wieder mal Biwaksack....

  • Hallo,


    ich habe ja nun etliche Nächte draußen im Biwak übernachtet, teils bei Regen, teils bei Schnee. Alles trocken und gut. Meine Probleme habe ich so mit der Isomatte. Dick genug ist sie, passt aber aufgrund der Breite nicht in den Biwak rein, also lege ich sie ganz unten drunter. Leider bin ich im Schlaf gerne "unterwegs", also ich rolle mich mal rum. Hat nicht ganz so den Einfluß nach draußen (ich, der Schlafsack und nun noch Biwak drum), aber stetig wandere ich von der Isomatte runter. Ist dann kalt nach ner Weile.


    Nun möchte ich die Isomatte am Biwak befestigen, weiß aber nicht wie. Am Biwak Schlaufen drannähen wäre ein Gedanke, allerdings ist dann die Wasserdichtheit dahin. Ankleben geht vielleicht auch, aber hält das und mit welchem Kleber? Die Isomatte zuschneiden ist ebenfalls eine Variante, welche ich letztendlich als Optimum ansehe. Jedoch liege ich dann mit dem (doch recht teuren) Biwak auf dem Boden, das Gewebe ist nicht geschützt vor eventuellen Steinchen oder doch mal einem spitzen Stöckchen.


    Ich habe ja immer noch meine NVA-Zeltplane zum Drunterlegen, dann ist alles ok. Doch trocken wiegt das Teil schon klein wenig mehr als ein Kilo, nass möchte ich jetzt das Gewicht gar nicht wissen. Zumal die Zeltplane als Windschutz (Tarp) echt gute Dienste leistet. Im Biwak ist Windschutz egal, klar.


    Wie macht ihr das mit der Isomatte in solch einem Fall, was ist die Lösung?


    LG Sel :tarp

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Ich mache auch die Isomatte in den Biwaksack hinein. Natürlich liegt er dann auf dem Boden. Warum auch nicht? Dafür ist er ja gemacht! Zeltplane zum Unterlegen... die ist doch sackschwer. Und feucht und dreckig wird sie nicht leichter. Wenn es garnicht anders geht, ein bissl Plane aus dem Baumarkt unterlegen.

  • Danke für die Idee, einfach ne Plane ausm Baumarkt als Unterlage. Als Tarp ist die mir allerdings zu laut im Wind. Muß mal guggen, wie klein ich einen Zuschnitt bekomme zum Unterlegen (gefaltet). Allerdings ist so ein Material nix gegen die Festigkeit der Zeltplane. Zeltplane nur für den Zweck zuschneiden gänge ja auch.... Ich probiers gleich mal, habe noch ne Plane rumliegen :)


    LG Sel :tarp

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Ich nutze meinen Goretex-Biwaksack tagsüber grob zusammengefaltet auch als Knieschoner, Sitz-/Liegekissen am Feuer beim Kochen, Sammel- und Sortierunterlage für's erste Feuerholz. Manchmal auch mitsamt dem noch drin eingetüteten Schlafsack. Das ist in meinen Augen ein Allzweck-Gebrauchsgegenstand ähnlich wie das Tarp, und so empfindlich wie man allgemein glaubt sind die Teile dann nun auch wieder nicht. :D


    Wenn Du's mit dem Schlafen auf dem schmalen Isomatten-Streifen (noch) nicht gewohnt bist, wäre die Isomatte im Biwaksack das Naheliegendste. Denn Kleben und Verzurren kann sich alles unterwegs lösen. Und "unterwegs" kann ja auch mal bedeuten, daß Du mitten in der Nacht einen halben Meter zur Seite weiterziehst, weil Du am Vorabend beim Probeliegen eine Wurzel "übersehen" hast, die Dir jetzt nervig ins Kreuz drückt.


    Gegen das Drehen und Wandern hab' ich mir inzwischen angewöhnt, rechts und links der Matte auf Höhe des Torso (Schultern bis Becken) mein Gepäck zu lagern. Dann kann man nachts zum Heizen zwar noch die Beine anziehen, dreht sich aber nicht mehr versehentlich aus der Richtung der Matte. Denn das passiert nur, wenn man sich im Schlaf zusammenrollt und später quer zur Fahrtrichtung wieder ausstreckt. Mit Gepäck-Hindernissen rechts und links der Matte geht das dann nicht mehr. :dance


    Ich hab' da aber vielleicht auch leicht reden, weil ich schon seit Jahrzehnten auf dem Boden schlafe und mich deshalb auch in der Schlafsack-Zwiebel umdrehe ohne wirklich aufzuwachen. Deswegen zwackt mich auch so schnell nichts mehr. Auf einer vollkommen freien, topfebenen Bodenfläche, z.B. Hotelzimmer, dreht's mich aber auch gelegentlich mal nächtens "der Sonne entgegen"...

    Natur er-leben kann man nicht online am Schreibtisch.
    Dazu muß man ganzjährig immer wieder offline vor die Tür...

  • Wie wäre es denn mit selbstklebenden Kettverschlüßen? Die Flausch-Seite an die Unterseite vom Biwi und Die Klettseite an die Isomatte. Aber finger weg von den billigen, beisowas lieber zu den Guten und nur unwesendlich Teueren greifen.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Mir gerade beim "Bettenmachen" aufgefallen, vielleicht auch hilfreich: Ich schlafe im Schlafsack mit einer Kopfrolle. Nicht nur weil's bequemer ist, sondern weil's auch für Orientierung sorgt. Eigentlich ist das ein Schlafsack-Inlet aus dünnem Fleece, der Länge nach gefaltet, dann gerollt und mit zwei Kordeln zur Rolle verschnürt. Hat dann etwa den Durchmesser einer Pennerglück-Weinflasche, ist aber deutlich weicher. Die gibt, bei Kaltwetter UNTER die Schlafsack-Kapuze gelegt, ebenfalls eine Richtung vor und dient gleichzeitig als Windstopper vor der Schlafsacköffnung.

    Natur er-leben kann man nicht online am Schreibtisch.
    Dazu muß man ganzjährig immer wieder offline vor die Tür...

  • Die Lösung ist: Tatsachen akzeptieren.
    Isomatten rutschen am Hang.
    Finde Lösungen. Wenn Matte in Sack, sollte sie passen. Im Großen und Ganzen habe ich den Eindruck, dass du mit uns spielst.
    Draußen ist kälter als drinnen. und so weiter und so fort.


    Meine Erfahrungen mit Biwisäcken sind die, dass ich ziemlich viele Probleme mit Schwitzwasser habe. Ich liebe Bivies, aber sie sind bedingt praktikabel.

    "Man sollte immer eine kleine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses -
    außerdem sollte man immer eine Schlange dabeihaben."
    W. C. Fields

  • Wald


    Ich komme nicht gegen 10 oder 35 Jahre Erfahrung an. Deswegen meine dummen Fragen, entschuldige bitte..


    LG Sel :tarp

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

    [/size]

  • Wenn dein ganzes Problem ist, dass du dich selber nachts im Schlaf von der Isomatte runterrollst, gibts eine ganz einfache Lösung.


    Nimm größere Steine und lege sie außen um den Rand der Matte. Du wirst dann nicht mehr von der Matte herunterrollen - aufwachen kann aber mal zwischendrin sein...


    Jedenfalls ist so einer etwaigen Unterkühlung eher vorgebeugt, was m.E.n. das größere Übel ist, als nachts mal aufzuwachen, weils unbequem is.


    Grüße,
    DW

  • Die faltbare Bundeswehr- Isomatte ist nicht besonders schwer, gut zu transportieren in fast jedem Rucksack und wenn Du zwei kaufst, liegst Du so bequem wie mit einer normalen Matte. Eine unter den Sack und eine 'rein, fertig. Es gibt sonst auch ne extra Zeltbodenplane vom Bund, in Isomattengröße. Die raschelt nicht und soll Nässe und Beschädigungen vermeiden helfen.
    Ich habe ein richtiges Einmannzelt statt Biwaksack; sehr leicht zu transportieren. Da rutscht nix, außer am Hang vielleicht.

  • Quote

    Im Großen und Ganzen habe ich den Eindruck, dass du mit uns spielst


    Genau das sind die Sprüche die mich hier im Forum immer wieder ankotzen.
    Ich meine, nichts gegen deine Meinung, wenn du es so siehst, dann mach halt.
    Sowas kann man sich auch denken, aber wozu schreiben?
    Es macht einfach keinen Sinn. Das ist dumm.
    Antworte dem Sel doch einfach oder lass es bleiben , keiner zwingt dich SEINE BEITRÄGE ZU LESEN. :winken



    ________________



    Sel, ka welche Iso du hast. Wenn es ne teure war, es gibst ja problemlos welche im <50 Euro Bereich... dann tut der Gedanke schon weh,
    aber du könntest sie trotzdem so zuschneiden das sie in den Biwak passt.
    Deswegen isoliert sie nicht schlechter.
    Allgemein ist nen Biwaksack nur was für Leute die ruhig schlafen können,
    wenn du wirklich so gestrickt bist das du unruhig pennst, herumrollst oder dir einfach dieser "Leichensack" unangenehm ist,
    besorg dir ein Zelt.
    Es gibt gute. leichte, 1-Personenzelte die eigentlich in jeder Beziehung einem Biwaksack überlegen sind.
    Früher war mal das Totschlagargument das Gewicht oder der "komplizierte" Aufbau,
    eventuell (zivil eig egal!) auch die Silouette.


    Aber heute gibt es wirklich richtig gute Zelte... du musst halt ein paar Euro mehr investieren.
    Natürlich sind das auch keine Raumwunder, aber für unruhige Schläfer wie dich reicht es.




    :winken

  • Du hast wahrscheinlich eine Schlafsackhülle. Ich denke ein richtiger Biwaksack, mit Ösen zum befestigen am Boden und Schlaufen um die Isomatte zu fixieren müsste Deinen Anforderungen am ehesten. Den Explorer 2 gibt es in einer Militär Variante günstig bei Ebay. Den kann ich echt empfehlen. Hab ich ja schon mal gesagt :unschuld
    Bin gespannt wie Du das löst. Auf jeden Fall würde ich auch eine vernünftige Isomatte mitnehmen. Das sind Komponenten bei denen es sich nicht lohnt Kompromisse einzugehen. Nicht da wo Du hin willst.

  • Ich habe eine Unterlage von Everest 1953



    darauf liegt die Isomatte und der Schlafsack



    Bei einem Biwaksack geht das auch mit so einer Unterlage.


    Hier mal eine Variante mit der BW Faltmatte :schlaf



    Man muß halt immer schauen - wie weit muß man es schleppen.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Hallo Sel,
    mein Bivi ist unten aus PU beschichtetem Nylon (Zeltbodenstoff) mit der Beschichtung nach innen, oben aus GoreTex. Ich lege ne Evazotematte rein. Die rutscht fast gar nicht. Das PU und das Evazote haben ein wenig Haftreibung.
    Selbst genäht, schön geräumig, passt außer mir noch ein bisserl mehr rein.
    Habe sehr gute Erfahrungen damit!
    Guckst Du hier ...
    :schlaf

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Aaalso,


    in den Biwaksack der Amis (US-ModularSleepSystem) und der Niederländer passen diverse Isomatten mit 'rein, selbst die 7cm dicke SynMat. Höchstens bei einem sehr dicken Winterschlafsack wird es dann langsam eng nach oben. In der Breite ist sowieso richtig Platz - wie m.E. bei jedem echten Biwaksack. Jedenfalls war es so bei allem was ich bisher in den Fingern hatte (US-/NL-/D-Biwaksack, Salewa, 2x WäFo in grün). Der Biwaksak aus NL hat Isomatten-Schlaufen auf seiner Unterseiten außen. Das Ding gibt es oft auf ebay in gutem Zustand - hat sogar einen Gestängebogen aus Alu im Kopfbereich ("hooped bivy").


    Bei meinem selbstgemurksten/MYOG TYVEK-Biwaksack habe ich so viel Platz gelassen, daß da locker ALLES hineinpasst, auch Stiefel usw. Weil der aber (ist ja nur TYVEK) nicht 100%ig wasserdicht ist (braucht er bei mir nicht zu sein, da unter'm Tarp im Einsatz) verwende ich als Schutz vor Bodenfeuchtigkeit/-nässe eine dünne Folie ("Polycro" aka Fensterfolie von TESA). Rettungsdecke ist ähnlich leicht, aber ggf. wg. Knistern/Rascheln etwas lauter. Einen echten mechanischen Schutz bieten so dünne Folien m.E. nicht, da hilft nur vorher gründlich den Boden absuchen. Ich habe dazu die Zeit und meist den "passenden" Boden, das kann aber in anderen Gegenden oder oberhalb der Baumgrenze anders sein.


    Die strukturierte PVC-Folie der Bw ("Elefantenhaut") ist dagegen 100% wasserdicht und recht stabil, aber eben auch deutlich schwerer. Das Karomuster hilft ein wenig gegen's Verrutschen, wobei man da keine Wunder erwarten sollte.


    Du hast also die Auswahl...
    :)


    Gereon


    NACHTRAG:
    Bei meinem Avatar (? heisst das so ?) Foto siehst Du die Bw-FaltIsomatte unter'm NL-Biwaksak, mehr als Schmutz und Durchstechschutz. Mache ich aber mittlerweile nicht mehr, sondern so wie oben beschrieben, weil es so weniger wiegt. Die Bw-FaltIsomatte kann man aber prima als Rucksack-Rückenpolster in entsprechenden Rucksäcken, und als Sitz-/Kniekissen und noch zu 100 anderen Zwecken benutzen: Windschutz für'n Kocher, Frischluft in's Feuer wedeln, Schnee schmelzen in der Sonne usw.