Klappspaten?

  • Hallöchen zusammen,


    Ich bin auf der Suche nach nem Klappspaten. Akut benötige ich ihn um einen etwas größeren Kiefernstumpf auszugraben zwecks der Kienspangewinnung. Ich wohne zur Miete und habe nicht unendlichen Stauraum, daher will ich keine Spitzhacke + Gartenspaten besorgen, sondern mit einem Klappspaten nach Möglichkeit beides in einem bekommen.


    Jetzt zu den eigentlichen Fragen:
    Reicht da ein Gerät für 12 € von Ebay? Kann ich davon ausgehen, dass mir das nach dem 10. Spatenstich auseinander bricht? Lohnt es sich 50 € für ein Fiskars Spaten auszugeben? Kennt ihr noch andere Markengeräte die wirklich taugen?


    Ich bin bereit, da ich ja auf die Anschaffung von zwei Geräten verzichten will auch bisschen tiefer in die Tasche zu greifen und mir etwas anzuschaffen, an dem ich auch in einigen Jahren noch Freude habe.


    Bin für jede Info oder Erfahrung dankbar ;)


    VIele Grüße und schöne Ostern!


    Rsj

  • Hab so ein billig no-name Teil für 15€. Hat dafür gereicht genau eine Pflanze auszugraben bevor er verbogen ist. Klar, dass ein Klappspaten nicht zum hebeln ohne Ende gemacht ist ist logisch, aber n bisschen rumhebeln in der Erde müsste er locker mitmachen.
    Also mein Rat: Lieber n paar Euro mehr und du hast ne Weile Freude dran als der Müll den ich mir besorgt hab (der jetzt als überdimensionale Grabschaufel fürs Gemüsebeet dient).


    Bin gerade jedoch am Grübeln ob ein Klappspaten zum Wurzel ausgraben überhaupt geeignet ist. Wenns ein größerer Baum war würde ich mir wirklich nen richtigen Spaten und Wiedehopf besorgen...

  • Ich stimme ebenfall für den Bundeswehr-Klappspaten. Mit diesem Teil kann man wirklich eine Menge machen (graben, hacken, drauf braten, glfs. Feinde erschlagen) - ist sehr robust. Solange man ihn nicht auf Tour mitschleppen muss, ist alles im Lot! Während des Wehrdienstes musste ich das Teil immer auf Märschen mitschleppen, habe es aber selbst im Biwak nie gebraucht!


    Ob ich damit einen kompletten Kiefernstumpf ausgraben möchte? Nein! Dafür wäre im Idealfall ein Traktor und eine dicke Kette geeignet. Ansonsten halt Buddeln!


    Ist es wirklich erforderlich den kompletten Kiefernstumpf auszuheben? Aufwand und Nutzen sollte man immer in ein (persönlich) vernünftiges Verhältnis setzten. Um ein wenig Kien zu sammeln (typisches Zeug was der gemeine Bushcrafter immer und überall zum Anzünden von Feuer benötigt :winken ) reicht wirklich deutlich weniger als der komplette Stumpf mit Wurzeln.


    "Früher" hat man diese Mühen auf sich genommen um Kien zu gewinnen. Damals gab es noch keine elektrische Beleuchtung immer und überall. Nachts draußen, nachts im Haus und natürlich "unter Tage" war man u. U. auf diese Beleuchtungsform angewiesen.


    Sieht heute natürlich anders aus.


    Die Kienspangewinnung ist aus meiner Sicht (ich sammel übrigens auch) reines Hobby! Und genau unter diesem Aspekt möge jeder dafür genau soviel Kohle ausgeben, wie es ihm für sein Hobby wert ist.


    Gruß Guido


    :);):lol^^:winken

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Danke schonmal für die Tipps :) Ich such mal nach dem BW Spaten!


    @Guido:
    Natürlich reichts für mich alleine auch eine kleine Wurzen abzusägen :D Das mach ich auch so. Aber ich habe vor mir ca. 2-3 Kg zu beschaffen und zu versuchen das für die gleiche Menge Feuerstein mit jemanden bei dem es davon viel gibt zu tauschen :)
    Ausserdem arbeite ich in einem Hort und will versuchen den Kids das Thema "Alternativ Feuer machen" näher zu bringen.
    Ne Taschenlampe hab ich schon, dafür brauch ichs also nich!


    Aber auch allgemein möchte ich gern ein Werkzeug zum Graben hier griffbereit haben, und immer nur nen Grabstock zu bauen is mau :)


    Traktor und Kette? Dann isses aber auch gar kein Bushcraft mehr glaube ich oder? :D Und ich hab noch nichmal n Auto also bin ich vom Trekker noch n gutes Stück entfernt!

  • Hallo Rsjabber, wie wäre es wenn du einen Spatenkopf kaufst und dir den Griff bei Bedarf aus dem Wald besorgt?
    So handhabe ich das, wenn ich keinen Grabstock benutze. So hast du ein vollwertiges,stabiles und va. rückenfreundliches Grabegerät mit langen Stil, das sowohl billig, als auch klein vom Packmaß und relativ leicht ist.
    Vorne angeschliffen kommt man auch mit den Wurzeln im Waldboden zurecht.


    OT: Mit angeschliffener Seite hat man zwar eingutes Hackwerkzeug, aber leider auch eine verbotene Waffe.

  • Hallo,


    wie nicht anders zu erwarten empfehle ich den NVA-Klappspaten. Und zwar den vor 1980. Der war stabil und praktisch unverwüstlich. Der BW-Spaten kann da nicht mithalten, ich stehe gerne für ein Duell bereit.


    Wenn man eine Seite anschleift und richtig scharf macht (mein Spaten schneidet mittlerweile präzise Knoblauch...) ist man definitiv mit gutem Werkzeug unterwegs. Die Säge der anderen Seite des Spatens habe ich noch nicht gut hinbekommen, ich lerne eben noch.


    Apropo Waffengesetz. Ein Spaten der angeschliffen ist sei verboten? Kann mir aus dem Gesetz das nicht so recht rauslesen. Jedoch meine ich, das so ein Spaten durchaus eine tödliche Waffe sein kann. Und von dieser Sichtweise aus sollte man wirklich damit nicht grade in aller Öffentlichkeit rumrennen. Oder eben das mit dem Anschleifen gleich ganz sein lassen. Ein Spaten ist ein Grabwerkzeug, nix anderes!


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Ich habe sowohl den NVA-Spaten mit Plastemutter, als auch den BW Spaten alt (und SCHWER), sowie den 3 fach Klappspaten der BW ausgiebig getestet (Drainage graben in alten Lehmfundamenten). Den NVA Spaten wo das Gewinde im Stiel ist besitze ich zwar nicht, aber ich lehne mich mal soweit aus dem Fenster zu behaupten das auch dieser in Punkto Robustheit gegen den alten BW Eisentrümmer verlieren wird. Das BW-Viech ist einfach aus verdammt dicken Blech.
    Des weiteren besitze ich noch den tscheschischen Feldspaten (Spitzes Blatt, langer Holzstiel) und den NVA Feldspaten(gerades Blatt, Stiel nur unwesentlich kürzer). Den Tschechen finde ich von der Form her günstiger (und man kann damit Knoblauch schneiden...) aber das Material des Blattes ist recht dünn. Der NVA-Feldspaten ist vorne gerade, aber deutlich roboster, also wenn man vorhätte in einem Europalettenlager gegen die Paletten Amok zu laufen, würde ich von allen mir bekannten Spatenmodellen dieses empfehlen. Wenn man Klappspaten als Axt missbraucht, macht man über kurz oder lang das Gelenk kaputt. Hätte ich keinen Spaten würde ich mir entweder den NVA-Feldspaten für deinen Zweck kaufen, und ne kleine Hacke dazu (so ne 40cm lange US-Kreuzhacke), oder alternativ Schrottplatz und nen Kumpel mit ner Flex. Ergo paar mal hingehen, guggen was sich findet und modifizieren wie man es braucht. Ich hab das WE auch mal versucht alten Kiefernstubben zu leibe zu rücken, allerdings hätte ich mir da eher ne ausgewachsen Spitzhacke und ne kleine Handschaufel gewünscht, um mit der Hacke vor allem den Stubben selbst zertrümmern zu können.
    Ein (abgenutzter) Zimmermannshammer könnte auch praktisch sein.


    Gruß Kauz

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

  • Entweder den Bw-Klappspaten mit Holzgriff oder aus dem Baumarkt einen Kinderspaten mit Metallblatt für 8.-. Letztere muss man oft etwas suchen, aber bei denen gibt es manchmal auch recht brauchbare Modelle.
    Den Fiskars habe ich geschenkt bekommen, er ist gut, aber zu teuer.
    Egal welchen du letztendlich kaufst, achte auf die Geometrie des Schaufelblattes. Oft ist bei den billigeren die Spitze des Blattes zu stark nach oben gebogen was das graben und hacken, in meinen Augen, stark behindert.


    Gruss

  • Trotzdem ist es eine Schweinearbeit einen Stubben mit der Hand (oder Spaten) ausbuddeln zu wollen. Nicht nur das man die dickeren Wurzeln irgendwie trennen muß, die dünneren Wurzeln sind wie festes Seil, ohne viel Gewalt ist da nichts auszurichten.


    Also Hochachtung vor dem, der das freiwillig macht!


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Schau Dir mal den russischen Speznaz Spaten an. Dagegen klappen fast alle genannten Spaten ab!
    Die ganz alten waren aus ehem. Panzerstahl gefertigt, ich weiss nicht, wie die Neueren sind.
    Die kannst Du def. auch zum aufhebeln von Sonstwas nehmen, ohne dass es irgendwas verbiegt oder bricht. Ich nenns mal salopp, die AK 47 unter den Grabwerkzeugen

  • Hallo,


    ich habe den BW Spaten im Auto. Für Notfälle.


    Kienwurzeln suche ich ohne Spaten und Messer.
    Einfach die verrottenen Stümpfe älter als 20 Jahre nehmen
    und mit dem Fuß gegen treten und aufheben. Haben dann noch so
    einen Durchmesser von 5-7cm und sind stark verrottet.
    Damit habe ich mit einmal Suchen für die nächsten 10 Jahre Kienspan.
    Das letzte Stück von 1,50m Länge liegt als Deko im Garten.


    Gruss
    Konrad

  • Danke für die ganzen Tips zu den Spaten. Mir scheint ein deutlicher Trend in Richtung Bundeswehr bzw anderer Militärisch verwendeter Spaten zu bestehen.
    Normalerweise verzichte ich gerne auf Militärprodukte, da ich weder die BW noch andere Großabnehmer von HK-Waffen besonders gerne mag, aber in diesem Fall geht glaube ich Preis und Qualität vor idiologische Motivation. Dennoch wär ich happy wenn jemand vielleicht noch zivile Alternativen kennt!


    Wie ich Kienspan finde weiß ich ganz gut, trotzdem danke für die Tips aber wie bereits im Eingangspost erwähnt ist das nur das momentane Anliegen. Eigentlich handelt es sich um eine Anschaffung, die ich auch im Garten oder bei kleineren Wanderausflügen gerne verwenden würde und mit der ich auch in 5 Jahren noch happy sein will! :)


    Wenn ihr mir jetzt noch Tipps geben könntet wo ich die jeweiligen Empfehlungen beschaffen könnte (ASMC hat nur einen der genannten Spaten vorrätig) wäre ich wunschlos glücklich!


    Mfg,
    Rsj

  • *HirnfurzAN*
    Du willst ein guter Pazifist sein ? Kaufe Militärzeug !
    Bei jedem Ausrüstungsstück was du besitzt kannst du hochselbst dafür Sorge tragen das es nie wieder militärisch verwendet wird. Dadurch nutzt du nicht nur Gegenstände die schon mit deinen Steuergeldern bezahlt worden sind (Recycling/Umnutzung), sondern kannst damit sogar effektiv besagten Organisationen schaden indem du ihnen potenziell vom Markt rückkaufbare Ausrüstung blockierst!
    *HirnfurzAUS*
    :lol :unschuld



    Bezugsquellen:


    http://www.raeer.com/shopdisplayproducts.asp?catid=816


    http://www.militaerbestaende.d…ufel-Hacken:::20_109.html


    https://www.google.de/?gws_rd=…rottpl%C3%A4tze+Darmstadt

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

    Edited once, last by Nachtkauz ().

  • Hi,
    würde dir den ColdSteel Spaten empfehlen. Kostet nicht die Welt, wiegt ned ewig viel, und hat keinen Mechanismus der versagen kann. Ist Quasi der Speznaz, also fast halt.

  • *HirnfurzAN*
    Du willst ein guter Pazifist sein ? Kaufe Militärzeug !
    Bei jedem Ausrüstungsstück was du besitzt kannst du hochselbst dafür Sorge tragen das es nie wieder militärisch verwendet wird. Dadurch nutzt du nicht nur Gegenstände die schon mit deinen Steuergeldern bezahlt worden sind (Recycling/Umnutzung), sondern kannst damit sogar effektiv besagten Organisationen schaden indem du ihnen potenziell vom Markt rückkaufbare Ausrüstung blockierst!
    *HirnfurzAUS*
    :lol :unschuld

    Hm das ist ne spannende Sichtweise und ehrlichgesagt gar nich so pupsig wie du es darstellst. Danke für den Gedankenanstoß!


    Bezugsquellen:

    Die zwei Onlineshops habe ich mir direkt gebookmarked, viele Dank dafür.



    Beim Schrottplatz nachfragen ist auch noch ne Idee auf die ich alleine nich gekommen bin. Du merkst also dein Post hat mich rundherum beglückt :D



    @Albbär: Ich werd ihn mir anschauen, Thx ;)