[Produkterfahrung] Solarlader für mobile Geräte

  • Sicher bin ich nicht der Erste und Einzigste hier, der sich in diesem Bereich Gedanken gemacht hat und einiges getestet hat.
    Smartphone, Kamera, GPS, ... brauchen halt viel Strom. Ich wollte da schon lange was Brauchbares "für mit ohne Steckdose" haben.
    Habe da so einiges sehr Entäuschendes probiert, aber jetzt das "GoalZero Guide 10" als sehr brauchbar getestet:
    http://www.amazon.de/Goalzero-…sr=1-1&keywords=goal+zero


    Meine Messungen mal in Kurzform am Beispiel meines Smartphones:
    (Wer es ausführlicher lesen will: http://www.computer-complete.de/?p=1871)
    Das Laden des 2000 mAh Akkus meines Smartphones mit 4 vollen Akkus aus der Ladeschale des Goal vollbringt das Teil exakt 1 mal vom Ladezustand 14% auf 100%.
    Rein rechnerisch würde man da mehr erwarten (4 * 2500 mAh = 10000 mAh), aber der Spannungsabfall der NIMH-Akkus ist halt so groß, daß die nötige Ladespannung nicht länger aufrecht erhalten werden kann. Aber das Produktversprechen "Smartphone 1 bis 2 mal Laden" wird erfüllt.


    Das Solarpanel läd die 4 Akkus in der Ladeschale bei voller Sonneneinstrahlung tatsächlich in den versprochenen 4 Stunden voll auf.
    Damit kann man dann Abends das Smartphone, Kamera, ... wieder aufladen.
    Oder besser, die Akkus in dafür vorgesehenen Geräten direkt verwenden, dann ist die Stromausbeute natürlich höher weil keine Ladeverluste!
    Habe meine Kamera daher extra nach den Kriterien "lange Akkulaufzeit", "AA-Akkus verwendbar", "optischer Sucher dran", ausgewählt.


    Hängt man das Smartphone zum Laden direkt ans Solarpanel, also direkte Aufladung von der Sonne, dann wird der 2000 mAh Akku vom Ladezustand 7% auf 99% innerhalb von 3 Stunden und 20 Minuten voll geladen. In dieser Zeit war sogar ca. 1 Stunde lang der Himmel bedeckt, also keine volle Sonneneinstrahlung. Somit dauerte der Ladevorgang genauso lange/kurz wie an der Steckdose.


    Meine Bewertung:
    Mit 650g komplettem Gewicht und ca. DinA4-Größe ist das Teil gut im Rucksack/Boot zu transportieren. 4 bis 5 Stunden Sonne während Pausenzeiten hat man innerhalb mehrerer Tage im Sommer wohl immer. Wenns paßt, kann man es auch offen am Rucksack tragen oder am Boot befestigen.
    Somit erfüllt das Panel meine Bedürfnisse voll.
    Wie es sich in der tatsächlichen Praxis bewährt, werde ich im Oktober auf meiner geplanten Wanderung austesten.
    :schlaubi:winken

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Also mir gehts genau andersrum! Ich überlege bei jeder Tour, ob ich ereichbar sein muss, oder ob ich von jeder Knoblauchrauke am Wegesrand ein Foto schießen muss. Attendorn hat mir das mal wieder gezeigt: Hätte ich das Handy nicht in Bereitschaft gehabt, hätte ich einen Tag länger bleiben können! Aber NEIN, ich musste ja unbedingt erreichbar sein und "Netz haben"!


    Wie war es denn in den Zeiten. als wir uns von unterwegs via Telefonzelle einmal am Tag gemeldet haben und die (mechanische)Kamera noch einen 3 cm langen Hebel hatte, um den Film zu transportieren :confused ! Wir haben es alle überlebt und sind auch groß geworden. TappsiTörtel, ich möchte hier nicht Deine Idee töten oder Deinen Thread kapern, ich möchte nur zum Nachdenken anregen, ob Bushcrafting nicht auch mal für einen begrenzten Zeitraum OHNE Milliamperestunden und "Ich-hab-nix-mehr-zu-Essen-hol-mich-ab-Erreichbarkeit" funktionieren kann/soll/darf/muss!


    Meine Eindrücke via Fotos zu dokumentieren ist zwar ein ganz toller Gedankenansatz (mache ja selber ganz gerne Bilder), aber ausser ein paar netten Bildern kommt doch eh nicht viel dabei rüber. Die Stimmung und die Empfindungen, die mich auf einer Tour erfassen, kann kein Foto transportieren. Für das halbe Pfund Solarpanel nehme ich lieber entsprechend mehr Reis mit oder gönne mir mal einen Einkauf von frischem Gemüse unterwegs.


    Aber das ist nur MEINE Meinung und soll keineswegs andere User davon abhalten, technische Features von Solarpanels zu diskutieren!


    Liebe Grüße


    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Tragbare Solarladegeräte sind ohne zweifel eine interessante Sache und für Geräte bei denen man den Akku nicht einfach so wechseln kann (z.B. Smartphones) auch sinnvoll. Der Haken an der Sache, und der Grund warum ich mir sowas nie zugelegt habe ist ganz einfach das Gewicht. Man muss sich nur mal ausrechnen wie viele AA oder AAA Akkus oder Batterien man mitschleppen müsste um an die 650 Gramm zu kommen. Da müsste ich schon SEHR lange auf Tour sein.
    Trotzdem ein guter Bericht und wer wirklich mal längere Zeit autark unterwegs sein möchte wird um so ein Teil kaum herum kommen. Einen weiteren Nutzen solcher Geräte sehe ich in der Anwendung zuhause als Notfallausrüstung bei Stromausfällen (Siehe Elbhochwasser),da spielt das Gewicht ja keine Rolle. Oder wie der Amerikaner sagen würde Teil eines "Prepper Kit".
    Wen es interessiert auf Odoo TV gibt es ein paar Videorewievs zu verschiedenen Geräten dieser Art.

  • Einen weiteren Nutzen solcher Geräte sehe ich in der Anwendung zuhause als Notfallausrüstung bei Stromausfällen (Siehe Elbhochwasser),da spielt das Gewicht ja keine Rolle


    Jepp, das sehe ich genauso! Da macht das ECHT Sinn :daumen !


    Man muss sich nur mal ausrechnen wie viele AA oder AAA Akkus oder Batterien man mitschleppen müsste um an die 650 Gramm zu kommen


    Da habe ich mit meinem (geschätzten) halben Pfund wohl etwas daneben gegriffen!!! :wallbash

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  • Hängt man das Smartphone zum Laden direkt ans Solarpanel, also direkte Aufladung von der Sonne, dann wird der 2000 mAh Akku vom Ladezustand 7% auf 99% innerhalb von 3 Stunden und 20 Minuten voll geladen.

    ich zietiere mal aus der Anleitung von meinem Sunload Solar Panel Solarclaw, "Sunload Solarmodule besitzen einen Spannungsbereich von ca. 10V bis 30V. Die Max. Spannung tritt im Leerlauf (ohne Last) auf. Auch wenn die nominale Spannung kompatibel zu Ihrem Gerät ist, kann die Leerlaufspannung Ihr Gerät zerstören. Verwenden Sie deshalb einen Solar-Laderegler oder unseren MultECon Charger"


    Dies ist bei den Solarpanels von Sunload so, ich denke wenn in deinem Panel kein Solar-Laderegler eingebaut ist dann ist er im Ladegerät und dann solltest du immer das Ladegerät anschliessen und daran den Verbraucher.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Hallo, ich hatte mir auch mal überlegt so Solarpanels zu besorgen..bin aber davon abgekommen. Warum? Mein altmodisches Handy schafft mit einer Ladung fast 2 Wochen, und wenn ich draussen bin mach ichs eh meistens aus. Meine Camera braucht AA Batterien....und volle Akkus reichen für so 100-150 Bilder, wenn ich dann noch Extraakkus mitnehm...reicht das üppig. Was brauch noch Strom? Klar mein kleines Radio....das ich eh seltenst mitnehm....aber das hat ne Kurbel dran. Die Lampe brauch auch ned soooo viel Batterien....Led-Technik sei Dank. Für mich waren das genügend Gründe kein Panel für Unterwegs zu besorgen.
    Sicher ist moderne Technik was Tolles, aber gerade Draussen will ich möglichst wenig davon, denn der Alltag ist schon voll genug damit.
    Gruss von der Alb

  • draussen:
    Das Goal hat einen Laderegler hinten dran. Hier sind die Anschlüsse für USB, Klinke und 12V Zigarettenanzünder (Adapter).
    Man kann ein Gerät ohne das es Schaden nimmt direkt aufladen, der Ladestrom wird am USB auf 500mA geregelt.


    outdoorfriend:
    Danke für die vielen Links. Werde ich mir auf jeden Fall anschauen. odoo.tv bringt oft sehr gute Reports.


    @Albbär:
    Lederstrumpf:
    Grundsätzlich bin ich absolut Eurer Meinung!
    Man muss unterwegs nicht immer erreichbar sein, man muss nicht die ganze Technik dabei haben. So konträr es klingt, eigentlich will ich auch genau das!
    Bisher habe ich nie ein Handy, geschweige ein Smartphone mit raus genommen, bisher hatte ich auch fast nie ne Knippse dabei.
    Ganz früher mal in der analogen Zeit (da hatte ich mal so ne kleine Minox, hat prima Bilder gemacht, da mußte man die ganzen Filme einpacken).
    Jetzt denke ich mir manchmal, daß ich mir gerne mal ein paar Bilder von früheren Touren anschauen würde, obwohl ich die vielen Eindrücke, tolle und auch weniger tolle ja im Kopf habe. Vielleicht lasse ich mich gerade von der allgemeinen Hysterie anstecken? Vielleicht ist es auch vom Job bestimmt (ITler) ?


    Mein Gedankenansatz war einfach mal ein Smartphone dabei zu haben (sonst nix) um Bilder zu knippsen, für den Notfall im Job doch mal erreichbar zu sein (Email), für Abends evtl. mal was zu lesen zu haben und vor allem Bestimmungsliteratur für Bäume, Pilze, ... lesen zu können. Also EIN Gerät (das leider viel Strom braucht) für ALLES.


    Naja, hatte ich bisher auch nicht, also doch lieber einfach loslassen, das Ding zu Hause lassen und der Baum den ich nicht kenne, nun, der steht genau so schön da und erfreut mich genauso wenn ich den Namen nicht kenne? Lesen kann ich auch zuhause, unterwegs lieber mal den Himmel betrachten? Der Notfall des Kunden, bin eh weg und kann vor Ort eh nicht helfen? Hysterie der Selbstständigkeit?
    Ein viel erholsamerer Urlaub wird es sicher mit Abwesenheitsnotiz der Mailbox und Email - einfach nur weg sein und den Kopffrei lassen dabei!
    Vielleicht nehme ich dann doch nur mal die Knippse mit AA-Batterien mit, sonst nix!?


    Also mal vielen Dank für die Denkanregungen und fürs "runterholen". Ich weiß zwar jetzt noch nicht was ich beim nächsten Mal tatsächlich mitnehme, aber egal was, es ist nix was ich unterwegs wirklich brauche !!


    Eure Beiträge waren für mich jetzt echt :gb

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Hallo Tappsitörtel,
    ja auch darum geht es: man muss ned 24/7 erreichbar sein, wir alle haben ein Recht auf unsere Freizeit und Erholung. Und je nachdem wo wir sind hilft es dem "Störenfried" recht wenig, dass er uns erreicht, oder? Dieser Wahn der ständigen Verfügbarkeit hat ja wohl mit dem Handy angefangen, seither sieht man immer mehr Getriebene, und diese ganze "Burn-Out-Sache" ist ein Resultat davon. Klar, das gabs früher auch, aber nicht in diesem Ausmass, denn jetzt erreicht es schon den kleinen Angestellten. Ich finde einfach es ist besser mal ein paar Tage weg zu sein, als dann ein paar Monate wegen seiner Gesundheit zu fehlen. Und es geht nicht nur um Gesundheit...nein es geht auch um Familie, Freunde, das ganze soziale Leben.


    Aber genug der Kritik, persönlich finde ich diese Solarsachen gut, da wo sie Sinn machen: Daheim, in der Laube, aufm Wohnmobil etc...und da dürfen die Teile auch etwas grösser sein.


    Gruss von der Alb

  • Huhu.


    Auf den Outdoorseiten.net findest du etliche Erfahrungsberichte zu Solarpanelen,
    da Suchfunktionen in Foren so ihre Tücken haben hier zb mal ein LINK


    Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal überlegt ob sowas Sinn macht auf längeren Touren,
    aber letztlich wäre das nur bei sehr wenigen.
    Zb sehr lange Autark unterwegs in abgelegenen Gegenden mit schwacher oder keiner Infrastruktur und / oder
    als zusätzliches Backup für Notfälle (GPS, Sat-Telefon ect ) bzw elektronischen Navigationshilfen (Paddeltouren Meer / Küste ) .
    Also schon eher in Richtung Expedition / Abenteuerurlaub und weniger so normalo Tourentauglich,
    und schon garnicht in Deutschland nötig. Meiner Meinung nach. Investiere das Geld lieber in andere Dinge,
    wobei ich weiss ja nicht was genau du vorhast.


    Zum einen, wird hier ja schon erwähnt, 1-2 Ersatzakkus sind leichter.
    Zum anderen kann man sich einschränken.
    Vermeidbare Stromfresser an Kameras sind zb das Display (hatte man früher auch nicht) und auf Blitz macht Outdoors ohnehin keinen Sinn,
    auch Langzeitbelichtungen müssen nicht unbedingt sein.
    Ebenso kann man auf Autofokus verzichten und per Hand scharf stellen.
    So lässt sich wirklich eine Menge Strom sparen ! Einfach mal ausprobieren, ich jedenfalls hab den Eindruck das das ne Menge bringt.
    Ich habe über 1000 Fotos in der Türkei gemacht mit meiner circa 8 Jahre alten Canon 350 (immer noch der erste Akku wohlgemerkt) und habe
    erst am vorletzten Tag (also Tag 11 ) geladen. Da war der Akku noch nicht mal komplett leer allerdings das "Symbol" und naja
    man soll Akkus nie vollständig entleeren.
    Handy ist auch so ein Punkt. Handys verbrauchen nicht nur beim Telefonieren Strom (das ist ja nun mal unvermeidbar haha ),
    was aber viele unterschätzen oder nicht bewusst ist,
    das ein Handy auch ständig versucht die Verbindung zur näxten Station aufrecht zu erhalten.
    Je nach Verbindungsqualität / Entfernung der Station verändert das Handy dabei seine Eigene Signalstärke / Empfangsleistung.
    Das kann man gut in Bergregionen beobachten, sogar in Deutschland, auch wenn es durch den Ausbau der Masten in den
    letzten Jahren nicht mehr so schlimm ist.
    Aber es gibt Ecken zb bei mir in der näheren Umgebung Richtung Mansfelder land oder gar im Harz wo man förmlich
    zu sehen kann wie es den Akku leer saugt weil das Handy ständig versucht die Stationen zu kontakten.
    Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Handy ausmachen.
    Das Handy brauch ich draussen nur als Notfallbackup, oder zb auf Reisen um den Airport / Fluggesellschaft ect zu kontaktieren,
    ansonsten bleibt es eben aus und dann hält es ewig.
    Ich habe aber auch bewusst ein Handy was nix anderes kann als Telefonieren :-) selbst im Standby hält der Akku circa 3 Wochen (in Deutschland).


    Langer Rede kurzer Sinn...
    Mit einem Ersatzakku ist man auf der sichereren Seite. Selbst wenn man 2 Ersatz akkus mitnimmt fällt das nicht ins Gewicht,
    da man dann auf die Ladegeräte verzichten kann.
    Auch hat man so eine Redundanz als zusätzlichen Sicherheitsbonus.
    Verlässt man sich nur auf 1 Solarpanel und das geht kaputt.. naja schleppt man etlichen unbrauchbaren Elektroschrott herum.


    Jetzt konnte ich zwar nix zum Solarpanel direkt beisteuern ausser dem Link... aber evt ein paar Gedankenanstösse ob es überhaupt Sinnvoll ist.


    Grüße Kruppi