Hobo Kocher

  • Guten Abend zusammen,
    Es gibt viele Arten sich einen Hobo Kocher zu bauen,
    man kann ganz einfach Unten und Oben in den Rand einer Blechdose ein paar Löcher machen und fertig ist der Kocher.


    Heute habe ich mir aber mal wieder einen etwas aufwändigeren Kocher gebaut,
    hier das Ergebnis:

    gesamtgewicht (mit Bügelrost) 372,5 gramm


    hier die Material und Werkzeugliste:
    -Bohrmaschine
    -Stahlblech : 4stck 13cm x 15cm, 1stck 13cm x 14cm
    -Rundstahl 2,5 mm durchmesser ca 40 cm
    -Metallsäge oder eine Flex mit Metalltrennscheibe oder ähnliches
    -eine Feile
    -einen Permanent Marker und ein Lineal zum Anzeichnen


    hier die Bauanleitung:
    Zu erst werden die Metallteile zugesägt - 4 Stück mit den Abmessungen 13cm x 15cm


    Ich habe nach dem ersten Zuschnitt, eine der Platten vor den Anderen gefertigt und diese dann als Schablone für die Anderen benutzt (auf dem Bild ist es die linke)


    Hier die fertigen Seitenteile,
    wichtig ist eigentlich nur, dass die Maße eingehalten werden.
    Die Schlitze für die Bodenplatte und die Haken an den Seiten müssen auf jedem Seitenteil auf der selben Höhe sein, sonst steht der fertige Kocher nachher nicht gerade und die Teile Passen nicht richtig zusammen

  • Nachdem die Seitenteile fertig gesägt sind werden die Kanten noch alle abgefeilt und das Zuschneiden der Bodenplatte beginnt.


    Dabei wird zuerst ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 12 cm auf eine Metallplatte Aufgezeichnet, an die Mitte von drei Seiten wird ein Zapfen mit 1cm Länge und 3cm Breite angezeichnet.
    Nun wird das Ganze ausgesägt, Belüftungsschlitzen versehen und ebenfalls abgefeilt.


    Fertig ist der Kocher



    Bilder der ersten Befeuerung folgen bei etwas humanerem Wetter ;)


    hoffe es gefällt euch


    liebe Grüße und viel Spaß beim nachbauen
    Stefan

  • Sieht gut aus, erinnert mich irgendwie an den Künzi. Ein paar Anmerkungen aus eigener Erfahrung:


    Die Schlitze im Bodenblech werden sich bei längerem Gebrauch recht schnell zusetzten. Eventuell wären hier Löcher besser. Da fällt die Asche leichter durch.


    Die Topfauflagen hätten etwas länger sein können. Wenn der Topf so tief sitzt neigt der Hobo zum Rauchen. Hängt man den Topf höher wird es besser. Ich kannte das Problem vom Künzi. Auf der anderen Seite wird der Kocher dann natürlich auch Windanfälliger. Was nun der beste Mittelweg ist weiß ich nicht.


    Wie schwer ist er eigentlich und was für Blech hast du genommen?

  • Da hast du schon recht mit den Schlitzen...
    Ich hatte ursprünglich vor für die Bodenplatte ein Lochblech zu nehmen, aber das was ich noch hatte war leider zu klein =(
    Muss mir meine Bohrmaschine morgen mal zurück holen, die ist gerade verliehen, dann werd ich eine bessere Bodenplatte machen.


    Der Künzi war das Vorbild für den Vorgänger von diesem Hobo ;) kann also schon sein das ich etwas an dem Design hängen geblieben bin :D


    Die Topfauflagen kann ich bei Bedarf ja noch erhöhen, erstmal werd ichs aber so ausprobieren, bevor ich zuviel wegnehme und das dann erst beim ausprobieren bemerke...


    Das Blech Stammt von einem Rauchabzug den wir auf unserem gemauerten Grill hatten, der wurde abgerissen und dann hab ich mir das Material gleich gesichert ;)
    kann auch nicht genau sagen was das ist, ist aber auf jeden Fall rostfrei ... ich nenns einfach mal Stahlblech :)




    werde auch noch einen einfachen verstellbaren Rost einbauen, aber dazu mehr wenn es soweit ist


    lg stefan

  • Guten Abend zusammen,
    wie angekündigt war ich heute meinen Hobo ausprobieren
    und ich bin noch begeistert, vielleicht könnte ich die Topfauflagen noch ein bisschen erhöhen, aber ich lasse es erstmal so funktioniert ja recht gut


    Das Gewicht des Hobos beträgt genau 372,5 g (mit Bügelrost, Bilder dazu morgen)


    hier ein paar Bilder


    mein heutiger Begleiter


    Anfeuern


    in Betrieb


    Teewasser


    Bratkartoffeln


    LG Stefan

  • Als ich noch ein Blutiger ANfänger war,hab ich mir auch nen Hobo gebaut.
    Ich nahm damals ne normale Dose (Erbsendose oder so )
    und bohrte in die Mitte und in den oberern Rand Löcher mit ner Ahle
    von nem Victorinox.
    Schon war mein Hobo fertig.
    Vorteile:
    Leicht
    einfach
    "Multifuel"(Holz,Kohle,Esbit,Spiritus,Benzin-davor aber etwas Sand in den Kocher,dass verhindert ne Explosion)
    Nachteil:
    Voluminös
    nicht sehr gute Brennleistung

    Tamara Winkler *27.9.1993 +20.1.2012


    Tammi,ich werde dich nie vergessen!


    Der,der mit dem Kopf löcher in den Boden schlägt ;)

  • Astrein gemacht und auch ganz toll beschrieben – ganz herzlichen Dank lieber Rio :gb :daumen
    Hast du zu den Schablonen vielleicht eine Datei die man sich herunterladen könnte, wenn man das Teil nachbauen möchte?



    Weiter so!
    Ilves

  • Hier mal ein Plan mit den Wichtigen Maßen
    hoffe das hilft erstmal
    lg Stefan


    EDIT
    ich mache nachher noch eine Maßstabsgetreue Schablone, aber erstmal mach ich den verstellbaren rost
    Die neue Bodenplatte ist auf dem Foto ganz rechts zu sehen

  • hast du super hingekriegt stefan, :) und das gewicht ist für mich im idealbereich. kann ich eine bestellung aufgeben :)
    du weisst ja, ich hab zwei linke hände :)


    liebe grüsse


    michael

  • An dieser Stelle mal ein kleines Update:
    Habe den Hobo etwas kleiner und leichter gebaut (300gr)
    auch habe ich von Anfang an eine Schablone benutzt damit die Teile etwas gleichmäßiger werden


    hier ein paar Bilder:


    Verpackt


    Aufgebauter Ofen mit Verpackung


    Die Schablonen und die wichtigsten Maße

    ( Die Schablone der Bodenplatte hat 4 "Nasen".. der fertige Ofen aber nur 3 ... das kommt daher, dass mir bei den Nasen schon öfters Fehler unterlaufen sind
    und ich so die Möglichkeit habe mir die schlechteste Nase am fertigen Ofen auszusuchen und dann abzuschneiden)


    an diesem Ofen sind einige Kanten noch nicht abgeschliffen und sehen noch etwas scharf aus, das mache ich aber noch weg


    liebe Grüße
    Stefan

  • Hallo sieht sehr gut aus dein Hobo, da hat wohl der künzi Pate gestanden.


    Aber warum kaufen, wenn man(n) es selber machen kann !



    Grüße


    Trapper John

  • Bei Alu muss man schauen, welche Legierung man nimmt, da normales Alu durchkokelt.
    Ich könnte einen Kocher von amazon empfehlen, der ist noch ein ticken anders. ich schau mal, ob ich ein Bild finde.


    Für meinen selbstgebauten Kocher habe ich von Ikea den kleine bzw. großen Besteckkorb gekauft und ein Lcoh für das Holz geschnitten. Mit ein paar Schrauben als Füsschen, bekommt das Feuer auch immer genug Luft. Zusätzlich passt dort ein "Zebra Billy Can" rein und mit zwei dünnen Zelthäringen, die man druchsteckt durch die Löcher, kann man darauf kochen.


    Wünsch Euch was
    Walküre

  • Für meinen selbstgebauten Kocher habe ich von Ikea den kleine bzw. großen Besteckkorb gekauft und ein Lcoh für das Holz geschnitten. Mit ein paar Schrauben als Füsschen, bekommt das Feuer auch immer genug Luft. Zusätzlich passt dort ein "Zebra Billy Can" rein und mit zwei dünnen Zelthäringen, die man druchsteckt durch die Löcher, kann man darauf kochen.

    Bilder machen und Zeigen :eek
    LG Parzival

  • Könnte man auch Alu dafür nehmen? Ich denke grad daran, einen preiswerten Windschutz umzubauen.


    Die Alusorten die ich kenne halten tatsächlich der extremen Hitze nicht stand! Auch Stahlbleche, wenn z.B. zu dünn, können ihren Geist aufgeben.


    Erfahrungswert meinerseits... :feuerbohr


    Gruß Travelmad

    "Member of OutdoorFrankenCrew"


    - see it - learn it - teach it

  • Ich kann sowas nicht bauen - 20% meiner Finger sind Daumen - aber ich muss mal sagen das diese Art der beiträge einfach Prima sind. Das gibt es soweit ich weis sonnst nirgends ! Respekt und Dank all jenen die sich solche mühe machen :gb