1-2-Mann-Zelt

  • Hallo zusammen,


    ich bin momentan auf der Suche nach einem günstigen, brauchbaren 1-2-Mann-Zelt (also 1 Mann mit Gepäck oder 2 ohne). Erste Verwendung wird es beim herkömmlichen Campen finden ( :Unschuld ), aber wenn ich das Teil schon habe, möchte ich es auch anderweitig einsetzen können. Die letzte Tour hab ich mit Tarp gemacht, war schon ok, aber ohne jetzt eine Tarp / Zelt Diskussion anzufangen, ein Zelt ist mir lieber.


    Ich hab noch einen 50 Euro Gutschein von Amazon, also will ich das Zelt dort kaufen. Preislich würde ich gerne unter 100 Euro bleiben, 150 Euro sind oberste Schmerzgrenze. Mir ist klar, dass das nicht viel ist und bin bereit Abstriche zu machen (z.B. beim Gewicht). Brauchbar sollte es aber in jedem Fall sein, also kein Fiberglassgestänge, nicht einwandig, etc.


    Folgende Zelte sind mir ins Auge gefallen:
    http://www.amazon.de/Quechua-2859520-T2-Zelt-grün/dp/B008GSR5MY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1405773624&sr=8-1&keywords=quechua+T2


    http://www.amazon.de/Jack-Wolf…ds=jack+wolfskin+gossamer


    http://www.amazon.de/SALEWA-Ca…8-1&keywords=salewa+micra


    http://www.amazon.de/SALEWA-Ca…-1&keywords=salewa+denali


    Bei dem Quechua bin ich mir nicht sicher, was für Gestänge das hat. Das T2 ultralight Pro hat Alu, zu dem hier hab ich noch nichts gefunden... Was meint ihr dazu? Habt ihr einen Favoriten? Wenn ihr andere Vorschläge habt, auch immer her damit ;)


    Viele Grüße,
    Lukas

  • ... ich fürchte, mit Zelten kennt sich hier gar keiner so richtig aus :-)))
    Achte auf jeden Fall auf die Wassersäule..


    Ich habe mich vor 2 Jahren auch mal durch den Dackelgaragen-Markt gekämpft, und herausgekommen ist das Gossamer, weil Preis-Leistungs-Verhältnis für mich einfach gestimmt hat: klein, leicht, günstig und relativ hohe Wassersäule (4000). Es ist kein Hilleberg, aber... in dem Preissegment war es zumindest vor 2 Jahren das Zelt meiner Wahl.


    Allerdings habe ich das Gossamer noch nie eingesetzt. Letzte eingesetzte Dackelgarage war mein geliebtes Hilleberg, das konnte man auch bei Regen gut aufstellen, weil zuerst Außenzelt, dann Innenzelt... Es blieb also alles innen trocken.


    Das Gossamer hat Außen- und Innenhaut miteinander vernäht, so daß du beide gleichzeitig aufstellst. Innen bleibt dann trocken, auch beim Aufbau im Regen - zumindest theoretisch :D Es ist in 2 Minuten mit dem Gestänge versehen und muß dann nur noch abgespannt werden. Ein paar Heringe sind dabei, und ein Moskitonetz hat es auch (bzw. ist das "Innenzelt" aus Moskitonetz) Man kann das Oberzelt hochmachen und dann quasi unterm Sternenhimmel, aber geschützt vor kleinen Blutsaugern schlafen.


    VG
    die Bushcraft Amazone




    * * *


    Da fällt mir ein: Das Gossamer ist mit Sicherheit aufgrund der Bauform das windstabilste Zelt unter deinen vier Favoriten. Je nachdem, wo du damit hinwillst (ans Meer?) eine interessante Tatsache.


    Deine Frage kann man also nicht linear beantworten, sondern die Frage nach dem für dich besten Zelt hängt davon ab, WO du es einsetzen möchtest - das heißt: unter welchen Witterungsbedingungen? gibt es viel Wind? Viel Matsch? Viel Regen? Moskitos? Hat das Zelt ein Moskitonetz...???


    usw.

  • Hallo Wyard,


    ich persönlich würde mir von Deinen ausgewählten keines kaufen, aber von denen ganz klar das Salewa Denali.
    Bzgl. Platzangebot, Material, Verarbeitung, Gewicht ist das, meiner Meinung nach, der beste Kompromiss.
    Das andere Salewa und das Gossamer wäre mir von der Form nicht passend (natürlich Ansichtssache), das Quechua habe ich mir vor kurzem im Original anschauen können, schlechter Boden und Verarbeitung naja.
    :tarp

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Wichtige Frage beim Zeltkauf: willst Du es tragen oder wird es gefahren?



    Das Denali hat mehr als 3kg - das würde ich nur noch mit dem Auto transportieren. Wenn Du es nicht tragen willst, warum kommt dann ggf. ein Gossamer in Frage? Das ist nämlich sehr klein.


    Ich trage mein Zelt und deshalb darf meins nicht mehr als 2kg wiegen, besser weniger. Das Gossamer hatte ich schon mit auf Tour und ich muss sagen, dass ich froh bin, das ich nicht 3 Tage darin abwettern musste. Ich hab deshalb jetzt gewechselt und habe jetzt ein Vaude Taurus UL.
    Zugegeben, das spielt eine Preisklasse höher, ich finde es aber immernoch bezahlbar und bisher erweckt es mir den Eindruck als sei es genau das, wonach ich immer gesucht habe.

  • Das Micra...
    Mein Nachbar hat es jedes Jahr mit dabei wenn er mit der Rentnergang gen Norden zieht. Noch nie Beschwerden gehört.
    Gute Verarbeitung, etwas niedriger , aber dafür 1kg leichter.
    Meine Wahl.
    Gruss

  • Das Denali hat mehr als 3kg - das würde ich nur noch mit dem Auto transportieren.


    Da das Zelt ja auch für 2 Personen sein soll, ist natürlich teilen angesagt! Für alleine ist es natürlich zu schwer!


    TappsiTörtel: Was wäre denn dein Favorit in der Preisklasse?


    Tja, in dieser Preisklasse gibt es für mich genau genommen keinen Favoriten. Ein Zelt ist ja eine Anschaffung "fürs Leben", zumindest für viele Jahre. Deshalb wäre ich bereit (deutlich) mehr dafür auszugeben, damit Form, Gewicht, Farbe, Ausführung, ... genau so ist wie ich es haben will. Falls Du ein MYOGler bist, kannst ... naja, eben selber machen. Meine aktiven Zeltzeiten sind lange vorbei, bin mit Tarp unterwegs. Allerdings schaue ich immer wieder nach Zelten, für in 30 Jahren, man wird ja auch älter. Vielleicht klappt das mit 80 ja nicht mehr so gut unterm Tarp. :D

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • hmichel777: Hauptsächlich werde ich das Zelt auf Fahrradtouren verwenden, da spielt Gewicht zwar auch eine Rolle, aber nicht so viel, wie beim Touren zu Fuß. Und wie TappsiTörtel sagt, ist natürlich teilen angesagt.
    Allerdings habe ich herausgefunden, dass meine Freundin (bzw. ihr Vater) ein ordentliches 2-Mann-Zelt hat und 2 von einer Sorte muss ja nicht sein.
    Damit wird es ein 1-Mann-Zelt, entweder das Gossamer oder das Micra. Bisher tendiere ich zum Gossamer...


    Dass ein Zelt eine Anschaffung fürs Leben ist, verstehe ich schon, allerdings muss ich als Student da etwas kürzer treten. Ordentliche Qualität ist alles, was drin ist.

  • Das Quechua T2 nutz ich für Motorradtouren, es ist nicht so sperrig wie diese 2 Mann-Popup-Zelte. Vom Aufbau her sehr einfach und es steht auch ohne Heringe stabil. Für Wanderungen bei ekelhaftem Wetter nutz ich aber von Quechua das Einmann-PopUp-Zelt^^.
    Das Einmann Teil, ist groß genug für mich + Ausrüstung, ist super schnell auf und ab gebaut, stabil und wasserdicht. Befestigt wird die Scheibe hinten am Rucksack, sieht komisch aus, passt aber. Das T2 ist natürlich etwas geräumiger und reicht für 2 Personen mit etwas Gepäck.
    Die Qualität von den ganzen Decathlon Zelten egal welchen Preises ist super! Wasserdicht von oben wie unten. Also für das Geld kann man da absolut nichts falsch machen.
    Von dem Gossamer hab ich auch viel gutes gelesen ist aber relativ klein , darin sitzen kann man im Gegensatz zu dem Quechua nicht.
    Von den anderen Zelten die du genannt hast habe ich leider keine Ahnung.
    Wenn du mehr wissen willst bzw spezielle Fragen hast zu den Quechua Zelten schreib mir ne PN. Ich hab das Ein so wie Zweimann Pop-Up und das T2.
    LG ChaosBrother

  • Je kleiner das Zelt, desto mehr wird es zu einer Tropfsteinhöhle bei schlechtem Wetter. Zusammenhängend ist hier auch definitv das Preisgefüge, da ein günstiges Zelt auch meist keine gute Belüftung hat.
    Zelte nutzt man bei Schlechtwetter, Gossamer und Co. sind oftmals zu niedrig und klein, als das man sich da gerne länger drin aufhalten möchte.
    So ein Vaude Arco:
    http://www.vaude-store-nbg.com…96/SubProducts/11496-0002
    bietet da schon bessere Belüftung, ist noch gut tragbar im Rucksack und geräumig genug für eine Person.
    Bedenken sollte man, ein als 2 Personenzelt deklariertes, ist meist für eine Person + Gepäck ;)

  • ich fürchte, mit Zelten kennt sich hier gar keiner so richtig aus

    Schau dir doch mal diese Seite an: http://www.zeltratgeber.de/, vielleicht ist da was für dich dabei. Ich selbst benutzte vor meiner Hängemattenzeit das Exped Venus UL 2, mit knapp 2 Kg gut im Rennen, heute würde ich das Hubba Hubba vorziehen, noch leichter ist das Tarptent Double Rainbow, allerdings alle in einer etwas gehobeneren Preisklasse. Wichtig finde ich auch die Innenhöhe des Innenzeltes, da es an der Stelle an der sich aufgerichtet wird, sofort feucht wird, wenn es mit der Birne an das Außenzelt gedrückt wird und dieses schon Nass ist. Für mich käme also eine Innenhöhe von mindestens einen Meter in Frage.

  • Hey Lukas!


    Ist zwar schon an deinem Preislimit, aber ich kann dir das Nordisk Svalbart empfehlen. Ist nicht zu schwer, hat ein gutes Packmaß, ist ordentlich verarbeitet, und bietet zur Not auch mal für zwei Personen Platz.


    http://www.amazon.de/Nordisk-S…rds=nordisk+svalbard+1+pu


    Ich habe das Vorgängermodell "Pash" welches fast die selben Abmessungen hat. Wenn man alleine unterwegs ist, ist es groß genug um einen großen Rucksack bequem mit rein zu nehmen. Ich ( 184cm groß ) kann auch noch drin sitzen, und mich relativ bequem umdrehen.
    Ich habe auch schon zusammen mit meiner Freundin drin gelegen, man muss nicht permanent kuscheln aber man liegt schon dich zusammen.
    Das Gepäck muss dann aber logischer weise draussen bleiben, und in die "Apsis" passen auch nur die Schuhe.


    Wie schon angesprochen ist die Belüftung in so kleinen Zelten immer relativ schlecht, und es bildet sich eine Menge Kondens, weswegen ich persönlich mein Tarp vorziehe, aber wenn man den Eingang ein Stückchen offen lässt, und das Zelt mit den Lüftern in den Wind stellt, geht das auch noch.


    LG Holger! :winken



  • Grüß dich.


    Ich schaue momentan selbst nach einem Zelt für 2. Ein günstiges und scheinbar brauchbares Zelt was mir aufgefallen ist, ist das Robens Starlight 2. Ich habe es nicht getestet, aber hier gibt es ausführliche Informationen vom Hersteller.


    Die Konstruktion ist Schlechtwetter geeignet, da erst das Außenzelt gestellt wird. Zudem ist der Eingang so, dass es beim Öffnen nicht ins Innenzelt regnet. Das sind meine KO-Kriterien für mein Zelt.


    Auch ohne Erfahrungsbericht ist es vom Preis her einen Versuch wert.

  • Mein ehrenwerter Senf dazu:
    Ich habe mit dem Micra von Salewa(siehe supis Beitrag) auch schon gute Erfahrungen gemacht. Ist aber wirklich an meinem persönlichen Größenlimit. Ein Schlechtwettertag zu zweit in diesem Zelt erfordert schon sehr viel Sympatie!!! Allerdings habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Windstabilität und sogar mit mäßigen Schneelasten gemacht! An der Nordsee stand nach einer Sturmnacht nur noch mein Micra und ein NF "Hochgebirgsbunker". Klar, mit einem Hilleberg brauchst das Ding nicht vergleichen, aber zu dem Preis ist es definitiv mehr als nur OK. Kondensprobleme hab ich nur einmal gehabt. Draußen feucht-kalt und kein Lüftchen hat sich geregt. Wenn eine gute Brise weht, ist das kein Thema, da hab ich auch schon eine Stunde Gulasch gekocht ohne dass es getropft hat!


    Grüße
    Lederstrumpf :gewehr

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Das Gossamer habe ich selber. Halte ich, beim abgerufenen Preis, für nicht verkehrt. Allerdings, bei schlechtem Wetter ist das Ding wirklich Essig. Kein Platz zum Aufrecht sitzen, Essen oder Trinken zubereiten geht irgendwie gar nicht bis schlecht. Finde ich zumindest mit meinen 1,80m. Wirklich viel Platz zum Abstellen vom Rucksack und den Schuhen gibts auch nicht.


    Wenn es einfach nur ein Dach über dem Kopf sein soll, finde ich es absolut OK. Ich möchte anhängen, ich habe das Teil max. 2 Tage am Stück benutzt. Sicher, für mehr Geld gibts oft (immer) was besseres, nur sollte man sich drüber im klaren sein was man braucht und möchte.


    Um draussen im Wald zu knacken ist mir zum Beispiel mittlerweile die Hängematte und das Tarp auch lieber. Einfach weil es mehr Raum bietet.

  • Zeltkauf:


    1. Frage: Wozu brauchst du es?
    2. Frage und Wichigste: Worauf hast du Bock?


    Warum ist das Letztere wichtiger? Zelte müssen Spaß machen ansonsten nutzt man sie eben ungerne, sprich man entscheidet sich dann doch noch fürs nach Hause fahren anstatt für den (Unwort) "Overnighter". Je nach Wetter und Viehzeug hälst du dich drinnen teilweise 12-14 Stunden auf.


    Die 1. und 2. Frage zu beantworten bedeutet auch gleichzeitig, dass dir sonst kaum einer bei deiner Entscheidung helfen kann.


    Ich besitze zum Beispiel folgende Schlafmöglichkeiten:


    Biwacksack
    DD Hammock mit Be-X Tarp
    Wechsel Pathfinder
    Ultralight Tipi Tent 3P (Hersteller mal eben vergessen, zu lange nicht mehr genutzt!)
    Bergans Expeditionszelt Arktis


    Warum so viel? Jedes Zelt oder jeder Zelttyp ist nur für eine bestimmte Tätigkeit (Frage 1. und 2.) ideal, eine Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Wenn ich zum Jagen und Bushraften (*gg) über Nacht bleibe habe ich keine Lust übermäßig Zeit zu investieren ein Zelt aufzubauen, deswegen wird das Hammock am meisten genutzt. Das kann ich teilweise auch einfach mal so wie es ist auf den Boden schmeißen. Ich mag es nicht wenn mein Gepäck unbeaufsichtigt ist, deswegen nutze ich den Biwacksack nur in der Gruppe.
    Das Wechsel Pathfinder war der Vorgänger der Hammock-Kombination, allerdings nervte mich irgendwann das Gestänge. Nichtsdestotrotz nehme ich es gerne wenn es mal "ordnetlicher" Aussehen muss auf dem Camping-Platz, einem Treffen über mehrere Tage oder beim Angeln. Ich hänge es gerne morgens mit Inhalt an den Baum zum trocknen. Das ist schon ziemlich lustig und deshalb bleibt es auch. Das Tipi Tent von der Marke teuer habe ich bis jetzt ausschließlich auf (Weit)wandertouren in Schottland verwendet. Da waren wir immer zu Zweit und viel Platz ist ein Komfort den man bei feuchten Touren mit Insekten haben muss. Das Bergans ist für den Wintereinsatz am Berg, sozusagen ein Extremzelt, bisher vielleicht 4mal genutzt. Ab und an hält es für den Camping-Platz her, weil es auch mein größtes Zelt ist.


    Was wollte ich mit diesem riesigen Text sagen? Alles subjektiv, allerdings kann man schon gut Geld ausgeben, daher geh in ein Outdoor-Geschäft mit Zeltraum und teste so lange bis du ein System/Typ findest welcher: 1. zu deinem generellen Übernachtungsstil passt und 2. welches du irgendwie geil findest.


    JETZT reduziert sich die Auswahl von Herstellern auf ein übersichtliches Maß und du kannst herumfragen welches ne gute Preis/Leistung hat.


    Hast du kein Geschäft in der Nähe und bist dir unsicher: lieber erstmal den Nachbau von Miltec/MFH etc. testen und schauen obs passt. Das Wechsel habe ich erst gekauft als ich die Miltec-Kopie 2 Jahre lang getestet habe. Das Tipi als ich 15mal bei meinem Kumpel dabei war, welcher genau das Gleiche besessen hat.


    Ich hoffe ich habe nicht zu sehr quergeschossen.
    LG aus dem Sachsenland.