Tipps zum Erdbraten

  • Hallo Zusammen,


    ich habe eine Frage zur Zubereitung von Erdbraten, verbleibt die Glut bzw. ein Rest der Glut im Loch wenn ich den Braten hinein lege, oder muss alles raus?


    Danke für eure Tipps!!!


    Beste Grüße


    Trapper John

  • Wenn ich dich richtig verstanden habe, wovon ich nicht ausgehe, würde ich sagen die Glut verbleibt im Loch.
    Zumindest kenn ich das so. Loch buddeln, Feuer machen, wenn Glut ist, Essen drauf und Loch zu buddeln. :pop

  • Ja, so meinte ich das.
    Ich war mir nur nicht mehr Sicher ob die gesamte Glut im Loch bleibt oder nur ein Teil.


    Vielen Dank!!!

  • Sowohl als auch würde ich sagen.... das kommt auf die Glutmenge an.
    Ich/Mein Schwiegervater/Bekannte nehmen als unterste Schicht Glut und Erde. Da drauf kommt das Grillgut (in Alufolie/Keramiktopf/Gusseisentopf/feuchtem Heu/Grass etc.) und der Rest kommt oben drauf (evtl. auch wieder als Erde/Glut-Gemisch). Oben wird dann so ziemlich luftdicht mit Erde abgedeckt, aber wie gesagt, es kommt etwas auf die vorhandene Glutmenge an. Da wir überwiegend Weichholz benutzen brauchen wir immer alle verfügbare Glut, bei Buche/Eiche sieht das evtl. anders aus.
    Schau dir mal die Bilder an, vielleicht helfen sie dir weiter:
    https://www.google.fi/search?q…CEIQsAQ&biw=1600&bih=1038


    Pro cm Fleischdicke würde ich 30 Min als Garzeit ansetzen.
    Viel Erfolg

  • Also ich hab das mit Fleisch schon ein paar mal so gemacht:
    Möglichst viel Glut sollte vorhanden sein, diese dann mit einer Matschschicht abdecken (mit Lehm/Ton haltigem Matsch gehts am besten). Die trocknet ganz schnell etwas an, darauf dann das Fleisch, wieder eine dünne Matschschicht, darüber von der Glut noch was und dann mit Erde abdecken.
    Der Matsch wird fest, wirkt etwas so wie ein Römertopf/Backofen und hat noch den Vorteil, dass die allergrößte Hitze nicht ans Fleich dran kommt und es verbrennt.
    So ist der Braten sicher gesünder, weil nicht verbrannt, aus dem Nitrit des Pökelsalzes entstehen keine/weniger Nitrosamine (das mit dem Nitrit trifft natürlich nicht zu wenn es selbst erlegt ist), etc.
    Guten Appetit!

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Auf dem "Stückle"(schwäbischer Ausdruck für Schrebergarten, Gartengrundstück, Datsche) meines Schwagers haben wir immer ein Lagerfeuer gemacht, das eh den Tag über gebrannt hat.


    Lagerfeuer beiseite geräumt, Loch gegraben. Unten rein ein paar Steine, die sowieso den ganzen Tag in der Feuerstelle lagen. Braten in Alufolie drauf und alles mit (heißer) Erde abgedeckt. Darauf das Feuer "zurückgeräumt" und weitere drei bis fünf Stunden am Brennen gehalten.


    Saftiger Braten mit eingewickelten Kräutern und weichen Knoblauchzehen war das Ergebnis!


    Grüße
    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Also bei meinen bisherigen Erdbraten wurden größere Glutstücke rausgeschaufelt und der Rest zwischen die Steine am Boden gekratzt. Viel war aber nicht drin, weil seitlich Belüftungslöcher gebohrt wurden und man so eine gute Verbrennung hatte.
    Dann das Päckchen drauf, die restlichen heißen Steine dazu und Loch zu. Viele Steine sind der Garant dafür, dass dein Braten gut durch wird. Aber keine Explosiven nehmen.

  • Hallo Zusammen,


    so am Samstag haben wir das verbunden mit einer Übernachtung im Felde getestet:
    Die Glut blieb komplett drin, Steine waren Ziegel- Backsteine, das Loch ca. 45 cm tief und breit.

    Das Fleisch, zwei Stück Schweinebraten je 1,5 Kg.
    Dauer des ganzen, ca. drei Stunden Lagerfeuer mit Buchenholz für ausreichend Glut, anschließend ca. drei Stunden Garzeit.
    Bis das Fleisch fertig war musste natürlich schon mal ne Wurst in den bauch wandern.

    Das Fleisch wurde einen Tag zuvor mit Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter, Nelken, etwas Grillgewürz und Kümmel gewürzt und in einer eingeölten Alufolie mit dicken Scheiben Zwiebeln eingerollt. So kam es dann auch ins Loch.