Welche Angelbasics braucht man wirklich?

  • Da hier ja einige Angler im Forum sind, meine Frage:


    Was für eine Minimalausrüstung braucht man, um einen Fisch aus dem Bach oder See zu holen?


    Muss es eine Angelrute sein, reicht eine Schnur am langen Ast? Welche Schnur wird gebraucht? Welche Haken? Was braucht man sonst noch?



    Lieben Gruß,


    Westwood

  • Bevor es nun losgeht mit "Kommt drauf an welcher Fisch an welchem Gewässer zur welchen Jahreszeit..." eine grundsätzlich knappe Antwort:


    Um Fisch zu angeln benötigt man grundsätzlich Schnur und einen Haken, ob selbstgemacht oder "mitgebracht" sei erstmal dahingestellt. Aber: Fisch bekommt man damit meist nur unter "Idealbedingungen", also fischreiche und überschaubare Gewässer (Teich, kleiner Bach mit tiefen Senken..) Wenns an größere Ströme geht oder gar an Seen, dann wird man damit nicht weit kommen.


    Nun wird man mit einer Minimalausrüstung auch eher keinen kapitalen Hecht oder eine dicke Bachforelle an Land ziehen, sondern eher kleine Fische wie Rotaugen o.ä. Daher sind die Haken auch eher klein zu wählen. Bevor ich mich aber jetzt hier verstricke zu Deinen Fragen:


    Was für eine Minimalausrüstung braucht man, um einen Fisch aus dem Bach oder See zu holen?


    Schnur und Haken


    Muss es eine Angelrute sein, reicht eine Schnur am langen Ast?


    Es reicht prinzipiell auch ein langer Ast der ausreichend biegsam sein sollte


    Welche Schnur wird gebraucht?


    Je dünner und "unsichtbarer" desto besser, wenn man nicht viel Schnur hat, dann baut man sich am Haken aus der dünneren Schnur ein Vorfach und befestigt dieses mit z.B. dem Inneren von Paracord. Raufische können die Schnur durchbeißen (müssen es aber nicht) da setzt man Vorfächer aus Draht ein.


    Welche Haken?


    für den Survivalfall: Möglichst kleine, da man leichter viele kleine Fische fängt als wenige große


    Was braucht man sonst noch?


    "Brauchen" ist relativ... zum waidgerechten Töten benötigt man Schlagholz und Messer...



    Nach "oben" ist da natürlich keine Grenze gesetzt... will man am See Fisch fangen... will man Grund- oder Posenfischen... Herrjee.... da gibts ne ganze Industrie :lol



    Ich würde unterm Strich sagen (Unter der Prämisse "Bushcraft und Survival"):


    Schnur, Haken, Messer


    Alles andere findet sich


    (das bezieht sich jetzt aufs Thema "angeln"... Freilich gibts noch die Methoden des Speerens, des Handfangs, Einsetzen von Fischfallen usw usw)

  • Ok, dünne Schnur und kleine Haken.


    Und jetzt die entscheidende Frage: wie überredet man die Fische dazu, dann auch in den Haken zu beißen???



    Lieben Gruß,


    Westwood

  • DAS ist das Kernproblem beim Angeln :lol Im Idealfall nimmst Du als Köder das, was die Fischlein auch so fressen. Kleine Insekten eignen sich sehr gut, aber auch mit einem kleinen Blatt das durchs Wasser taumelt KANN man Glück haben. Wenn Du schon einen Fisch hast, dann funktioniert auch die Leber oder das Herz ganz gut als Köder. Ansonsten muss man ausprobieren: der Köder sollte auffällig sein, und nicht "fremd" riechen. Raucher haben daher eher schlechtere Chancen einen Fisch zu angeln :lol Man kann auch aus Blech oder Schlüsselanhängern kleine Blinker improvisieren, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Schau Dir einfach einschlägige Online-Shops an und guck Dir die Köder an. Wenn ein Gummi-Jig funktioniert, warum also nicht auch etwas aus der "Haribo-Colorado"-Tüte?


    Da ich mich nun aber ins Reich der Spekulation begebe weil mir da die Erfahrungen fehlen halt ich jetzt die Klappe :zensiert


    nur soviel sei gesagt: Bei jungen unerfahrenen Fischen die mit einer Angel noch nie in Berührung gekommen sind reicht der blanke Haken. Aber das funktioniert nur am Angelteich und nicht in der "Natur" :)

  • Als Köder eignet sich eigentlich alles tierische Material, das du so finden kannst. Insekten gibt es fast zu jeder Jahreszeit irgendwo. Würmer sind leicht unter Steinen, größeren Holzstücken oder Moos zu finden. Wenn du sie nicht gleich selber verspeisen willst, sind es mit die besten Köder. Ansonsten eignen sich Grashüpfer, Fliegen ond sonstiges kriechendes und fliegendes Getier. Gute Erfahrungen hab ich auch mit Köcherfliegenlarven gemacht. Kleine Tierchen, die noch leben und sich bewegen bieten zu dem aromatischen Reiz natürlich noch den optischen Kick. Köder aus Schlüsselanhängern etc. zu improvisieren, halte ich für Survival-Theorie, die nur in den seltensten Fällen funktionieren wird.


    Im Sommer, wenn die Fische dicht unter der Wasseroberfläche stehen, kann das Oberflächenangeln erfolgreich sein. Da reicht dann wirklich nur Stock, Schur und Haken. Ansonsten kannst du mit einer kleinen selbstgebauten Pose (dafür reicht ein Segment von nem Schilfhalm) die Effektivität steigern, da du besser auf den Anbiss reagieren kannst.


    Zum professionelleren Angeln, rate ich zu höherwertiger Ausrüstung. Schließlich kauft ihr euch ja auch Messer für hunderte Euros ;)

  • Quote

    Ansonsten kannst du mit einer kleinen selbstgebauten Pose (dafür reicht ein Segment von nem Schilfhalm) die Effektivität steigern.


    Ähmm.... was bitte ist eine Pose?

  • Zum professionelleren Angeln, rate ich zu höherwertiger Ausrüstung. Schließlich kauft ihr euch ja auch Messer für hunderte Euros

    Du, da wirst du dich wundern! Es gibt zwar Foren, wo ein superteuer Messer quasi Pflichtaustattung ist um ernst genommen zu werden, aber hier geht es eher darum, was man mit dem Messer kann!


    Ich werde jedenfalls bestimmt nicht mit einer aus dem Rucksack schauenden Angelrute durch den Wald laufen.



    Lieben Gruß,


    Westwood

  • Das mit dem Messer war doch nur ein Beispiel. Ich gehe trotzdem davon aus, dass viele hier ein höherpreisiges Messer besitzen. Du kannst halt angeln als Survivaltechnik betreiben, da reicht dann der besagte Stock. Wenn du aber mehr willst als nur Improvisieren (vielleicht um mal nen ordentlichen Hecht, Zander, Karpfen oder Wels zu angeln), dann kommst du um ordentliches Gerät nicht drum rum.


    Für kleine Fischchen gibt es einfache Teleskop-Stippruten. Die passen zusammengeschoben in nen Rucksack, sind ohne Rolle zu benutzen und bis um die vier Meter ausziehbar.


    Edith: Ach so, die Schur sollte bei einer Angel ohne Rolle in etwa der Rutenlänge entsprechen, dann handhabt sich die ganze Sache am besten.

  • Edith: Ach so, die Schur sollte bei einer Angel ohne Rolle in etwa der Rutenlänge entsprechen, dann handhabt sich die ganze Sache am besten.

    Ah, ok. Umgekehrt heißt das, dass die Länge der Schnur dann die Länge des notwendigen Stockes bestimmt, oder?



    Lieben Gruß!

  • Quote

    Wenn du aber mehr willst als nur Improvisieren (vielleicht um mal nen ordentlichen Hecht, Zander, Karpfen oder Wels zu angeln), dann kommst du um ordentliches Gerät nicht drum rum.


    Nun, aus Sicht eines professionellen Anglers ist das freilich durchaus richtig. Was mich (und ich denke einige andere hier auch) aber sehr interessieren würde, wäre die Verbindung zwischen den Ansprüchen moderner Angelei und Bushcraft. Sprich: wie improvisiert man möglichst effektiv brauchbares Angelgerät mit möglichst einfachen Mitteln? Ich gehe davon aus, daß wenn das Wissen aus beiden Bereichen miteinander kombiniert wird, auch etwas vernünftiges dabei heraus kommt.
    Immer dran denken: das hier ist eine Bushcraft-Seite. Kaufen kann jeder ;)


    Also ihr Angler - macht doch einfach mal brainstorming!


    *gespannt*
    Ilves

  • Westwood schrieb: Ah, ok. Umgekehrt heißt das, dass die Länge der Schnur dann die Länge des notwendigen Stockes bestimmt, oder?



    Im Prinzip ja. Wobei eine Rutenlänge von mehr als ca. vier Meter schnell unhandlich ist. Bedenke, dass oft Bäume oder Sträucher im Weg stehen, wenn du mit der Rute schwingst.


    Ich habe noch nie in einer Situation den Stock an die Schur angepasst. Immer andersherum. Es ist eh schwierig genug einen leichten, geraden langen Stock zu finden. Ist deine Schnur länger als der Stock, wickel sie einfach an der Spitze ein paar Mal herum, bis sie auf Länge ist.

  • wie improvisiert man möglichst effektiv brauchbares Angelgerät mit möglichst einfachen Mitteln?

    Wie Wildhog oben schon geschrieben hat: am effektivsten wird das Angeln kleinerer Fische sein. Davon gibt es die meisten, sie sind relativ unvorsichtig und können das Angelgerät nicht zerstören.


    Kommen wir zum Gerät. Ich denke, in einer Bushcraftsituation ist die passende Schnur das kritische Element. Mit der Herstellung einer dünnen aber tragstarken Naturschnur kenn ich mich nicht aus. Die Indianer Nordamerikas haben Pferdehaare (vom Schweif) als Angelschnur benutzt. Ob einzeln oder verflochten kann ich nicht sagen. Als nächstes hätten wir den Haken. In Survivalbüchern wird als einfachstes Hakenmodell ein querstehendes angespitztes Hölzchen beschrieben. Wie gut sowas funktioniert, weiß ich nicht. Ich habe selber aus nem Hühnerknochen mal einen einschenkligen Haken mit Widerhaken geschnitzt. Das hat ewig gedauert und die kleinste Größe die ich hinbekommen habe war immernoch fast zwei Zentimeter lang, also zu groß für kleine Fische. Außerdem wurde der Knochen im Wasser weich. Die Rute dürfte das kleinste Problem darstellen. Hasel ist lang, gerade, relativ biegsam und leicht. Wer es etwas dauerhafter und haltbarer mag, kann sich unterständige tote Fichten oder Douglasien in entsprechender Länge besorgen. Die werden dann einfach entastet und zum Trocknen aufgehangen. dann die Rinde ab und man hat ebenfalls einen schönen Angelstock. Bambus wäre natürlich optimal, ist in hiesigen Regionen aber nicht anzutreffen. Der Nachteil bei so einer dauerhaften Rute ist natürlich, dass man das sperrige Ding immer mitschleppen muss.


    Achso, das hatte ich vergessen: für den Bau einer hochwertigen Rute eignet sich folgende alte Technik: http://www.youtube.com/watch?v=Z0QXMWcW6J0 In dem Video werden natürlich Maschinen verwendet, aber ich denke das Prinzip wird klar. Die Bauart stammt aus einer Zeit, als es noch keine Maschinen gab. Es sollte also irgendwie möglich sein, so ein Ding selbst zu bauen. Wer das schafft, vor dem verneige ich mich ehrfürchtigst.

  • HIer etwas von meinem Senf:



    Angeln mit einer Dose oder anderen runden sachen (auch ein Ast funktioniert wunderbar):
    im prinzip wird ein runder Gegenstand als Rute und als Rolle verwendet
    hiermit kann mit einem klassischen Schwimmer-(gewicht)- Köder Aufbau
    wie auch das Grundfischen und auch das angeln mit Kunstködern betrieben werden
    ich spare mir eine weitere beschreibung und verweise auf Joe Vogel
    http://watch?v=lXFgaqoVsLY&feature=relmfu


    Stippfischen:
    Stippfischen bedeutet, ich nehme einen Stock und binde an die Spitze eine Schnur mit haken und köder, ich halte die schnur ins wasser, warte bis etwas angebissen hat und heble den Fisch mit der Angel aus dem Wasser.


    Rutenlänge: wird von 2 Faktoren bestimmt, einmal ist da die gewünschte Ködertiefe und die gewünschte entfernung in der wir Fischen wollen
    dh wenn wir in einer tiefe von 2,4 meter Fischen wollen dann brauchen wir eine Angelrute mit einer mindestlänge von 2,4 metern ... wenn wir jetzt in einem radius von 2,4 metern um uns herum fischen wollen ist das in Ordnung.. wollen wir weiter hinaus brauchen wir eine längere rute ...


    Schnurlänge: wird von der gewünschten Ködertiefe bestimmt


    Zielfische : eher kleinere Fische wie Köderfischchen oder kleine Friedfische aber auch kleiner Barsche etc


    mehr senf von mir folgt später (keine garantie auf richtigkeit, ist ja nur senf ;) )


    ach und das mit dem querstehenden hölzchen ist nich soo der hammer, erstmal stehen die chancen das der Fisch wenn er von der Schnur abgeht einen quavollen tod stirbt sehr sehr hoch, dann kommt hinzu das du das hölzchen so stabil machen musst das es nicht bricht wenn es quer im maul steckt , was zu einer gewissen mindestdicke führt und dann musst du das ganze noch in dem köder verstecken was uns zu einer mindest ködergröße führt die sehr groß ist ... was dann wieder zu verschwendung von ködermaterial führt und große fische vorraussetzt alles in allem, garnicht praktikabel im BC bereich meiner meinung nach

  • Hallo,


    ich hab dieses Thema gerade erst entdeckt und da fielen mir doch spontan ein paar Dinge ein. Als Vorbemerkung möchte ich noch zu denken geben, dass das Sportangeln, so wie es als Hobby betrieben wird, Survival Technisch vollkommen uninteressant ist, da es zu Zeit aufwändig und zu Materialintensiv ist.


    Bei dem folgenden Text handelt es sich um eine unvollständige Liste von Möglichkeiten die es gibt. Bevor Du eine der beschrebenen Methoden ausprobierst solltest Du erst herausfinden ob sie nach den geltenden Gesetzten auch legal ist, ob Du evtl. Qualifikationnachweise (Fischreischein) und andere Erlaubnisse benötigst um sie aus zu probieren.


    Also zum Thema Angeln in extremen Situationen.


    Das ist nur als Informationsquelle gedacht. Ich bin nicht für Gesetzesverstöße zuständig, nur ihr allein. Haltet die Gesetze ein, einige Techniken sind gesetzwidrig!


    Nun erst einmal ist alles interessant was passiv ist. Energiebewahrung ist Priorität Nummer eins.


    Fischfallen
    Unter Fischfallen packe ich Reusen, Netze die trichterförmig in Strömungen und Gezeitenwechseln aufgebaut werden. Geht auch mit Steinen Holz etc. Reusen wären für mich die erste Wahl. Eigentlich ein geflochtener Korb mit einem Trichter davor. Oder von beiden Seiten ein Trichter, ist aber aufwändiger herzustellen. Die Einlassgröße bestimmen eure Fische.Genauso groß oder etwas kleiner als der Fisch. Die meisten Forellen haben bei mir Handtellergröße oder weniger.


    Für kleine Fische reicht eine PET- Flasche, aber übt den Bau vorher. Am Hals die Flasche abtrennen und in die restliche Flasche reinstecken. Und festmachen.


    Aale sind noch ne andere Nummer, googelt mal Aalreusen. Die Reusen werden ins Wasser gelassen, beschwert und mit Ködern. Die Öffnung gegen die Strömung, oder entlang des Ufers. Hier gilt Location, Location, Location.


    Ufernähe mit Struktur im Wasser ist günstig. Nicht mitten in die Strömung. Zu wissen welche Fische da sind und wie sie leben ist viel wert.
    Entweder ihr lernt vor Ort oder lest vorher Bücher. Oder beides. Wenn ihr das nächste Mal an einem Bach, Fluss, Teich, Weiher etc seid,
    stellt euch diese Fragen. Die sind wichtig.


    Als Köder hab ich bei der PET- Flasche mit Panzerplatten zerkrümmelt gute Erfahrungen gemacht. Getreidekörner, Insekten, Würmer, Hundefutter, Essensreste, Innereien.... Aber niemand will Aas, selbst der Aal nicht. Also braucht ihr auch Nachschub.
    Morgens und abends werden die Reusen kontrolliert und neu beködert.


    Fischreuse


    Aal Reuse


    Castnet
    Wurfnetze, bekannt aus irgendwelchen Airline- Werbungen. Die werden ausgeworfen, am Ende ist das Netz beschwert, ganz oben ist ein Ring im Netz und eine Schnur zum zurück holen. Man wirft es kreisförmig aus, lässt es sinken und wird dann eingeholt. Dabei zieht sich das Netzt zusammen und die Fische werden eingeholt. Hab ich noch nicht ausprobiert aber nur gutes gehört.


    Wikipedia Cast Net


    Trotlines/ Droplines
    Droplines senkrecht, Trotlines waagerecht.
    Ich glaube im deutschen sind das Aalschnüre. Gibt aber keine genaue Übersetzung. An einer Schnur, Innereien der 550er z.B., werden mehrere Angelschnüre mit Haken befestigt. Und beködert. Normalerweise längs im Fluss, ist aber quer auch möglich. Oder am Seeufer in den See, oder parallel zum Ufer. Meine erste Trotline, natürlich nicht in D, war in einem Fluss im Herbst. Stellt euch 30m Schnur vor, mit 30 Angelhaken, beködert und sehr kaltes Wasser. Ich habs echt probiert ohne ins Wasser zu gehen. Ging nicht.


    Morgens und abends kontrollieren und beködern.


    Wikipedia Dropline
    Wikipedia Trotline


    Banklines
    Gibt’s keine Übersetzung.


    Traditionell sind das 2m lange Stecken mit Angelschnur und Haken. Angel wird ausgeworfen und der Stecken ins Ufer gerammt. Alternativ ohne Stecken. Schnur mit Haken beködern und an Ästen oder Wurzeln festmachen. Das sind Grundangeln. Der Köder/ Haken wird beschwert damit er dort bleibt wo er ist. Die Banklines bleiben ohne Aufsicht und alles andere würde wieder zum Ufer treiben.


    O-1mE4HdgZk


    Speedhooks
    Gibt’s keine Übersetzung.


    Kommen vom Militär, und sind als Survivalausrüstung gedacht. Ein Federdraht wird zusammen gebogen und durch einen Auslöser zusammen gehalten. An einem Ende ist Schnur und Haken. Zieht der Fisch, dann springt der Draht auf und setzt den Haken. Einfaches Prinzip und gut.
    Mit den Innereien eines Bungees, Gummispannhaken, etc und etwas Draht sehr gut zu improvisieren.


    US Military Speedhooks


    YoYo Reels
    Jajaja, keine Übersetzung.
    Die funktionieren wie Speedhooks, aber es ist eine Rolle: Ist Schnur runtergezogen worden, arretiert die Rolle und bleibt so. Erst wenn ein Fisch beisst und zieht, rollt sich die Schnur wieder auf. Damit hab ich keine Erfahrungen, aber nur gutes gehört.


    Link zu YoYo Reels



    Angeln
    Wenn eine Angel, dann die von Dave Canterburry.
    Original Bild


    Hier die von Dave:
    GS80MMOAsEU


    Auf einem Stück HT-Rohr wird Schnur aufgewickelt. Das innere des Rohrs dient der Aufbewahrung der Utensilien. Das ist klein, leicht, effektiv und macht Spass. Das wäre mein Survival-Tv wenn alles andere erledigt ist und ich Zeit hab. Ich bevorzuge künstliche Köder, weil es mir sonst zu langweilig wird. Aber es gibt Situationen wo ich sofort auf Würmer wechsel. Für Würmer hab ich noch ein schönes Hakenprinzip aus den USA. Und zwar Ganghooks. Eine Schnur hat 2 Hakenpaare.


    Link zu GangHooks


    Ein Hakenpaar dient einem Wurm, dass heißt es gibt keine zu grossen oder gefummel mit nur einem Haken. Natürlich kann auch anders beködert werden. Und ich kanns selber machen. Mit Powerbaits z.B. ( künstlicher Teig, vor allem für Forellen gemacht, in allen Formen und Farben)


    Link zu PowerBait


    Speere und Pfeile
    Ich glaube, dass effektivste der aktiven Maßnahmen. Es gehört Übung dazu, die Lichtbrechung zu berechnen. Es gibt viele Varianten von Spitzen, findet selbst raus was euch gefällt und passt.


    Wikipedia zum Thema Speerfischen


    Neben Pfeilen von Bögen oder Slingbows und Speeren, gibt es noch die Hawaaian Sling.


    Wikipedia Polespear
    Wikipedia Hawaiian Sling


    Am Ende eines langen Speeres wird ein Gummi befestigt. Man hält das Gummi fest und zieht es den Schaft runter. Kommt der Fisch wird der Schaft losgelassen und schleudert nach vorn. Bei allen Spitzen gilt: dünn, scharf, hart. Viele feuergehärtete Spitzen weichen schnell auf.
    Auch bei einigen Bogenfischvideos auf Youtube, wird der Fisch getroffen, aber der Pfeil prallt ab. Oder geht nicht tief genug bis zum Wiederhaken.


    Mit Taschenlampe auch effektiv.


    Einen kleinen Tip hab ich und zwar sind das Fischlöcher ( Fish holes). Ein totes Tier wird mit Draht umwickelt, und über eine seichte, sandige Stelle gehängt. Fliegen setzen, Eier, Maden fallen ins Wasser... Funktioniert nicht im Winter.


    Equipment:
    Draht und Kabelbinder sind sehr effektiv beim Reusenbau. Auch eine Nylonstrumphose. Oder Hühner- und Kaninchenzäune. Kein Witz.


    Pfeilspitzen kann man günstig erwerben und wiegen nix...


    Für Trot- und Banklines gilt, möglichst viele Haken und Schnur ins Wasser zu kriegen. Für Trotlines braucht ihr auch ne Hauptschnur, die genug trägt. 2 oder 3mm ist am besten, wegen des Handlings. Eine handvoll Wirbel sind auch sinnvoll um die Angelschnüre an die Hauptschnur zu befestigen, ersetzen etc.


    Schnur gibt es geflochtene und Monofilamtent- Schnüre. Und es gibt Millionen von Arten. Mein Favorit ist Invisi-Braid Spiderwire, ca 8 Kragkraft. Nun geflochtene sind dünner bei mehr Tragkraft, geben aber weniger nach. Das Gewicht hab ich gewählt, da bei Bank oder Trotlines
    die Schur stark beansprucht wird. Ausserdem kann ich damit nähen etc. Die Marke nehm ich weil sie nervenschonend ist. Die verwickelt sich nicht, hat kein Memory, wie ein Stahlseil.


    Als Haken für Survival nehm ich nur Circle hooks. Das sind die die kommerziellauf den Trollern benutzt werden. Der Haken ist vorne nach innen gebogen, die Haken selbst. Der Anschlag um den Haken zu setzen entfällt. Bei der 30 Haken Trotline im Winter waren diese Haken auch ein Problem Zwinkernd Ich nehme nur Mustad oder Gamakatsu. Das sind Markennamen, das ist gute Qualität. Bei Mustad heißen die Demon Circle und bei Gamakatsu Octopus Circle. Hakengrößen sind wie folgt: je größer die Zahl um so kleiner der Haken. Ab 1 gibt es dann 1/0, 2/0 etc. Ich habe viele kleine Haken, 14er, 16er etc. Mit kleinen Haken kann man auch große Fische fangen. Ist nur nicht gern gesehen.


    Eine Überlegung ist einen sehr großen Haken mitzunehmen, als Gaff


    Für Hechte nehm ich auch Stahlvorfächer mit. Damit die Schnur nicht durchgebissen wird. Vorfächer gibt es der vollständigkeitshalber noch die Hard Monofilamente. Die sind relativ zäh, durchsichtig und finden immer mehr Anhänger.


    Dazu sollte man sich noch ein paar Angler Knoten aneignen.

  • Ich hatte das Glück als ich vor 25 Jahren mit dem Angeln anfing das ich niemand hatte der es mir beigebracht hätte ;)


    Dadurch habe ich etwas unübliche Methoden entwickelt. Eine davon betreibe ich auch heute noch recht erfolgreich an kleineren Flüßen. Normalerweise benutze ich dafür eine Stipprute aber es geht auch mit einem sehr langen Weidestock. Ich brauche nur Schnur , einen Haken und wenn vorhanden ein kleines Klemmblei. Man sucht sich eine Stelle im Fluß / Bach wo er sich verengt und die Strömung schneller wird. Der Köder wird oberhalb in die Strömung gelassen und in der gleichen Geschmindigkeit wie die Stömung stromabwärts geführt. Wenn die Reichweite zuende ist den Köder wieder aus dem Wasser heben und von vorne beginnen. Wichtig ist das man sich etwas versteckt. Ideal ist ein Baum an der Stelle an den man sich anlehnen kann. Mit dieser Methode habe ich schon Döbel bis 3 Kilo gefangen weshalb ich auch keine sehr dünne Schnur nehmen würde sondern ruhig 20er oder 25er Monofil. In der Strömung ist die Schnur für den Fisch eh nur schwer zu erkennen.


    Ich verzichte auch beim Ansitzangeln auf zuviel Technik. Das Fischen mit der "freien Leine" ist meiner Meinung nach am erfolgreichsten da am unauffälligsten. Egal ob toter Köderfisch , Wurm oder Mais , den Köder einfach auf den Haken stecken und ohne Blei (oder höchstens ein kleines Klemmblei mit 1-2gramm) auswerfen und die Rute mit offenem Bügel in den Rutenständer stellen. Da man mit dieser Methode nicht besonders weit auswerfen kann muß man absolut ruhig sein. Die Methode funktioniert aber sehr gut.

  • Da ich fuer Jagt und Angel Zeitschriften schreibe, mich durchs Jahr auf diversen Jagt & Angel Messen rumtreibe und Seminare abhalte, im durchschnitt pro Jahr etwa 100 Tage Angeln gehe und 150 Tage Jage nehme ich an das ich mich als "Professioneller" beschreiben kann. Darueber hinaus um etweige Zweifel zu beseitigen werfe ich ein Blick rechts hinter meinen Schreibtisch und sehe da zwei grosse Schraenke vollgestopft mit Angleruten und aufeinander gestappelte Boxen gefuellt mit allerlei Haken, Leinen und Spulen in jeder Machart, zig Varianten von Koedern, Loeffeln, Wobblers, Spinners, Flashers sowie jede art von Plastic Nachahmungen vom Fish ueber den Frosch bis hin zur Heuschrecke und Fliege. Es Grenz an puren Wahnsinn was sich da angesammelt hat ueber die Jahre.


    Das schlimme ist das ich das meiste davon auch noch mit schleppe an meinen Angel Ausfluegen. Zum Glueck habe ich ein grosses Boot wo ich den ganzen Kram verstauen kann...well fast alles. :)


    Wenn ich aber an einen laengern Trip in den Busch gehe wo Fischen nicht mein Haubtziel ist lasse ich all das Zeug zu Hause und begnuege mich mit einer leichten leine, etwa 150 Meter, die auf einer kleinen Spule aufgerollt ist. An der leine ist ein kleiner Haken befestigt und ein Gewicht. die ganze Ausruestung finded Bequem Platz in meiner Jackentasche. Als Koeder benutze ich was auch immer ich vor Ort finden kann. Das koennen Heuschrecken sein oder Wuermer sowie alles moegliche Kleingetier das ich unter Steinen im Bach, Fluss oder See finden kann. Mit dieser minimal Angler Ausruestung fange ich genau so viele Fische wie mit all meiner "Professionellen" Ausruestungen, nur kann es halt etwas laenger dauern bis ein Fisch anbeisst weil ich auch das Echolot zu Hause lasse sowie alle Fisch anlock Aromen.


    Wie beim Jagen so bin ich beim Angeln davon ueberzeugt das nicht die Ausruestung Fische faengt sondern der Angler.

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.


  • hier mal eine Anregung wie ein Miniset aussehen KANN (nicht muss .. habe da fast schon etwas viel drinnen )



    liebe grüße
    Stefan

    So sieht meine Bushcraft Angel Ausruestung auch aus aber ohne Koeder, die lasse ich zu Hause.
    [ironie]Hast du mich gefragt ob du mein System kopieren darfst. :) :)[/ironie]

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
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