Mein "Yukonequipment" + Erfahrungen

  • Da anscheinend größeres Interesse daran besteht, möchte ich hier in diesem Faden kurz auf mein Campzeugs eingehen, was ich auf unserer Kanutour in Kanadamithatte. Ich habe davon keine Detailaufnahmen gemacht, da ich nicht des Gerödels wegen nach Kanada gereist bin sondern eher des Landes wegen :D


    Unterkunft
    Misfit hatte mir das Innenzelt des "Go Lite Shangri-La 1" geschenkt, dieses habe ich als Mückenzelt unterm Tarp (3x3 m von Nordisk, SilNylon) verwendet. Ich hatte noch ein zweites Tarp dabei, das Begadimodell ebenfalls aus SilNylon. Ein Zelt wollte ich aus Platzgründen nicht mitnehmen, auch dachte ich, wenn es drei Wochen regnet ist man mit Tarps etwas besser dran, damit man darunter vernünftig sein Zeug einpacken und sortieren kann. Ich habe das Tarp immer zwischen zwei Bäume gespannt und das Mückenzelt darunter befestigt. Auch bei stärkerem Regen und Gewitter wurde es darunter nicht nass. Würde ich mehr auf offenen Flächen campieren, wäre jedoch wohl ein Zelt meine erste Wahl (Wind!). Das zweite Tarp habe ich nicht gebraucht, würde es jedoch aus genannten Gründen wieder mitnehmen. Eine etwas dickere Bodenplane hatte ich lediglich einmal gebraucht, weil der Boden total staubig war. Aber sie störte nicht im Gepäck und ich würde sie wieder einpacken.


    Geschlafen habe ich auf einer "Thermarest Trail Lite", diese war nur in der ersten Woche bequem, danach sehnte ich mich ganz stark nach was dickerem! Roli war mit seiner Exped Downmat ganz gut aufgestellt denke ich. Ich habe einfach den Schlafkomfort unterschätzt den man auf mehrwöchigen Touren einfach benötigt. Beim nächsten Mal würde ich zu einer anderen Matte greifen. Mein Schlafsack war ein 3-Jahreszeiten-Schlafsack von Mammut mit Kunstfaserfüllung. Dieser war perfekt, den würde ich wieder mitnehmen.


    Bekleidung
    Folgende Klamotten hatte ich dabei (BW=Baumwolle, nicht Bundeswehr...): 1 Hose aus BW-Mischgewebe (FR Barents), 1 Hose aus Nylon (Schöffel, wasserabweisend), 1 T-Shirt aus CoolMax, 1 BW-Shirt, 1 Funktionsunterhemd, 3 Paar Socken (BW), 1 Dreiviertelhose aus Nylon (Jack Wolfsk..), 2 Funktionsunterhosen (Kaikialla) und 1 BW-Unterhose, 1 Trekkinghemd (Funktionsfaser), 1 Trekkinghemd (FR, BW-Mischgewebe), 1 Paar Sandalen, 1 Paar Wanderstiefel, 1 Regenjacke, 1 Regenhose und 1 paar hohe Neoprensocken sowie einen Fleecepulli aus Polartec-Fleece


    Ich habe 1 Shirt zu Hause vergessen... Also: Mit den Funktionsfasern habe ich beim Paddeln gute Erfahrungen gemacht: Sie saugen sich nicht voll mit Schweiss und trocknen sehr schnell. Leider natürlich viele Flecken drin vom Anti-Moskito-Spray, aber das bleibt nicht aus. Für abends im Lager waren die Fjällräven-Sachen super, weil mückendicht (nur leider manchmal eben zu warm) Ich würde beim nächsten Mal ein oder zwei Shirts mehr einpacken, wenn man viel schwitzt ist es angenehmer mehr Wechselklamotten dabei zu haben. Ich habe jedoch auch öfter gewaschen zwischendurch, da zeigten sich auch die Vorteile von Kunstfaser, einfach weil sie ruckzuck trocken waren. Nach dem Waschen waren die Baumwollklamotten jedoch einfach gemütlicher. Einen Tag bin ich mit Baumwollshirt gepaddelt, das hing so klatschnass am Leib, dass es unangenehm unter der Schwimmweste war. Die Neoprensocken waren bei kälterem Wetter (hatten wir nur wenig) in den Sandalen super. Beim Fleece würde ich auch weiterhin nur zu Polartec greifen, weil es sehr leicht, sehr dünn und trotzdem sehr warm und windabweisend ist. Ich habe den Pulli nur zweimal angehabt, aber es hätte auch anders aussehen können, wäre die Sonne mal ein paar Tage hinter den Wolken verschwunden.


    Kochgeschirr
    Als Kocher habe ich den Picogrill dabeigehabt. Ich habe ihn nicht benutzt, weil es überall Feuerstellen gab und wir einen Grillrost in Whitehorse gekauft hatten. Bei Übernachtungen im wilden Lager oder auch wenn wir kein trockenes Holz gefunden hätten, wäre der Hobo jedoch Gold wert gewesen, er ist klein im Packmaß und leicht, ich würde ihn immer wieder mitnehmen. Als Topf hatte ich die 1,6 Liter-Version des Tatonka-Kettle dabei, damit koche ich auch bei uns gern und viel. Auf der Tour habe ich ihn nur zwei- oder dreimal benutzt, weil wir a) einen großen Topf ausgeliehen und b) eine große Pfanne gekauft hatten. Mein Topf wäre für 4 Personen zu klein, zumal wir eine Menge Wasser abgekocht haben. Darin hatte ich einen Aluwasserkessel, diesen habe ich lediglich einmal gebraucht und würde ihn auch beim nächsten Mal nicht mitnehmen, es sei denn ich wäre alleine unterwegs.


    Was ich wieder einpacken würde, wäre mein Snow Peak titanium trek 700-Becher(Topf?). Der ist PERFEKT für eine Nudelmahlzeit oder auch für einen großen Eistee oder ein großes Heissgetränk. Auch habe ich oft den Inhalt meiner Konservenbüchsen darin erwärmt. Wiegen tut das Teil fast nix und es ist praktisch. Essbesteck bestand nur aus einem LMF-Titan-Spork. Viele meckern über das Ding, ich fand, es hat sich bewährt. In mein Kochset passten dann noch eine Tasse, ein Gewürzstreuer, mein Nähzeug und ein Fläschchen Öl, wurde alles gebraucht, kommt also auch wieder mit. Auch ein Schneidbrettchen hat sich als überaus praktisch erwiesen. Als Hülle für das Kochzeug würde ich jedoch was anderes basteln: Die Plastiktüte hat die Tour so gerade eben überlebt, sie hatte schon überall Löcher. Wenn man nur auf offenem Feuer kocht, hat man eben Ruß an den Töpfen, wäre ärgerlich wenn der Rest der Ausrüstung versaut ist. Nicht überall gab es Sand zum Sauberschrubben. Auch die Faltschüssel hat sich als große Hilfe erwiesen, sie diente zum Klamottenwaschen, Haarewaschen, als "Kramkiste" fürs Lager und vieles mehr. Als Trinkflaschen habe ich 2 Nalgene Everyday dabei gehabt, zum Einen konnte ich für den Flug alles mögliche an Kleinkram darin verstauen und zum anderen vertragen die Flaschen kochendes Wasser und man kann sie leicht reinigen. Da gibts nix zu meckern.


    Waschzeug/Erste Hilfe
    In meinem einfachen MilTec-Kulturbeutel hatte ich 2 Päckchen feuchtes Toilettenpapier, einen Nagelknipser, eine Zahnbürste, Zahnpasta, ein Fläschchen "Outdoorshampoo", ein Fläschchen "Outdoorseife", ein Fläschchen "Reisewaschmittel", einen kleinen Spiegel, eine Haarbürste (Für langhaarige Zausels extrem wichtig!), ein Röhrchen mit Bullrichsalz, eine Packung Tempos und Ersatzhaargummis. War perfekt. Nicht perfekt war der Waschlappen von Meru, der trocknete nicht recht und fing schnell an zu stinken. Weiters hatte ich ein großes und ein kleines Mikrofaserhandtuch dabei. Das Große diente bei wärmeren Nächten auch als Unterlage, wenn ich mich nur mit dem Schlafsack zugedeckt habe. Direkt nackt auf der Isomatte schlafen empfinde ich nicht als angenehm. Die Kombi hat sich als für mich sinnvoll herausgestellt. Als Erste Hilfe-Set hatte ich zum Einen im Hauptgepäck ein kleines Täschchen mit Pflastern, Betaisodona, Octenisept, Verband und Kleinzeugs sowie an der wasserdichten Gürteltasche ein kleines wasserdichtes EH-Set mit dem Nötigsten Material. Daran gibt es nichts zu rütteln, auch wenn es nicht gebraucht wurde kommt es selbstverständlich wieder mit.


    "Persönliche Ausrüstung"
    In der Gürteltasche: Reisepass, Geldbörse, Antibrumm, Taschenmesser, Müsliriegel, Feuerzeug, Signalpfeife, Stirnlampe und EH-Set. Zum Messer habe ich ja schon was geschrieben: Für alles hat das Schweizer gelangt, das feststehende würde ich beim nächsten Mal zu Hause lassen und vielleicht noch ein kleineres Schweizer Messer für den Notfall einpacken. Wenn ich doch ein Fixed auf eine Kanutour mitnehme, auf jeden Fall ohne Lederscheide und nicht am Gürtel, da hätts mich gestört. Also wenn dann mit Kydexscheide an der Schwimmweste oder so ähnlich. Beim Paddeln hätts mich einfach gestört, ein Grund warum es im Hauptgepäck blieb. Die Stirnlampe habe ich nicht sehr oft gebraucht, weil es lange hell war, aber auch die ist essentiell und würde immer wieder mitkommen.


    Darüberhinaus hatte ich noch Kleinzeug wie Schnüre, Zeltheringe, ein paar Alukarabiner usw. mit. War alles nicht schwer und hat nicht gestört und ich hab auch alles benutzt. Wenn mir noch was einfällt, ergänze ich es hier die Tage...

  • Ersteinmal eing roßes Danke für alle Berichte - super- alles offen und ehrlich dargestellt - toll. Habe alles mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Danke.
    Zur Ausrüstung - habe ich mich auch schon bei den Berichten gefragt - Wasser?
    Jetzt hast du hiermal geschrieben im großen geliehenen Topf haben wir viel Wasser abgekocht - im Fluß war es ja wohl nicht immer klar- wie habt ihr das mit dem vielen Wasser, das man doch bei der Sonne und Anstrengung mit 4 Personen benötigt gemacht.
    Habt ihr immer soviel gekauft - habt ihr gefiltert - oder gefiltert und gekocht - wie auch immer - Wasser ist für mich immer das Wichtigste.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Wir haben nur gekocht und getrunken. Es hat keine Industrie am Yukon und auch keine Landwirtschaft. Nur abkochen reichte, niemand wurde krank oder hatte deswegen Unannehmlichkeiten mit der Verdauung. Wasser filtern wird total überbewertet, dies ist nur meine Meinung. Bevor man Wasserfilter hatte hielt man sich an die Regel "big bubbles no troubles" ich finde die geht für mich immer noch.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Jetzt hast du hiermal geschrieben im großen geliehenen Topf haben wir viel Wasser abgekocht - im Fluß war es ja wohl nicht immer klar- wie habt ihr das mit dem vielen Wasser, das man doch bei der Sonne und Anstrengung mit 4 Personen benötigt gemacht.


    Im Grunde ganz einfach: Wir hatten immer den großen Topf mit Wasser auf dem Feuer (5 Liter schätze ich). Das Wasser haben wir dann abgekocht und entweder direkt als Tee getrunken oder für den Folgetag abgefüllt. Dass das Wasser nicht immer klar war ist richtig, zum Ende hin war es sogar richtig unklar ^^ Tut aber nur den Augen weh, nicht dem Körper. Außerdem gibts dort hier und da kleine klare Nebenflüsschen. Das trübe Wasser habe ich einfach eine Weile stehen lassen und dann vorsichtig abgegossen. Einen Filter hatte niemand von uns dabei.


    Was ich oben noch vergaß: Ich hatte noch ein kleines Fiskarsbeil und eine Fiskarsschiebesäge dabei. Das Beil haben wir kaum benutzt und ich würde es auch weglassen. Wenn überhaupt - und da muss ich Roli völlig recht geben - sollte man eine große Axt einpacken. Aber auch die hätten wir prinzipiell nur auf dem Campingplatz brauchen können um die Holzscheite dort zu spalten ^^ Die Säge hingegen war sehr oft im Einsatz und sie wiegt auch nicht viel.


    Zum Transport: Ich hatte alles in einem Ortliebsack mit Rollverschluss. Dieser war nicht dicht! Nachdem das Boot vollgelaufen war, haben wir das gemerkt. Ich würde mich also darauf nicht mehr verlassen, sondern mich nach einer Alternative umschauen.

  • Hallo Stefan,
    das Tarp mit Nest, das habe ich im letzten Jahr mit Tunus und Hexe getestet, das ist ne Knorke Sache. Isomatte gehe ich voll Dacord, erst wenn man sie vermisst, weiss man was man dran hat. Fleece finde ich sehr genial für so eine Tour. Im Rucksack hab ich nur Primaloft, aber wenn man aus dem kalten Wasser oder fröstelnd vom Waschen kommt und in einen Fleecepulli schlüpft, das ist zu genial!
    Ich würd einiges zwar auch anders machen, aber nicht weil es besser ist, sondern gewohnter. Und vergleicht man die Erlebnis - Ausrüstungs Ratio, warst Du ultralight unterwegs!

  • Wie hat sich das AntiBrumm geschlagen (hilft bei mir garnicht)?
    Was nutzten die anderen gegen die Blutsauger?
    (Baby-Öl mit Diesel... Nikotin... DEET...)
    Die Mücken kommen problemlos durch ein T-shirt + Unterhemd durch.... und die Moskitonetz-Jacken... iergendwo liegen die auch am Körper an (aber gegen Elchlausfliegen sind sie gut).


    Danke im Vorraus
    Gruss

  • Was nutzten die anderen gegen die Blutsauger?

    Ballistol Stichfrei Pumpspray 100ml reichte eine Woche. Danach hatte es weniger Mücken und ein Pumpspray reichte für zwei Wochen.


    Ich hatte zu Hause die Kleider mit No Bite Verdünner behandelt. Das schien mir nicht so viel genützt zu haben. Die Mücken sassen trotzdem auf meinen Kleidern und dem Mückennetz. Dazu muss ich noch sagen, wenn Stefan in der Nähe war hatte es viel weniger Mücken bei mir. :)
    Nochmals vielen Dank an Stefan, dass er sich so aufopfernd um die Mücken kümmerte. ;)


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Grins....dazu fällt mir ein:
    Oiner isch emmer dr Arsch, ond woiss ed mol worom....
    Einer ist immer der Arsch, und weiss nicht mal warum


    Bei den ganzen Anti-Mücken-Produkten denk ich immer: Wissen die das auch dass das hilft? Manche anscheinend nicht, und ich will mir ungern ein Schild Biohazard umhängen, nur weil ich sämmtliche chemischen Keulen benutze. Balistol fand ich eigendlich immer gut, klar ganz unchemisch ist das wohl auch nicht, aber doch noch gesundheitlich vertretbar.
    Gruss von der Alb

  • Gegen Mücken hilft nur eins und das ist DEET und/oder ein Moskitonetz - wobei das erstere wiederum nicht wirklich gesund ist. In Wikipedia werden die Nebenwirkungen/Beeinträchtigungen wie folgt umschrieben.


    DEET reizt Augen und Schleimhäute, im Normalfall aber nicht die Haut.[1] In seltenen Fällen kann die Substanz auch Hautreizungen und epileptische Anfälle auslösen (1 Fall pro 100 Millionen DEET-Benutzer gemäß der Environmental Protection Agency). Gemäß einigen Studien kann DEET die Häufigkeit von Schlaflosigkeit, eine Beeinträchtigung der Wahrnehmungsfähigkeit und Gemütsschwankungen erhöhen. In gefährdeten Gebieten hat der Schutz vor Malaria und anderen von Mücken übertragenen Krankheiten auch bei Kleinkindern Vorrang.

  • Verwende selbst einige wasserdichte Packsäcke mit Rollverschluss. Dachte immer, die seien einigermaßen zuverlässig und dass die auch tatsächlich dicht halten. Bewahre darin bei meinen Touren die unterschiedlichsten Sachen auf wie z.B. Reservekleidung, Verbandszeug, ... ab und an auch mal einen Schlafsack. Finds bequem, wenn man bei feuchten und regnerischen Verhälnissen diese Packsäcke aus dem Rucksack gibt und der Inhalt bleibt dann immer noch gut vor Nässe geschützt wie z.B. bei Regen, Schnee oder einfach feuchter Boden etc. So ein richtiges 'Tauchmanöver' mussten meine Teile zum Glück noch nicht aushalten, kann aber durchaus sein dass ich mal baden gehe damit - beim Durchwaten eines Gebirgsbaches zum Beispiel.


    @Stefan,
    Mich würde interessieren, ob das Wasser beim Rollverschluß eingedrungen ist oder z.B. das Gewebe beschädigt (oder abgenutzt) war oder schlicht ein Entlüftungsventil offen stand? Konntet Ihr die Ursache für ausfindig machen und diese vielleicht mal kurz schildern. Event. passieren mir ja die gleichen Mißgeschicke, ohne dass mir eine potentielle Fehlerquelle bewußt ist ... Thanks.

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    Tu eh nur so als würd ich mich auskennen, damit ich auch mitreden kann.
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    'Bushcraft' ist eine eingetragene Schutzmarke von Bushcraft USA LLC

  • Wie hat sich das AntiBrumm geschlagen (hilft bei mir garnicht)?


    Mir halfs ganz gut, aber: Man muss sich wirklich die komplette Hautoberfläche einsprühen und nach Wasserkontakt verpufft die Wirkung. Ich hatte eigentlich Ruhe, habe ich mir die Hände gewaschen, hatte ich ruckzuck ein paar Stiche im Finger.

    Mich würde interessieren, ob das Wasser beim Rollverschluß eingedrungen ist oder z.B. das Gewebe beschädigt (oder abgenutzt) war oder schlicht ein Entlüftungsventil offen stand?


    Ja durch den Rollverschluss, ein Entlüftungsventil war nicht dran. Der Packsack war neu, da war nix beschädigt. Die einzigen Packsäcke die absolut dicht waren hatten schmale und flexible Gummilippen an der Öffnung, man muss immer besonders darauf achten, den Verschluss faltenfrei aufzurollen. Ich nutze diese Säcke auch schon seit Jahren beim Motorradfahren, Regen war nie ein Problem. Diesmal war der Sack jedoch komplett unter Wasser, da das Boot ja bis zum Süllrand vollief. Lang war die Zeit auch nicht, ich schätze mal so maximal 5-10 Minuten.

  • Hi,
    kurz zu den Packsäcken.
    Bei 2 von 5 drang bei mir Wasser ein. Fotoapparat blieb trocken auch der Packsack mit Zelt und Tarp war innen trocken. Aber der mit Schlafsack und der mit Verpflegung und Klopapier war nicht dicht.


    Bin mir sicher, wenn man sorgfälltig rollt und etwas Luft drin lässt, sind die auch dicht.



    Antibrum half gut, hat bei mir aber zu starker Hautreizung geführt. Hab es dann nur noch sehr sparsam eingesetzt.
    Also Vorsicht.

  • Ballistol Stichfrei Pumpspray 100ml reichte eine Woche. Danach hatte es weniger Mücken und ein Pumpspray reichte für zwei Wochen.


    Dazu muss ich noch sagen, wenn Stefan in der Nähe war hatte es viel weniger Mücken bei mir. :)
    Nochmals vielen Dank an Stefan, dass er sich so aufopfernd um die Mücken kümmerte. ;)


    :lol
    Wo krieg ich jetzt nen Stefan im Hosentaschenformat her, die grosse Version ist mir zu sperrig :unschuld
    Bezugsquelle gewünscht ;)


    Bedaure, ich habe mich jetzt 3h beherrscht, aber das musste jetzt sein. :D
    Ich kann es euch nachfühlen, ich habe an Pfingsten Regenwasserableitungen verlegt... nach 1h hatte ich links und rechts je 20 Stiche. Die Unterarme werden doppelt so dick wenn man das örtliche "Gift" der Mücken nicht gewöhnt ist. Da genügen schon 20km Ortswechsel und der Mist geht von vorne los.
    Die Mückenplage wird aber bald in den Erinnerungen zum Hintergrundrauschen.
    Ich freu mich für euch.
    Gruss


  • In Schweden halte ich das mit den Mücken so, das ich mich bewusst stechen lasse, die ersten jucken wie Hölle, das bekämpfe ich aber mit einem Biteaway Cobra, welche ich nur wärmstens :lol ans Herz legen kann. Top funktion. Da die Enzyme der Mücke thermisch instabil sind, egalisiert der Biteaway mit seiner Hitzediode den Stich ! Das Teil ist aber für Masos, weil den Biteaway kann man auch zum Foltern benutzen ;)
    Nach einer Weile sind die Stiche kaum noch merkbar für mich und ich mach gar nichts drauf .
    Ansonsten handelt es sich meist ja nur um ein, zwei h vor der Dämmerung, wo die Biester richitg aktiv sind. Lager bauen wir auch immer etwas exponiert auf, soll heißen immer etwas im Wind stehend, dann hat man weniger Mücken. Noch einen Trick habe ich von einem Kumpel gehört. Weiße T-Shirts, helle Klamotten. Weil Mücken aus Eigenschutz und Tarnung nicht gern auf hellem landen, weil sie dort besser auszumachen sind. Man hat dadurch deutlich weniger Anflug !

  • Mit den Ortliebsäcken war ich auch nie zufrieden.
    Meine Tasche RagPag von Ortlieb war nicht dicht, dabei bin ich nichtmal gekentert, sondern hab nur an einigen Wellen etwas Wasser geschöpft - also so 5cm am Boden, aber Schlafsack naß.
    Mein Kollege hat die typischen schmalen, langen Ortliebsäcke gehabt und die waren auch nie dicht.


    Rückfragen bei Ortlieb waren für den Kanal, die übliche Antwort: Sie müssen mind. 3 mal den Sack falten, blablabla...


    Jetzt verwenden wir Kunststofftonnen (Maischefässer) alles bleibt dicht und obendrein hab ich dadurch einen Sitz und einen Tisch.
    Abgesehen davon kann man die auch mal etwas rauher behandeln.



    Ich beneide Euch für die tolle Fahrt!!! :paddel

  • Als ich noch im Tauchsport aktiv war, habe ich z.B. Kameragehäuse mit einem Bleigewicht und Zewa getestet.
    Zewa trocken -Gehäuse dicht.


    Gut, wenn ich es dann falsch zugemacht hätte,wäre es meine Schuld gewesen.


    Was hatten denn die Schweizer Freunde mit - ja die waren ja nicht unter Wasser
    ich habe ja wasserdichte Beutel von Exped - allerdings noch nie unter Wasser getestet.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Was hatten denn die Schweizer Freunde mit

    Sie hatten Ortlieb Dufflebag 110 Liter. Die sind dicht haben allerdings den Nachteil, dass sie einen Reissverschluss haben. Reissverschlüsse sind nicht Tourentauglich. Bei einem Ausfall des Reissverschlusses bedeutet das in der Regel einen Totalausfall der Tasche. Bei meiner Tasche war der Reissverschluss auf einmal an vier Zähnen nicht mehr richtig zusammen. Ich hatte Glück, dass es am Anfang des Reissverschlusses war so konnte ich die Tasche noch um 9/10 öffnen. An der Stelle hatte ich dann ein Klebeband darüber gemacht das es den Reissverschluss nicht plötzlich weiter öffnet. Dicht war das natürlich nicht mehr.


    Wenn man auf der Ortlieb Seite die Produkte Datenblätter anschaut sieht man auch, dass die meisten Säcke und Taschen nach IPX 68 sind. Dies bedeutet Spritzwasser geschützt.
    Damit es richtig dicht ist muss schön straff und ohne Falten gerollt werden. Das geht eigentlich nur wenn es ein Ventil hat. die ganz wichtigen Sachen sollte man vorher Wasserdicht verpacken, z.b. in einem leichteren Rollsack.


    Das nächste mal werde ich wahrscheinlich zwei Ortlieb Rackpack Grösse L, 49 Liter. Die kann man zusammenbinden und hat dann ein Flugkonformes Gepäckstück mit den Massen Breite + Höhe + Länge von 158cm und sie sind im Kanu gut zu handhaben.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Vielleicht begehe ich ja mit meinem Beitrag jetzt Outdoorfrevel ... trotzdem:
    Egal ab im Boot oder im Rucksack, ich verwende nie solch teure Säcke von Ortlieb oder so. Für mich gibts nur die festen Müllsäcke, nicht die ganz leichten grau/schwarzen, sondern die festen (rot oder grün). Oben zusammengedreht, 2 mal umgeschlagen, Schnur drum, absolut wasserdicht, robust und total billig.
    Als Innensack in einem leichten Nylonsack halten die ewig und um wasserdichte brauche ich mir keine Gedabken machen.
    So einen stecke ich auch insgesamt in den Rucksack und schon ist es mir egal ob die Rucksackbeschichtung irgendwo was durchläßt.

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Ich denke, jetzt wissen die Jungs es besser und nächstes
    mal wäre doch wohl das einfachste und günstigste, für
    die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände ein oder zwei
    Fässer mehr zu mieten, oder?


    Gruß Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben