Pfälzer Wald - September 2014

  • Vom 10. bis 28. September 2014 mache ich den Pfälzer Wald unsicher - FREU ... ^^
    Jetzt ist es Sonntag Nachmittag und ich habe mal alles was so mit kommt schön aufgereiht, Listen angehakt, an der Hose ein paar Nähte nachgenäht, die Spannleinen am Tarp kontrolliert, ... bis auf Geldbörse und (vorsichtshalber) Allergiespray liegt alles da!
    Und weil es grad so schön da liegt, hab ich mal ein Foto gemacht, vielleicht kann es ja für ein Paar von Euch als Anregung dienen, oder womöglich denkt sich jemand ... Moment mal, wo ist denn ...


    01 = Futter für locker 7 Tage: Nudeln.Reis, Kartoffelbrei, Haferflocken, Milchpulver, Rosinen, Studentenfutter/Nüsse, Wurst, Schinken, Brühe
    02 = Bivi
    03 = Tarp
    04 = Schlafsack Carinthia Def 1
    05 = Kochzeugs im Beutel: Topf 1,5L mit Deckel/Pfanne, Hobo, Spork, Feuerzeug, Tampons, Arbeitshandschuhe
    06 = Trekkinstöcke
    07 = Handy, fast nur zum Knippsen mit Ersatzakkus, Lader, Kompass
    08 = Wasserflaschen, Sawyerfilter, Filterflies, Handtuch
    09 = Klopapier
    10 = Opinell 10
    11 = Hygiene und Reparaturzeugs (kommt mit 14 in die Flasche)
    12 = Karten
    13 = Geld, Schlüssel, ... fehlt noch EC-Karte, Führerschein, ... kommt in Geldbörse
    14 = Erste Hilfe (absolutes Minimum)
    15 = Isomatte mit Packbeutel (wird mit 02 = Bivi zusammengerollt)
    16 = Klamotten im Rucksack: Schlafzeugs, Trockenes, Fleece, Poncho)
    17 = Klamotten am Körper


    Jo, das wars, wiegt incl. 3 volle Flaschen Wasser, alles im Rucksack, 17 bis 18 Kilo.
    Finde ich mit 7 Tage Proviant (mit "normalen" Lebensmitteln) sehr akzeptabel.


    :biwak:hobo:tarp:kartecomp

  • Ja, 2,5 Wochen draussen mit Tarp und Bivi.
    Ist ja, "technisch gesehen" kein Unterschied ob man das 3 Tage oder 3 Wochen macht.
    Wobei ich im Kerngebiet des Biosphärenreservates sicher bei Gelegenheit auch mal irgendeine Schutzhütte (wenn nicht vermüllt) oder Bank verwende. Mal sehen ob/wie das dort ist. Manchmal bietet sich da ja was nettes an ...
    Haupfsache gut 2 Wochen draussen ... :dance

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Super! Hab keine Erfahrung mit längeren Trips, bin also wirklich auf den Bericht gespannt. Wie hälts du es mit frischen Zutaten beim kochen? Obst, Gemüse, Kartoffeln usw. Holst du dir die in Ortschaften wird das 2 Wochen lang ne vitaminarme Ernährung? ^^

  • Ja, Obst und Gemüse ist natürlich zu voluminös/schwer um das für ne ganze Woche rum zu tragen. Für 2 Wochen ist das aber kein Problem. Natürlich verwerte ich jedes Kraut, jede Beere, jeden Pilz, den ich finde und kenne mit, gerade für Pilze ist ja die beste Jahreszeit. Die Erfahrung zeigt, das ich auf einer Tour vergleichsweise wenig Hunger habe und länger als geplant mit dem Proviant auskomme. Eigentlich esse ich dann zu wenig bezogen auf die Anstrengung/Verbrauch, fühle mich aber wohl und es tut aber dem "2. vorderen Rucksack" nahe des Körperschwerpunktes sehr gut ! :lol
    :winken

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  • Das Biosphärenreservat Pfälzerwald und Vogesen bildet eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas. Bestimmte Teile sind entsprechend geschützt und bilden naturnahe oder sich langsam in den natürlichen Zustand zurückbildende Gebiete, da diese nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Deshalb ist Trekking im Pfälzerwald für jeden, der seinen Urlaub draußen verbringen möchte ein gutes Ziel. Für mich liegt es nur wenige Kilometer vor der Haustür. Wälder, Täler, Bäche, Quellen, Brunnen, Felsen, Höhlen, … alles was das Herz begehrt.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 1 – Humbergturm
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    Der Starttag für meine Wanderung durch den Pfälzerwald, zunächst auf dem Pfälzer Waldpfad. Morgens fahre ich mit dem Auto nach Kaiserslautern auf den Betztenberg und parke in der Voltairestraße. Hier gibt es einen kleinen Durchgang direkt in den Wald. Diesen benutze ich um 14:30 Uhr um zunächst mal auf den Humbergturm zu klettern. Die Aussicht vom Turm über den ganzen Pfälzerwald zeigt die ganze Waldregion, in der ich die nächsten 2 Wochen rumlaufen werde.
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    Nach dem einführenden Ausblick vom Humberturm geht es dann in den Wald. Zunächst mal brauche ich Wasser, das es am Pfaffenbrunnen leider nicht gibt, der ist trocken. Hier gibt es jedoch einen Brunnen am anderen und die Wasserversorgung ist kein Problem.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 2 – Moosalbe
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    Vom Finsterbrunnen aus immer am Bach Moosalbe entlang, ging es bachaufwärts vorbei an Überresten frühindustrieller Eisenverarbeitung, z.B. Unterhammer und Oberhammer. Geleitet von der Moosalbe durch die Karlstalschlucht, große Felsen links und rechts der Moosalbe.
    Das Tal wird dann breiter und führt zu einem Waldweiher und zum Brunnen „Moosalbsprung“. Direkt gegenüber, in Hörweite des Brunnens gibt es einen guten Übernachtungsplatz.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 3 – Bäche, Weiher, Stille
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    Das Johanniskreuz schenke ich mir, die Ausflugsziele interessieren mich ja nicht. Dafür genieße ich die Bäche, Weiher und die Stille des Waldes. Der Mönchsbrunnenweiher und der Burgalbweiher liegen sehr schön und ruhig. Hier gibt es auch die einzigen Brombeeren die ich gefunden habe, ansonsten überall bereits vertrocknet. Am Schlangenberg ist der Wald vor lauter Vogelgezwitscher und Insektensummen fast laut. Mittagspause am trockenen Molkebrunnen. Dafür gab es wieder Wasser am Zufluss des Kieselweihers.
    Vor Heltersberg verlasse ich den Pfälzer Waldpfad. Möchte nicht durch einen Ort geführt werden. Suche mir einen Weg zum Hundsborn, hier ist auch eine Schutzhütte auf der Karte eingezeichnet, die ich zum Übernachten verwenden möchte. Die Hütte stellte sich jedoch als private Jagdhütte heraus. Ich beschloss, mich trotzdem mit ungutem Gefühl auf der offenen Veranda auf dem Tisch zum Schlafen zu legen. Diese Übernachtung blieb aber die einzige in/vor einer Hütte.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 4 – Zum Winschertkopf
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    Das ungute Gefühl ist sehr gerechtfertigt, denn am nächsten Morgen, ich lag noch wach auf dem Tisch, fuhr prompt ein Auto und der Besitzer der Jagdhütte vor. Zunächst war dieser natürlich zurecht baff, das da ein fremder Typ auf seinem Tisch liegt. Aber es kam dann zu einem sehr netten Gespräch mit Herr Lang, darüber was ich denn hier mache, meine Wanderung, das er diese Hütte schon seit 40 Jahren hat, über die Jagd, das eine solche Hütte heute nicht mehr gebaut werden dürfe, Wasser von draussen, Wild im Pfälzerwald, … und wir machten Bilder.
    An diesem Tag geht es durch ein Waldgebiet vorbei an Merzalben bis auf den 607m hohen Weißenberg und ich schaue mir die Burgruine Gräfenstein an, eine der bedeutendsten Wehranlagen der Stauferzeit. Da es im Turmaufgang stockdunkel ist, geht es hier nur tastend hoch. Bei Topwetter gibt es dafür aber eine grandiose Aussicht über den Pfälzerwald.
    Direkt gegenüber ist der Vordere Winschertkopf, ein großer Felsklotz. Unter einem der Felsenüberhänge werde ich übernachten, wiederum erstaunt, dass hier trotz Wochenende niemand ist und die ganze Zeit dann auch keiner hoch kam.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 5 – Geburtstag im Wald :-)
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    Da ich an diesem Sonntag Geburtstag habe, singe ich mir auf dem Vorderen Winschertkopf, leider bei schlechter Sicht, erst mal selbst ein Geburtstagsständchen :-) Welches Geschenk kann besser sein, als diesen Tag ganz einfach draußen zu verbringen !?
    Danach geht es morgens ganz gemütlich auf dem Kamm zum Luitpoldturm. Hier hängt oben ein großes Transparent mit “STOP – Windkraft im Pfälzerwald“. Es sind bis 2017 200 bis 250 Windkraftanlagen, jeweils ca. 200m hoch geplant – im Biosphärenreservat. Wenn die tatsächlich hier stehen, dann würden die tollen Panoramablicke natürlich völlig anders aussehen!
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 6 – Geburtstagessen
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    Bei absolutem Prachtwetter (schade, so wäre es gestern auf dem Luitpoldturm optimal gewesen) geht es “mein Bachtal” nach oben, bis ich wieder auf den Pfälzer Waldpfad stoße und weiter Richtung Hauenstein. Unversehens führt der Weg bei Hauenstein direkt an 2 Supermärkten vorbei, also gönne ich mir mein gestern verpasstes Geburtstagessen :-) mit Blick auf die Piratenflagge, die über Hauenstein flattert.
    Von Hauenstein über den Paddelweiher, das Quoichtal hoch, an der Quoichquelle erfrischt, will ich eigentlich bis zum südlich über Hauenstein gelegenen Hängelerbrünnel zum Übernachten. Allerdings gab es kurz davor einen so phantastischen Panoramablick, der Trifelsblick, über Hauenstein nach Norden in den Pfälzerwald, dass ich kurz entschlossen hier blieb, zumal es hier einen Relaxsessel gibt.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 7 – Erlaubnis für Draussen
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    Am nächsten Morgen Bodennebel im Tal, Tau auf dem Tarp und Kondens unter dem Tarp, klar, war sehr eng über mir abgespannt.
    Bis die Sonne richtig raus kam, studiere ich die Karte und beschließe, dass dies der südlichste Punkt meiner Tour sein wird. Ab hier gibt es einfach viel mehr Ortschaften und Straßen, da habe ich keine Lust drauf. Also geht es direkt zum Hängelerbrünnel zum Wasser fassen und in einem kleinen Bogen nördlich um Hauenstein herum um dann wieder in nordöstliche Richtung in die “Wildnis” des Pfälzerwaldes einzutauchen.
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    Durch die Wilgartswiesen geht es zunächst durch ein kleines Naturschutzgebiet in dem Frühlingsblumen blühen, ein Reiher im Tümpel steht und Pilze wachsen, bis zum steilen Aufstieg zum Wasgaublick. Ab hier suche ich mir meinen eigenen Weg!
    Am späten Nachmittag treffe ich im Wald den Förster Klein. Nach kurzer Unterhaltung habe ich die Erlaubnis mein Tarp zur Übernachtung an einer schönen Stelle aufzubauen :-) wie ich dann merkte, in direkter Nachbarschaft einer Kreuzspinne.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 8 – Wildschweine
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    Ich hatte ja am Vorabend hier überall Spuren vom Schwarzwild gesehen, naja, heute Nacht besuchte mich eine Rotte Wildschweine. Die weckten mich mit Gegrunze rund ums Tarp. Ich dachte “hoffentlich kann ich morgen früh alles selbst abbauen”, die Tiere nahmen allerdings offensichtlich keinerlei Notiz von mir. Ich hörte sie durch den Bach laufen und trinken, zwischendrin auch mal kürzere, quiekende Laute und nach ungefähr 3 Minuten war alles vorbei.
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    Morgens geht es durchs Hahnental hoch, im Kunzental runter, am Muhnbachhang entlang, zum Kälberteich, vorbei am Forsthaus Annweiler, über die Stangenwaldhalde zum Hofberg. Immer sehr schön auf ganz kleinen, weichen Pfaden.
    Abends mitten im Wald im Nachtlager wundere und freue ich mich darüber, dass ich bisher auf meiner Tour fast überall im Walld total alleine bin!


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 9 – Rotwildbrunft
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    Diese Nacht ganz klar das Highlight der Pfälzerwald Tour!
    Zuerst liefen wieder Wildschweine vorbei, danach konnte ich ca. 1,5 Stunden lang der Rotwildbrunft lauschen. Sehr dicht in der Umgebung, teilweise sehr laut schlief ich quasi mit den röhrenden Lauten eines (mehreren?) Hirsches ein. Der Versuch das mit dem Handy aufzunehmen lieferte leider kein Ergebnis, man kann leider nur erahnen was da aufgenommen wurde.
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    An diesem Tag ging es vom Dachsloch runter ins Quellgebiet Niederschesch zum Trinken und Wasserflaschen füllen und dann immer Richtung Nordosten entlang des Grobsbach, Helmbach, Iggelbach. Beim Trinken wurde mir richtig bewusst in welchem Luxus ich gerade schwelge: Einfach so das klare, saubere Wasser aus dem Wald trinken, “mein Wasser hier”, ja, größeren Luxus kann ich mir nicht vorstellen.
    Und es geht einfach alleine durch den Wald … :)
    Bis zum Kanzelfelsen, eine grosse Felsengruppe im Wald. Hier gibt es unter einem Überhang auch gleich eine super Übernachtungsmöglichkeit, zwar bei einsetzendem Regen, aber ich bin trocken unter dem Überhang.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 10 – Überhang am Kanzelfels
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    Von meinem komfortablen Nachtlager unter dem Überhand am Kanzelfels aus, schön aus dem Trockenen in den Regen nach draußen zu schauen, geht es heute morgen erst mal in den regenfeuchten Wald zurück.
    Es geht durch einige, mit Mischwald bewachsene Täler nach unten und im Finstertal scheint die Sonne wieder. Ich laufe heute noch, von Süden kommend, bis kurz vor den Ort Lambrecht. Hier will ich morgen einkaufen und ein paar Essenvorräte auffüllen. Mein heutiges Lager schlage ich am Wildsaukopf auf, mit Panoramablick über Lambrecht. Hier mache ich auch mal Rucksackinventur, damit ich weiß, was ich einzukaufen habe.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 11 – Aufstand im Wald
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    Heute Einkaufen in Lambrecht mit dem üblichen Gezicke der Leute wenn ich aus dem 1oer Pack Klopapier, aus dem ich ja nur 1 Rolle im Rucksack mitnehmen kann, 9 Rollen verschenken will – ist das alle peinlich!
    Weiter Richtung Lambertskreuz. Hätte ich gewusst, was für ein bekanntes Ausflugsziel das ist, es ist ja heute auch noch Wochenende, dann wäre ich woanders lang, so bekommen ich den Fresstempelaufstand im Wald direkt mit. Über 100 essende Leute allein am Waldhaus Lambertskreuz gezählt. Da kam mir der Supermarkt in Lambrecht heute morgen geradezu wie eine Oase der Ruhe vor.
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    Zum Glück war Luftlinie 1 km vom Lambertskreuz entfernt alles wieder ganz normal, also keiner im Wald außer mir. Am Friedrichsbrunnen eine gute Gelegenheit zur Übernachtung und hier konnte ich auch mal die mich anflehenden Socken waschen.
    Von dieser X-BIONIC Kleidung habe ich die gesamte Montur, Socken, kurze Hose und Shirt für Tags, lange Hose und Shirt als Schlafzeug bzw. Winter. Die beste Wäsche die ich für draussen bisher hatte. Trägt sich sehr angenehm, nimmt kaum Wasser auf und ist entsprechend in kürzester Zeit wieder trocken. Nachteil natürlich der hohe Preis, allerdings keinerlei Gebrauchsspuren, auch nicht an den Schultern an den Belastungsstellen der Rucksacktragegurte. Wesentlich robuster als Wolle. Wer es nicht gerne eng anliegend hat, sollte unbedingt eine Nummer größer wählen.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 12 – Drachenfels und Regen
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    Erst mal an und auf dem Drachenfels, 571m hoch und in der Drachenhöhle, noch bei trockenem Wetter und mal wieder beeindruckender Aussicht.
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    Später dann bei einsetzendem und immer stärker werdendem Regen durch den nassen Wald – es ist Ponchowetter! Das erste Mal richtig Regen auf dieser Tour und Aufbau des Nachtlagers bei Regen – nur sonniges Wetter ist ja auch langweilig!


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 13 – Autobahn A6
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    Am Morgen das Unangenehme: die nassen Klamotten vom Regenvortag wieder anziehen.
    Aber oberstes Gebot auf Tour: trockenes bleibt trocken für Nachts, nasses bleibt nass für den Tag und wird irgendwann wieder trocken!
    Das es Mittags wieder trocken und sonnig ist, nutze ich das aus und koche mir an der Isenachquelle meine heutige Hauptmahlzeit. Dazu muss ich allerdings das Holz sorgfältig an möglichst trockener Stelle zusammen suchen und zum Start von den ersten Hölzchen die Rinde abschaben. Der Kartoffelbrei mit Schinken schmeckt super und im Nachhinein stellt sich das frühe Kochen als gute Idee heraus, Nachmittags gibt es wieder ein regenreiches Gewitter.
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    Heute erreichte ich den nördlichsten Punkt meiner Pfälzerwald-Tour in deutlicher Hörweite der Autobahn A6, die den Pfälzerwald in Ost-West-Richtung zerschneidet.
    Insgesamt hat der Wald in diesem nördlicheren Bereich einen deutlich anderen Charakter. Hier ist die Art der Waldbewirtschaftung sichtbar deutlich intensiver und es gibt hier viel mehr breite und feste Forstwege, entsprechend weniger weiche Pfade.


    Trekking im Pfälzerwald: Tag 14 – Spazieren gehen
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    Es ist der vorletzte Tag, ich habe nur noch ein kleines Stück des Weges vor mir. Es ist wieder Topwetter mit strahlend blauem Himmel, ich mache einen Spaziergang durch den Wald und genieße ganz einfach die Eindrücke.
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    Trekking im Pfälzerwald: Tag 15 – Ziel Humbergturm
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    Heute das letzte Stück Rückweg zum Auto am Betzenberg in Kaiserslautern. Als Abschluss wiederum der Humbergturm mit seinem Panorama. Ich wollte einfach noch einmal schauen wo ich gewesen bin und einen letzten Blick auf den, für unsere Verhältnisse, großen Waldbereich werfen, in dem ich mich die letzten zwei Wochen so rum getrieben habe :)
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    Trekking im Pfälzerwal: Fazit – Herrlich alleine im Wald!
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    Die größte Überraschung für mich ist, dass im Pfälzerwald nix los ist. Liegt es am Monat September, die Ferien sind vorbei, ich habe nur ganze drei Mal andere Wanderer getroffen, das waren am Wochenende Tagestourer am Drachenfels. Einzige Ausnahme die über 100 Leute, die am Freßtempel Lambrechtskreuz zum Essen saßen und mir für wenige Kilometer “gaballt entgegen kamen”.
    Ansonsten war ich die ganze Zeit alleine im Wald!
    Genau das habe ich gesucht und genau deswegen war diese Tour mal wieder super. Ich bin immer wieder erstaunt, wie herrlich alleine man mitten in Deutschland sein kann!


    PS:
    - Natürlich sind die Videos kein tolles HD-Material, alles ist mit einem alten Nokia-Handy C5-00 aufgenommen, sorry
    - das Nokia ist einfach herrlich leicht und der Akku hält sehr lange
    - für mich als Erlebnis-Erinnerung ist es auch so ok
    - unter http://www.wolkenglut.de sind zusätzlich zu den Videos noch ein paar Bilder zu sehen
    - wenn ich die Bilder für Picasa bearbeitet und hoch geladen habe gibts auch noch nen Link auf das Picasaalbum

  • TiggerOL:
    Nein, Licht nehme ich nie mit, wenn es um halbneun dunkel ist, gehe ich einfach schlafen. Auch im Winter, wenn es schon um 6 dunkel wird, gehe ich halt früher schlafen. Dieses "jede Zeit nutzen Ding" brauche ich nicht wenn ich unterwegs bin, hab im Job genug Stress. Und so stockdunkel, dass ich in unwegsamem Gelände Nachts beim Pipi machen Angst haben muss, das ist sehr selten! Alles andere kann warten bis es wieder hell ist!

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Wow wirklich wahnsinnig schöne Eindrücke von der Tour Tappsi! Dass der Pfälzer Wald so einsam ist im September hätte ich nicht erwartet. Wird definitiv mal vermerkt für die Zukunft. Danke für die Mühe mit den Videos und dem Bericht!

  • Schöne Abenteuer. Wolkenbruch und Sonnenschein. Rotwildgebrüll, Treffen mit Wildschweinen, Jäger Lang und Förster Klein. 14 Tage im fast menschenleeren Wald unterwegs.

    Wandersmann was willste mehr?


    Und nun die obligatorische Frage :D : Welche Karten hattest du mit, und wie zufrieden warst du mit denen.

    "Man sollte immer eine kleine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses -
    außerdem sollte man immer eine Schlange dabeihaben."
    W. C. Fields

  • Wald:
    Ja, es war wirklich sehr vielfältig :-)


    Als Karten hatte ich die Topografischen Karten 1:25000 vom Landesamt für Vermessung und Geobasisinformationen Rheinland Pfalz. Die decken mit 8 Karten den gesamten Pfälzerwald ab, ich hatte die 3,4,5,6,8 dabei, im nachhinein hätte ich die 7 besser nicht zuhause gelassen, egal.
    Ich finde die sind sehr gut, zeigen die markierten Wanderwege mit Markierung an. Diese könnten schon etwas dezenter eingezeichnet sein. Aber auch alle anderen Wege sind sehr gut erkennbar als schwarze Linien. Habe extra öfters mal richtig verglichen und bin ja auch auf vielen solcher nicht markierten Wege gelaufen. Klappt sehr gut!
    Auf amazon, ich hab sie aber im Nachbardorf im Buchladen bestellt.
    Gab auch einen Faden hierzu ....


    Nur einmal ... naja, da hatte ich die Karte aus Versehen nicht eingenordet sondern eingesüdet ... :lachtot:bamm

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