Beratung: Kameratechnik für Outdoor-Aufnahmen

  • Hallo liebe Leute,


    zu aller erst mal: falls der Thread hier falsch ist Asche über mein Haupt.


    Ich habe jüngst etwas Geld frei und fahre Ende August zwei Wochen nach Bosnien in die Wildnis verlassener Gebirgslandschaften. Das würde ich gerne dokumentieren. Da hat es mich doch spontan gejuckt und ich habe die Gopro 3+ in den Warenkorb gepackt.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob es tatsächlich das richtige ist und dachte mir, nutz ich einfach die reichhaltige Expertise die hier vorhanden ist ^^


    Also ich möchte gerne die Dinge, die ich so draußen tuh, dokumentieren. Dazu gehörden ab und an mal ein paar hübsche Fotoaufnahmen für meinen Blog http://www.decelerateoutdoors.com, ich würde insbesondere auch mal gern das ein oder andere Tier fotografieren. Spannend fände ich auch wenn ich Videos vom Jagdalltag, dem Wandern und Bergsteigen drehen könnte. Ich möchte keine Videos ala Waldhandwerk oder Sacki drehen, es soll hauptsächlich für mich sein. Ob sich da überhaupt eine Action-Cam lohnt? Ich bin ja kein Extremsportler und fahr lediglich zwei Wochen im jahr Tourenski.


    Was meint ihr, was würdet ihr mir empfehlen?


    Danke schonmal für die Anregungen.


    LG Tobi

  • Ein Bekannter von mir hat das Ding seit Kurzem und hat es unter seinen RC-Heli "geschnallt". Habe die Aufnahmen sehr bewundert! Nur geil!
    Aber ob ich mir die jetzt fürs bushcraften kaufen würde, weiß ich nicht. Ist ja jetzt nicht soooo viel Action. ...und für Tierfotografie wäre eine konventionelle Digicam mit gutem lichtstarkem Tele vielleicht die bessere Wahl! Ist aber nur MEINE Meinung.


    Gestatte mir aber bitte eine Frage: Warum hast Du die Kamera zuerst "in den Warenkorb gepackt" und stellst Dir erst hinterher die Frage, ob die was für Dich und Deine Zwecke ist :confused ? Zumal Du erst NACH Deiner Kaufentscheidung nach einer Empfehlung fragst!


    ...oder verwechsel ich eventuell den "Warenkorb" mit dem "Merkzettel"?


    Grüße
    Lederstrumpf :gewehr

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Hi - es ist damit, wie mit >Messern es gibt keine Eierlegende Wollmilchsau.
    Willst du gute Tieraufnahmen machen, dann benötigst du eine vernünftige Spiegelreflexkamera und ein Tele bis mindestens 300 mm - und nicht eins von der billig-Serie.
    Damit erreichst du die Schnelligkeit - durchs System und die Schärfe durchs Objektiv.


    Mit einer guten Spiegelreflex kannst du auch gute Videos drehen.


    Aber auch so eine Action-Cam hat ihre Berechtigung - man kann sehr gute Aktion Filem damit drehen.


    Schau dich mal auf Youtube um. :squirrel

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Einen kleinen Hinweis hätte auch ich. Bei Kameras gibt es verschieden große Sensoren. Ich meine die mechanische Größe, nicht die Megapixel. Außerdem gibts Kameras mit Knopflochobjektiv und solche mit riesen Glubschaugen. ^^


    Wenn du Tierfotografie machen möchtest, dann wirst du sehr häufig in der Dämmerung fotografieren müssen. Was bedeutet, das du eine Kamera mit hoher Lichtempfindlichkeit brauchst (großer Sensor, nicht unendliche viele Pixel, große Objektivöffnung).


    Aber letztendlich entscheidet der Geldbeutel und vor allem das eigene Geschick. Du kannst mit einer 3000-Euro-Kamera schlechtere Bilder als mit dem Handy machen, wenn du die Kamera nicht beherrschst. Im Netz gibt gute Fotoforen (z.B. Fotocommunity), wo du nicht nur Bilder sehen kannst, sondern dir echt fachlich geholfen wird.


    Meine Empfehlung statt teuerer Speigelreflex: eine Systemkamera. Ist ein "Ding" welches sich zwischen "Knipse" und Spiegelreflex etabliert hat. Aber auch hier gibts eine Preisspanne von paar hundert bis paar tausend Euronen...


    LG Sel


    PS: Ich bin mit einer Canon-Kamera Bj. 1992 unterwegs (ein echter Dinosaurier mit 3MPixel), aber die Kamera reicht für meine Zwecke. Nebenbei nehme ich auch das Handy für Filme oder Bilder.

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Ich hatte die Gopro 3 mal einen Tag zum Testen. Ich muss gestehen, dass ich eher ein Foto-Mensch bin als ein Video-Mensch.


    Die Gopro ist eine ganz fantastische "Action-Cam". Und genau dafür ist sie gemacht. Mit den diversen Halterungen kann man sie problemlos am Helm, auf Booten, am Fahrrad, am Moped, am Skateboard oder sonstwo befestigen. Durch das Weitwinkelobjektiv (ich glaube es sind ungefähr 170 Grad, die das Objektiv erfasst) und einer leichten Verzerrung an den Bildwinkeln ergeben sich bei Action-Aufnahmen ganz fantastische Eindrücke. Selbst eine langweilige Fahrt mit dem Mountainbike auf kleinen Pfaden wirkt sehr spektakulär!


    Die Kamera hat keinen Zoom und keinen Sucher. Und da sehe ich für das Fotografieren die gravierenden Nachteile. Man kann nie genau sagen, wie das Hauptmotiv im Bild komponiert ist. Das ist eher ein Zufallsprodukt. Durch das Weitwinkelobjektiv kann man das Fotografieren von weiter entfernten Objekten komplett vergessen. Man sieht diese Objekte auf dem fertigen Bild einfach nicht.


    Zur filmischen Dokumentationen reichen auch andere Kameras. Ob es jetzt eine kleine Kompaktkamera ist, eine Bridge, eine Systemkamera oder eine Spiegelreflex ist da eigentlich egal (natürlich entsprechend der eigenen Ansprüche). Beim Fotografieren sind schon die meisten Kompaktkameras der Gopro überlegen. Wenn man sich mit dem Fotografieren näher auseinander setzt, möchte man vielleicht auch mal neben den Automatikeinstellungen, selber Blende oder Zeit vorwählen. Da kommen die Kompakten häufig an ihre Grenzen (Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn man sich so Kameras wie die Sony RX100 der verschieden Evolutionsstufen anschaut und tiefer in die Geldbörse greift).


    Der Empfehlung von Sel möchte ich nicht folgen. Eine Systemkamera (kleines spiegelloses Gehäuse mit der Möglichkeit unterschiedliche Objektive zu verwenden) macht eigentlich nur Sinn, wenn man sowieso schon etwas fotobegeistert ist und unter dem Aspekt der Gewichtsreduzierung auf eine schwere Spiegelreflex mit schweren Objektiven verzichten möchte.


    In der Kategorie der Bridgekameras (größer als Kompaktkameras, hochwertigere Zoomobjektive, meist etwas größere Sensoren als Kompaktkameras, diverse manuelle Einstellmöglichkeiten, aber nicht mehr hosentaschentauglich) findet man auch gutes Zeug.


    Das war die kurze Meinungskundgabe eines "Knipsers", der Kompaktkameras, verschiedene Bridgekameras und großes Spiegelreflexgedöns lageangepasst nutzt. Aber gerade bei Fototechnik gehen die Meinungen sehr auseinander. Bloß nicht in "Fachforen" schauen, da sind die Diskussionen zu solchen Themen noch anstrengender als "Daunensack oder Kufasack".


    Gruß Guido

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

    Edited once, last by smeagol ().

  • Ja ja, das "Gelaber" eines "Knipsers"!


    Smeagol Du Tröte, ich kann mich da an eine Menge Fotos erinnern, die mit "Knipsen" so viel zu tun haben, wie eine Polaroid mit einer Hasselblad!!!


    bye the way: http://www.ebay.de/itm/like/19…pht=true&ops=true&viphx=1 :eek GEBRAUCHT wohlgemerkt!!!



    Grüße
    Lederstrumpf :gewehr

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  • Als "knallharter Mod" müsste ich den Beitrag ja eigentlich wegen "OT" löschen, aber ein wenig Spaß muss sein. Haha.


    Gruß Guido

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Hab selbst eine Action-Cam, allerdings von einem anderen Hersteller. Angeschafft hab ich mir sie damals weil meine alte 5 Megapixel Digicam lediglich eine sehr bescheidene Videofunktionalität hat und ich wollte was kompaktes und wasserdichtes. Smeagol hat die Einschränkungen einer solchen Action-Cam oberhalb schon gut beschrieben, sie treffen leider auch auf meine eigene zu.


    Möchte ich z.B. kontrollieren was ich aufnehme bzw. fotografiere benötige ich zusätzlich ein Smartphone mit passender App, da die Cam hierfür kein Display hat. Die Handhabung ist daher durchaus umständlich.


    Die Cam selbst ist wirklich klein und leicht, hat jedoch kein integriertes Stativgewinde. Das befindet sich am wasserdichten Plastikgehäuse. Bei Verwendung im Plastikgehäuse werden die an sich guten Mikrofone stark abgeschirmt und später im Film ist von der Geräuschkulisse nichts mehr zu hören, selbst Gespräche sind unverständlich und schlicht zu leise, was echt stört. Bei Verwendung am Stativ nehm ich das Teil daher regelmäßig aus dem Gehäuse raus und befestige diese mit 2-3 einfachen Gummiringen außen am Gehäuse, was zwar nicht professionell aussieht aber den Zweck erfüllt. Für mein Teil werden zwar unzählige Halterungen angeboten und ein einfacher Rahmen mit Stativgewinde ist im Herstellerprogramm, der ist aber meist überall ausverkauft - offensichtlich haben andere Nutzer das gleiche Problem ...


    Für alle Gelegenheiten, wo sich echt was 'rührt' ist das Teil allerdings super, da bemerkt man die Einschränkungen des Weitwinkelobjektives auch nicht wirklich. Ich muss sagen, dass ich sie nicht oft dabei habe. Für Fotos nutze ich meine Action-Cam überhaupt nicht.


    Vor wenigen Wochen ist mir leider meine alte 5MP Digicam eingegangen. War eine schlichte Kompaktkamera und mich hat echt gewundert, dass die viele Jahre durchgehalten hat. Draußen kommt das Teil bei mir ja öfters mit Feuchtigkeit in Berührung und ist Schlägen und Stößen ausgesetzt, wenn man z.B. an Bäumen und Felsen streift oder den Rucksack bzw. die Tasche mal unsanft absetzt. Hab mir nun eine outdoortauglichere geholt, die wasserdicht und stoßfest ist. Hab zwar nicht die Absicht mit dem Teil baden oder gar tauchen zu gehen, aber etwas Reserve ist mir doch wichtig. Die Produktauswahl ist in diesem Segment etwas eingeschränkt und die Preise höher, verglichen mit Standard-Kompaktkameras.


    Die Videofunktionalität meiner neuen Outdoor-Kompaktkamera ist für meinen Bedarf durchaus brauchbar und reicht z.B. für youtube völlig aus. Eine vollwertige Videokamera beherrscht zwar das automatische Scharfstellen während des Zoomens sicherlich besser, dafür ist die Fotofunktionalität gegenüber den Digicams meist sehr bescheiden. Aus diesem Grund hab ich mich für eine Digicam entschieden, da ich doch wesentlich mehr Bilder als Vids mache. Ich möchte auch keine 2 Geräte event. sogar jeweils mit unterschiedlichem Zubehör mitschleppen.

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC


  • Gestatte mir aber bitte eine Frage: Warum hast Du die Kamera zuerst "in den Warenkorb gepackt" und stellst Dir erst hinterher die Frage, ob die was für Dich und Deine Zwecke ist :confused ? Zumal Du erst NACH Deiner Kaufentscheidung nach einer Empfehlung fragst!


    ...oder verwechsel ich eventuell den "Warenkorb" mit dem "Merkzettel"?


    Grüße
    Lederstrumpf :gewehr


    Hätte ich mir schon was gekauft dann hätte ich das erwähnt :schlaubi


    Danke für die Tipps, ich lasse das ganze erstmal sacken. Für Tieraufnahmen während der Dämmerung bräuchte ich ja theoretisch eh lichtstarke Objektive im X000-Bereich, die ich mir nicht leisten will.

  • Ok, dann war es ein Irrtum meinerseits. Ich bin da wohl zu sehr von mir selber und einer eindeutigen Begriffsbestimmung ausgegangen, sorry!
    Merkzettel ist "Haben-Will", Warenkorb ist "Kaufen-Tun". Nur zur Erklärung, wie ich zu diesem Kommentar oben kam! ;)


    Viel Erfolg weiterhin bei Deiner Suche.


    Grüße
    Lederstrumpf :gewehr

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