Bienenwachs wer braucht schon imprigniermittel oder gore tex :D

  • Wer braucht schon Gore-tex oder chemisches Impregniermittel ?? Die Natur bietet uns doch für solche Sachen die besten Rohstoffe. Ich habe mir auf unserem Weihnachtsmarkt ein halbes Kilo rohes Bienenwachs gekauft.
    Ich wollte meinen BW Parker etwas wasserdichter bekommen , da ich bei meinem Job im Wald bemerkt habe das dieser doch schnell nass wird .
    Also habe ich das Wachs in in die Formen der großen Teelichter gefüllt und mit diesen kleineren brocken dann die Jacke kräftig eingerieben bis sie durch das wachs leicht weis wurde. Dann habe ich das ganze mit dem Fön angeschmolzen so das das wachs in die Faser eindringen konnte.
    Die nähte habe ich dabei besonders dick eingewachst.
    Das Ganze habe ich zwei mal wiederholt und an Kapuze und den Schulterpartien habe ich das ganze sogar 5 mal gemacht und das Wasser perlt ab wie bei einer neuen Gore-tex Jacke :D und zudem riecht es angenehm nach Bienenwachs .


    LG das Bearchen

    "Das Universum und die Dummheit der Menschen sind grenzenlos. Obwohl beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher"
    Zitat Albert Einstein :D

  • Danke für die Anleitung zum Trockenwachsen! :D


    Ich kannte bisher nur das relativ umständliche Rezept für Oilskin, wo man Bienenwachs in einer Mischung aus Terpentin und Leinöl auflöst, um danach die Baumwolle damit naß zu behandeln. Entweder getunkt oder gepinselt. Das muß dann auch eine gefühlte Ewigkeit im Freien ablüften, weil zuerst das Terpentin verdampfen und danach das Leinöl oxydieren muß. Außerdem kann's achtlos zusammengeknüllte Lappen auch mal abfackeln, weil das Leinöl beim Oxydieren ziemlich Wärme abgibt.


    So ein Seifenklotz aus Bienenwachs kommt mir jetzt auch ins Gear! :dance

    Natur er-leben kann man nicht online am Schreibtisch.
    Dazu muß man ganzjährig immer wieder offline vor die Tür...

  • Ein Naturprodukt zu verwenden ist selbstverständlich immer das Beste!
    Frage dazu:
    Wird Dein Parka bei 2-5 mal Einreiben + Einfönen dadurch nicht sehr steif?
    Vor allem wenn es kälter ist denke ich, dass das reine Wachs zwischen den Fasern hart wird und die Jacke sich "brüchig" (weiß kein besseres Wort) trägt?

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Ich glaube auch das es in der Kälte "brüchig", also undicht, wird. Genau aus dem Grund gibt es ja z.B. dieses "umständliche" Oilskin-Rezept:
    Man nutzt mehrere Stoffe um die Schwächen des anderen auszugleichen.
    Bienenwachs ist nur geschmeidig ab Temperatur X, mit Terpentin und Leinöl setzt man sozusagen die "Schmelztemperatur" etwas herab und hat durch die Öle eine zweite Schutzwirkung.
    Das ist vom Prinzip her so wie bei der "Streichzart-Butter" in der etwas Rapsöl beigegeben ist damit sie direkt vom Kühlschrank aufs Brot kann.


    Natürlich ist das Aufwand und man muss die erstmal lüften etc pp, aber das Endergebnis sollte mit Oilskin noch einen Tacken besser sein.


    :poncho

    *********************
    "Rückblickend betrachtet mag das eine ziemlich doofe Idee gewesen sein... Aber Spaß hats trotzdem gemacht."
    *********************

  • Das mit der Oilskin hat leider auch Beschränkungen in der Anwendung. Bei einem Parka wie hier ist innen ja ein Futter, das nach Möglichkeit unangetastet bleiben sollte. Ebenso die Füllung, so der Parka eine hat, damit die nicht verklebt.


    Die Aufgabe des Terpentins ist es eigentlich nur, das Bienenwachs aufzulösen und das eher zähflüssige Leinöl zu "verflüssigen"; ähnlich wie Spülmittel beim Wasser die Oberflächenspannung senkt. Beim Lüften verdunstet das Terpentin dann auch wieder restlos und läßt dabei auf jeder Faser einen hauchdünnen Film der Bienenwachs/Leinöl-Mischung zurück. Deswegen ist Oilskin auch besser schon als Baumwollstoffbahn imprägnierbar, oder z.B. als fertige Außenhaut, Zeltbahn, Tarp oder Hutform. Die erst danach um eine Fütterung, Zeltösen, Gurtschlaufen oder Hutbänder ergänzt wird. So kann man's dann als Halbzeug auch herzhaft in die Wanne tunken.


    Für eine nachträgliche Imprägnierung eines ganzen Parkas ist das Wachsen IMHO schon die gangbarste Lösung. Denn wenn man's da alternativ mit Auftupfen von Oilskin-Lösung versucht, wird's wohl kaum so gleichmäßig wie mit eingeriebenem Wachs und anschließender Wärmebehandlung. Denn so schön das in der Fläche aussieht: Leinöl wird beim Oxydieren hellbraun und dunkelt mit der Zeit auch immer weiter nach. Mit aus diesem Grund ist das gekaufte Zeug auch immer schon mindestens dunkelbraun eingefärbt.


    Außerdem dauert das Durchtrocknen von Oilskin Wochen, während das Wachsen und Heizen nur ein Wochenende benötigt.

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  • Also bei zweimaligen auftragen wird nichts steif oder härter 5mal habe ich nur den schulterbereich und die Kapuze behandelt aber durch das einreiben kommt nicht so viel wachs auf die jacke das diese so steif werden kann die jacke ist ja auch nicht 100 % wasserdicht nur für eine baumwolljacke ziemlich wasserabweisend.

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  • Ich wachse meine Lederschuhe und alle Ledersachen mit selbst hergestelltem Wachs.
    Einfach Bienwachs mit ein bisschen Öl (Olivenöl z.B.) in einem Topf gemeinsach langsam auflösen und gut mischen.
    Das Bienenwachs wird dadurch sehr weich, und bleibt es auch. So wird im übrigen sogar Gesichts- oder Handcreme hergestellt. Der Ölanteil ist dabei jedoch weit höher.
    Keine Chemie, die Haut oder Leder schädigt. Meine Frau schmiert sich das auch gerne als Labelloersatz auf die Lippen.


    Aus dem Parka wird das Bienenwachs herausbröseln. Bienenwachs wird auch ohne Fremdeinwirkung immer härter und bröckeliger. Nich umsonst bauen die Mädels das dauernd neu auf, oder es wird von uns ausgetauscht.
    (Habe selbst Bienen und lange Jahre Umgang mit dem Wachs)
    Aber als Kurzimprägnierung vielleicht brauchbar.

  • Einen Nachteil hat die Sache aber: die Atmungsaktivität leidet mit zunehmender Wachsmenge ziemlich. Als Testobjekt hat uns eine Hose mit ledernem Polarfuchs gedient, welche mit dem original "Greenland Wachs" bearbeitet wurde. Sobald der Stoff ähnlich "wasserdicht" wie eine synthetische Membran(Gore, Hyvent, Dermizax,...) wurde, glich jede körperliche Anstrengung dem Gang in eine Sauna ;)


    Nicht ohne Grund wurden für Touren unter harten Bedingungen(schlechtes Wetter, körperliche Anstrengungen, Temperaturschwankungen,...) diese "neumodischen" Materialien erfunden.


    Ebenson mag die vermehrte Steifigkeit bei einer mehrfach behandelten Jacke in der Schulterregion nicht weiter störend sein, bei einer Hose war sie dies aber in jedem Fall. Daher würde ich gut abwägen, wieviel Wasserfestigkeit benötigt wird und wie geschmeidig/atmungsaktiv das Kleidungsstück bleiben soll.


    Daher haben wir uns für eine leichte Wachsschicht entschieden, an der Regen zwar nicht abperlt wie bei Gore und Co, dafür aber noch gut die Feuchtigkeit von innen reguliert - was "on Tour" ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist ;)

    "Mit Speck fängt man Kläuse!"
    offizielle Signatur des BCP-Treffens im Sauerland 30.5.-2.6.2013

  • Ich gebe zu, ein Fan der gewachsten Baumwoll-Mix-Klamotten zu sein. Ich habe auch schon rumexperimentiert mit selbstgemixten "Wachs-Geschichten". Bei diesen Dingen sollte man aber bedenken, dass sie nur einen eingeschränkten Anwendungsbereich haben.


    Die gewachsten Baumwoll-Mix-Sachen haben ihren Stärken bei leichtem oder kurzem Regen (eben so ein Nieselzeug oder kurze Schauern) und körperlicher Anstrengung. Einerseits bleibt die Nässe halbwegs draußen und andererseits wird es auch nicht zu schwitzig in den Klamotten.


    Die eierlegende Wollmilchsau im Regenklamottenbereich wird es sowieso nie geben. Entweder schifft es und man muss von außen trocken bleiben oder es schifft nicht, dann braucht man die wasserresistente Schicht nicht. Schifft es, man hat die Regenklamotten an und dazu bewegt man sich noch intensiv, wird es zwangsläufig auch von innen feucht. Das kann selbst die tollste, teuerste, modernste und beste Regenbekleidung nicht verhindern.


    Das in der hiesigen Szene manchmal so verteufelte moderene Goretex-Zeug (andere Hersteller von Membranen eingeschlossen) schafft aber einen recht guten "Spagat" in dieser Hinsicht.


    Wenn es regnet, schmeißt man die regendichte Schicht drüber, wenn es trocken ist, zieht man die Schicht wieder aus. Das hinlänglich bekannte "Zwiebelprinzip" ist immer noch das Beste.


    Für so "Mischfälle" an Regen und körperlicher Anstrengung gibt es verschiedene Ansätze und die "gewachste Außenschicht" ist auf jeden Fall eine der tauglichen Möglichkeiten. Wenn es dauerhaft schifft, wüßte ich jedenfalls bessere Lösungen.

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

    Edited once, last by smeagol ().

  • Ich wachse keine Klamotten, allerdings Bogensehnen. Bei reinem Bienenwachs stört mich dass es etwas zu starr ist und sich auch schwer verreiben lässt. Mein Rezept für gutes geschmeidiges Sehnenwachs besteht aus 3/4 Bienenwachs und einem Viertel jeweils halb und halb Fichtenharz und Leinöl. Alles zusammen in nem Topf schmelzen und nachher die brühe filtern damit der ganze Dreck vom Harz rausgeholt wird.
    Für mich deutlich besser für solche einsatzzwecke als reines Wachs.


    Ihr könnt ja mal experimentieren und gucken ob ihr mit der Kombi was gutes rausbekommt.

  • Klasse Sache, baer :)


    Für mich muß ich echt sagen, ich habe lange alles mögliche an Klamotten angetestet aber der "moderne Kram" hat mich einfach nicht überzeugen können. Jetzt laufe ich wieder mit nur noch Wachsjacke, Lederhose (für Dreckswetter eine mit Snoseal behandelt) und oilskin- oder Wollfilz - Hut herum, wenn es kalt ist, mit Wollpullis.
    Meine selbstgewachste Jacke taugt immer noch total gut, wird übrigens nicht brüchig(!!) und auch der Feuchtigkeits- / Wärmehaushalt ist einfach nur angenehm.
    Beim Nachbehandeln meiner Sachen greife ich -wieder- auf englische und australische Wachsmischungen zurück, die genau für Jacken, Hosen und Hüte gemacht sind, bei Leder bleibe ich bei Snoseal. Freilich kann man sich auch selbst was mischen, aber mal rein vom Geld her gesehen lohnt sich das auch nicht wirklich. GUT aber, wenn man es mal ausprobiert hat!


    Weiter so :)



    Liebe Grüße
    Ilves

  • Ich war und (bin) ebenfalls überzeugter Wachsfan, früher insbesondere was die selbstnachzuwachsenden 65/35 Materialien ala G1000 angeht. Man merkt allerdings schnell, das die Wachseigenschaften bei regelmäßiger Nutzung auch permanent nachgewachst werden müssen. Da hab ich keine Lust drauf, deswegen wird meine Fjällräven-Hose einmal im Jahr vor dem Winter frisch gewachst.


    Dann hab ich noch so eine berühmte englische Wachsjacke (Jäger), die hält wirklich dicht, ich bei langem Regen. Dafür stinkt sie, ist schwer und man fängt bei jeder Bewegung mit Schwitzen an.


    Letztlich hab ich für sportlichere Unternehmungen moderne Funktionskleidung an (Hardshell, Softshell), da ich mir kein Versagen bei langen Touren leisten kann.


    Für die mehrfache Nutzung jede Woche im Wald kommt bei mir aktuell nur meine Lederhose /Baumwollhose unimprägniert zum Einsatz, sowie eine Lodenjacke. Gerade gute Lodenklamotten werden unterschätzt...


    Also ich bin zwar Wachsfan, aber nutze das Wachszeug eigentlich nicht mehr :-)


    Liebe Grüße

  • Hier [Frage] Imprägnierung - Eure Erfahrungen wurde das Thema natürliche Imprägnierung schon einmal besprochen und für mich hat sich seit dem nix geändert.


    Wachs auf Baumwollmischgewebe ist eine tolle, weil recht urtümliche und natürliche Methode, Kleider wasserabweisend zu machen. Aber eben nur wasserABWEISEND!!! Meine Erfahrungen auf wettertechnisch harten Touren: Ich verlasse mich da lieber auf moderne Tex-Materialien, einfach, um mich auf mehrtägigen (Regen-)Touren gesund zu erhalten. ...und selbst, wenn die Imprägnierung versagt. Dann habe ich eben ein vollgesaugtes Obergewebe und fast keine Atmungsaktivität mehr, aber wasserdicht bleibt der Kittel trotzdem....und das bei weniger Gewicht!
    Außerdem sind moderne Jacken mit einer Vielzahl von features ausgestattet, wie Achselreissverschlüsse, passgenaue und weitenregulierbare Kapuze(mit "Schneelappen" bis unter die Nase) und einem meist mehr als adretten Gewicht.


    Ich nutze sowohl HighTech- als auch urtümliche Ausrüstung und verteufle weder das Eine noch das Andere. Meine vier Fjällrävenhosen behandle ich von den Knien abwärts auch mit Wachs. Ich habe das FR-Wachs, der Block hält bei mir bereits das vierte Jahr und ist ca. zur Hälfte verbraucht. Eigenes Wachs aus Bienenwachs herzustellen, lohnt für mich nicht.


    Mein persönliches Fazit:
    Alles hat seinen Einsatzzweck und auch seine Berechtigung...aber auch seine Grenzen!


    Liebe Grüße
    Lederstrumpf


    EDIT: An die Bartträger unter Euch. Reines Bienenwachs und Vaseline 50:50 geschmolzen und abgekühlt ergibt eine hervorragende "Ungarische Bartwichse", mit der sich fast jeder störrische Bart stylen lässt. Ich nutze dies zum Eindrehen meines "Schnorres".

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

    Edited once, last by Lederstrumpf ().

  • Rein NUR auf Bienenwachsbasis zu wachsen ist mMn auf Dauer nichts handfestes, zum einen weil Bienenwachs relativ "weich" ist, und zB im Sommer wenn die Sonne zu arg strahlt, auch wieder weich wird und sich seltsam im Gewebe verteilt.
    Ein Mix mit einfachem Kerzenwachs (kein Stearin aus Teelichtern) wirkte da effektiver, oder, Skiwachs dazu. (FR Grönlandwachs ist übrigens auch nur Bienenwachs und Skiwachs im Verhältnis 70-30 wenn ich richtig nachlesen konnte).
    Hat sich für mich bisher einfach bewährt, zumindest bei Baumwollmischgeweben.


    Wo man allerdings unter Umständen NICHT wachsen sollte, sind bspw alte rein Baumwollkleidung, bei denen die Faser bei Feuchtigkeit aufquillt und damit quasi einen natürlichen Regen/Feuchtigkeitsschutz erzeugt. Denn da macht das Wachs den Zweck eher kaputt, und verschmiert das Gewebe sinnlos. Dabei sind andere Imprägniermöglichkeiten dabei angebracht(er).
    Bei Zelten hat man zB im Inneren Kiefer und Tanne abgebrannt, um sie abzudichten.
    Es stellt sich auch immer die Frage, welchen Zweck die Kleidung entsprechen soll, bevor man denn überhaupt wachst oder was anderes nimmt.
    Ebenso dabei dann die Überlegung, wofür ich welche Kleidung möchte. Zum "bushcraften" also draussen im Dickicht, mit Handwerkeln usw. finde ICH natürliche Materialien einfach effektiver und robuster; wenn ich da teils mit Hightec Fasern rumrennen täte hätt ich eher Bedenken, mir da Löcher oder Risse zuzuziehen (sofern es kein Aramid oder sowas ist).
    Für lange Touren wenn es ums Gewicht mit geht (bzw Volumen) dann sicher auch moderne Materialien, naja, eben dem Zweck angepasst.
    btw: Strumpf, es gibt zB auch Loden oder Woll Sachen, mit solchen Features wie Unterarm RV, oder winddichte Materialien, sollte man net unterschätzen.
    Aber wie Du schriebst: Alles hat seinen Einsatzzweck aber auch Grenzen. So sind zB Gore Jacken auch irgendwann durch, oder wenn falsch behandelt, wird die Membrane brüchig oder oder ;)

  • strix, bedingt gebe ich Dir Recht! Vor allem Feuer ist der Tod einer jeden Tex-Jacke. Mechanisch konnte meinen Kitteln bis jetzt nix etwas anhaben.


    Ansonsten sind meine, teils 20jährigen Jacken aus GoreTex und Texapore zwar etwas in der Atmung eingeschränkt, aber "durch" ist bis heute noch keine! Bei falscher Behandlung geben auch Loden, Leder oder Wolle auf! Selbst im Norwegischen Fjell bei "Schneeregen horizontal" haben mich Tex-Jacken immer trocken gehalten. Natürliche Materialien finde ich absolut klasse...bis dauerhafte und heftige Nässe ins Spiel kommt. Dann vertraue ich eben lieber der Technik. ....aber bloß kein knisterndes Feuer machen... :lol ! Ich sehe Loden, Wolle und Co. bei kürzeren Touren/Ausflügen, am Lagerfeuer, bei trockener Kälte und in Sachen Klimatisierung(unter kommoden Bedingungen) für absolut im Vorteil. Deshalb nutze ich ja auch Beides, HighTech und Naturmaterialien! Gewichtsmässig liegt allerdings Funktionskleidung konkurrenzlos vorne!


    Liebe Grüße
    Lederstrumpf

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  • Ich bin auch "Kleidungshybride", nehme wo es geht Natur und wenn es drauf ankommt tlw. Kunst ("Ist das Kunst oder Natur?" ^^ ). Wie angesprochen lege ich meine Kleidung auf's Zwiebelprinzip aus, und da ist es dann tatsächlich nur ganz aussen bei harten Bedingungen nötig/sinnvoll, auf Tex auszuweichen. Darunter favorisiere ich nach wie vor Wolle. Übrigens habe ich auch reine BW-Stoffe in gewachster Ausführung und bin sehr zufrieden - nur sollte das Gewebe so dicht wie möglich gewebt sein (Ventile-mäßig) - dann geht's.


    @ AJ: 1/8 Harz mit drin, sorgt das nicht erst recht für Steifigkeit? Bzw. klebt das nicht auch? Andersherum: Welchen Effekt schreibst Du konkret dem Harz zu? Würde mich sehr interessieren, da es eigtl. eine naheliegende Idee ist (wg. Wasserdichtigkeit, siehe Birkenrindenkanus...).