Benzin Brenner- einsatz für Hobo

  • Noch eine Frage an euch zum Thema Schwedenreise. Ich hoffe ich nerve nicht :)
    Ich möchte einen Hobo mitnehmen ( Modell noch unsicher). Solange es trockenes Holz gibt ist ja alles super. Aber in unbewaldetem Küstenbereich würde ich gerne eine Ausweichmöglichkeit haben. Ein Trangia passt in jeden Hobo, habe aber gehört, das Spritus / Alkohol in Schweden schwer zu beschaffen ist( Alkoholgesetze).


    Gibt es einen Art "Trangia " ( einfachen Brenneinsatz") für den Benzinbetrieb ? ( Benzin ist einfacher zu beschaffen und billiger.)
    :hobo

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

  • Ich war dieses Jahr über 3 Wochen in Schweden ( südl. Lappland ) unterwegs und finde das man dort wesentlich einfacher an Spiritus kommt als bei uns. In jedem noch so kleinen Laden bekommt man Spiritus.
    Dort heißt er " Rødsprit".
    Ein Hobo mit Spiritusbrenner ( Trangia o.ä) ist für mich immer die erste Wahl da oben.


    :hobo

    "Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.


    Vincent Willem van Gogh

  • danke an dich, hatte mir das mit dem spiritus schwerer vorgestellt. bist du der meinung man braucht die ausweichmöglichkeit überhaupt, also gibt es größere gegenden wo es schlicht weg KEIN holz gibt?

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

  • Ich wollte meinen Trangia nicht versauen, aber geht da auch Brennpaste? Bisher habe ich die Brennpaste in einer kleinen leeren Konservendose im Hobo abgebrannt. Vorteil ist ja, das die Brennpaste sehr viel länger brennt als das gleiche Volumen Spiritus, wenn auch nicht so heiß. Aber wenn ich Reis kochen will, brauche ich lange (wenig) Feuer, da ist mir Spiritus zu wertvoll.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Hallo,


    oder sich den Schweizer Notkocher zulegen.
    Der brennt mit Paste, hat einen Topfständer und wenn er leer ist,
    kann man ihn mit Paste wieder auffüllen.


    Ich würde einen Multifuelkocher d.h. für Diesel, Heizöl, Benzin und Petroleum nehmen.
    Gibts für 45€ bei Ibää + 8,53€ Einfuhrumsatzsteuer.


    Gruss
    Konrad

  • Moin,
    Du wirst keine größere unbewaldete Küstenbereiche in Schweden finden, also aus diesem Grund nicht unbedingt nötig. Aber es könnte mehrere Tage hintereinander regnen und damit wäre Spiritus schon hilfreich.
    Viele grüße, Fjellsurfer

  • Es gibt eigentlich keine "einfachen" Benzinbrenner,es gibt aber einen Multifuel Einsatz für den Trangia und den kann man wiederum in den Künzi Hobo hängen. Ob das dann gewichtsmäßig Sinn macht sei mal dahingestellt. Ansonsten ist die Spiritusversorgung in Schweden kaum ein Problem. Man sollte sich halt bei der Tourplanung überlegen was man braucht, bzw. wann man Nachschub braucht. Über Holzmangel brauchst du dir auch keine Gedanken machen, höchstens in den Bergen, aber auch dort kann man mit entsprechender Etappenplanung und Hobo zurechtkommen. Ich weiß ja nicht, was du konkret vorhast, aber das Wetter kann einem durchaus einen Strich durch die Hobonutzung machen, vor allem bei den Minidingern. Was man auch bedenken sollte: auch wenn es gern so verbreitet wird, das Allemansrätten bedeutet nicht zwangsläufig, dass man immer & überall rumkokeln darf! Immer schön auf lokale Ausnahmen und die Waldbrand war Stufe achten.


    Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
    ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

  • Hallo Sel,


    Brennpaste im Trangia macht keinen Sinn, der Brenner ist so konstruiert, dass der Spiritus in der doppelten Wand verdunstet und dann über die Düsen verbrannt wird.


    Brennpaste läuft nicht gescheit unter der Innenwand durch und hinterlässt Rückstände die dir den Brenner verkleben (das lässt sich aber in der Regel mit Wasser wieder rauswaschen).


    Wenn du eine "langsamere Flamme" brauchst, dann mach den Reduzierdeckel auf den Brenner und öffne ihn so weit wie nötig, dafür isser da.


    Grüsse, Amadan

    In the school of the woods, there is no graduation day. — Horace Kephart

  • danke an dich, hatte mir das mit dem spiritus schwerer vorgestellt. bist du der meinung man braucht die ausweichmöglichkeit überhaupt, also gibt es größere gegenden wo es schlicht weg KEIN holz gibt?


    der Spiritusbrenner im Hobo kann schon mal ganz praktisch sein , wenn man nur mal schnell etwas heiss machen möchte und nicht erst noch Holz sammeln möchte.
    ( Bei mir meistens die schnelle Tasse Tee oder auch schon mal was heißes Wasser für die Rasur)
    Um jedoch Spiritus zu sparen würde ich immer wo es möglich ist mit Holz o.ä heizen.

    "Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.


    Vincent Willem van Gogh

  • Hallo,


    es passt grade...
    Spiritusbrenner im Hobo geht und ist gut. Für Brennpaste habe ich inzwischen ein kleines Metalldöschen mit Deckel, passt auch.


    Dummerweise bin ich immer in Gegenden unterwegs, wo eben Feuer verboten ist (Elbsandsteingebirge) oder es schlicht und einfach kein Holz gibt (Urlaub in Island). Man hilft sich mit Gasbrenner, aber der ist sehr laut und auch ziemlich technisch. Alternativen mit ungebranntem Kalk zum feuerlosen Erwärmen vom Futter sind möglich. Muß ich mal testen. Elektrisch Kochen geht sinnvoll nur mit vorhandener Steckdose. Exotische Varianten wie Kochen mit Sonnenenergie oder Erdwärme sind unpraktikabel. Ähm, Island und Erdwärme. Dort gibts sehr viele heiße Quellen wo man durchaus sein Futter warmmachen kann... :confused


    Jedoch fallen euch noch Möglichkeiten ein um in unseren Gefilden sein Futter zu wärmen?


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • oder sich den Schweizer Notkocher zulegen.
    Der brennt mit Paste, hat einen Topfständer und wenn er leer ist,
    kann man ihn mit Paste wieder auffüllen.

    den notkocher hab ich, erreicht aber nicht die temperatur und "KLasse" des Trangias. zu not lässt sich brennpaste auch in einer schuhcremedose oä. verheizen. ich glaub den notkocher würde ich daher nicht mitnehmen.


    Mein Ziel ist ein Gesamtgewicht der Ausrüstung von 6kg + 2l Wasser+ 3kg Nahrung+ Rucksackgewicht ( 1-3kg je nach Modell ) + 1kg trockenes Brennmaterial bei Regenwetter als "Starthilfe". Seht ihr das als realistisch an ??( kaum Wechselwäsche, kein Wasserfilter( Hobo-Wasser abkochen), Verzicht auf Luxuskram..)


    :tarp :messer :hobo

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

  • Hallo,


    Wasserfilter ist Pflicht, das ist kein Luxuskram sondern Überlebensausrüstung. Wiegt ja auch keine 100 Gramm (incl. Beutel etc.).
    Ich messe das Gewicht meiner Ausrüstung nicht mehr. Entweder kann ich es tragen oder eben nicht. Ich packe so wie es passt (oder ich denke das es so passt).


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • @bushkrieger:
    Deine Zahlen klingen sehr plausibel, ich habe, bei 7-10 Tagen Essen + 3L Wasser zwischen 16 und 17kg auf dem Buckel, je nach Jahreszeit. Allerdings nehme ich kein "trockenes Brennmaterial" mit, entweder das Feuer funzt, oder, wenn bei ganz wiedrigen Bedingungen mal nicht, dann eben nicht. Wenn überhaupt, nehme ich mal 1 oder 2 Teelicher oder ne Kerze mit als Hilfe. ABER IMMER den Sawyer Wasserfilter, das ist wie Sel sagte KEIN Luxus, zumindest hier in Mitteleuropa ... aber das musst Du für Dich natürlich selber wissen.

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Hallo Bushkrieger,


    ich würde mal an deiner Stelle versuchen, eine Woche im deutschen Wald durchzuhalten.
    Ich glaube, daß du das mit ach und Krach durchhalten wirst.
    Dann mal drei Wochen.
    Und dann kannste mal ne Schwedentour so wie du sie geplant hast durchziehen.
    Alles andere ist für meine Begriffe Spinnerei.


    Meine 2ct.


    Gruss
    Konrad

  • Ok, danke für eure Tipps.
    Eine Probewoche im Frühling ( in heimischen Wäldern) ist auf jeden Fall sinnvoll, war von mir auch schon eingeplant.
    Nach wie vor hab ich eine Frage an euch : Was wär euer Favorit für solch eine Tour?
    1. Tarp :tarp
    2. Zelt
    3. Biwaksack mit Tarp
    4. Biwakzelt
    5. Hängematte und Tarp
    Poncho als Tarp......

    Ziel ist neben einem trockenen Schlafplatz auch noch die Möglichkeit im Trockenen zu sitzen / Kochen/ Handwerkl. Arbeiten...


    Wie problematisch seht ihr das mit dem Kochen in Bezug auf das Anlocken von Braunbären ?
    Danke

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)

  • Ich würde Biwaksack und Tarp vorziehen. Tarp ist Windschutz und Schutz vor dem Wasser von oben. Biwaksack ist ebenfalls Windschutz und Schutz vor Wasser von allen Seiten. Dabei muß der Biwak Goretex-Gewebe sein (oder gleichwertige Materialien), sonst wird er zur Schwitztüte und du hast Wasser von innen. Poncho ist auch gut, jedoch bei viel Wind unpraktisch (beim Wandern).


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Biwaksack und Tarp bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten.
    Ich benutze seit ein paar Jahren Tarps und enddecke immer noch wieder neue Möglichkeiten für den Aufbau und mögliche Verwendungen.
    :tarp

    "Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.


    Vincent Willem van Gogh

  • Hallo,


    was nützen die tollsten Biwaksäcke, wenn man die auf steinigem Grund nicht hinlegen kann?
    Genau deswegen hat sich Schwede ja auch eine Hängematte gekauft. Und der sollte es eigentlich wissen.
    Zumindest war auf den Fotos die er mir gezeigt hat, nirgens Platz einen Biwaksack hinzulegen.
    Klar da wo keine Bäume sind geht das mit dem Sack schon, aber das ist dann Südschweden. Da siehst so aus wie hier. :)


    Gruss
    Konrad