selbstgemachter Jagdreflexbogen: "Sturmwind"

  • Mein neuer assymetrischer Jagdreflexbogen aus Hasel mit Buchentipps und lackiert mit Holzöl. War eigentlich nur als Spielzeug für Zwischendurch gedacht, aber er hat nen strammen Auszug und nen Knüppelharten Release. Hab die Zugkraft noch nicht ermittelt, aber bisher einer der stärksten.




    Hoffe de hält wenigstens ne Weile, denn bei Hasel ist das immer so ne Sache. Es wird wohl mal bald Zeit wieder ernten zu gehen.

  • Ursprünglich war angedacht einen Reflexbogen mit starren Enden zu bauen aber aus einem Stück. Das heißt ich wollte die Enden dicker lassen und mit Dampfbiegen. Aber ich hab beim Biegen Fehler gemacht und es kam fast zum Bruch. Daher hab ich mich umentschieden und die Enden normal dünner gemacht, gebogen und und in der gleichen Kurve gebogen Buchentipps draufgeklebt damit die Recurves reflex bleiben und nicht , bzw. kaum arbeiten.
    Angebracht hab ich sie mittels Schuh und Lederkleber von UHU, diesen nahm ich weil es schon einwenig arbeiten muss und Alleskleber zu starr wird und Holzleim nicht Wasserfest genug ist. Alles hab ich mit Schraubzwingen festgemacht.
    Hier ein Bild davon



    War halt im großen und ganzen eher ein Übungsbogen, der mir aber recht gut gelungen ist würd ich mal sagen. Reflexbogen machen ist aber sehr mühselig. Der nächste wird erstmal n guter alter Langbogen.

  • Die hab ich aus einem Stück Buche fein säuberlich herausgesägt und ebenfalls mit Dampf gebogen. Das gute an Buche ist, dass es aufgrund seiner kurzen Fasern in der Form bleibt in der es gebogen wurde. Für den Bogen an sich ist es eines der schlechtesten Hölzer überhaupt.


    Dampfbiegen mach ich folgendermaßen:
    Wenns nur Pfeile sind mach ich nen Topf mit Wasser heiß und lass die einfach da drüber und biege sie mit der Hand zurecht. Bei dickeren Hölzern wie den Recurves von Bögen leg ich die Stelle die ich biegen will über den Topf mit kochendem Wasser und decke alles schön mit Alufolie ab. Dann lass ich das Holz ja nach Dicke und Holzart mindestens ne halbe Stunde dort im Dampf.
    Daraufhin hab ich dann eine Form vorbereitet die die Krümmung des Recurves hat und presse die die mit Schraubzwingen fest. zwischen Holz und Schraubzwingen tu ich ein Medium dass sich die Zwingen nicht in das Bogenholz drücken. Dort lasse ich das alles für mindestens einen besser mehrere Tage. Danach muss man wieder ne ganze Weile warten bis die Feuchtigkeit wieder auf Normalniveau herunter ist. man sollte den Bogen ca. 2 Wochen nicht belasten.
    Man sollte wenn man einen Bogen mit Dampf biegt sich speziell nur die Stellen vornehmen die man biegen will und auch nur so lanfg wie es unbedingt nötig ist, denn jedes Dampfbiegen schwächt das Holz ein wenig.


    Biegen ist ebenfalls mit trockener Hitze möglich wie von einer Heißluftpistole, oder einem Feuer.