Neue Jaeger haben die Pruefung Bestanden

  • Huete waren meine Frau und ich an einem meiner liebsten Anlaesse des Jahres. Es handelt sich um den Abschlusstag des vier Taegigen Jagdausbildung Kurses. Zu diesem Zweck laden wir die Kursteilnehmer, deren Freunde und Familie ein fuer einen Tag an unsererm Schiesstand Feuerwaffen verschiedener Machart und Kalieber zu schiessen. Anschlissend trift man sich am Lagerfeuer zum Grillen und sich bei guter Laune gegenseitig zur bestandenen Pruefung des Vortages zu Gratulieren.


    Hier in Kanada wird das Jagen wider sehr beliebt und wir sehen jedes Jahr mehr Neulinge die den Kurs machen. Letztes Jahr wurden in Britisch Columbia alleine ueber 9,000 neue Jaeger zugelassen. Es freut mich ganz besonders das immer mehr Kinder (vor allem Maedchen) und frauen am Kurs teilnehmen. Mann kann schon fast sagen das Jagen hier in Kanada eine Familienbeschaeftigung wird.


    Diese Jahr war der juengste Teilnehmer 14 Jahre alt (mindest alter) und der aelteste war ein Familienvater von 53 Jahren der den Kurs mit seinem Sohn gemacht um mit ihm zusammen auf die Jagd zu gehen.




    Dieser Junge (15 Jahre alt) war sehr mutig da er als einziger es gewagt hat eine .300 Magnum zu schiessen und dabei nicht mal mit den Augen gezwinkert hat, und das Obwohl der Rueckschlag diser Kanone ihn fast von Stuhl geworfen hat.



    Auch gab es eine Frontlader Vorfuehrung die sich grosser Beliebtheit erfreute. Der Frontlader erfreut sich seit einigen Jahren wider steigender Beliebtheit als Jagdwaffe, muss wohl mit der TV Sendung Mountain Man im Zusammenhang stehen. Als jemand der in Amerika sehr ausgibig mit Frontladern gejagt hat erfreut mich das sehr.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Schönes Ding, Othmar!


    Bei uns in der Gegend(eine dreiviertel Autostunde von mir, für kanadische Verhältnisse also in der Nachbarschaft :-) )findet in Sersheim http://www.svsersheim.de/index.html jedes Jahr um den ersten Mai ein "Vorderladerschießen" statt, Schwarzpulverturnier genannt.


    Ich genieße dort jedes Jahr die einzigartige Atmosphäre (...und die Gerüche ;) !)! Mit einem guten Freund(Schütze) zusammen durfte ich dieses Jahr selber ein paar Schuß selber laden, stopfen und abgeben. ...ich musste ja endlich mal eine Büchse abfeuern, die zu meinem Nick passt :lol !


    Herzliche Grüße


    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Schönes Ding, Othmar!


    Bei uns in der Gegend(eine dreiviertel Autostunde von mir, für kanadische Verhältnisse also in der Nachbarschaft :-) )findet in Sersheim http://www.svsersheim.de/index.html jedes Jahr um den ersten Mai ein "Vorderladerschießen" statt, Schwarzpulverturnier genannt.

    Toll!!!

    Quote

    Ich genieße dort jedes Jahr die einzigartige Atmosphäre (...und die Gerüche ;) !)

    Ich liebe den Geruch von verschossenem Schwarzpulver, wunesche mir es waere als Deodorant erhaeltlich. :D

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • In 2490 Tagen gehöre ich auch dazu. :)
    Die Shooting Range vom Nicola Valley Fish and Game Club ist wunderschön gelegen.
    Jedesmal wenn ich dort bin müssen wir da hoch um ein paar $ in Schall und Rauch aufzulösen.


    Liebe Grüsse
    draussen


    PS wir brauchen einen Gewehr Smile ;)


  • Netter Trailer ;) Aber das scheinen andere Vorderlader zu sein als ich sie kenne. Unsere Rauchen und haben Rückschlag :lol

    Fuer solche Anlaesse werden die Flinten nur mit etwa 40 grain Schwarzpulver geladen, das caliber uebersteigt nicht mehr als .45. Hingegen fuer die Jagd, oder damals als man solche Waffen noch in Kriegen benutzte, ladete man bis zu 150 grain Schwarzpulver und das Kaliber ist .50 oder .54.

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    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • jo, das geht, letzten war auf dem Schießstand bei uns so ein sehr klein gewachsener Herr mit einer Sharps, die fast länger als er selbst war, Schwarzpulver verschossen hat.
    Das Männchen hat dann damit geschossen, über Diopter und verdamt gute Gruppen damit hingelegt. Der gesamte Stand hat gewckelt wennder abgedrückt hat und es dauerte gefühlte fünf Minuten bis sich der Pulverdampf verzog :D
    War eine Sharps in 45/120 :D

  • Hi Folks!
    Habe selber auch 2 Vorderlader - eine Kenntuckyrifle in Cal 45 und eine Hawken in Cal 54 :D Auch ich bin süchtig nach dem Geruch von Schwarzpulverrauch! Alleine der Ladevorgang ist eine Wissenschaft für sich. Bis man endlich eine Ladung und Geschosse gefunden hat die ein ansprechendes Trefferbild hervorbringt ist das schon spannend. :daumen

  • Auf dem Treffen war auch so ein "eins-fuffzig-Männlein" dabei, der einen Nachbau einer Brown Bess im Kaliber .75 geschossen hat. Mit Bajonett war das Ding fast größer als er selber!!! Nach drei gut geladenen Schüssen aus dem Feuerrohr war ICH fast taub und ER ging in Richtung Zelt...wahrscheinlich Mobilat holen :lol !


    Macht sowas noch Spaß? Vom Zugucken her auf jeden Fall nicht!


    Grüße
    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Macht sowas noch Spaß? Vom Zugucken her auf jeden Fall nicht!

    Das macht riesigen Spass. Es ist in Kanada nicht so, ich sage mal engstirnig.
    Jedes mal wenn wir auf der Shooting Range waren durfte ich mit Gewehren Schiessen von anderen Leuten, Vorderlader oder Halbautomatisches Survivalgewehr.
    Den wunderschönen Ton der die Kugel absendet zu verschulden ist ein ganz anderes Gefühl als es einfach knallen zu hören.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Ich hätt mal ne ernstgemeinte Frage zu den Vorderladern.


    Haben die auch irgendeinen konkreten Vorteil gegenüber den Hinterladern im jagdlichen Sinn, oder geht es dabei bloß um Nostalgie?

  • Ich hätt mal ne ernstgemeinte Frage zu den Vorderladern.


    Haben die auch irgendeinen konkreten Vorteil gegenüber den Hinterladern im jagdlichen Sinn, oder geht es dabei bloß um Nostalgie?

    In Amerika hat der Vorderlader auch praktische Vorteile bei der Jagd. Z.B. in stark besidelten Gebieten wie Stadtparks duerfen nur der Bogen und Vorderlader zur Jagd benuetzt werden da die Reichweite nicht so gross ist wie mit einer moderenen Schusswaffe. So habe ich als ich noch in Illionois gelebt habe einen Streifen Gehoelz gejagdt der von einem kleinen Wald in ein Golfplatz fuehrte, aud der einen Seite meines Standes war ein Schulhaus keine 100 Meter weg und auf der anderen Seite war eine Wohsidlung nur 60 Meter weg.


    Hier sind aber auch moderne Vorderlader erlaubt, die sogenannten In-Line Muzzleloader. Solche moderne Vorderlader kann man bis zu 300 Meter schiessen mit modernen Geschossen die man Sabbots nennt und als "Schwarz Pulver" benutzt man Pirotex.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • @ Affenjunge: Vorteile von Vorderladern gegenüber Hinterlader (oder Patronenwaffen) gibt es eher nicht im Gegenteil. Du mußt Pulverröhrchen, Kugeln, Patches oder Miniegeschosse extra mitnehmen und bist beim Laden viel langsamer. 'Es macht aber ungleich mehr Spaß und ich finde die alten Waffen einfach viel schöner aber das ist Geschmacksache! ;) Bevor Du Dir einen Vorderlader zulegst, erkundige Dich denn ich glaube in Deutschland braucht man einen Pulverschein o.ä. um mit Schwarzpulver schießen zu dürfen. In Österreich braucht man nix in der Art! :D


    @ Huntwriter: Bei uns in Österreich ist die Jagd mit Pfeil und Bogen sowie Vorderladern leider nicht erlaubt. Ich persönlich finde das die fairste Art zu Jagen, da man wirklich nahe an das Wild anpirschen muß etwas zu erlegen weil ja auch die Schußentfernungen viel kürzer sind durch die Ausführungen und Bauart dieser Waffen (ausgenommen moderne Muzzleloader). Ich schieße mit meiner Hawken oder Kentucky bis maximal 100 Metern, weil ich da auch sicher noch im "Schwarzen" des Targets bin :D


  • @ Huntwriter: Bei uns in Österreich ist die Jagd mit Pfeil und Bogen sowie Vorderladern leider nicht erlaubt. Ich persönlich finde das die fairste Art zu Jagen, da man wirklich nahe an das Wild anpirschen muß etwas zu erlegen weil ja auch die Schußentfernungen viel kürzer sind durch die Ausführungen und Bauart dieser Waffen (ausgenommen moderne Muzzleloader). :D

    Jeremiah,
    als ausgebildeter Jäger möchte ich Dir etwas erklären. In Foren wird immer wieder, wie Du es auch von Dir gibst, von: ,, ich finde, das ist die fairste Jagd zu Jagen'' gesprochen.


    Der riesen Fehler in dieser Aussage ist, dass die Jagd nicht fair gegenüber dem Tier sein soll. Was ist den für Dich fair ?
    Laut Tierschutzgesetz und dieses gilt in fast allen europ. Staaten gleichsam, muss der Jäger versuchen, förmlich garantieren, mit den dafür vorgeschreibenen Mitteln, alles nur erdenktiche anzustreben, einen 100%ig sicheren Todesschuss anzutragen !
    Da soll nichts fair sein, zumal Du eben als Jäger auch die Verantwortung und Pflicht hast, im Falle eines Krankschusses, eine Nachsuche einzuleiten, um möglichst schnell das kranke Tier von seinen durch dich zugetragenen Leiden, zu erlösen !!!


    Damit schließt sich der von vielen in nebulöser Romantisierung getragene hehre Gedanke der Fairness, also der Gedanke, dass das Tier eine Chance haben sollte zu entkommen, vollkommen aus.
    Dieses ist nicht gewollt, um Tierschutzkonform zu jagen , darf das Tier keine Chance haben ! Wenn ich mir sicher bin, dieses gewährleisten zu können, nur dann, wirklich nur dann darf ich meine Büchse ansetzen und den Finger krümmen.
    Dieses ist auch ein Punkt, der unter die Waidgerechtigkeit fällt, nämlich keine Risikoschüsse abzugeben und nicht dem Tier eine Chance lassen.
    Macht euch mal frei von der der schönen Romantik in der Natur! Die herrscht nur im Urlaub, wenn man darin lebt, wird es meist sehr hart ;)

  • Da es mir aus Arbeitszeitlichen Gruenden selbst nicht moeglich war die Jagdkurs Examen abzunehmen Tefonierte ich getsern Abend mit meinem Kollegen um zu Erfahren wie es ging bei der Pruefung. Resultat; Alle 17 Kursteinehmer, der juengste 14 Jahre alt der aelteste 48 Jahre alt, haben mit fliegenden Fahnen bestanden. :dance


    Jagen ist ueber die vergangenen Drei bis Vier Jahre wider sehe Populaer geworden hier in Kanada. So haben wir in British Columbia letztes Jahr einen Rekord gebrochen mit ueber 9,000 neuen Jaegern - in ganz Canada waren es ueber 80,000 neue Jaeger- und es sieht ganz so aus als wuerde dieses Jahr dieser Rekord wider gebrochen. Nur fuenf Monate ins neue Jahr und wir haben schon Provinzweit die Zahl 4,000 ereicht. :D


    Die erneute beliebtheit der Jagd und die damit Verbundene steigende Anzahl der Jaeger hat sich auch auf gesetzlichem Wege zum Vorteil ausgewirkt. Nachdem unsere Regierung Jagen, auch Anglen, als "Protected Canadien Culture"(Geschuetztes Kanadisches Kulturgut) -vorher war Jagen und Anglen nur ein Grundrecht- erklaerte gibt es nun seit dem ende letzten Jahres ein neues Gesetz das in dem "Animal Enterprise Terrorist Act" eingebunden ist. Demzufolge ist es Jagdgegenern bei hoher Geld oder Gefaengnisstrafe verboten oeffentlich Demonstrationen abzuhalten, sich Jaegern und Anglern in den Weg zu stellen bei der ausuebung ihrer Taetigkeit, oder in jeder anderen Art und Weise zu vehidern oder zu erschweren, oder sich in der naehe von Jagdgebieten waerend der Jagdzeit aufzuhalten. Ein anderes neues Gesetz erlaubt es Canadians eine sogenannte Jagd "Schnupperlehre" zu machen. Das heisst eine Person die gerne Jagen moechte aber noch nicht richtig weiss ob es etwas fuer ihn/sie ist kann ein Jahr lang in Begleitung eines Erfahrenen Jaegers auf die Jagd gehen ohne einen Jagdkurs zu machen oder im Besitz eines Jagd und Waffenscheines zu sein, diese Person darf auch selbst ein Wild erlegen, also nicht nur zusehen.


    In kurzen Worten; unsere Jahrelangen bemuehungen in der Politischen Arena die oft von Aerger, Frustration und ermuedenden Bemuehungen begleited waren haben sich am Ende bezahlt gemacht.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • @ Jackknife: Ich stimme Deinen Ausführungen vollinhaltlich zu!!!! :gb Natürlich will ich als Tierfreund nicht, dass Tiere bei der Jagd gequält werden, weil sie nicht sofort tot sind wenn auf sie geschossen wird. Ich, der ich auf dem Land als Sohn eines Jägers aufgewachsen bin kann ein Lied davon singen, wenn sogenannte "Jagdgäste" aus der Stadt das Wild nicht waidgerecht erlegt haben, weil diese einfach ungeübte Schützen waren....... Oft habe ich dann mit meinem Vater nachsuchen müssen und mir sind die Tränen gekommen (vor Zorn) bei den Qualen die manche Tiere da erlitten haben wegen dieser Idioten :wallbash Der Ausdruck "fair" ist in meinem Beitrag sicher unglücklich gewählt. Ich hätte vielleicht sagen sollen : "urspünglicher" "erdiger" o.ä. Ich meinte damit, dass es für mich nicht so sehr reizvoll scheint auf einem Hochsitz zu warten bis man Wild mit einem Hightechgewehr auf große Entfernungen erlegen kann. Ich als Sportschütze und Mensch der viele Freunde in Jägerkreisen hat, kenne nur Wenige die gute Schussleistungen auf große Distanzen zustande bringen. Wahrscheinlich sehe ich das Ganze wirklich zu romantisch und wenn ich endlich auch die Jagdprüfung gemacht habe, werde ich meine Ansicht sicher wieder ändern....... Danke für den Gedankenanstoß!! :daumen