weiß blühendes Kraut an Wald- und Wegrändern - was ist das?

  • Hallo Gemeinde,


    hab' derzeit einen Arbeitsweg, der mich zweimal täglich durch den Hamburger Volkspark führt. Dort blüht derzeit im lichten Eichenwald am Wegrand diese Pflanze

    Kennt die jemand auf Anhieb?
    Wächst meist in Gemeinschaft mit Brennnesseln oder Taubnesseln. Die Blätter und Blüten schmecken frisch und haben einen ganz leise scharfen Nachgeschmack.

    Wird offenbar auch kultiviert. Oder zumindest ertragen, weil sie ganz nett aussieht. Denn in einem Vorgarten hab' ich sie auch schon als halbmeterhohe Pflanzeninsel entdeckt.

    Kann mir vielleicht jemand einen Tip geben was das sein könnte?

    Natur er-leben kann man nicht online am Schreibtisch.
    Dazu muß man ganzjährig immer wieder offline vor die Tür...

  • Am Sonntag habe ich auch Knoblauchsrauke gefunden und meiner Frau einen Strauß voll mitgebracht. Sie hat dann ein sauleckeres Pesto davon gemacht!
    Das Bild von mir mit dem Strauß Knoblauchsrauke gefällt ihr auch sehr gut und ich soll mir ein Avatarbild davon machen. Ok, Frauen haben da wohl recht! :mädchen




    LG Parzival

  • Ihr dürft nicht vergessen. Als echter Kreuzblüter sind die besten Teile der Knoblauchsrauke die Wurzel, die nach Kresse und Meerrettich schmeckt wie die Samen im Hebrst die fast genau nach Meerrettich schmecken und ein prima Gewürz sind.

  • Hab' gestern auf dem Weg in den Einsatz stilecht im Morgengrauen gefrühstückt. Vorspeise Knoblauchsrauke, vom Wegrand bis in den Wald. Seit ich jetzt ganz sicher weiß daß das Scharfe tatsächlich von der Pflanze kommt und nicht etwa von den Hamburger Gassi-Kötern, die da den ganzen Winter über hingepinkelt haben, schmeckt's nochmal so gut! :dance


    Im Wald hab' ich dann zwei von den inzwischen meterhohen Brennnesseln geerntet, die da im Überfluß wachsen: Handschuhe an, mit dem kleinen Faltbaren die bleistiftdicken Stengel durchschnitten, das Geerntete Nesselkraut einmal gründlich durch die Handschuhe geknuddelt und danach die handtellergroßen Blätter einfach im Laufen vom Stengel gezupft und zu kleinen Bällchen gerollt gefuttert.


    Offenbar sind mir aber beim Knuddeln wohl doch ein paar von den Nesseln durch die Lappen gegangen. Denn ein paarmal hat's dann beim Zupfen eben doch noch leise gepiekt. Außerdem haben sich wohl auch die Blätter manchmal nach all der Knüllerei noch immer beim Zerkauen gewehrt. Als der Wald zu Ende ging hatte ich einen pelzigen Geschmack im Mund und auch ein paar kleine Harpunen im Handballen.


    Deshalb gab's die Knoblauchrauke dort spontan nochmal zum Nachtisch. Mit einem kräftigen Schluck Trinkwasser, damit die Brennnessel auch Munition zum Harntreiben hat. Vielleicht ja nur Placebo oder Einbildung, aber danach war der pelzige Geschmack im Mund verflogen. :D

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  • Knoblauchrauke wächst bei uns im Garten. Ich habe heute mal etwas davon gepflückt und gekaut, konnte aber keinen besonderen Geschmack feststellen :(

  • Hallo Cord,
    ich habe früher geraucht. Da konnte ich z.B. gewisse Düfte der z. B. Rosen nicht wahrnehmen. Auch mein Geschmackssinn hatte gelitten. Nun rauche ich seit ca. 12 Jahren nicht mehr. Aber ich stelle immer wieder fest das der Geruch- und Geschackssinn nicht 100 prozentig funktioniert.
    Solltest Du also rauchen kann dies der Grund sein.
    LG
    Survivalopa

  • Vielleicht kommt es auf das Umfeld der Pflanze an (Boden, andere Pflanzen, ect.)? :confused
    Starke Geschmacksunterschiede hab ich schon bei der Brennnessel gehabt, die an manchen Orten
    überhaupt nicht nach Brennnessel schmeckte sondern irgendwie nur nach....naja..."Grünzeug"...


    Naja, die hat jedenfalls geschmeckt wie erwartet... :)