MYOG Messerthread

  • Hi Jungs,


    ich war auch mal wieder fleissig und habe die Klinge, die ich mit Skuzzlebud im Juni geschmiedet habe endlich mal mit nem Griff bestücken können. Die Platte ist Stahl von nem Torband und das Holz ist Nussbaum.







    Jetzt hab ich aber mal ne Frage: Ich würde gern als nächstes Küchenmesser basteln, aber die haben nur dieses kleinen Zipfel als Angel. Nun hab ich bisher noch keine gute Idee, wie man nen 2mm Spalt aus dem Holz rausbekommt so dass es einigermaßen gut aus sieht ;)
    Hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt oder Ideen? Ich hoffe ihr versteht was ich meine.


    Grüße
    Stifti

  • Sieht ganz nett aus!


    Das war eine von den 8.8er Maschinenschrauben, oder? Hoffe mal du hast das Zeug einigermaßen Hart bekommen, aber solange du keine extrem harten Hölzer damit bearbeitest und hin und wieder mal nachschleifst sollte das schon passen.


    Also ich denke du meinst bei dem Küchenmesser den Spalt wo der Erls rein soll?!


    Da kannst du entweder mit einem 2mm Bohrer zwei oder drei Löcher nebeneinander machen und dann den Erl einbrennen.


    Oder du bohrst ein etwas größeres Loch, sagen wir mal 4 oder 5mm und brennst dann den Erl ein. Das hat den Vorteil, dass man ein bisschen tiefer bohren kann.
    Mit Schlüsselfeilen und umgeschliffenen Stichsägeblättern kommt man bei so dünnen Schlitzen auch nicht mehr zu Recht.


    In beiden Fällen wird die Stelle wo die Klinge am Griff anliegt nicht perfekt sauber sein. Das einfachste ist dann, die Stellen wo noch ein Spalt zwischen Erl und Bohrung ist, mit schwarzem Klebstoff aufzufüllen.
    Eine andere etwas elegantere Lösung wäre, das an den Seiten zu große Loch mit einer Abschlussplatte zu verdecken. Das setzt natürlich voraus, dass du eine Feile hast die dünn genug ist, um einen 2mm Breiten schlitz in die Platte zu feilen. Optimal wäre dafür ein Dremel oder so was mit einem Schleifaufsatz im passenden Durchmesser. Ist aber beides eine sch... Fummelarbeit weswegen ich lieber die Variante mit dem Kleber wählen würde. Das sieht man auch schonmal bei Löffelmessern die einen relativ schmalen Erl haben.



    PS.
    Blätter mal ein paar Seiten zurück zu meinem Beitrag mit den kleinen Schnitzmessern, die haben auch ca. 2mm Klingendicke. Die sind auch nur eingebrand und verklebt. Da kam es mir auf die Optik zwar nicht so sehr an, aber wenn man vorsichtig arbeitet sieht´s gar nicht so schlimm aus.


    :winken

  • Wie Skuzzlebud schreibt, die klassische Lösung für dein Problem ist ein großzügig bemessenes Loch im eigentlichen Griff, das dann mit einem "Deckel" mit sorgfältig gearbeitetem Schlitz kaschiert wird. Metall, Horn, Micarta oder ähnlich stabile, dünne Materialien werden gerne verwenden. Je dünner die Platte ist, desto einfacher ist das Anpassen an die Angel (zu einem gewissen Grad).


    Hier mal ein Beispiel, finde leider keine Nahaufnahme:



  • Hey danke für Tipps, aber ich habe ain anderes Problem. Ähnlich aber anders. An hier dem Messer sieht man das Problem. Die Angel schliesst oben Bündig mit dem Klingenrücken ab, geht aber nicht in voller Länge durch den Griff. Ich würde die Griffe auch gerne Oben bündig abschliessen lassen. Die Problemstellung ist aber, wie bekomme ich eine in der Länge und Tiefe exakt genuge Nut hin.


    An Skuzzlebud - jau ich glaub das war eine von den Schrauben. Die Härte geht so - wird aber sowohl an meiner trotteligen Härtemethode als auch am Material liegen. Holz generell ist eher hmmmmm damit, führt direkt zu kleinen Biegungen vor allem an der Rundung. Hab aber halt auch schwer Pi x Daumen gemacht. Mit Lötlampe knalleheiß und dann in Altes Motoröl - danach ne halbe Stunde bei ca. 100°C in den Ofen.
    Wird scharf, aber als Holzwerkzeug eher ungeeignet. Aber hervorragend zum Schleifen üben :lol


    Grüße
    Stifti


  • Hm, auf dem Bild schaut der Griff dreiteilig aus. Du nimmst quasi ein Holz/Material deiner Wahl in der Stärke der Angel. Das passt du der Angel an.Links und rechts ein Brettle drauf, ferig.
    Das genaue Herausarbeiten der Angel durch wegnehmen der halben Materialstärke bei nur zwei Brettchen halte ich für seeeeehr mühsam.
    Dritter Ansatz: Da wo die Angel aufhört ein Loch quer ins Holz bohren. Jetzt kannst theoretisch mit einer Säge die die richtige Schnittbreite hatt eine Sacknut (heisst das so?) sägen. Ich glaube das ist noch blöder zu machen als zu erklären....

  • Stifti :
    War die Klinge denn hart nach dem Ölbad?
    ---------
    Hier nochwas zu meinen Erfahrungen mit 8.8er Schraube:
    Möglicherweise mach ichs total falsch, will nichts behaupten, aber ich schrecke die Klingen einfach in Wasser ab. Anlassen spar ich mir. Bis jetzt bin ich damit gut gefahren. Allerdings sind die Messerchen auch nicht gerade gross..

  • Hallo,


    die nicht durchgehende Nut kann man nur mit Schablonen herstellen.
    Ist viel Arbeit.


    Um aus der Not eine Tugend zu machen, hätte man für das ausgeleimte Stück
    ein anderes Holz, zum Beispiel dunklen Nußbaum nehmen können.
    Sieht einfach schick aus.
    Dann wäre die ausgeleimte Nut ein gestalterisches Element gewesen und keiner
    wäre auf die Idee gekommen, daß dies eine Notlösung ist.


    Was du nicht verstecken kann, betone es!


    Gruss
    Konrad
    Konrad

  • Moin Leute!


    Ich bin nun endlich Besitzer einer eigenen Werkstadt :dance , und weil das Wetter so wie so ziemlich bescheiden ist und ich auch ein paar neue Spielzeuge ausprobieren wollte, habe ich mir gedacht :" Könntest ja auch nochmal ein Messer bauen."
    Beim entrümpeln meines Grundstücks, sind mir ein paar alte Kreissägeblätter in die Hände gefallen. Ich habe daraufhin etwas rumgegoogelt und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass die meisten Hersteller ihre Sägeblätter aus 75Cr1 oder 80CrV2 herstellen. Beides Kaltarbeitsstähle die auf hohe Zähigkeit bei immer noch annehmbarer Verschleißfestigkeit ausgelegt sind. Technisch tuen sich beide nicht viel, wobei der 80CrV2 marginal hochwertiger sein sollte.





    Eigentlich eignet sich der Stahl eher für große robuste Haumesser, aber weil die Sägeblätter nur 2,5mm dick sind habe ich versucht ein möglichst kompaktes Messer mit immernoch vollwertigem Griff und möglichst guter Schneidleistung zu kreieren. Nach ein bisschen Rumgekritzel hab ich dann eine für mich stimmige Form auf ein Stück Karton übertragen.




    Die Schablone wird wiederum auf das Sägeblatt übertragen...




    ...und mittels Flex und Edelstahltrennscheibe grob ausgeschnitten.




    Die Konturen außen habe ich mit dem Bandschleifer und die Konturen innen am Griff mit der Flex, mittels 60er Lamellenscheibe ausgeschliffen. Die Radien innen habe ich noch etwas mit der Rund/Halbrundfeile nachgearbeitet. Die Form habe ich etwas Voluminöser stehen lassen als auf der Skizze.




    Für den Anschliff habe ich mir eine kleine Schleiflehre gebaut, mit der ich den Winkel leichter einhalten kann.




    Erst wollte ich dass Messer komplett flach schleifen, aber das geben die 2,5mm Klingendicke nicht wirklich her, weshalb ich mich für einen relativ hohen Scandischliff entschieden habe, bei dem der der Schneidwinkel immer noch sehr flach ist.




    Wer gute Hartmetallbohrer hat kann nach dem schleifen gleich die Löcher in den Griff bohren. Mit meinen standard HSS Bohrern war das schon grenzwertig, weswegen ich den Rohling vorher noch weichgeglüht habe.



    Eine eigene Esse habe ich noch nicht, also habe ich hier mal auf die schnelle etwas improvisiert und den Grill befeuert um das Messer zu härten. Dabei habe ich auch gleich das Öl in der Dose erwärmt.



    Und hier habe ich dann große sch... gebaut. :wallbash Und zwar habe ich mir angewöhnt meine geschmiedeten Werkstücke vor dem härten zu normalisieren. Das wäre hier normal auch nicht nötig weil ich das Werkstück, bei der Bearbeitung, nicht verformt oder besonders erhitzt habe. Aber ich dachte mir - schadet ja nix. Jedenfalls lege ich die Werkstücke die ich bei meinem Kumpel schmiede, dazu auf einen Backstein der direkt am Schmiedefeuer liegt und lasse sie an der Luft abkühlen. Der unterschied ist nun, dass dieser Backstein in der Schmiede die selbe Temperatur hat wie seine Umgebung, meiner im Garten war aber einfach nur kalt, weswegen sich das Messer beim abkühlen verbogen hat.
    Ich hab es dann in schmerzlicher Feinarbeit wieder gerichtet und die Wärmebehandlung noch mal von vorne gemacht. :unschuld
    Nächstes mal bin ich jedenfalls schlauer.




    Nach nun endlich geglückter Härtung habe ich das Messer schnell zum anlassen in den Backofen gepackt, und bei 200 Grad 2x30 min angelassen.



    Kleiner Kratztest an der Tortenschaufel; Alles soweit ok.
    Die Ansprunghärte direkt nach dem Härten war für einen Stahl mit nicht übermäßig viel Kohlenstoff überraschend gut. Allerdings hätte es nach dem anlassen, für mich noch ein wenig härter sein können. Ich schätze der neue Backofen ist nicht wirklich genau bei der Temperatur.
    Nächstes mal werde ich zur Sicherheit ein Bockofentermostat mit rein legen.



    Nach der Wärmebehandlung wird die Schneide noch etwas Geschliffen.



    Danach werden die Griffschalen gebohrt.



    Damit die Vorderseite des Griffes auch gleichmäßig wird, stecke ich die Pins nach dem bohren in die Griffschalen, und schleife beide Teile zusammen an der dieser Stelle fertig.



    Nach einem groben Vorschliff werden die schalen angeklebt und bleiben über Nacht zum trocknen im Schraubstock.



    Das meiste habe ich dann mit dem Bandschleifer ausgeschliffen, nur unten am Griff ist noch ein wenig Handarbeit gefragt.



    Nun noch etwas Feinarbeit um den Griff schön abzurunden.



    Ich habe das Messer am Wasserstein komplett auf null ausgeschliffen. Das ist natürlich eine irre Schneidgeometrie aber für ein Gebrauchsmesser einfach zu fragil, weswegen ich dann doch noch eine ganz kleine Schneidphase angebracht habe.


    Die dünnen Härchen am Handrücken sind jedenfalls kein Problem.






    Dann noch etwas Leinölfirnis auf den Griff und fertig.










    Es ist ein echt krasser Schneidteufel geworden, abgesehen von meinen Küchenmessern habe ich nichts was so leicht in Materialien eindringt und so große Stücke schnitzt.
    Kehrseite der Medaille ist, dass es für ein Arbeitsmesser etwas zu fragil ist. Holz spalten geht, aufgrund der geringen länge und der geringen Klingendicke natürlich nicht. Dosen öffnen oder Nägel zerteilen ist auch nicht, das liegt zum eine am sehr feinen Anschliff, zum anderen am etwas zu weichen Stahl. Naja, sowas braucht auch normal keiner.
    Das Messer ist schon Geil und für reine Schneidaufgaben super geeignet, aber ich werde trotzdem noch eine Version 2.0 machen weil ich denke, dass ich mit einem minimal robusteren Anschliff und etwas höherer Härte mehr aus der Sache rausholen kann. Hab ja noch genug von dem Zeug rumliegen.


    Hier noch die Maße:
    Klingenlänge: 82mm
    Grifflänge: 103mm
    Klingendicke : 2,5mm
    Klingenhöhe: Max. 34mm


    Das Greiffmaterial ist Pockholz.




    Grüße an alle Holger! :winken













  • Schöne Arbeit, gefällt mir sehr gut.
    Die Klingendicke seh ich eher weniger als Probelm eher als ausreichend. Als geschichtlich Interessierter treib ich mich ja ab und an in Museen rum. Immer wieder kann ich da beobachten wie dünn und klein die Klingen der Gebrauchtsmesser früher waren. Selbst viele der Haumesser vom Typ "Sax" sind mitunter unter 3mm Klingendicke. Zumindest trifft das hier auf den südosten Bayerns zu und auf durchgängig alle Epochen von Bronzezeit, über Kelten und Römer bis zu den Germanen,Bajuwaren, Mittelalter usw usw. Dicke Klingen scheinen eher eine erfindung unserer heutigen Zeit zu sein.
    Ich kanns bei mir selbst beobachten, daß viele meiner Klingen im lauf der letzten Jahre dünner wurden. (wenn auch nicht unbedingt kürzer :D )

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Hallo,
    2,5mm Klingendicke sind doch ok, wenn man den Scandi nicht zu hoch zieht. Was hat den so ein Mora? Oder auch Hultafors? Ein wirkliches Stemmeisen wird das zwar nie sein, aber wozu auch? Auch der Stahl ist doch vollkommen ok, Condor macht auch alles in (vergleichbar) C75. Und die sind ja auch ned soooo schlecht. Ich habs jetzt halt mal mit Serienmessern verglichen um aufzuzeigen, dass man mit dem Material was recht ordentliches bauen kann.
    Gruss

  • Meine beiden Moras ein Companion Mg Olive in rostfrei und ein Classic Craftsman 612 in Carbon haben je 2,5mm Stärke. Meine anderen Klingen liegen auch so um den Dreh. :messer

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Die 2,5mm Klingendicke sind bei so einem kleinen Messer auch völlig in Ordnung und der Stahl ist auch kein schlechter.
    Um so dicker die Klinge ist, um so mehr Material muss beim schneiden verdrängt werden und "Batoning" ist mit so einer kurzen Klinge ohnehin etwas sinnfrei.
    Das Messer hat so wie es ist schon eine gut Funktionalität, aber den Anschliff hätte ich nicht ganz so hoch machen sollen und beim nächsten wird auch weniger hoch angelassen. Wie schon gesagt habe ich kein großes Vertrauen in die Genauigkeit meines neuen Backofens.
    Außer dem habe ich mir überlegt den Griff am Ende mal komplett rund zu gestalten.
    Ist sicher alles meckern auf hohem Niveau aber es reizt mich einfach gerade.

  • So Leute, wie angekündigt gibt es hier jetzt die etwas mehr auf "Multifunktion" ausgelegte Variante meines letzten Messers.



    Ich habe recht lange rumgetüftelt wie ich die Schneide etwas robuster machen kann, also habe ich erst den Anschliff weniger hoch gemacht. Das sah aber irgendwie blöd aus und hat mir einfach nicht gefallen, also hab ich doch wieder einen relativ hohen Anschliff drauf gemacht und versucht eine relativ robuste Schneidphase anzubringen. Das war dann zwar toll beim Bleche perforieren dafür aber beim schneiden und schnitzen total bescheiden, was bei so einem kleinen Messer für mich aber klar im Vordergrund steht. Also hab ich die Schneidphase nochmal etwas flacher geschliffen, was für mich nun den sinnvollsten Kompromiss darstellt.



    Der Herstellungsvorgang ist ja fast identisch, weswegen ich hier mal ein wenig abkürze.




    Das Backofenthermometer war zu dem Zeitpunkt noch nicht da, also habe ich diesmal ganz altmodisch von Hand auf der Herdplatte angelassen. Das sieht zwar etwas stümperhaft aus, hat aber ganz gut funktioniert. Wichtig ist ,dass man das Messer sofort in Wasser abkühlt, wenn die hellgelbe Farbe die Schneide erreicht. Wenn man das Messer einfach nur von der Platte nimmt zieht die Hitze vom Klingenrücken noch weiter, wobei die Schneide wieder zu weich würde.



    Die Kamera macht die Anlassfarben zwar etwas dunkler, aber man erkennt schon, dass die Farben von Lila ins Rote am Klingenrücken, bis hin zu einem hellen Gelb an der Schneide verlaufen. Wegen der geringen Haltezeiten mach ich mir bei so kleinen Querschnitten jetzt kein Kopfzerbrechen. Die in den Datenblättern angegebenen Haltezeiten beim anlassen beziehen sich immer auf relativ große Querschnitte, welche schon eine gewisse Zeit brauchen bis die Hitze komplett durchgezogen ist.




    Ich wollte natürlich wissen wie viel die Schneide noch aushält und habe mir die nächste Konserve aus dem Küchenschrank gegriffen und auf Survivalart geöffnet.
    Die Schneide hat dabei schon deutlich an schärfe eingebüßt. Wenn man genau hinsieht erkennt man auch zwei ganz kleine Ausbrüche. Alles im allem aber nicht schlimm, nach wenigen strichen über den Wasserstein konnte ich wieder Armhaare rasieren. Härtere Stähle vertragen sowas besser neigen aber bei so feinem Anschliff auch eher zu Ausbrüchen.





    Hier nun der minimal robustere Bruder für mein Sonntagsmesser.
    Den Griff hab ich mal rund auslaufen lassen, das sieht nicht so schön aus, passt dafür in jede Hand und greift sich von allen Seiten gleich gut.


    Beide eignen sich gut zum schneiden und schnitzen, wobei das erste wegen dem fast auf null auslaufenden Anschliff schon noch etwas aggressiver in Materialien eindringt. Welches nun besser ist kann man so nicht sagen, das erste ist eben spezieller. Damit kann man auch noch weiches Weißbrot oder matschige Tomaten sauber schneiden. Das zweite kann das auch, aber eben nicht ganz so sauber, ist dafür aber etwas weniger fragil.


    Man sieht also wieder: Ein Messer ist immer ein Kompromiss, und viel wichtiger als der tollste Stahl sind Dinge wie Anschliffwinkel und Wärmebehandlung.


    LG - Holger :winken

  • Hey,


    ich war auch mal wieder fleissig. Habe zwei Küchenmesser und ein kleines Schnitzmesser fertig gemacht. Die Küchenmesser unterscheiden sich nur in der Farbe der Fiberzwischenlage. Hab da von dem zweiten leider verpeilt ein Foto zu machen, da ist der Liner Moosgrün. Holz ist jeweils Götterbaum und Grenadill.
    Um die Klinge so bündig wie möglich einzusetzen habe ich erst in voller Länge der Stichsäge von oben in den Götterbaum eingesägt, dann den Grenadill in nötiger Restlänge zugeschnitten, ein kleines Bisschen Überlänge vom Schlitz habe ich beim Verkleben dann mit Grenadillsägemehl im Harz als Kontrast genommen. Danke an Konrad für den Typ - sieht viel besser aus so.




    Das Schnitzmesser ist aus Ahorn mit schönem Riegelmuster. Den diagonalen Schnitt wollte ich erst mit twei Lagen Fiber und einer Schicht Leder dazwischen machen. Leider habe ich trollig ein bisschen zuviel von der Angel abgeflext :motz , die war jetzt nicht mehr lange genug um den unteren teil zu stabilisieren. Da war mir das mit dem Leder zu wackelig, also alles wieder auseinander und nur mit einer Lage Liner gemacht, das Hält jetzt bombig.




    Grüße Stifti

  • Ich hab endlich auch mal wieder was zum Zeigen... mein neues Bushcraft Messer. Irgendwie werden die immer kleiner... mag es inzwischen so handlich. Die Rück"schneide" ist nicht scharf, sie hat primär ästhetische Funktion. Wobei der Aufschwung einen prima Platz für den Daumen bietet.


    Klingenlänge 7.5cm, insgesamt 17.5cm. Stahl ist 3.5mm starker 80CrV2, vergütet auf ca 60 HRC.


    Das Holz hab ich von einem Foren-Treffen, glaub von Parzival. Was es ist, weiß ich nicht, eignet sich aber gut als Griffholz. Recht hart und mit schöner Maserung.