Richtiger Zunder für den Feuerstahl

  • Hi !!


    Klar, wenn das Wetter gut ist, überall Birkenrinde rumliegt oder trockenes Gras zur Verfügung steht, dann geht der Feuerstahl gut ab.
    Aber was benutzt ihr als Backup?
    Ich meine einen Backup Zunder auf den ihr euch verlassen könnt.
    Ich habe mir auf dieser Webseite http://survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Zunder mal Anregungen geholt.
    Die Sache mit der Watte und der Vaseline klingt recht gut.
    Was ist eure Meinung?



    Gruß,


    Berofa

    Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
    -Weissagung der Cree


  • Mein Backup für Kienspan ist Birkenrinde, und für Birkenrinde ist es Kienspan. Was ich damit sagen will: Ich für meinen Teil sammle das Zeug nicht erst 5 Minuten bevor ich es brauch. Wenn man immer mal im Vorübergehen hier ein bischen sammelt und dort ein bischen sollte man immer genug davon im Zunderdösle haben.
    Gruss
    Albbär

  • Hi !!
    Natürlich hast Du recht, das man seinen Zunder nicht erst suchen sollte, wenn man ihn braucht.
    Das mit dem Kienspan ist 'ne interessante idee.


    Habe hier ein Video gefunden für die Leute aus der Großstadt (also ohne Kiefernwald):




    Gruß,


    Berofa

    Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
    -Weissagung der Cree


  • Man sollte immer Zunder sammeln, auch Distelsamen sind sehr gut. Das hat man alles in einem Beutel und ist immer vorbereitet.


    Natürlich gehen auch Wattepads mit Vaseline


    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Hi !!


    An den Wattepads gefällt mir recht gut, das ich sie mit Vaseline und Kerzenwachs recht wasserdicht bekomme.
    Ein weiterer Vorteil ist, wenn ich sie aufbreche, habe ich ein sehr feines Gewebes was den Funken des Feuerstahls sehr gut an nimmt.
    Von daher finde ich diese Lösung als Plan B recht interessant.

    Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
    -Weissagung der Cree


  • Huhu!


    Also ich hab immer irgendwo n Mini Tütchen mit Chared Cloth dabei. Luftdicht versiegelt und klein genug, für jede Ärmeltasche in der Jacke oder sogar mit nem Stück Ducktape von unten an die Schuhzunge geklebt. Das ist klein und fängt auch im Regen nen Funken. Um mit der Glut dann ein Feuer zu entfachen finde ich auch im Winter oder im Dauerregen normal noch genug Material um ein Zunderbündel zu basteln.



    Wattepäds, die ich mit ner Kerze zur Hälfte mit Wachs betropft hab sind das Mitbringsel, dass ich zu geplanten Touren mit ohne Feuerzeug mitbringe. Mir ist Wachs lieber als Vaseline weil es hart wird und mir nichts vollschmiert. Ich habe auch versucht Tampons mit in Wachs zu tunken aber das Problem ist, dass die Watte da so komprimiert ist, wenn der sich vollsaugt und das Wachs kalt wird, kann man das nich mehr anständig auffasern, also davon kann ich abraten. Die Wattepäds funktionieren bei mir aber super. Durch die halbe unbewachste Seite haben sie genügen Zeit heiß genug zu brennen, dass auch das Wachs sich entzündet und wenn das erst mal brennt hat man für min. 5 Minuten eine Flamme wie bei 5 Kerzen auf einmal :)







    Da ich nen Kiefernwald hinterm Haus habe ist bei mir auch der Umgang mit Kienspan eher verschwenderisch :D Aber ich benutz das Zeug auch als Grillanzünder und ähnliches. Trotzdem hab ich gern ein Stück dabei, damit kann man immer was anfangen.



    Als was Besonderes hab ich für mich noch Stahlwolle entdeckt. Die is zwar nich das beste für nen Feuerstahl, funktioniert damit aber auch und man kann sie mit jeder 9 V Batterie auch locker zum Glühen bringen!




    Nach dem Zunderpilz, der auf der Seite erwähnt wird, die du geposted hast suche ich bisher noch vergeblich. Hab mal ein kleines bröseliges Stück davon gefunden aber damit konnt ich nix anfangen... Mal sehen was zukünftige Trips bringen. Falls ich welchen find und es auf die Reihe bekomm damit zu Zündeln geb ich Bescheid :)


    Vlg,
    Rsj

  • Ich sammele immer wenn ich im Wald bin Birkenrinde und nehme sie mit. Zuhause kommt die Rinde dann in einem Säckchen in meinen Ruckgack.


    In einer Frischhaltedose habe ich auch immer Kaminanzünder aus gepressten Holzspänen mit Wachs getränkt dabei. Die lassen sich mit einem Feuerstahl leicht entzünden und Feuchtigkeit mach denen auch nicht viel, da sie mit Wachs getränkt sind.


    Gruß


    Chris :winken

  • Hi !!
    Die Grillanzünder Idee von Chris habe ich mom. auch dabei, sind mir nur zu groß und damit auch zu schwer/voluminös.
    Ich werde demnächst wohl mal Char Cloth machen und mir ein Zunderbeutelchen mit Birkenrinde und dem selbstgemachten Kienspan zulegen.


    Danke für eure Interessanten Ideen. :beten


    Berofa

    Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
    -Weissagung der Cree


  • Ich habe zwar keinen speziellen Notzunder, aber ich habe eigentlich immer irgendeinen dabei, sei das nun Kienspan, ein Tempo, Watte, Spiritus, ein Grilllanzünder, ... .
    Außerdem brauch ich mit dem Feuerstein nicht unbedingt Zunder, da ich mit ihm auch Feathersticks ankriege, im Zweifelsfall nehm ich den Feuerstahl, also Magnesiumspäne, selbst als Zunder. Das ist dann auch immer dabei, wenn der Firesteel dabei ist.
    So habe ich Feuer, wenn ich Messer, Firesteel und Holz habe.

  • Hallo,


    ich nehme ein Filmdöschen und fülle 5mm Salatöl ein.
    Nun drücke ich nacheinander 10 Wattepads in die Dose und verschließe diese.
    Beim nächsten Öffnen sind die 10 Pads schön mit Öl durchzogen und lassen sich
    aufgezuzelt prima entzünden und brennen lange. :lagerfeuer
    Man kann sie auch zum Einölen eines Kohlenstoffmessers nehmen. :messer


    Gruss
    Konrad

  • Hallo,


    mein Zunder ist furztrockene Birkenrinde. Als Backup, wie in den anderen Postings beschrieben, ist Kienspan. Außerdem habe ich meistens ein Schneidebrettchen aus Holz dabei, im Notfall kann ich das verfeuern.


    In einem wasserdichten Plastiktütchen habe ich ein kleines Knäul ganz feine Stahlwolle. Diese geht wunderbar als Zunder. Auch reicht eine kleine Batterie aus der Taschenlampe (bitte nie einen Akku dazu verwenden, Explosionsgefahr!!!) um mit deren Strom die Stahlwolle zu entzünden. Klappt nämlich auch, wenn ringsrum alles nass ist, die Stahlwolle zündet mit bissel Strom immer, auch nass! Bitte nicht auf den Gedanken kommen und die Stahlwolle gegen Rosten mit Öl einzusprühen. Hier besteht die Gefahr einer Selbstentzündung!!!


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Ich komme grad aus dem Wald, nach drei Tagen auf Tour, auch mit viel Regen dabei und habe wieder bemerkt:
    -Mein Backup für Birkenrinde ist -noch mehr Birkenrinde!
    Kurz an der Kleidung oder in der Hosentasche getrocknet, geht damit immer ein Feuer an.
    Es gilt nach meiner Erfahrung bei Zunder und Anzündmaterial die umgekehrte Devise von "Weniger ist oft mehr";
    "Mehr bringt mehr", - nicht damit geizen!


    LG Parzival :kellykettle

  • hihi der Zunderpilz mal wieder XD , der ewige Mythos.


    ich machs auch wie albär, parci bzw die leute dazwischen... einfach immer augen auf und sammeln wärend du unterwegs bist.
    übrigens ist meine alternative zu birkenrinde.... birkenrinde hihi.
    :D


    edit mist... noch mehr birkenrinde siehe parzifal. aber ist halt wirklich so. um feuerstarter bruch man sich in DL kaum Gedanken machen, birken findet man überall,
    was will man mehr? :beten

  • Das stimmt Krupp. Birken stehen überall. Im Wald, aufm Feld, an vielen Straßen, manchmal wachsen die aus der Dachrinne baufälliger Häuser... :D
    Die hauchdünne Schicht ganz außen auf der Rinde brennt immer. In Minuten ist die zwischen den Händen trocken. Und die restliche Birkenringe trocknet in der Hosentasche. Braucht seine Zeit... Kleingerupfte oder gerissene Birkenrinde in Papier von einer Küchenrolle eingewickelt, eine Stunde später (am Körper getragen) und das Zeugs ist trocken.


    Problem des Anzündens besteht also nicht. Aber das Feuer erhalten, das ist mit nassem Holz eine Kunst. Soll hier auch mal genannt werden. Klar kann man vorher suchen im Unterholz, kann an Fichten (fast) trockene abgestorbene Zweige unten abbrechen, kann Kernholz schälen...


    LG Sel

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    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Also bis dato habe ich noch nichts effizienteres gefunden als ein Daumenlanges, sehr gutes Stück Kienspan. Mit ein wenig Abrieb kannst du richtig viel Feuer machen, auch bei Nässe.


    Bevor ich anfange irgendwas in Watte zu tränken weil ich keine Zeit habe zu sammeln: nen 10er MayaSticks von LMF kostet 2 Euro. Das reicht 1-4 Jahre zum anzünden ;-)

  • ... nen 10er MayaSticks von LMF kostet 2 Euro. Das reicht 1-4 Jahre zum anzünden ;-)


    Bei manch einem sind diese Sticks in 1-4 Minuten alle... :unschuld


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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