MYOG Messerthread

  • Schön, dass hier auch noch mal ein Anderer was hochläd. Ich hatte schon die Befürchtung der thread verkommt zu meinen Privatblog ;).


    Interessant zu sehen wie manche Klingenformen im laufe der Zeit immer wieder kommen. Wenn man die Spitze von deinem Sax nur minimal hochziehen würde hätte man ein lupenreines Bowiemesser.


    Hat der Erl schon in die Aushöhlung des Knochens gepasst oder hast du den Hohlraum noch verfüllt? Das Loch sieht irgendwie relativ groß aus. ?(

  • Ja der Knochen passte Innen. zuerst gab ich etwas 2Komp._kleber rein , anschliessend 2 Stücke Holz die die Angel an sich schon gut im Knochen verkeilten. Wollte nur auf Nummer sicher gehn, dass die Klinge auch gerade steht im Knochen. Anschliessend hab ich den restlichen Hohlraum mit dem Epoxy aufgefüllt. Die beiden Holzstücke hatte ich davor schon getestet. ich wollte ja dass Alles Praktisch aus einem Guss ist. Ich liess oben nur etwa 2cm Platz weil ich da ein Stück Rundholz einschob zum verschliessen. Ich hab nun die Wahl ob ich das so lasse , weil das Holz im Ende nicht schlecht aussieht. Oder ob ich da doch noch ne Art Knauf oder Platte dran mach.

    Ich hab das Ganze schon bei anderen Klingen/Messer/Schwertern so gemacht. Die einzige Möglich das ganze zu trennen ist wirklich nur per Winkelschleifer oder brutaler Kraft per Meisel.

    Mit der Bowie-Form liegst du nicht mal soooo falsch , nach Ansicht einiger Experten. Die sind der meinung das Bowie, gena wie die zeitlich zwischen Sax und Bowie sitzende Bauern- oder Hauswehr, entwickelten sich aus dem Sax. Beim "echten" Bowie , dass Jim bowie besass und bei Alamo dabei hatte ist man sich ja auch noch uneinig wie es nun wirklich ausgesehn hat.

    Meine Saxklinge ist auch nur eine von 4 Grundformen was Saxe angeht. Bei meiner handelt es sich um eine angelsächsische Form die hautsächlich in England beliebt war. Aus England stammten ja auch die meisten "Bowies" aus späterer Zeit.

    - angelsächsischer Sax meisst aus England (nennt man auch Brocken Back wegen dem Knick im Klingenrücken)

    - germanischer Sax eher aus dem süddeutschen Raum (mittelspitze Klinge, nennt man heute auch dolchförmig)

    - allemanische Saxe aus dem Gebiet der Allemanen, Franken und Süddeutschland ( Spitze fällt ähnlich zu Scheide ab wie der angelsächsische, aber nicht ganz so weit, kommt der Bowieform noch näher)

    - Sax mit Spitze die hochgeht zum Klingenrücken, hauptsächlich bekannt von der insel Gotland und aus Birka, längere Klingen bis fast Schertlänge von dem Typ nennt man auch Birka- oder Gotlandmesser weil sie ne lange Klinge hatten aber ohne Griff wie ein Schwert, laut Fundlage die beliebteste Form bei den Wikingern)

    Es gibt lange saxförmige Klingen auch mit Griffen wie bei Schwertern oder schwertähnlichen Griffen die oft als Schwertsaxe bezeichnet werden. Aber richtiger wäre bei denen dann die Bezeichung "einschneidiges Schwert" oder Langsax mit schwertähnlichem Griff.


    Von Länge und Breite der Klingen fang ich lieber erst nicht an, da teilt sich das Ganze in viele weitere Unterarten auf und interessiert meist wirklich nur Forscher und Historiker.


    Und ein kleines Update zur zukünftigen Scheide.

    Ich hab nun entschieden es wird eine mit Holzkern, bzw ne Holzscheide mit Lederhülle.

    Auch interssant finde ich, heutzutage sind doch die Quer am Gürtel zu tragenden Bushcraftscheiden für Messer beliebt. Das entspricht auch wieder der historischen Trageweisse von Saxen. Mir selber wäre kein Fund bekannt der darauf hinweisst dass die Saxe wie Bowiemesser senkrecht am Gürtel hingen.

    unnd ich geb Skuzzlebud recht, urgenwie kommen - zumindest ausrüstungstechnisch- alte Zeiten wieder.


    Und wenn es wer noch nicht gemerkt hat : Jaaaa, ich bin Sax-Fan. Ich hab auch nur wenige davon selber *hust*10 Stück*hust*


    Outdoor kennt die Klinge von dem Sax hier und die andere Saxklinge die noch auf ihren Griff wartet nen Tick länger als Ihr. ich fürchte ich hab Ihm da nen Floh ins ohr gepflanst:unschuld:schäm


    Entschuldig wenn das jetzt viel Text ist der Wenige interessieren dürfte, bei dem Thema passiert mir das öfter.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Als unbedarfter Leser in Sachen Sax nehme ich solche Fakten gerne mit ! Als Bowie Fan und Geschichtsinteressierter Mitleser würde ich zu dem Thema zeitgenössische Bowies aus der Zeit des Alamo, mich nach den Messerformen der Mexikanischen Bowies aus der Zeit richten. Die Klinge war dort noch sehr stark nach einem großen Fleischermesser gerichtet und hatte noch nicht überall, den Bowie typischen Schwung am Klingenrücken.

  • Ich hab mir gerade mal die mexikanischen Bowies angesehn, die ähnel mir noch mehr dem angelsächsischem Sax als die üblichen Bowies,

    Das dumme ist , dass in Zeitungsberichten aus Bowies Zeit nur geschrieben wird er hatte ein "grosses Messer".

    Laut jim Bowies Bruder Rezin war die Klinge ganz anders. Die hatte die Spitze hoch gezogen zum Klingenrücken. Heute nennt man die darum auch "Rezin Bowie" und sahen von der From her auch wieder mehr wie Schlachtermesser aus. Aber wenn man die vielen heutigen Bowieklingen nimmt und mit den 4 Haupttypen der Saxe vergleicht findet man ziemlich viele übereinstimmungen.


    Update2: zur Saxscheide


    Hab heute damit angefangen. Bilder und Bericht folgen natürlich. Ich füg dann auch noch ein anderes bild eines von mir gemachten Messers mit Knochenklinge ein (Götter sieht das aus :zensiert )

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Tach, ich mal wieder......

    und hier ist es das Update Nr. 3


    Ich bin Heute mit den Holzarbeiten fertig geworden.

    Der Holzkorpus besteht aus Fichtenholz-Latten aus dem Baumarkt in der Grösse 70mm x 10mm x 1000mm.

    Wie man den Korpus baut, dazu gibts ja gute Videos auf YT. Ich denk mir das Beschreiben von aufzeichnen, sägen, schleifen, -hohlräume ausarbeiten usw sparen und geh auf paar Details eindie man(n oder Frau) beachten sollte.

    Zuerst wäre da mal die Gesammtdicke der Holzkörpers. Wenn man Leder drüber ziehen will sollte man schauen wie dick der Griff ist. Bei einer Saxscheide ist in den meisten Fällen minimum die Hälfte des Griffes in der Scheide. Macht man den Körper nun zu flach kann es dazu führen, dass das leder zuweit absteht oder zu eng ist am Griff. Ausserdem, je nach Holz kann es passieren dass der Körper bricht wenn man drauf fällt wenn das Ganze zu dünn ist. Bei mir ist ja noch ein Handschutz am Sax also muss ich da erst recht acht geben. Sonnst is das Leder vermurkst und ich muss den Teil neu machen.

    Wer sich so ne Scheide bauen möchte sollte sich selbst einen Gefallen tun. Arbeitet am Scheidenmund auf beiden Seiten ein Rampe ein. Der wirkt wie eine Art Trichter für eure Klinge. Es passiertb euch sonst öfters dass ihr beim einführen der Klinge ins Leder stecht und dann wäre die ganze Mühe ja für die Katz (miau).

    Es gab/gibt Holzscheiden nicht nur mit Lederüberzug , sondern auch mit Stoffüberzug (neinnnn, nicht den Stoff den manche legal in Holland rauchen).

    Ausserdem kann man (muss man aber nicht) ins Innere der Holzscheide auch Leder, Fell, Filz oder dickeren Stoff kleben. Wie gesagt kann man, ich hab es gelassen. Der Grund ist, dass durch das eingeklebte Material die Klinge geschützt werden soll vor zb Rost. Dazu fettete / ölte man die Klinge ein und schob sie paarmal Hin und Her. Genau darum mach ich das bei nem Sax der Grösse nicht, ich mag kein Waffen- oder sonstiges Öl von der Klinge im Essen. Es reicht auch wenn man damit Ab und Zu Speck oder Ähnliches schnippelt um sie vor Rost zu schützen (aber als Bushcrafter ist euch das ja bekannt).

    ich werd wohl Morgen mit dem Lederteil anfangen

    Achja, werd sich nen Sax bauen möchte sollte bitte dran denken, dass bei der richtigen Trageweisse die Schneide dabei nach oben zeigt. Macht man es andersrum schneidet die Klinge immer in die Naht oder ins Holz. Und ja man könnte nen sogenannten Keder einbauen bei der Naht, aber trotzdem Schneidet die Klinge in die Scheide.

    Wie auch den Sax bau ich die Scheide komplett ohne Elektrowerkzeug. Mir ging es dabei zu sehn wie ich es hinbekomme nur mit Werkzeug das es damals gab oder zumindest ihre moderneren Ausführungen. Darum zB auch der Knochengriff, weil nix Loch bohren und ausfeilenund 2. gefällt er mir extrem zu der Klinge.


    Wertes Puplikum, werte Damen und Herren, Ladys und Gentleman hier nun die Bilder (stellt euch nen BeruhigungsSchnapps bereit es wird furchterbar...)


    Ps: Der Sax passt soweit gut rein ohne viel zu klappern oder rum zu wackeln.

  • Und weiter geht die Fahrt .......


    Heute Vormittag (zählt 4.00 Uhr schon als Vormittag?) packte mich der Rappel und es juckte mich in den Fingern.

    Also zuerst mal in die Küche und Kaffee gemacht, dazu sanfte ruhige Metal-Musik (ja sanfte, waren Pagan-Viking-Metal. Im Verhältnis


    zu dem was ich sonnst höre beim Basteln richtig entspannt) und dann zusammen gesucht was ich brauchen könnte. Unter anderem 2 Sorten Leder

    (fragt mich nicht welche, bin kein Lederfachmann), die beiden Nähsets aus meinem Rucksack, 2 Metallringe, ein Rollmesser, usw usw usw...... .

    Los gings mit ner Schablone, Die Teile für die Scheide ausgeschnitten, gelocht und ................. gemerkt dass man sich verzeichnet und falsch ausgeschnitten hat.

    Nach noch ner Tasse Kaffe um wieder runter zu kommen alles von Neuem. Den Holzkern aus Leder gelegt, angezeichnet wohin die Löcher müssen, und dieses Mal geschaut ob alles richtig ist (Freude...Freude...Freude, es war alles richtig).Die Lederhülle an sich besteht aus einem Stück Leder mit einer dreieckigen Aussparung in der Mitte von der dann beide Kanten zusammen genäht werden.

    Dann noch 2 Ringe mittels Lederstreifen an der Scheide fest gemacht und zum Abschluss der Holzkern in die Lederhülle gedrückt und geschoben und gepresst.

    Dann nimmt man den Sax, schiebt ihn in die Scheide und dann kommt der Moment wo man merkt, dass man bis hier her vergessen hat von der Aktion Bilder zu machen (seuftzelllll).


    Na gut, müssen eben die von der Fertigem reichen. Mit dazu pack ich euch 2 Bilder eines anderen Messers mit Knochengriff von mir. Entstanden etwas ums jahr 2000. Der Griff besteht aus dem Rippenknochens eines Ochsen der mir beim grillen mit Freunden in die Hände gefallen war, also der Knochen nicht der ganze Ochse.

    Die Klinge hab ich erst mit nem Winkelschleifer aus einer Stosssrange von nem FIAT: Dukato rausgetrennt.Dann in Form geschliffen und geschärft. In den Knochen einen Schlitz gesägt, Klinge rein, dazu etwas 2- Komp- Kleberin den Schlitz und etwas dünnes schmales.Lederband drum rum.

    Euch fällt auf die Schnelle sicher der Essspiess auf, der liegt da nur zum Grössenvergleich. Was euch noch auf fällt ist bestimmt die etwas "unsaubere" Kannte und wieviel Material die Scheide an der stelle noch hat. Das ist so,weil da noch was hinkommmt, . Vie später mal.

    Original Scheiden hatte dort Metallbeschläge. Ich pack euch dazu nen Link von nem Messer rein. Ich habe das Messer selber, aber bis ich nun die Kamera hohle um Bildder davon zu machen... . Durch die Beschläge verschwinden die unsaubern Kanten später.


    Also ab nun mit euch und lesen.


    Ups, fast den Link vergessen. Hier is er.

    https://vehi-mercatus.de/Wikin…beschlagener-Lederscheide

  • Moin Odin!


    Ohne deine Arbeit in irgendeiner Form geringschätzen zu wollen, behaupte ich mal, dass du das Holzinlet für die Scheide einfacher und schöner hättest haben können.

    Du hast Fichtenholz verwendet, welches wie du sicher selber bemerkt hast, ein zwar weiches aber sehr langfaseriges Holz ist und somit beim schnitzen stark zu Ausrissen neigt. Ich habe sowas bei kleineren Messern auch schon mit Fichte gemacht aber bei so großen Sachen hätte ich auch etwas bedenken wegen der Stabilität.

    Da die Form deiner Klinge relativ winkelig ist hätte ich da einfach schmale Leisten, welche in der Dicke deiner Klinge entsprechen, ausgesägt und um die Klinge herum, auf eine der Latten aufgeleimt und danach das Gegenstück auf der anderen Seite draufgeleimt. Etwa so als ob du eine Kiste bauen würdest. Alles was dann aussen übersteht kann man einfach absägen und beischleifen. Ich hoffe das war nun verständlich sowas lässt sich rein in Schriftform schlecht rüberbringen...

    So spart man sich die ganze fummelige Aushöhlerei und hat auf ganzer länge eine perfekt gleichmäßige Aussparung.

    Des weiteren hätte ich da ganz pragmatisch Birkenmultiplexplatten verwendet. Mittelalter und traditionelles Handwerk schön und gut, aber sehen tut man davon hinterher so wie so nichts mehr, und die Steigerung an Stabilität gegenüber normalem Holz insbesondere Fichte ist exorbitant.


    Was mich auch etwas verwirrt ist die trageweise mit der Schneide nach oben.:skeptisch Hat man sowas wirklich so gemacht??

    Ich habe das mal mit einem meiner Messer probiert nach zu empfinden und fand das ziehen der Klinge auf diese Art einfach maximal bescheiden.

    Bis du eine Holzscheide nur durch das ziehen und einschieben eines Messer so weit durchgearbeitet hast sollte ja wohl einige Zeit vergehen.

    Ich bin da kein großer Fachmann, aber gerade bei einer Beiwaffe welche man nutzen möchte wenn die Bedingungen für ein Schwert zu beengt sind wäre es mir persönlich sehr wichtig diese möglichst schnell und ohne Umstände ziehen zu können. Da wäre mir doch die neue Scheide alle paar Jahre ziemlich nachrangig.

  • Zu erst mal, ich nehm dir in keinster weisse was krumm. würde ich keine Kretik und kein Meinungsaustausch wollen, wäre ich als mensch in jeder Art Forum falsch. Also immer her mit Anmerkungen, Kritiken, Fragen oder Hinweissen.:)


    Die von dir beschriebene Bauweisse ist mir gut bekannt. Ich habe auf dem Weg 3 Schwertscheiden gebaut (die 4. steht wohl Heuer auch noch an).

    Ich hätte vorher anmerken sollen, dass es mir bei dem Bau darum ging die Scheide mit Möglichkeiten zu fertigen wie sie Damals zur verfügung standen, also ohne Maschinen usw. Das schliesst dann aber auch den Gebrauch "moderner" Materialien aus. Du hast ganz recht , dass es auf die von dir beschriebene Art wesendlich stabiler und einfacher gewesen wäre, das steht ganz ausser Frage.

    Was nun die Trageweisse angeht, Ja die war tatsächlich so. Es sind genügen Reste von Saxen und der Metalbeschläge der Scheiden vorhanden um eindeutig zu sagen , dass minderstens 90% der Saxe so getragen wurden. Das Ziehen mag dir umständlich erscheinen, für mich ist sie nach Jahren des Tragens und Benutzen von Saxen ganz normal. Die Frage ist eher wo man den Sax trägt. Also wo am Gürtel. Trägt man ihn hinten am Rücken geht es zB sehr einfach. Auch an der linken Hüfte geht es sehr gut, so trugen ja auch zB die Samurai ihre Säbel (der Begriff Schwert ist für japanische Klingen eigendlich falsch. Es handelt sich dabei um 2-händige Säbel). Und auch mit dem "Griff" wie die Samurai ihre Waffen zogen , zieht man auch den Sax. Führt man den Sax dagegen vor dem Bauch oder als Rechtshänder an der Rechten Hüfte tut man sich schwer. Gerade im Kampf mit einem Schwert oder einer Axt ( je nach Wohlstand des Kämpfenden) im Zusammenspiel mit einem Schild ist es einfacher einen Sax aus einer Scheide zu ziehn die man am Rücken am Gürtel trägt. Darum trugen die Römer ihre Gladi an der rechten Hüfte um beim ziehn des Kurzschwertes nicht die Deckung durch ihren Schild öffnen zu müssen. Sie hätten sonst nicht nur Ihre Deckung geschwächt sondern mit dem Schild auch ihren Nebenmann in der Formation behindert. Also immer schön den Schild vor dich halten und die Klinge so tragen dass nix im weg ist. Saxe in der Grösse von meinem wurden "auch" als Waffe benutzt. In der Grösse war es meistens mehr in Gebrauch als Allzweck-Klinge oder kurze Machete.

    Zu den Scheiden der Saxe muss man sagen, dass diese oft reich verziert waren mit Silberbeschlägen oder Welchen auch vergoldeter Bronze. Vermutlich hatten die dann auch farbige Verzierungen und geprägt Muster und stellten für ihren Besitzer schon einen gewissen Wert da. Man muss bedenken dass zu der Zeit ausser der Kleidung die Jemand trug ein Messer/Sax oft sein einziger Besitz war. Es war auch nicht üblich dass es in der Küche oder dem Haushalt mehrere Messer gab die Jeder benutzen konnte. "Geld" war damals bei den unteren Schichten Mangelware, von Lohn den ein Bauer oder Handwerker einem Knecht zahlen würde ganz zu schweigen. Also stellt niicht nur die Klinge einen gewissen Wert da sondern auch die Scheide und die wollte man schonen so gut es ging.

    Für den Bushcraft-Einsatz werde ich mir noch eine 2. Scheide fertigen, zB erweitert durch eine Sicherung um zu verhindern dass der Sax raus rutschen kann. Für den Einsatz im andern Hobby reicht die hier, aber für Bushcraft ist sie doch etwas klobig. Die wird dann entweder aus festem Leder oder mit einem Kern in dem von dir beschriebenen Aufbau, dann aber mit einem Überzug aus festem Leinenstoff den ich dann einfärbe und wetterfester mache.

    Die beiden andern Klingen die noch auf Griffe warten sind dann doch etwas gross^^.


    Der Link ist nun keine Werbung. Es handelt sich dabei um die von mir bestellte Klinge. Im Link stehen halt in der Beschreibung alle Masse, Das Material und die Härte der Klinge.

    https://www.peraperis.com/Mess…e-Angelsachsen-Bowie.html


    Der Sax ist/wird Teil meiner neuen Bushcraft-Ausstattung. Ich werde ausser der Bisherigen eine zusammen stellen die der "damaligen" Zeit nahe kommt. Nen grossen Teil hab ich ja durch mein anderes Hobby schon hier. Eigendlich fehlt nur noch die Bereiche Transport und Lager.

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

    Edited once, last by Odin ().

  • Kuckuck :winken, ja es ist zum Fürchten.

    Ich schreib wieder nen Beitrag (mein Mitleid wird euch Nachts im Schlaf heimsuchen:unschuldWie Das so ist, man durch sucht eine Kiste für Markt-Gewandung und -Ausrüstung für die Feste im Jahr 2019 und findet neben 2 Gürteltaschen, 2 Gürteln und allerlei Kleinkramm ................. nen Sax.

    Der hier entstand aus einer längeren Klinge von nem Mittelalter-Flohmarkt ( ja sowas gibts). Der Erstbesitzer kaufte ihn weil er damit Schnitttests usw machen wollte. Aber nach den ersten Schlägen merkte er, das Teiol sah zwar gut aus aber die Befestigung im Griff war :wallbash

    Ich konnte das Teil damals billigst erwerben , waren 5.- oder so. Daheim das Ding mit dem schiefen Griff erst mal angesehn und gemerkt dass der Knauf nur aufgeschraubt war. Also das Ganze ab in den Schraubstock und mit ner zange den Knauf runter geschraubt. Und siehe da schon fand sich der Grund für den schieffen griff. Die "Klingenangel" war sage und schreibe 3 cm langund am ende noch eine ca 10 cm lange Gewindestange angeschweisstX(.

    Aalso was tun? Nach 1 Tag wundern und Kopfschütteln über die Montage das Ganze noch mal angesehn. Ok der Griff war Schrott, aber die Quali der Klinge gar nicht mal soooo schlecht. Also packte Odin Messband, Stifft und Klebeband, zeichnete auf die Klinge eine neue Angel auf und klebte alles ab was nicht weg sollte.

    Das Ergebniss war ganz Zufrieden stellend und so gings weiter mit dem Umbau. Derb2-teilige Knauf und die Parrierstange aus Mewssing flogen erst mal in die Materialkiste (kann man ja immer noch für was brauchen).

    Also gab es nen neuen Griff mit den Materialien (Reihenfolge des Aufbaus von Klingenseite zum Ende) Messingblech, schwarzes Leder, Hirschhorn, Leder, Messing, Leder, 120Jahre altes Kirschholz, Leder, Horn (geschliffen), Messingblech.


    Für Skuzzlebud:

    Die Scheide hat einen Holzkern in der Art wie du ihn vorgeschlagen hast.

    Masse des Ganzen: Länge gesammt ca 52cm (die Klinge war vor dem Umbau von der Spitze bis zum Griff 55cm)

    Länge Griff ca 14cm

    Länge Klinge ca 38cm

    Klingenbreite ca 4,5cm

    Klingendicke ca 4mm

    Gewicht nennen wirs mal "Satt"^^


    Und Ja, das Teil hatte mich einige Male auf Tour begleitet. Hatte nie nen Grund mich drüber zu beklagen.

    Zum Grössenvergleich hab ich euch mal das Messer was ich bis letzes Jahr als EDC trug, und vom Manly Drugar abgelösst wurde, dazu gelegt.

    Zufälliger Weisse im gleicher Bauart, nur ohne Messing. Beim Messer ist die Klinge 9cm lang.