Einblicke in das nächtliche Treiben des Bibers...

  • Hallo Leute,


    vergangenes WE gelang es uns eine ganze Biberfamile über Stunden hinweg zu beobachten.
    Wirklich aus der Ruhe liesen sich die kleinen Nager dabei nicht bringen, sie scheinen den "Umgang" mit dem Menschen, zumindest an dem Ort wo diese Aufnahmen entstanden sind, durchaus gewöhnt zu sein. :squirrel



    Viele Grüße, Vanessa & Andy :)

    Freiheit muas weh doa, sonst ko mas ned Leb´n!
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  • Klasse daß ihr es geschafft habt !

    "Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
    Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


    Love many, trust few, and always row your own boat. The more you know, the less you need!


    DES KELTEN SEITE

  • Es war wirklich keine Kunst die kleinen vor die Linse zu bekommen. Die haben sich nicht von unserer Anwesentehit stören lassen.
    Unser Lager war keine 10 Meter davon entfernt, dass hat sie nicht davon abgehalten, direkt neben uns ihr Handwer zu erledigen.
    Daher denke ich kann man auch mit " guten Gewissen " sagen, dass die Tiere nicht beeinträchtigt wurden.
    Ganz im Gegenteil. Zeitweile hatte es den Eindruck, als ob sie mehr von uns begeistert waren als wir von ihnen.
    Von Scheu oder gar Angst war hierbei nichts zu erkennen. Eher eine Portion Neugierde würde ich sagen.



    VG

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  • Super Vid, Gratulation! Bei uns gibts auch unzählige Biberspuren wie z.B. im Bodenbereich entrindete Bäume, gefällte Stämme, richtige Biberautobahnen von angrenzenten Uferwiesen ins Wasser etc., was auf eine üppige Population schließen läßt. Ich hatte aber bislang nicht das Glück eins der Tiere zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn einen vor die Linse zu kriegen ...
    Die Biberreviere sind bei uns im Auwald mit seinen zahlreichen wasserführenden Altarmen. Ich hab vor ein paar Jahren mal mit einem Ornithologen gesprochen - die Biber leben hier überwiegend in einem großen Vogelschutzgebiet, weshalb der Vogelkundler auch für die Biber zuständig ist. Er kennt zwar die Standorte zahlreicher Biberbaue, er hat mir aber gesagt dass er oft stundenlang mucksmäuschenstill für eine Sichtung ausharren muß. Das bedeutet, das diese Tiere hier ausgesprochen scheu sind. Die Biberbaue sind aber keine aus dem Wasser ragenden Burgen wie sie in Nordamerika überwiegen, sondern die Biber graben ihre Wohnhöhlen einfach in die Uferböschungen. Als Sichtschutz wird oft ein Haufen Zweige oder kleiner Stämme angehäuft, um den Eingangsbereich zu verbergen der auch hier immer unter Wasser angelegt wird. Diese Reisighaufen sehen eher aus wie Anschwemmungen vom letzten Hochwasser, weshalb sie dementsprechend unauffällig sind. Ich hab mittlerweile 2-3 dieser Baue entdeckt, aber deren Bewohner bleiben leider verborgen.
    Am Rand des Schutzgebietes sind einige Freizeitanlagen, wie z.B. Badeteiche und Campingplätze. Es ist ein ausgesprochen beliebtes Naherholungsgebiet der angrenzenden Stadt und zahlreiche Spaziergeher, Kräutersammler, Angler, Biker, sonnenhungrige Badegäste und auch viele Besucher mit Hunden frequentieren die Gegend. Gehe davon aus, dass dies auch der Grund ist weshalb die Biber hier derart zurückgezogen leben.
    Ich hoffe sehr dass Euer Video keinen 'Bibertourismus' auslöst und ihr könnt diese edlen Tiere auch weiterhin das ein oder andere Mal so unbeschwert beobachten. Viel Glück dabei!

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Hallo,


    vielen Dank für deine Zeilen! :-)

    Ich hoffe sehr dass Euer Video keinen 'Bibertourismus' auslöst und ihr könnt diese edlen Tiere auch weiterhin das ein oder andere Mal so unbeschwert beobachten. Viel Glück dabei!

    Wir würden NIEMALS den genauen Ort der Aufnahmen preisgeben, denn die Konsequenzen die das zur Folge hätte, kann sich jeder so denke ich, gut vorstellen.
    Soll es so bleiben wie es ist, der Biber bzw die Biber dort fühlen sich anscheinend nicht gestört wenn ab und wann Besuch kommt.
    Und so soll es auch bleiben, aber bitte nicht mehr.
    Wir hätten unsere Aufnahmen bzw. das ganze Vorhaben auch abgebrochen, wenn wir gemerkt hätten das die Tiere durch uns nervös und aufgeschreckt worden wären.




    VG, Andy & Vanessa

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  • Wow, bin sehr beindruckt!
    Das Tolle daran ist, dass ich so mal weiß, dass es die Tiere auch wirklich "in echt" gibt - nicht nur in Hochglanz im TV von Profifilmern, wer weiss wie die nachgeholfen haben. Ich war mal, schon länger her, in Schweden wo es Biber gibt, habe aber leider trotz häufigem "Ansitzen" nie welche gesehen, obwohl ich wusste wo die Burgen sind.
    Habe mich sehr gewundert, dass die Tiere sich auch durch Eure Suche mit der Lampe nicht haben beindrucken lassen und einfach so im Lichtkegel bleiben.

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Habe mich sehr gewundert, dass die Tiere sich auch durch Eure Suche mit der Lampe nicht haben beindrucken lassen und einfach so im Lichtkegel bleiben.


    Das hat uns auch am meisten verwundert.
    Anfangs wollten wir nur das eher schwache Licht der Cam verwenden, als die Biber darauf aber keinerlei Reaktion gezeigt haben, haben wir es mit mehr Licht versucht.
    Dass Ergebnis habt ihr ja alle selbst gesehen.
    Keinerlei Reaktion von den Nagern.
    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie den Menschen auch deswegen so sehr gewohnt sind, weil an dem Gewässer extrem viele Angler unterwegs sind. Das trägt sicher seinen Teil dazu bei, dass die Tiere dem Menschen gegenüber nicht scheu sind.



    VG, Andy

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  • Wird daran liegen. Die Pegnitz hoch ein Stück hinter Nürnberg waren sie bei mir ziemlich schmerzbefreit und haben sich nicht stören lassen. In ländlicheren Gebieten an kleinen Nebenbächen von Bächen, z.B. im Streutal waren sie immer recht schnell verschwunden.


    Ist schon irgendwie unglaublich, dass ich in der Kindheit etliche Male in den Tierpark gekarrt wurde und dann doch keine Bieber gesehen hab, weil sie sich irgendwo im Gehege verschanzt hatten, und 15,20 Jahre später sind sie und ihre Spuren wieder ein unübersehbarer Teil unserer Gewässer...