlich mein nächstes Projekt! Danke für den Tipp :winken