MYO......Vogelhaus

  • In einem Gespräch beim Treffen im Soonwald, hat mich Mogen darum gebeten (Parzival, warst du der Andere der dabei stand?), auch mal das ein oder andere meiner Kleinprojekte zu dokumentieren (Was ich bis dato nie gemacht habe, da ich einfach weiter arbeite anstatt zu knipsen).
    Als ich für eben dieses Treffen im Wald rum schlich und Birkenrinde suchte, fand ich einen Stamm, der noch nicht all zu lange tot war und dem ich mit etwas fummellei, die Rinde am Stück abziehen konnte.
    Schon da kam ich auf die Idee, daraus einen Behälter oder ein Vogelhaus zu bauen. Ich hatte nicht alle Rinde mitgenommen, so habe ich am Freitag eben diese Birke noch einmal besucht. Hier das Ergebnis von Freitag (-nacht).


    Das erbeutete Stammstück.
    Das Holz war noch schön fest, nur das Kambium war bereits verrottet. Um die Rinde ab zu bekommen, musste ein Schnitt über die volle Länge gemacht werden und dann ganz vorsichtig mit zwei Messern (damit die Rinde ja nicht bricht), Stück für Stück die Rinde abgehebelt werden.


    Das erhaltene "Rohmaterial"


    Danach schnitt ich von der Stammober- und Unterseite jeweils eine Scheibe von etwa einem Zentimeter dicke ab, welche dann oben und unten wieder eingefügt und mit kleinen Schrauben vorsichtig fixiert wurden. (Bis auf das Schrauben, alles mit Messer(-n) und Klappsäge gemacht. Wenn man hier vorsichtig mit Holzstückschen an stelle von Schrauben arbeitet, lässt sich mit Messer und Säge so auch ein schönes Gefäß unterwegs herstellen.)


    Nachdem die "Röhre" wieder eine stabile Form hatte, wurde vorsichtig mit dem Messer ein Eingang herausgearbeitet. Irgendwo wird der Vogel noch landen müssen. Oft werden hier dann Dübel oder Rundhölzer genommen, aber man kann auch wunderbar ein kleines Buchenästchen vom eigenen Baum einarbeiten! (vorsichtig mit der Klinge vorgebohrt, eine Kerbe in das Ästchen gearbeitet, damit es nicht heraus rutschen kann und dann vorsichtig eingepasst.


    Noch schnell einen Wetterschutz aus einem Rest Dachpappe oben drauf, fertig.


    Um es stabil aufzustellen, habe ich später noch ein Brett an den Pfosten geschraubt und das Vogelhaus mit einer Schnur oben und einer unten daran festgebunden.
    Die Frage die noch bleibt, wird es der Trocknung stand halten und sich möglichst wenig verziehen !? Das bleibt ab zu warten. Das Rindenstück, welches ich mir vom Treffen aufgehoben hatte, hatte sich nach zwei Tagen in sich zusammen gerollt und war nicht mehr auseinander zu biegen (allerdings, hatte ich es in der Wohnung liegen gelassen). Das Vogelhäuschen SOLLTE draußen eigentlich in einem passablem Tempo trocknen und durch die Brettchen oben und unten in Form bleiben, so die Hoffnung.

    "Die Natur kümmert sich nicht um die Menschen, welche sich nicht für sie interessieren. Aber denjenigen die es tun, denen gibt sie alles, was diese brauchen." Sylvain Tesson: In den Wäldern Sibiriens