Allwetterzelt für viel Regen und Wind

  • Hey,


    womit ich seit zwei Jahren glücklich unterwegs bin ist das hier: http://www.amazon.de/High-Peak…lblau-11428/dp/B001TJGRM6
    bisher bin ich immer trocken geblieben.
    Wobei man sagen muss, dass ich eher früh bei 178cm aufhöre und das Fußende vom Zelt bei etwas mehr Körperlänge schon früh in Kontakt kommt. Gute Heringe sind auch nicht dabei, aber die hatte ich eh noch nie bei einem Zelt direkt dabei, dafür hat man in der Apsis einen eingespannten Boden und einen Umlaufenden Schmutzstreifen.
    Auch bemerkenswert ist die Tatsache, dass es tatsächlich ohne 7 3/4 Jahre langes Training wieder in seine Hülle passt.
    Hat dieses und letztes Jahr mehrere heftige Regenfälle und Hagel ohne Probleme mitgemacht.


    Joa hoffentlich hilfts ^^


    Grüße vom Stifti


  • Was willst du mit dem Zelt den machen? Wird es hauptsächlich im Auto transportiert oder soll es auch über größere Strecken mittels Muskelkraft bewegt werden. In diesem Fall sollte man immer einen Blick auf das Gewicht werfen.


    Grundsätzlich ist die Wahl schon mal nicht schlecht. Bei längeren Aufenhalten im Regen ist eine große Apside Gold wert. Auch die Tatonka Alaska Zelte sind Klassiker mit einer reichen Ausstattung, dafür aber etwas schwerer. Sofern man wirklich immer zu dritt unterwegs ist geht das Gewicht aber in Ordnung.


    Immer eine Alternative sind die Zelte von Rejka mit einem sehr guten Preis/Leitungsverhältnis, also etweder das Antao III oder die lightversion davon, wobei diese auch schon deutlich beengter wird.


    Nicht nur falls man sehr groß ist sollte man sich auf jeden Fall das Outpost von Wechsel anschauen. Sein asymetrisches Innenzelt ist ein Alleinstellungsmerkmal

  • Alternativvorschlag, kategorie "besseres fürs gleiche Geld": Bergans Compact light 3. Deutlich leichter, besseres Material (Silnylon), gute Details, gute Belüftung, gute verarbetung, etwas kleiner, ähnlicher Preis. Ich habe ein kleineres Modell (Compact 2 light) und bin damit auch bei Sturm und Sauwetter ziemlich zufrieden.


    Genial ist auch der Service von Bergans, die haben mir ohne mit der Wimper zu zucken einen Ersatzhüftgurt für meinen Rucksack nach Schweden hinterhergeschickt...


    Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
    ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

  • http://www.alexika.eu/winterzelt-tower-3.html


    Habe ich selbst, angenehme Höhe, grosse Apside, recht Windstabiel, recht gute Verarbeitung, relativ günstig....
    Schau dir auch mal auch die anderen Kategorien an.


    Von High Peak habe ich seit 15Jahren ein kleines 1-Mann-Zelt von unter einem kg Gewicht... ein paar mal benutzt, eng, aber brauchbar, wobei ich sagen muss das ich dieses mit einem Poncho kombiniere wenn ich mehr Platz brauche oder für den Rucksack...

  • Hallo


    vielen Dank für die vielen Vorschläge.
    Und Entschuldigung das das Thema verschoben werden musste. Da muss ich mich vergallopiert haben . Sorry.


    Aufgrund der Nachfrage wofür das Zelt genutzt werden soll werde ich mal hier die Karten auf den Tisch legen und gehe mal davon aus mich völlig als Spinner zu outen:
    das Zelt soll einmal als Zelt zum Zelten genutzt werden auch bei völlig beschi....em Wetter.
    Jetzt kommt der andere Punkt der mich ins Abseits katapultieren wird: wir wohnen an einer der tiefsten Stellen in Attendorn ( laut Überflutungskarten in einem höchst gefährdeten Bereich) sollte es nötig werden den Notablass des Biggesees öffnen zu müssen. Von einem Dammbruch wollen wir mal gar nicht reden da sich dann eh Alles erledigt hat.
    Also nehmen wir mal an es wäre noch Zeit um den Notfallrucksack zu greifen und zu flüchten. An dieser Ausrüstung bastel ich schon länger. Was mir nach meiner bescheidenen Meinung noch fehlt ist das Zelt und die Schlafsäcke. Aber Eins nach dem Anderen. Also erstmal das Zelt. Da suche ich eben ein Zelt wo zwei Erwachsene und ein kleiner Futzi von 4,5 Jahren reinpassen . Aber es sollte eben wetterfest sein.
    Sind alles hypothetische Überlegungen und" Worst Case" Szenarien . Das weiß ich. Ich weiß auch das das ein wenig mit Spinnerei zu tun hat.
    Ich bin auch immer davon ausgegangen das der Boden eines Zeltes mindestens 10.000mm WS haben sollte um auch beim Knien dicht zu sein. Bin ich da falsch informiert???Daher lande ich immer wieder beim Tatonka Alaska. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Ich gehe einfach von den genannten Wassersäulen aus. Und da ist das Tatonka laut Angaben unschlagbar. Heißt aber nix da ich evtl. völlig falsch denke.



    Danke nochmal für Eure Hilfe.

  • Ich wüsste nicht, wieso ich das was du schreibst als Spinnerei abtun sollte. Du erklärst deine Gedanken und Beweggründe. Sie sind für mich nachvollziehbar. Ich finde es nicht verwerflich sich einen Rucksack zusammenzustellen den man im Notfall greifen kann. Ob nun wegen Wasser oder einer X-Beliebigen anderen Bedrohung ist es doch schon mal auf keinen Fall eine schlechte Idee vorbereitet zu sein. Und irgendwie glaube ich, so ein kleiner Prepper steckt in viel mehr Leuten als man glaubt und auch als viele zugeben ;) . Nebenbei, ich nutze u.a. ein Vango Banshee 300 und bin damit seehr zufrieden und das bei jedem Wetter.

  • Ich sehe das genauso wie TaunusNiva: "be prepared" heißt einfach "sei vorbereitet"! Nicht mehr und nicht weniger. Was die ganzen Irren aus dem Begriff "Preparedness" gemacht haben, ist einfach ein Auswuchs der modernen (freien) Medienwelt! Ich selber habe auf dem Dorf (Sackgasse) den Sturm Lothar im Nordschwarzwald erlebt. So mit drei Tagen Autarkie, ohne Strom und nur stundenweise Wasser, weil das elektrische gepumpte Wasserwerk zeitweise abgekackt hat! Seit dem bin auch ich einfach "vorbereitet" Ohne Panik, ohne Zombie-Apokalypse usw.! Be prepared heißt für mich einfach Verantwortung für sich selber, Familie und Freunde mit zu übernehmen, im Fall der Fälle. Auf unsere glorreiche Regierung verlasse ich mich schon lange nicht mehr, aber das muss hier nicht unbedingt weiter diskutiert werden.


    Für Deinen Wunsch nach einem Zelt rate ich Dir zu einem guten, sicheren "Bau" mit ausreichend Reserven. Ich hab auf der Hardangervidda in einem Salewa Micra Windstärke 7 abgewettert, aber ein Spaß war das nicht und ich würde das auch nicht nochmal wagen! Mein Schlüsselerlebnis damals: 200 Meter weiter stiegen morgens ein paar Norweger aus ihrem Helsport und grinsten mich beim gemeinschaftlichen Morgenkaffee nur entspannt an! Nach einer Inspektion des Zeltes war für mich klar: Mein nächstes Zelt wird ein Helsport. ...und wenn ich zwei Jahre drauf sparen muss.


    Liebe Grüße
    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Hallo,


    ich habe das Vaude Space 2. Es ist bei mir schon jahrelang im Einsatz und bis jetzt immer Dicht gewesen.
    Das Gewicht liegt so bei ca.3,3 kg.
    Falls es kein neues (wenn es das noch gibt) sein muss, bekommt man auch gute gebrauchte für um die 100,00 Euronen.
    Für 2 Erw+1Zwerg reicht es vollkommen.
    Es besitzt unter anderem 2 Eingänge,falls nur einer genutzt wird nehme ich den anderen als Lager für Rucksäcke,Schuhe,etc.


    Vielleicht wäre das ja was.


    LG: Micha

  • Nochmals danke für die Unterstützung.
    Das Bergans und das Alexika rücken langsam aber sicher in den Fokus.
    Wobei ich bei dem Alexika Zweifel habe. Das sei mir bitte gestattet. Und zwar aus folgendem Grund: Selbst mit meinen geringen Kenntnissen über Zelte weiß ich das es von einem Hersteller sehr mutig ist ein Zelt auch für den Wintereinsatz frei zu geben. Da herrschen völlig andere Kondensatbedingungen sobald man unter die Nullgradgrenze rutscht. Physik . Da hab ich wenigstens einigermaßen Ahnung von.
    Aufgrund Eurer vielen Vorschläge bin ich jetzt über das Teil hier gestolpert :


    http://www.amazon.de/Husky-Ext…ywords=Winterzelt+TOWER+3


    Noch niemals gesehen oder von gehört . Das habt Ihr nun davon ^^ ^^ ^^ ^^


    Kann jemand zu dem Husky etwas beitragen?



    Was ich toll finde: das das "Preppen" als auch solches erkannt wurde. Finde ich prima. Kam nix wie : warum soll der Damm brechen ? wie wahrscheinlich ist das? Haste doch eh keine Chance mehr usw. usw.


    Was aber sehr sehr interessant ist: sobald man das "preppen" auch nur anschneidet kommen Begriffe wie von Lederstrumpf:..." Zombie-Apokalypse.." oder auch der Begriff "Mob-Aufstand" irgendwann fast schon zwangsläufig auf den Tisch. Da kann ich Lederstrumpf nur Recht geben: das wird von den Medien dermaßen verkettet das es schon zusammen gehört . Was völliger Quatsch ist . Darüber müssen wir uns aber hier nicht unterhalten denke ich.
    Würde ja auch OT und den Zorn der Admins herauf beschwören. ;)

  • Ich find gut, dass du von dem Tatonka Alaska als Tunnelzelt ein wenig abgerückt bist. Das grundsätzliche Problem aller Tunnelzelte ist - ich hoffe, ich löse jetzt keinen Glaubenskrieg aus -, dass sie aufgrund der Form zur stärkeren Bildung von Kondenswasser neigen. Ich habe selbst eines, das ich deshalb kaum noch nutze. Bei Sonnenschein ist es super, aber sobald es klamm wird, tropft es von der Decke. Nun gibt es ja viele, die damit leben können - mich nervts. Deswegen bin ich zurück zur Kuppel/Iglu und hätte dir aufgrund deiner genannten Anforderungen auch zu einem Geodätzelt geraten, was meiner Meinung nach für das etwaige länger dauernde Abwettern extremerer Wetterlagen das eindeutig passendere Gerät ist. Über das Husky selber kann ich dir nichts sagen, da ich es nicht kenne. Du kannst dir ja mal dieses hier anschauen. Ich kenne es selber aus zweiter Hand sozusagen, weil es sich ein Kumpel geleistet hat und ich mit ausprobieren durfte. Die Wassersäule entspricht deinen Anforderungen und auch preislich sollte es hinkommen.


    Hersteller


    Shop


    Liebe Grüße,
    DW

  • Das stimmt nicht ! Das Alaska ist ein sehr gut lüftbares Zelt, was eben nicht zu kondenz neigt ! :confused Ist ein Nachbau von Hillebergzelten. Tunnel sind sehr Stumstabil, bieten den meisten Platz, sind extrem schnell aufgebaut und gut Lüftbar. Daher verstehe ich Deine Einwände nicht. Habe selbst auch zwei Kuppel/ Geodäten, welches imho nicht besser lüften !

  • Na super. Da hab ich ja was angezettelt. ^^
    Jetzt kann ich mich erstmal mit den Zeltformen genau auseinander setzen und mit den Materialien. ^^ ^^ ^^


    Dieses Zelt finde ich äußerst interessant :


    http://www.amazon.de/dp/B00BEU…ag=m3OEGOo6UTTwg_Lftboi9w


    Aber muss man solche Zelte in dieser Bauform gar nicht abspannen? Also null komma nix? Oder man könnte wenn man wollte? Bitte nicht lachen.



    Nur zur Klarstellung : das Tatonka war nur mein eigener Favorit. Inklusive meiner Unkenntniss. Die Daten(Wassersäule) waren also keine Vorgabe . Nur ein Vorschlag!


    Danke für die neuen Vorschläge.

  • Die richtige Zeltwahl ist genau so ein vielschichtiges Thema wie "das richtige Messer" oder "der richtige Schlafsack"! Bei den Antworten zu solchen Fragen kommen durch die meisten Diskutanten eigene Erfahrungen, eigene Meinungen und sonst was mit in die Diskussionsrunde.


    Wenn ich mir das Anforderungsprofil anschaue (allgemein Zelten und ansonsten noch Notfallunterkunft für 2 Erwachsene und ein kleines Kind) gibt es eine Unmenge an Zelten, die in dieses Profil passen.


    Ich habe in den letzten 35 Jahren (die Zeit der Kindheit lasse ich bewusst aus) beim Campen, Mopedreisen, Kanureisen und Wanderungen Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Zelten gemacht (Tarp, BW-Dackelbude, diverse Baumarktzelte, riesengroße Armeezelte, Tunnelzelte, Kuppelzelte, Geodäten, alles von billig bis hochpreisig).


    Ich kann sagen, dass bislang selbst das billigste Zelt aus dem Baumarkt Stürme und Gewitter unbeschädigt und trocken überstanden hat (vernünftige Absannung vorrausgesetzt). Natürlich nicht über einen Zeitraum von 10 Jahren, aber das muss so ein Ding ja auch nicht.


    Unter dem Aspekt, dass du u.a. ein Notfallzelt für die mitteleuropäische Region sucht, ist ein "Expeditionszelt" nicht wirklich erforderlich. "Expeditionszelte" sind konzipiert für den Aufbau auf freier, knapper Fläche mit richtig miesen Wetterverhältnissen (alpiner Bereich oder im Norden bei Wind, Regen, Eis und Schnee).


    Erstaunlicher Weise schlagen sich Tunnelzelte im hohen Norden schon seit Jahrzehnten recht gut! Richtig zum Wind aufgestellt und abgespannt kann man auch darin gut abwettern.


    Das "Kondensproblem" haben eigentlich allen Zelte, wenn es dauerhaft nass ist und man sich mehr als zum Schlafen im Zelt aufhält oder gar noch in der Apsis kocht.


    Unter dem genannten Anforderungsprofil würde ich in erster Linie auf ausreichendes Platzangebot achten. Auch wenn man selber sehr bescheiden sein kann, können Mitreisende (insbesondere Kinder) unter zu knappen Platzverhältnissen den Spaß an der Freud verlieren.


    Häufig ist es so, dass 2-Mann-Zelte wirklich nur notdürftigen Platz für 2 Mann bieten, 3-Mann-Zelte dann auch nur notdürftig für 3 Mann. Mit Frau und kleinem Kind würde ich eine "Personen-Kategorie" nach oben gehen und ein 4-Mann-Zelt auswählen. Insbesondere wenn deine Entscheidung zu einer Kuppel oder einem Geodäten geht. Bei einem entsprechenden Tunnelzelt kann man einen Großteil des mitgeführten Gerödels in der Apsis lagern.


    Auf einer kleinen Wandertour zu Zweit war mein "2-Personen-Tunnelzelt" zwar so eben ausreichend, mehr aber auch nicht. Da muss man seinen Nachbarn schon gerne mögen. Als komfortables Solozelt aber genial. Bei anderen Zeltkonstruktionen hatte ich auch immer diese Empfindung.


    Hinsichtlich der Thematik "Markenhersteller" oder "Günstiganbieter" möchte ich keine Empfehlung geben. Der typische Unterschied ist einfach, dass Markenhersteller bessere Detaillösungen bieten und hinsichtlich der Materialwahl auf das Gewicht achten. "Günstiganbieter" sind nicht grundsätzlich schlecht, aber ich würde Sonderangebote von Markenherstellern immer bevorzugen.


    In diesem Sinne: Du hast die Qual der Wahl!

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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  • Hallo



    danke für die vielen Anregungen .


    Und mal eben so Nachfragen ergibt immer denselben Effekt(ohne Kritik) wie schon erwähnt wurde : "... das beste Messer..." "...der beste Schuh ..." usw usw. Ich fand die Antworten sehr hilfreich und anregend.


    Danke an die Kameraden hier . Mit weit aus besseren Kenntnissen bzw Erkenntnissen wühle ich mich mal durch den Markt.