Anschaffung eines Kanus

  • Sali Waldläufer


    Ich habe im Sommer ein Kanu gekauft und suchte auf die gleichen fragen Antworten. Antworten habe ich bei einem Kanukurs von http://www.lacanoa.com/ gefunden.
    Zuerst einen Grundkurs in stehendem Gewässer, im Frühling mache dann noch einen Kurs im Fliessgewässer auf der Thur in Andelfingen. Der ist auch von La Canoa.
    Bei La Canoa kannst du die Kanadier ausprobieren, bereits wärend dem Kurs. Ich finde das ist das mindeste was man machen soll um auf Fliessgewässern zu fahren.


    Wenn es ein bisschen wärmer ist können wir auch mal zusammen ein bisschen paddeln, dann kriegst schon mal einen Eindruck. Aber nur auf dem See, vor dem Kurs getraue ich mich nicht auf den Fluss. :)


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Besten Dank für den Feedback - das hört sich doch vernünftig an, bzw. ich komme gerne auf dein Angebot zurück und ich werde mich mal auf der Seite schlaumachen.


    Nat

  • Na endlich kann ich auch mal meinen Senf dazugeben :lol


    Meine Maus und ich sind dieses Jahr in Schweden gewesen und haben eine einwöchige kanutour gemacht. Vorher habe ich mich natürlich sehr gut informiert, da wir auch absolute Frischlinge gewesen sind. Überall im Internet hat man von den Linder INKAS Alu-Kanus gelesen. Ich suchte uns dann auch ein Seesystem aus, das einen Verleih mit den Linder INKAS am Ufer hatte.


    Die Verleihkanus waren schon tierisch geschunden (Tiefe Schrammen und ziemlich verbeult) aber uns wurde versichert das die Kanus nie untergehen würden und das selbst wenn mal Wasser durch die Vernietung eindringen würde, wir genug Zeit hätten um zum Ufer zu gelangen. Und da wären ja auch noch die Schwimmkörper vorne und hinten. Am Anfang ist es was wackelig gewesen aber wenn man sein Hinterteil mal was entspannt hat, gehts ganz leicht! ;) Wir hatten ein 525er und haben es mit Ausrüstung, Feuerholz usw usw beladen aber sind nie angrenzend an die Tragfähigkeit gekommen und das Kanu war immer noch super zu manövrieren.


    Was auch toll ist, ist das man so ziemlich jedes nur erdenkliche Zubehör für die Kanus bekommt. Von Schwimmkörpern für Angler bis zu Segeln ist einiges drin und die Kanus sind auch motorisierbar. Hier ein paar Beispiele -->Klick <--


    Die Linder Kanus sind absolut nicht billig aber dafür bekommt man wirkliche Qualität! in Schweden fahren fast nur INKAS rum ;)
    Kannst dir ja mal die Herstellerseite anschauen: -->Klick <--


    Falls Du noch Fragen hast zu unseren Schweden Trip, frag ruhig ;)

    Liebe Grüße


    Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen! (Benjamin Franklin)

  • Hallo Waldläufer,


    du solltest bei der Materialwahl vom Einsatzgebiet ausgehen. Wenn du nur offene Gewässer See o. gr. Flüsse befahren willst ist Holz natürlich sehr edel aber auch teuer.


    Bei Kleinfluessen mit evtl Grundberuehrung und anlanden an Kiesbänken/ Stränden wuerde ich laminiertes Glas/ Kohlefaser vorziehen. Relativ unempfindlich,wartungsarm und im Falle eines Falles reparierbar.


    Wenn es nahezu unzerstörbar sein soll für wildwasser und sehr schroffer Behandlung ist PE die richtige Wahl. Pe ist aber auch am schwersten und ist nicht so steif was die Gleiteigenschafften im Wasser verschlechtert.


    Die Alu Kanus mag ich pers. nicht so sehr sie sind zwar sehr robust weswegen sie sehr gerne im Verleih genommen werden aber auch kalt und laut.


    Gruß ODU

  • Dir soll geholfen werden. :)


    Möchtst Du ein neues oder ein gebrauchtes Boot. Ich schlage Dir vor ersteinmal ein gutes Gebrauchtes zu kaufen. Nicht mehr als 400-500 Euro ausgeben. Da bekommst Du schon was für Dein Geld.


    Ich empfehle Dir das Trapper 500 von Lettmann. Es erfüllt alle von Dir angesprochenen Kriterien. Dieses Boot wird gerne von Verleihern benutzt, weil es ein guter Allrounder, der leicht zu mannövrieren und zudem noch stabil ist. Das Boot hat eine ordentliche Zuladung, so dass Du mit Deiner Familie und Gepäck hineinpaßt.


    Falls Du Spass an der Paddelei findest, kannst Du dann immer noch auf einen Holzkanadier(ich baue sowas hin u. wieder) oder für Urlaube weiter weg auf ein Faltboot umsteigen.


    Laß aber die Finger von Luftbooten.


    An die NRWler hier, wenn ihr mögt, gehen wir mal zusammen paddeln. Boote, Paddel alles vorhanden. Kost nix. Fühlt Euch eingeladen. Ruhr, Lippe, Lenne.

  • Aus mehreren Gründen:


    Sie sind in aller Regel sehr sehr langsam. Nicht dass ich es eilig habe, aber die Dinger gehen echt nicht. Zuviel Arbeit für wenig Strecke.


    Man sitzt meist mit dem Hintern im Wasser. Sie sind häßlich. Finde ich zumindest. Mir gefällt der Gedanke nicht in einem Teil zu sitzen was aussieht wie ein riesiger Dickdarm. Ich bin doch nicht bei Legoland.


    Allzu stabil bei Grundberührungen sind sie auch nicht.


    Irgendwie sind Luftboote nicht Kanu. Ich kanns schlecht beschreiben, aber mir fehlt da der ästhetische Gedanke. Bei einem richtigen Kanu wird das Wasser lautlos und gefühlvoll zerschnitten und nicht an die Seite geplatscht. Es läuft halt.


    Zum Thema Kursus: Waldläufer, kauf Dir Dein Boot, setz Dich rein und paddel los. Vielleicht ließt Du vorher ein Paddelbuch oder siehst Dir dazu ein paar Seiten im Netz an und gut iss. Auf ruhige Flüssen und Seen wird das schon gehen. Bootsbeherrschung kommt dann von ganz allein. Wenn Du irgendwann Lust verspürst einen Kurs zu besuchen, mach das. Schaden kann das nie.


    Wenn man überlegt wieviel Unbedarfte ihr Boot beim Verleiher mieten und nach kurzer Einweisung lospaddeln...Unfälle passieren da eher selten bis gar nicht.

  • @Ruhrpottasi - Warum keine Aufblasbaren, wie von Grabner etc.?


    Ich fahre selber ein Seekajak und kann zum Thema Kanu (vermutlich ist ein Canadier gemeint) nicht soviel beitragen.


    Mein bester Kumpel hat ein Gumotex Scout (ziemlich ordentlicher und günstiger Nachbau vom Grabner Adventure). Das Ding ist für gemütliche Paddeleien auf ruhigen Seen und Flußfahrten mit 2 Personen und Gepäck oder 3 Personen auf einem Tagesausflug richtig gut. Alleine auf einem See mit Wind ist es aber sauschwer, einen guten Kurs zu paddeln.


    Ich würde mir beim Erstkauf auf jeden Fall was Gebrauchtes holen (habe ich im Kajak-Bereich schon zweimal gemacht). Die Dinger kriegt man meist ohne Wertverlust wieder verkauft, wenn man feststellt, dass man doch was Anderes braucht.


    Die eierlegende Wollmilchsau gibt es sowieso nicht!


    Grundsätzlich solltest du dir zunächst mal die Frage stellen, ob es ein festes Boot oder was Faltbares (oder Aufblasbares) sein soll.

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Smeagol hat recht. Die eierlegende Wollmilchsau gibts nicht, aber wenn man Kompromisse eingeht, wird man schon was richtig Gutes finden. Wie schon geschrieben favorisiere ich für diesen Zweck den Trapper 500. Ahnliches gibt es auch von anderen Firmen. Wichtig ist ein halbwegs gerundeter Boden (wg. der Endstabilität), ein gerader Kiel (wg. der Spurtreue) und gerundete aufgeholte Enden ( wg. Mannövrierfähigkeit). Diese drei Kriterien müssen zueinander passen und im richtigen Verhältnis stehen. Dann wirst Du viel Freude mit dem Boot haben. Ist beispielsweise der Kiel gerade und lang und die Enden gehen schnell nach oben, ist dieses Boot eher für Seen geeignet, weils sich schlechter drehen läßt. Fährt man wilderes Wasser sitzt man am besten in einem Boot was von der Seite aussieht wie eine Banane. Das dreht dann auf der Stelle.


    Faltboote sind gut aber auch gebraucht sehr teuer und klar kann man mit einem Luftboot auch paddeln. Sogar den Yukon runter. Da gibts einen Bericht drüber, aber die Dinger sind weder Fleisch noch Fisch.


    Ich rate zum Festboot.

  • Wir benutzen seit Jahren Kanus von Ally, vorher habe ich einige Touren mit Festkanadiern von Gatz gemacht. Der große Nachteil der Festkanadier ist oftmals das bleischwere Gewicht. Wir fahren meist auf großen Seen in McPomm oder Schweden. Dort hat sich unser Ally Explorer 18,5 bestens bewährt. Das Boot wiegt nur 22kg bei über 6 Metern Länge. Die Boote sind sehr stabil und dazu kann man sie einfach im Kofferraum verstauen ( Klausicherheit, Spritverbrauch, höheres Tempo bei Anreise ). Der Explorer hat noch den entscheidenden Vorteil sehr flach gebaut zu sein und somit extrem schnell zu laufen. Meine Frau ( 1,57m ) und ich fahren regelmäßig Festkanadiern mit diesem Boot auf und davon, ohne uns großartig anzustrengen. Paddeln wir stramm, kommen wir gut auf langsames Seekajaktempo, obwohl dieses Boot mit allem Gerödel für 2 Wochen und Kind beladen ist.


    Hier noch zwei Vids von mir mit dem Boot, falls ihr lust zum Anschauen habt:


    http://www.youtube.com/user/ja…e=mhee#p/u/11/zdW6uJS3IPo


    http://www.youtube.com/user/ja…e=mhee#p/u/55/-U-tOJp6NWc

  • Tja, wenn das alles so einfach wäre, hätten wir auch schon ein Kanu.


    Ich denke, es kommt in den meisten Fällen gar nicht darauf an, ob das Boot besser auf ruhigem oder fließendem Gewässer fahren soll, zumindest nicht hier in Mitteleuropa, sondern wie man es transportieren kann und ob das für das Team, die Familie machbar ist.


    Zwar ist es schon richtig, dass ein Kanu, welches viel Zuladung aufnehmen kann, breiter ist, dadurch nicht so wendig aber kippstabil und andersherum ein Kanu, welches sich gut manövrieren läßt und schneller fährt, an Stabilität abnimmt und weniger Gepäck aufnehmen kann.


    Daher sind die ersten Fragen: wieviele Leute werden mitfahren und wie lange sollen die Haupttouren sein? Es ist ja klar, dass man für eine zwei-Tagestour ganz anders planen kann, als für eine mehrwöchige Tour, bei der man zwischendurch keine Zivilisation mehr sieht.


    In meinem Fall ist die Transportfrage immer die schwierigste. Mit einem Bootswagen läßt sich eigentlich jedes Kanu ziemlich gut zum nächsten Auto, Hänger und sonst was transportieren, nur: wie weit ist das von der Aussteigestelle entfernt? Und wie bekommt man entsprechendes Fahrzeug an die Aussteigestelle?
    Daher haben wir uns ebenfalls mal bei Ally umgeschaut. Die Dinger sind schon toll und zusammengepackt sehr gut zu transportieren, theoretisch. Aber unser Wunschkanu wiegt nun mal auch 20Kg. Die kann ich nicht auf längere Zeit schleppen! Aber: wenn mein Mann das Kanu trägt, müsste ich dann Isomatten, Zelt, Schlafsäcke, Klamotten, Kocher, Geschirr, halt alles alleine tragen, was auch nicht geht. Am besten noch mit dem Kind auf dem Arm ...
    Also ist das Ally für uns nicht praktikabel, vorallem wenn man sich mal die Preise anschaut...
    Alle anderen Boote sind auch kaum handhabbar, zumindest solange unser Sohn seinen Kram nicht selber tragen kann. Daher warten wir noch mal etwas ab.


    Ich mutmaße mal, dass sich sämtliche Kanus qualitativ nicht deutlich unterscheiden, mal abgesehen von bestimmten Eigenschaften. Die kann man versuchen mal vorher zu testen, z.B. auf der Globeboot. Ob es so was auch in der Schweiz gibt, weiß ich nicht...
    Die Termine 2012 stehen allerdings wohl noch nicht fest!


    Bei uns jedenfalls kann man am Langener Waldsee so gut wie alle Marken und Modelle testpaddeln.