Höhlenlampe, 320lm, ca. 12h Leuchtdauer....

  • Hallo,


    im Discounter (Lidl) gabs für 5 Euro LED-Spots: 12 Volt - 5 Watt - 4 LED - Warmton ca. 3000K - Leuchtkegel größer 30° - immense 320 Lumen!


    Ich habe mir ein Kabel, eine Plastikröhre, Kleber und die Lampe genommen. Dann die Lampe richtig gut und fest eingeklebt, die Kabel angeschlossen, alles waserdicht versiegelt mit Kleber, danach die ganze Sache mit Paracord straff umwickelt (2lagig) zum Schutz gegen Anstoßen, für Stabilität und als wunderbarer Griff. Das Paracord habe ich dann nachträglich mit Imprägnierspray mehrmals behandelt. Ein Test in der Badewanne über mehrere Stunden ergab absolute Wasserdichtheit :) Die Lampe wiegt mit Kabel knapp 320 Gramm. Im stundenlangen Betrieb wird die Lampe vorne nur so 40°C warm, das geht also noch.


    Nun kam der Bleigelakku als Stromquelle zum Einsatz. Er hat 12 Volt - 7Ah Kapazität, Betriebslage beliebig, leider 2,1kg schwer. Jedoch absolut robust, auch bei sehr geringer Temperatur fast volle Leistung, wartungsfrei. Ohne die vom Hersteller angegebene Ladeendspannung zu unterschreiten (10,5 Volt) leuchtete die LED volle 12 Stunden. Eine Transportmöglichkeit nähe ich noch, natürlich in EinStrichKeinStrich, innen sehr gut wasserdicht und gepolstert. Den Akku kaufe ich für läppische 12 Euro, das Ladegerät dazu habe ich mit meinem Elektronikfundus gebastelt, aber mehr als 15 Euro (wenn man sowas alles kaufen müßte) wäre das auch keine Investition. Garantierte Akkulebensdauer lt. Hersteller: 12 Jahre :)
    Ich hätte auch andere Akkus verwenden können (Lithium oder Modellbau-Powerakkus). Abgesehen vom viel leichteren Gewicht und der echt kleineren Größe bei gleicher Kapazität ist hier der Preis für Akku und Ladegerät exorbitant höher. In einer Höhle sind immer 6 bis 8°C, da hat solch ein Akku schon echte Probleme. Und Stoßempfindlichkeit? Da habe ich so meine Zweifel, ebenso bei der Lebensdauer...


    Die Lampe macht wirklich viel und sehr angenehmes Licht. Ein Test in einer Höhle steht noch aus, ich werde berichten. Im Gegensatz zu den Taschenlampen ähnlicher Leistungsklasse ist der Warmton des Lichts sehr schön, der breite Abstrahlwinkel optimal und durch den fetten Akku ist auch genug Leuchtreserve da. Das angeschlossene 3,5 Meter-Kabel gestattet mir auch mal mit Lampe irgendwo reinzukriechen oder die Lampe "abzuseilen" um weiter nach unten guggen zu können.


    Letztendlich habe ich für mich eine sehr preiswerte und effektive Lampe gebastelt, die meinen persönlichen Anforderungen vollends genügt.






    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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    Edited 2 times, last by Sel ().

  • Nette Bastelei! Für ne Höhle würde ich das jetzt nicht gerade nehmen.. So von wegen beide Hände frei. Im dunklen Loch reicht doch schon eine 5mm-LED, die von nem 18650er sicher tagelang betrieben wird..
    Meine Olight M20 macht auch etwa so viel licht, und das brauch ich auch draussen so gut wie nie.


    Dein Scheinwerfer ist doch eher was fürs Auto oder fürs läger Campieren.. (Dann würd ich noch ne art Stativ oder einen Magneten an der Leuchte implementieren.. (: )

  • Hallo,


    selbstverständlich habe ich eine Helmlampe, geht ja gar nicht anders ^^
    Als Backup ist eine Taschenlampe und Ersatzbatterien am Mann. Es ist doch klar, wenn in der Höhle das Licht aus geht, dann wars das.


    Der "Scheinwerfer" ist eher gedacht für eine gute Ausleuchtung um eben nicht nur einen kleinen Fleck zu sehen und damit ich in einer Höhle auch paar Fotos machen kann. Außerdem wollte ich warmweißes Licht dafür, was meines Wissens keine Taschenlampe bietet. Und über den Preis solcher Lampen brauche ich nichts zu sagen ;)


    LG Sel

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  • Du hattest ja geschrieben, dass die Höhlen in die ihr geht nicht sehr groß sind. Ansonsten würde sie dir nicht mal zum Fotografieren reichen.
    Leider sind die richtig guten Höhlenlampen auch richtig teuer.


    http://hoefo-shop.de/shop/category_11/Scurion%3Csup%3E®%3C_sup%3E-für-Höhlenforscher.html?sessid=a3abPrAinf45M2QmrrxXZyPtZE7acDG8j9mGJmQMRvMpMeMspPYxkJaGC9ya5uem&shop_param=cid%3D%26


    Aber schön gebastelt - Super.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Na da hast du ja den bekannten Mercedes aller LED-Lämpchen rausgesucht :lol Die LEDs sind ihren Preis wert, einmal durfte ich sowas in Aktion erleben, ich sag nur: Flakscheinwerfer!!!


    Habe nun auch den Tranport des Akkus gesichert. Um den Akku legte ich 4mm-Gummi, als Platten geschnitten und aufgeklebt. Drumrum Panzertape. Damit ist der Akku sehr sicher vor Anremplern und fast wasserdicht verpackt. In meinem NVA-Gerödel fand ich noch eine Munitionstasche, da passte der Akku mit viel Gewalt ganz straff rein. Ich habe noch sichere Steckverbinder drangelötet und das Kabel der Lampe an der Tasche fest angenäht. So gefällt mir die Sache rundum.


    Es gibt zwei Varianten. Lampe drin für Transport oder Lampe im Deckel als Wegbeleuchtung (und Hände sind frei).




    Drinnen der Akku mit dem Lampenkabel. Der Steckverbinder dient gleichzeitig als Einschalter für die Lampe, daran passt auch mein Ladegerät und wenns notwendig sein sollte kann ich mittels Autoadapter mein Handy mehrmals mit der Batterie laden.




    Getragen wird die Sache am Koppel, wenns zu eng wird kommt das Koppel an ein Seil und wird eben hinterhergeschleift :)


    LG Sel

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  • Gute Idee und gut gemacht, keine Frage, aber bei einer besseren Wahl deines LED-Spots hättest du viel Volumen und Gewicht bei gleicher Lichtleistung und grösserer Leuchtdauer einsparen können.
    Im KFZ-Bereich gibt es LED-Arbeitsscheinwerfer mit einer guten Lichtstreuung (in Bezug auf Fotographie...). Schau sie dir mal an. Du bräuchtest nur ein anderes Kabel und eine Steckverbindung bei gleicher Batterie sodass du viel flexiebler bei der Beleuchtung bist.
    Gruss

  • Sollte der Akku-Block doch zu schwer sein, würde ich dir nen LIPO Akku aus dem Modellbau empfehlen... Ist viel leichter bei gleicher Leistung!


    Das Erleben findet im Heute statt!
    ASGF.DE ---------------------------------------------------------"JE SUIS CHARLIE"

  • Das sieht richtig Amtlich aus. ^^
    Super Idee und klasse Umsetzung.


    Aber Was ist eine Helm Lampe??? Ich kenne Lampe!

    Schöne Grüße
    Rosi



    Nur wenn wir Erwachsene Kinder in die Natur führen, lernen sie diese zu schätzen.

  • Hallo,


    ja Helmlampe - oder Kopflampe oder wie auch immer... :lol Oder sagt man heute auf Neudeutsch "Leuchte"? Unter Tage ists egal, da ist jede Art von künstlichem Licht ein "Geleucht" :) Es gibt sogar noch Leute, die bestehen auf der altbewährten Karbidlampe, ohne Frage, auch dieses Geleucht hat unschlagbare Vorteile.


    Ich habe diesen Akku genommen, trotz seines hohen Gewichtes:
    Bleigelakkus sind fast unverwüstlich, dazu extrem preiswert. Sie haben geringste Ansprüche ans Ladegerät (konstante Spannung reicht), sehr lange Lebensdauer (weit über 10 Jahre), geringe Stoßempfindlichkeit, funktionieren auch bei Minusgraden zufriedenstellend, sie sind also rundum echt robust. LiPo-Akkus kann man bei Minusgraden vergessen, sie brauchen ganz spezielle Ladegeräte, sind relativ empfindlich gegen Stöße, die Lebensdauer ist auf paar wenige Jahre begrenzt, reine 12-Volt-LED lassen sich schwer mit den LiPos betreiben (Spannung stimmt nicht). Die LiPo-Akkus sind auch noch sauteuer. Klar, gegen den Klopper von Bleiakku sinds echte Leichtgewichte.


    Habe mir die KFZ-Leuchten angesehen. Warmton suche ich vergeblich, kleine Leuchten sind zwar hell, aber eben sonst wie eine Taschenlampe. Preiswerte Varianten sind auch nicht anders als der handelsübliche LED-Spot für die Wohnung. Klar, man braucht nix basteln, die Lampen sind fertig, nur noch anschließen. Das macht aber nicht so viel Spaß wie Selbstbau und kostet auch mehr.


    Ich bin kein Profi und will auch keiner werden. Das würde auch nicht dem Gedanken dieses Forums entsprechen. Mit (viel) Geld kann man heute alles kaufen, bis hin zur perfekten Ausrüstung. Aber die will ich gar nicht.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Also wenn ich Edelsteine oder Details fotographiere benutze ich für gewähnlich rein weisses Licht. Ob das nun Halogen oder LED LIcht ist, ist relativ nebnsächlich. Da kommen die Konturen und Formen doch viel besser raus als mit einem Warmton-Licht. Deshalb sind ja auch die Schaufenster und Vitrienen mit Halogen oder weissen LED´s beleuchtet.... egal, jedem das seine.


    Scheinwerfer Sel, Arbeitsscheinwerfer, nicht kleine Leuchten. Ok, bei deinem gewünschten Farbton wirds schwierig da die i.d.R. rein weiss sind. Sind an jedem Bagger dran (ok, die haben 24V). Ich hatte verstanden du wolltest Räume ausleuchten und nicht Punkte.


    Glaub mir eins, ein Bleiakku oder die anderen Akkus in AA oder AAA (die ganz besonders) sind kälteempfindlicher als ein Litium-Ionen Akku. Von der Labensdauer könntest du recht haben, aber das kommt sehr auf den Einsatz / die Entladungzyklen an.


    Gruss