Energiereiche pflanzliche Notnahrung

  • Bei pflanzlicher Notnahrung sprechen wir ja im Normalfall von essbaren oberirdischen Pflanzenteilen.
    In einer Notsituation, sind wir aber auf energiereiche Nahrung angewiesen, auf Kohlenhydrate und Eiweiß.
    Die üblichen Wiesenkräuter geben da allerdings nicht sonderlich viel her. Löwenzahn z.B. hat pro 100g
    um die 70 kcal, 8g Kohlenhydrate und 1,...g Eiweiß. Es ist natürlich nicht besonders leicht an Informationen
    über den Energiegehalt von Wiesenkräutern zu kommen, ich habe mich durch etlicher Bücher zur Tierernährung,
    Pflanzenbau etc. gearbeitet und bin zu dem Entschluß gekommen, dass es sinvoller ist, sich auf die energiereichen
    Teile der Pflanzen zu konzentrieren, Blüten, Früchte und Wurzeln. Mit besonderem Interesse an den Wurzeln,
    da Wurzeln, das ganze Jahr über zur verfügung stehen und nicht nur zu einer bestimmten Jahreszeit. Wieder
    habe ich mich durch etliche alte Kochbücher, Pflanzebücher etc. gearbeitet um herauszufinden welche Pflanzen
    in unseren Breiten hier geeignet sind.
    Die Theorie ist erledigt, ich werde hier nun immer wieder, wenn ich eine Pflanze finde, deren Wurzeln man essen
    kann, hier einen kleinen Bericht schreiben. Wer Lust hat mitzumachen, dem gebe ich hier gleich ein paar Pflanzen
    an die Hand:


    -Kohl.Kratzdistel Cirsium oleraceum
    -Echter Pastinak Pastinaca sativa
    -Wilder Hopfen Humulus lupulus
    -Wegwarte Cichorium intybus
    -Große Klette Arctium lappa
    um mal ein paar zu nenne.


    Ich würde hier gern einen Sammethread über Essbare Wurzeln und Knollen machen, an dem alle die Lust haben, mitmachen sollen,
    und hier Pflanzen und ihre Erfahrungen einstellen.


    MfG Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


    Edited once, last by Bushdoctor ().

  • Hi Buushdoctor! Gute Idee mit dem Knollenthread.


    Eine Pflanze die auch sehr gut in deine Liste Passen würde ist Topinambur. Die Pflanze ist aus Amerika eingeschleppt worden und verbreitet sich mancherorts recht stark. Die Knollen der Pflanze erinnern in Größe und aussehen fast schon ein bisschen an kleine Kartoffeln.


    Was auch immer in großen Mengen da ist sind die Rhizome von Schilf und Rohrkolben.
    Auch überall zu finden und leicht zu sammeln sind die Wurzeln vom Mädesüß.
    Mädesüß ( Filipendula ulmaria L. ).
    Allerdings sollte man versuchen die in der Pflanze enthaltenen Salicylate auszuschwemmen. Im Buch Pflanzliche Notnahrung von Johannes Vogel, steht dazu ;Ich zitiere :"
    Wenn sie größere Mengen von Mädesüßwurzeln zu sich nehmen möchten, sollten Sie diese in lauwarmen Wasser auslaugen, um die Salicylsäure zu entfernen. Verwenden Sie hierzu einen großen Überschuss an Wasser ,da Salicylate nur mäßig wasserlöslich sind."




    Gruß Holger

  • Quote


    Mit besonderem Interesse an den Wurzeln,
    da Wurzeln, das ganze Jahr über zur verfügung stehen und nicht nur zu einer bestimmten Jahreszeit


    So einfach ist das meiner Meinung nach nicht.
    Die Erntezeit für Wurzeln ist in der Regel von Herbst bis Frühjahr weil sie in dieser Zeit als Nährstoff- "Bunker" der Pflanze dienen
    und sie dadurch besonders Nahrhaft sind.
    Wärend der Wachstumsphasen bedient sich die Pflanze dann aber aus diesem Speicher und die Wurzeln verlieren dann deutlich an
    Nährwert, wärend dafür die zb frischen Pflanzentriebe besonders Nahrhaft sind,
    oder später die Früchte und Samen.
    Sozusagen wird die Nährstoffkonzentration im Jahresverlauf "umgelagert".
    Man sammelt also die Pflanzenteile die je nach Jahreszeit bzw Wachstumsphase am Energiereichsten sind,
    und das sind nicht immer die Wurzeln.


    :winken

  • Hi Leute!


    Der japanische Fügelknöterich passt auch in die Liste, weil er, wenn vorhanden, in großer Zahl wächst und man alle Teile der Pflanze essen kann.
    Die Knollen des Knöterichs sind sehr groß und enthalten relativ viel Energie,die anderen Teile der Pflanze können gekocht oder roh gegessen werden und schmecken leicht nach R(h)abarber.
    Auch gibt es manchmal Wassereinschlüse in den einzelnen Abschnitten der Pflanze und es gibt eine Möglichkeit nur mit den großen Blättern und den verschiedenen Abschnitten der Pflanze Regenwasser aufzufangen. Diese Abschnitte können auch als Gefäß verwendet werden, allerdings greift der Saft der Pflanze rostende Stähle an.
    Der Knöterich ist Segen und Unheil zugleich weil er viele Verwendungszwecke hat, aber sich wie die Pest ausbreitet und heimische Pflanzen verdrängt.


    MfG.Jakob


  • Da bist du aber einer Milchmädchenrechnung aufgesessen Krupp!
    eine Wurzel, wird immer mehr Energie liefern, da diese nie wie nach deiner
    Meinung "komplett ausgesaugt" und dann wieder geladen werden, wie ein Akku,
    es findet auch in Wachstumsperioden in der Pflanze immer ein Energiegewinn zu
    Gunsten der Speicherorgane statt. Am energiereichsten sind in der Regel die Wurzeln!


    Kleines Bsp.:
    Nach deiner Aussage müssten ja die Beeren der Kartoffelpflanze, am Ende
    des Sommers am energiereichsten sein, sind sie aber nicht, es sind die kleinen, frühen Kartoffel.


    So jetzt ist aber genug an Diskussion, das sollte ein Sammelthread werden und
    nicht ein wieder ich Diskutier alles tot und weiß alles besser, das nervt nämlich
    hier im Forum echt. Hätte ich gewußt, dass man hier jetzt auch alles mit Quellen
    belegen muß, hätte ich mir den Thread gespart und mein Ding gemacht.


    Sorry das es jetzt dich erwischt Krupp, aber mir geht das, ich weiß es aber besser,
    von vielen Leuten hier auf en Sack, so werden einfach viel Threads schon im Keim
    erstickt.


    Gruß Bushdoc

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  • Ja mich nervt hier langsam auch einiges... zum Beispiel das man neuerdings nicht anderer Meinung sein darf.
    Das ist ja nicht der erste Fred wo dem so ist.
    Ein Forum ist aber nun mal eine Diskussionsplattform und kein Blog.
    Dann schreib doch in deinen Beitrag: "keine Diskussion erwünscht, nur Wurzeln in die Runde werfen".
    (wobei das wiederum den Sinn eines Forums ad absurdum führt, aber gut...)
    Auch finde ich es merkwürdig wenn bei manchem des öfteren durchklingt "zu viele Infos, zu wissenschaftlich" ect,
    man kann nämlich nie genug Wissen anhäufen, die Natur ist nun mal kein Supermarkt sondern ein komplexes System.


    Ich bin aber auch nur ein Laie und eventuell kann einer der Gärtner hier Licht ins dunkle bringen.


    Zum Thema:
    Grab doch mal im Mai, Juni, Juli, August nach den von dir genannten Pastinakenwurzeln,
    du wirst eventuell feststellen das es die Mühe nicht Wert ist. So ging es jedenfalls mir als ich mal im Juni welche
    Ausgegraben habe (und das war sogar eine Kultursorte).
    Selbst kultivierte Zuchtsorten, früh gesäät, kannst du frühestens ende Juli eher August ernten.
    Normalerweißer werden sie im Herbst des 1 Jahres geerntet, je nach Witterung im Winter auch bis ins Folgejahr hinein,
    jedoch spätestens vor der Blüte im 2 Jahr.
    Einige Quellen bezeichnen die Wurzel der Pastinake in der Blütezeit sogar als ungenießbar.
    Ich hab schon etliche wilde Pastinaken unter anderem auch wärend der Blütezeit ausgegraben, weil ich es damals auch nicht besser wusste,
    und man sie nun mal wärend der Blüte am sichersten erkennen kann und fand das Ergebnis absolut unterirdisch.
    Dünn und völlig verholzt... allerdings bilden wilde Pastinaken ohnehin nicht solche fetten Speicherwurzeln aus wie die Zuchtsorten,
    also so wie im Supermarkt wird man wilde Pastinaken kaum ausgraben können, es sei denn es sind verwilderte Kultursorten was
    auch vorkommen kann.




    Bei der Kartoffel ist es vermutlich ähnlich, allerdings wachsen bei uns bekanntlich keine Wildformen so das ich da keine Vergleichsmöglichkeit habe,
    aber es ist anzunehmen das die ursprüngliche Wildform auch eher mikrige Speicherorgane/Knollen (also die Kartoffel) ausbildet
    als die über Jahrhunderte gezielt herausgezüchteten heutigen Kartoffeln.


    Grundsätzlich dienen diese Speicherwurzeln der Pflanze als "Notversorgung" für schlechte Zeiten und dadurch schwankt auch
    der Nährstoffgehalt in den Wurzeln erheblich.
    Dein Vergleich mit einem Akku ist da durchaus richtiger als du denkst.


    Auch sprichst du ja von einer Notsituation und da stellt sich die Frage ob man nach Wurzeln von zweifelhaftem Nährwert gräbt
    oder andere Nahrhafte Pflanzenteile sucht. Das kann natürlich jeder machen wie er will und es gibt ohnehin immer verschiedene
    Lösunsgansätze und nie nur eine einzige richtige.
    Zu sagen das pauschal die Wurzeln immer den oberirdischen Pflanzenteilen vorzuziehen sind ist jedoch (meiner Meinung nach, sorry) falsch,
    bzw besser gesagt "nicht ganz richtig" .
    Wenn das wie du sagst "den Großteil der Leute im Forum nervt" (lol was für eine Aussage... hast du eine Umfrage gemacht? :beten )
    dann unterlasse ich das eben in Zukunft.
    Vielleicht ist es schon aufgefallen das ich in letzter Zeit ohnehin kaum noch was schreibe...


    hier nochmal ein Zitat von dir

    Quote


    Ich würde hier gern einen Sammethread über Essbare Wurzeln und Knollen machen, an dem alle die Lust haben, mitmachen sollen,
    und hier Pflanzen und ihre Erfahrungen einstellen.


    Ich habe hier meine Erfahrungen eingestellt, nicht mehr, nicht weniger... du hast sogar dazu aufgefordert dies zu tun.
    Ich kapiere echt nicht wo da jetzt dein Problem liegt, ausser das es dich stört das ich anderer Meinung als du bin.


    Wie dem auch sei... soll jeder machen wie er will.


    :winken


    noch ein edit:


    Quote

    Löwenzahn z.B. hat pro 100g um die 70 kcal


    das erscheint mir sehr viel, damit wäre der Löwenzahn den meißten Wurzeln und Speicherknollen überlegen oder zumindest ebenbürtig,
    ua auch den Pastinaken die je nach Angaben im Netz um die 30kcl - 55kcl liefern.
    http://www.lebensmittellexikon.de/p0000150.php

  • So dank Dir erstmal, der Fred ist zerballert Hurra! Hätte ich es mir doch nur gespart.


    Löwenzahn hat pro 100g 54kcal, oder weniger, ich bin da in meinen Aufzeichnungen verrutscht,
    das werde ich auch korrigieren. Die 70 kcal sind nämlich für die meisten Wurzeln anzusetzen im
    durchschnitt. Löwenzahn ist auch eine der energiereichsten Wiesenkräuterarten, zusammen mit
    der Brennessel, für die meisten anderen, muß man aber Energeigehalte von 10 bis 20 kcal pro
    100g annehmen und da liegen die Wurzeln, Knollen und Zwiebel meist darüber.


    [edit] Man kann ja leider hier seine alten Freds nicht mehr editieren, nur nochmal zur Korrektur, mir ist oben ein Fehler unterlaufen, Löwenzahn hat keine 70 kcal sondern 50.[/edit]


    Natürlich ist der Sinn eines Forums über die unterschiedlichen Ansichten zu diskutieren, aber
    einen Thread gleich wieder ohne Grundlage zu zerballern, mit ich seh das aber so und so und
    erstmal den Mitleser an keinerlei Erfahrung teilhaben zu lassen, ist doch nicht Sinn einer Diskussion,
    du verlangst nach freier Meinungsäußerung, versuchts aber so gleich die anderer, mit deiner einzuschränken.


    Warum kommst du denn erst im zweiten Thread mit den Pastinakenwurzeln an und erzähls deine Erfahrungen nicht gleich,
    dann wäre doch alles easy gelaufen, du hast zu verschiedenen Jahreszeiten P. gesammelt und die waren zu
    bestimmten Zeiten weniger ergiebig, alle hätten was davon gehabt, dann hättest du sagen können, der Energie-
    gehalt, der P. ist auch nicht so hoch im Vergleich zu Sauerklee oder so, du bist da nicht meiner Meinung und würdest
    lieber Löwenzahn sammel und dann wäre der Fred auch nicht wieder in so ne Diskussion abgeglitten, sondern BtT.


    Es ist schön, dass du mich auf meinen Zahlenfehler hingewießen hast, das zeigt mir auch dass du aufmerksam
    bist und durchaus Interesse an der Thematik hast, es ist nur einfach schade, dass das
    jedes mal hier passiert, die Mitleser erhalten keinen zusammenhängenden informativen Thread, nein, sie
    müssen sich durch seitenweise Humbug quälen um an die Informationen zu kommen,deswegen hab ich auch
    Sammelthread geschrieben, ich diskutiere doch auch nicht im Bilderthread rum oder?


    [edit] krupp : Es geht hier nicht in erster Linie um mich und dass ich keine andere Meinung toleriere, das ist nämlich quatsch, man kann mit mir über alles diskutieren. Ich lass mich auch gern eines besseren belehren. Hier sollte aber eben ein Thread als Nachschlagewerk für essbare Wurzeln, Knollen und Zwiebel entstehen, dass war meine Intention, nichts für ungut. Dass mir oben ein Zahlefehler passiert ist, ist natürlich doof.[/edit]
    Gruß Bushdoc

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  • Dann macht es doch, wie bei Odoo.tv - einmal ist da der Film und einmal der Diskussionsthread


    Energiereiche pflanzliche Notnahrung - Sammlung - hier immer ein Link darunter, wo diskutiert werden kann
    Energiereiche pflanzliche Notnahrung - Diskussion


    Verbesserungen - edit dann eben durch Mod oder Admin. :bcplove

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Kleiner Exkurs zum Zuckertransport in Pflanzen, ich werde es hier so einfach wie möglich halten
    und auf Fachtermini verzichten.


    Zuckertransport in Pflanzen, findet immer von der Quelle zur Senke statt.
    Zucker wird durch Photosynthese gebildet und wird dann in die Senken,
    welche junge Triebe, Früchte oder Wurzel sein können geleitet.
    Und z.B.in den Wurzel als Stärke gespeichert.
    So lange Photosynthes betrieben wird, so lange wird auch der Zuckertransport
    so ablaufen. In Frühjahr, zur Keimzeit, kann dann die Wurzel Stärke in Zucker
    umwandeln und zur Quelle werden. Sie versorgt dann die jungen Trieb eine kurze
    Zeit bis diese wieder Photosynthese betreiben, dann allerdings findet die Zuckerbildung
    wieder über den Photosyntheseweg statt, da dieser weniger aufwändig ist als der Stärkeabbau.
    So ist die Wurzel den größten Teil des Jahres ein Speicherorgan also eine Senke und keine Quelle.


    Eine kleine Zusammenfassung aus dem Campbell, sollte jedem Naturwissenschaftler bekannt sein :D .


    Gruß Bushdoc

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  • da hätte ich an unsern Bushdoc ne frage im Bezug auf Kartoffeln. Es ist ja so, daß die frühen Sorten nicht so lagerfähig sind als die Spähter im Jahr.
    Könnte das damit zusammen Hängern , Daß die frühen Sorten mehr Stärke(Zucker) enthalten als die Spähteren?


    Und kleine Anmerkung:
    Es gibt nicht "die urspürngliche Wildform" Kartoffel, in Ihrem ursprünglichen Entstammungsgebiet gibt es dutzende um nicht zu sagen hunderte Arten und laufend werden neue entdeckt.Diese werden meines Wissens sehr gründlich untersucht um eventl. Vorteile eine Sorte bei anderen Sorten einzukreuzen. ( zb.Imunität gegen Krankheiten oder Schädlinge)

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Salute. Eine schöner Thread, auch wenn die Diskussion ein wenig von der Übersichtlichkeit nimmt.


    Eine kleine Sammlung von dem was ich selbst so probiert habe werd ich hier mal in Kürze reinstellen. Ich glaub ich habe das schon öfters mal irgendwo aufgezählt aber solche Themen verschwinden leider meist schnell in der Versenkung im Gegensatz zu Meinungsthemen.

  • So ihr lieben Leute! Weil mich der Thread antörnt, und damit hier auch endlich mal ein Paar schöne bunte Bildchen auftauchen gestatte ich mir mal den Anfang zu machen.
    Ich hab die Tage auch mal wieder etwas Fachliteratur gewälzt und bin da auf ein Pflänzchen gestoßen, welches mir ganz interessant erschien.
    Zum invasiven Japan Knöterich gibt es ja schon ein oder zwei Beiträge, aber Knöterich haben wir hier ja auch schon von Hause aus, und dass in rauen Mengen. Und zwar handelt es sich bei der einheimischen Art um den Schlagen Knöterich.(Als Kinder haben wir die Pflanze einfach Zahnbürste genannt, wegen der Blütenform.)
    Der Schlangen Knöterich ist fast auf der ganzen Welt zu in den gemäßigten Klimazonen anzutreffen, und ist ein verlässlicher Anzeiger für Wasser. Man findet ihn vor allem auf feuchten Wiesen, in Auwäldern oder sumpfigen gebieten.
    Besonders interessant finde ich dass, die Pflanze neben Stärke und Vitamin C auch Eiweiß enthält, was bei unkultivierten Pflanzen schon eine gewisse Seltenheit darstellt. Essbar ist die gesamte Pflanze. Besonders die Blätter haben einen angenehmen salatartigen Geschmack und wurden in Kriegszeiten auch als Spinatersatz verwendet. Die Wurzeln werden recht groß und lassen sich auf den feuchten lockeren Böden auch mit einfachen Mitteln leicht ernten. Diese sind zwar sehr Energiereich aber im rohen Zustand wegen der eingelagerten Gerbstoffe ungenießbar, außerdem sollte man wissen dass die Pflanze nicht geringe Mengen an Oxalsäure enthält,(ungefähr soviel wie Rhabarber) was den verzehr von größeren Mengen auf einen längeren Zeitraum ungesund macht.






    Solange die Pflanze blüht, ist sie sehr leicht zu erkennen, und auch mit nichts zu verwechseln.






    Wenn die Pflanze erstmal verblüht ist ist das identifizieren schon nicht mehr ganz so leicht, aber auch die Blattform ist recht eindeutig.




    Hier in einem sumpfigen Schwarzerlenhain bedeckt der Schlangen Knöterich schon fast den gesamten Boden. Was das ernten zu einer einfachen Sache macht.




    Die Knollen lassen sich mit einem einfachen Stock oder im Notfall sogar mit der Hand aus dem feuchten Boden graben. Dies ist in meinen Augen ein wichtiger Aspekt in Sachen "Knollennahrung". Wer schon einmal versucht hat ohne richtiges Werkzeug eine Klette oder Löwenzahn aus hartem Boden zu graben weiß wovon ich spreche.



    Hier meine Ausbeute. Ich schätze , man kann ohne Probleme ca. 100g pro 10 min sammeln. Dabei sollte man sich lieber an die großen, schon verblühten Pflanzen halten und die kleinen und jungen auslassen.




    Die meisten Knollen sind zwischen drei und sieben cm lang, und etwa Finger dick. Die beste Sammelzeit ist allerdings zwischen September und Winteranfang. Also ist davon auszugehen dass, die Knollen noch etwas grösser werden können.



    Eine schon fertig geputzte Knolle. Die Farbe tendiert zwischen Rosa und Weis. Desto älter der Knollenteil ist umso mehr geht das innere vom Weis ins Rosa über.



    Und hier der erste große Nachteil der Knollen - Das Putzen ist sehr arbeitsintensiv. Um die Massen an kleinen Wurzeltrieben und den darin steckenden Dreck zu entfernen habe ich es erst mit schälen probiert und bin dann zu der Erkenntnis gelangt dass, dabei zuviel Verschnitt entsteht. Die in meinen Augen effektivste Methode der Reinigung ist das abschaben mit der Messerklinge, aber auch dies ist noch eine ziemlich nervige Arbeit.




    Fast 200 Gramm ! Damit lässt sich schon was anfangen.




    In meinem Buch steht dass man die Knollen in Scheiben schneiden und einfach über Nacht in reichlich Wasser einlegen soll um die Gerbstoffe auszuwaschen.
    Dieses ist definitiv Falsch, und in keinster Weise ausreichend um die Gerbstoffe aus der Knolle spülen.




    Nach über 24 Stunden und ein Paar mal Wasserwechseln, sieht der Sud immer noch so aus wie mein Morgenurin wenn ich am Tag zuvor eine Flasche Jim Beam vertilgt hab.
    Gebracht hat das Wässern fast nichts, die Stücke sind immernoch unerträglich bitter, was wiedermal beweißt dass man viel lesen kann, aber es lieber doch selber ausprobieren sollte.
    Einen solch Gerbstoffreichen Sud kann man wohl laut Volksmedizin auch zur Behandlung von Hautausschlägen oder Fußpilz verwenden, nur in die Augen oder auf die Schleimhäute sollte man sich das Zeug nicht kippen.




    Aber so leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Also ab mit dem Zeug auf die Herdplatte.
    Nach ein paar mal aufkochen und abgießen, sind die Stücke tatsächlich etwas weniger bitter. Ich weiß es nicht mehr genau ,aber insgesamt habe ich das Ganze bestimmt 15 mal wiederholt.
    Ich habe die Stückchen so langen köcheln lassen bis das Wasser braun wurde und habe es dann gegen Frisches ersetzt.
    Ich denke nach dem zehnten abgießen hat man aber den Punkt erreicht an dem es nicht mehr wirklich besser wird. Die Knollenstücke schmecken nun eigentlich nach nichts, einfach nur noch ein bisschen bitter. Von der Konsistenz her erinnern sie an geröstete Kastanien.
    Womit wir beim zweiten großen Nachteil der Schlagen- Knöterich Knollen wären. Dem hohen Aufwand den man für die Genießbarmachung der Knollen aufwenden muss.




    Tja und was macht man nun mit dem edlen Gemüse wenn man soweit ist???





    Ich habe mich entschlossen einen kleinen Gemüse- Eintopf zu zaubern!


    Hier das Rezept :
    ""Skuzzlebud`s Gemüseeintopf nach Hungerwinter Art""


    Zutaten: 180g Schlangen Knöterich Knollen, 8-10 Blatt vom Himbeerstrauch, 5 mittelgroße Blätter des Schlangen Knöterichs , Blätter und Samen von drei mittelgroßen Brennnesseln, zwei TL Knorr Chemische Keule und Salz nach belieben.
    Zubereitung: Simpel
    Garzeit: 10 Min
    Kosten: 0 Euro




    Bon Appetit ! Womit wir dann beim letzten und wohl größten Nachteil der Knöterich Knollen wären, dem echt mal mäßigem Geschmack. Ich hab mich die ganze Zeit gewundert warum ich noch nie vom Schlangen Knöterich, in Verbindung mit Bushcraft oder Survival gehört habe, jetzt weiß ich es. Ich hab das Tellerchen im Nahmen der Wissenschaft kredenzt, aber das war keine Freude. Ich bin da nicht zimperlich, und die Brühe und das Grünzeug waren auch ganz lecker, aber die Knollen...
    Die ersten paar Löffel gehen noch ganz gut, aber mit jedem weiterem Löffel nimmt der bittere Geschmack immer mehr zu, bis man schließlich echt mit sich kämpfen muss.


    Also mein Fazit zu den Knollen des Schlangen Knöterichs :" Wenn wirklich mal alles den Bach runter geht, und man wirklich nichts mehr anderes hat,dann ist er vielleicht der letzte Geheimtipp um sich mit dem allernötigsten an Eiweiß und Kohlenhydraten zu versorgen. Aber man muss schon kurz vorm abnippeln sein um sich sowas zu geben"


    So viel von mir- Grüsse Holger!!





  • Respekt! Sehr geiler Beitrag!


    Zum Umgang mit Wuzeln, die einen hohen gehalt an Gerbstoffen enthalten,
    empfiehlt sich das Raspeln und dann anschließendes langes Wässern in einem
    Leinensack oder Socken, wie es z.B. mit Maniok gemacht wird.


    Gruß Bushdoc

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  • @Gabi:

    Wie muss man Löwenzahnwurzeln behandeln, hört sich für mich sehr interessant an. :eek

    Es ging um die Blätter, die Wurzeln zu behandel wird echt aufwändig werden, um die genießbar zu machen, versuch es mit der Maniokmethode.


    Odin :

    da hätte ich an unsern Bushdoc ne frage im Bezug auf Kartoffeln. Es ist ja so, daß die frühen Sorten nicht so lagerfähig sind als die Spähter im Jahr.
    Könnte das damit zusammen Hängern , Daß die frühen Sorten mehr Stärke(Zucker) enthalten als die Spähteren?


    Und kleine Anmerkung:
    Es gibt nicht "die urspürngliche Wildform" Kartoffel, in Ihrem ursprünglichen Entstammungsgebiet gibt es dutzende um nicht zu sagen hunderte Arten und laufend werden neue entdeckt.Diese werden meines Wissens sehr gründlich untersucht um eventl. Vorteile eine Sorte bei anderen Sorten einzukreuzen. ( zb.Imunität gegen Krankheiten oder Schädlinge)

    Frühkartoffeln, werden noch in der Wachstumsphase geerntet, das heißt, sie werden geerntet so lange die Pflanze noch grün ist.
    Die Knollen haben noch nicht das Stadium der Dormanz erreicht, worin das Problem der schlechten Lagerfähigkeit liegen könnte.


    MfG Bushdoc

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  • Hallo Hallo! Ich bin´s nochmal!


    Nachdem der Schlagenknöterich ja nicht so der Knaller war, bin ich heute mal den japanischen Invasoren auf die Pelle gerückt.


    Den Japanischen Flügelknöterich kennt inzwischen wohl jeder, oder zumindest hat ihn jeder schon mal gesehen. Die Pflanze stammt wie der Name schon sagt aus Ost- Asien, und wurde im 19. Jahrhundert nach Europa und Amerika eingeschleppt. Er wächst oft an Bachläufen, auf Sandigen oder Schlammigen Böden und bildet dort riesige Kolonien aus. Durch das schnelle und aggressive Wachstum hat sich die Pflanze hier rasch ausgebreitet und droht vielerorts die einheimischen Pflanzenarten zu verdrängen.


    Küchentechnisch sind wohl am ehesten die im Frühjahr wachsenden Sprossen interessant die man wie eine Art Spargel zubereitet, oder aber ein falsches Rhabarberkompott aus ihnen macht. Nach April werden die Stiele allerdings schnell Holzig so dass diese nicht mehr verwendet werden können. Auch die Blätter sind essbar und schmecken recht angenehm sauer, etwa wie Sauerampfer nur etwas intensiver und süßer.
    Weil die Blätter aber wohl eher weniger Nährstoffreich sind , und weil die Pflanze in großen Mengen abführend wirkt, habe ich nun die Wurzeln näher unter die Lupe genommen.




    Die Pflanze fällt aufgrund ihrer Größe, und dem oft massenhaften auftreten sofort ins Auge.




    Auch die typische Wuchsform der Stiele und Blätter lässt sich sehr leicht erkennen.



    Im Gegensatz zum Schlangenknöterich, bildet der Japan Knöterich keine Knollen, sondern nur Rhizome über welche er sich ausbreitet. Interessant sind hier nur die noch jungen und elastischen Wurzeln, dar diese noch nicht zu Holzig sind.
    Das ausgraben ist besonders an sandigen stellen sehr leicht und auch wenn man schonmal bis ca. 15cm tief graben muss, stellt dieses auch mit einfachen Mitteln kein Problem dar.




    Beim sammeln der Wurzeln hält man sich am besten an die jungen oder mittleren Pflanzen. Bei den großen, alten Pflanzen sind die Wurzeln zwar auch bedeutend größer, aber dafür völlig verholzt und somit unbrauchbar. Ein Problem beim sammeln der Wurzeln ist dass, man nie genau weiß ob das Stück welches man gerade ausgräbt gut oder schlecht ist. An einigen Pflanzen hat man zwanzig cm Wurzel welche noch relativ weich ist, an einer anderen nur zehn cm und diese noch dazu total verholzt.




    Die Ausbeute ist aufgrund der hohen Ausschussquote nicht besonders üppig. Die Wurzeln haben etwa die Größe und Form von besseren Löwenzahnwurzeln, lassen sich allerdings leichter sammeln.




    Nach dem waschen und Putzen ist die verwertbare Menge dann nochmal etwas geschrumpft. Auch hier ist das abschaben mit der Klinge die beste Methode um die Wurzeln von der schmutzigen Schale zu befreien. Dabei sollte man ruhig groszügig abschaben, weil die festesten Fasern außen an der Wurzeln entlang laufen. Auch nach dem abschaben sind die Wurzelstücke noch sehr Holzig und aufgrund dessen kaum genießbar. Der Geschmack der rohen wurzeln ist hingegen verhältnismäßig angenehm, und erinnert an Futterrüben nur etwas saurer.
    Die Farbe der meisten Wurzeln ist ein blasses Gelb, die etwas größeren Exemplare gehen eher in ein helles Orange über.



    Um die Fasern in den Wurzeln so gut wie möglich zu zerkleinern, habe ich die Wurzeln in möglichst kleine Stücke geschnitten. So könnte man die Stückchen schon essen, aber man braucht schon gute Zähne und etwas Wasser zum nachspülen.


    Besser ist natürlich wenn man das Ganze nochmal kocht. Also...





    ...muss wider ein Süppchen her!


    Diesmal mit Blättern vom Spitzwegerich, ein Paar Blatt Mädesüß, Samenstände vom Breitwegerich und als Gewürz noch drei Blatt Beifuß.



    Ein bisschen köcheln lassen, und fertig is!


    "In Wegerichbrühe gekochter Japanischer Invasor nach art des Hauses"


    Geschmacklich war das Japanersüppchen schon weitaus bekömmlicher als das mit den Schlangenknöterich Knollen. OK.. ´ne Currywurst Pommes schmeckt schon besser. Es bleibt halt reine "Notnahrung". Die Brühe hat einfach nur nach verwässertem Spinat geschmeckt.( Kam wohl vom Spitzwegerich) Und die Wurzeln hatten ihren sauren Geschmack verloren, und waren fast neutral ,nur noch ganz leicht bitter. Wenn man lange auf den faserigen Wurzelstücken rum kaut wird es schnell pappig im Mund, also lieber kleine happen mit viel Brühe nehmen.


    Zum Abschluss muss ich sagen dass, mich der Japanische Flügelknöterich nicht ganz als Notnahrung überzeugen konnte. Es gibt ihn zwar reichlich und man kann die Wurzeln auch leicht ausgraben, aber man schmeißt halt auch viele weg weil sie einfach zu Holzig sind. Um die Handvoll auf dem Foto zusammenzukratzen, musste ich über eine halbe Stunde buddeln, wie schon gesagt im Sand am Bachufer geht das leicht von der Hand, aber die Kalorien muss man erstmal investieren, ohne sicher zu wissen ob man sie auch wiederbekommt.


    Das war mein Wort zum Sonntag, bis dann - Holger!

  • Die selbe Erfahrung hab ich auch gemacht. Das meiste an den Wurzeln vom Japanknöterich ist viel zu Holzig zum essen. Aberr immerhin kann man die Stärke rauskochen und den Sud trinken.


    Bei den Knollen vom Schlangenknöterich lohnt sich nur raspeln und in ein Tuch legen. Dann mehrmals wässern bis keine Verfärbung mehr vorkommt. Aber eklig bleibts nach wie vor.

  • Die Wilde Möhre Daucus carotta carotta,
    Gehört zu den Doldenblütlern, allerdings ist sie durch die charakteristische Mohrenblüte, in der
    Mitte der Dolde, schon auf den ersten Blick leicht von anderen Doldenblütlern zu unterscheiden.
    Pflanze im Ganzen:

    Mohrenblüte:

    Eingerollte Fruchtdolde:

    Die Wilde Möhre bietet uns ebenso wie die Gartenmöhre, ein nahrhaftes Speicherorgan zum Verzehr,
    allerdings ist bei der Wilden Möhre, die Wurzel nicht orange wie bei der Garten Möhre, was wohl
    auf einen Mangel an Carotin zurückzuführen ist, sondern weiß.
    Die Wurzel:

    Die Wilde Möhre ist eine zweijährige Pflanze, die beste Erntezeit für die Wurzel liegt im Herbst des ersten
    Jahres bzw. im Frühling des zweiten Jahres.


    So weit zur allgemeinen Info, ich habe jetzt meine Wilden Möhren im Sommer des zweiten Jahres geerntet,
    weshalb sich über der Wurzel eine verholzte schicht gebildet hat, dies Schicht kann man allerdings leicht mit
    den Fingernägel abziehen, ähnlich der Rinde bei Weiden, um an das nicht so Faserreiche innere der Wurzel zu
    komme. Roh verzehrt, hat sie doch tatsächlich den Geschmack von Karotten, allerdings wesentlich süßlicher.
    Mit kochen, denke ich könnte man sie noch um einiges zarter und bekömmlicher machen, was ich mir allerdings
    für das nächste mal aufgehoben habe.
    Zum Ernteaufwand muß ich sagen, dass die Wilde Möhre häufig auf leichten, sandhaltigen Böden vorkommt, auf
    der Wiese auf der ich meine Möhren gefunden habe, hätte ich mit einem einfachen Grabstock in wenigen Minuten
    unzählige Pflanzen ernten können.


    Gruß Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


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  • Die Ackerkratzdistel Cirsium arvense, gehört zur Familie der Asterngewächse,
    charakteristisch für sie sind die von Stachel umsäumten Blätter, ein wenig
    bis garnicht bestachelter Stängel, so wie die blau-roten Deckblätter
    des Blütenstandes. In der Regel gelten alle Disteln als essbar, falls es mit
    der Bestimmung mal nicht so klappen sollte. Bei den Distel gelten die Knospen,
    die junge Stängel (geschählt und wie Spargel zubereitet), so wie die Wurzeln
    als äußerst nahrhaft.
    Blütenstand:

    Stängel mit Blättern:

    Die Ernte des stachligen Leckerbissen gestaltet sich allerdings etwas schwieriger,
    hierzu sollte man Handschuhe tragen und mittel eines Grabstockes die Wurzel aus
    dem Boden hebeln. Allerdings sitzt diese durch ihr verzweigungen relativ fest und
    man reist häufig die Pflanze ab. Aber nach etwas Übung klappt das auch ganz gut.
    Wurzel:

    Die Wurzel wurde von mir wieder roh gekostet, erinnert im geschmack etwas an rohe
    Kartoffeln mit Öl vielleicht. Sie ist nicht sonderlich faserreich und lässt sich gut kauen.
    Kritisch muss hier anemerkt werden, dass eine Ernte ohne Hanschuhe so gut wie unmöglich
    ist, es sei denn, man schlägt unten die Blätter vom Stiel ab und greift die Distel dann dort.
    [edit]Als ich von einem weiterem Exemplar die Wurzel, so eben futterte, stellte ich fest, dass
    dieses auch schon wesentlich verholzter war als die erste, hier lies sich auch wieder die äußere
    verholzte Schicht leicht entfernen, das innere war allerdings jetzt sehr faserreich, aber doch
    schmackhaft. Hier würde ich aber dann auch eher zum Kochen tendieren um die Bekömmlichkeit
    zu erhöhen[/edit]


    MfG Bushdoc

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  • Diese Zweiteilung von Wurzeln in einen äusseren verholzten und inneren weicheren Teil ist mir jetzt schon bei mehreren Pflanzen teils ganz unterschiedlicher Familien aufgefallen, wie Nachtkerze, schmalblättriges Weidenröschen, Rohrkolben, große Klette.