Rucksackempfehlungen?

  • Hallo beisammen,


    vorweg möchte ich mich dafür entschuldigen, wenn das hier der falsche Bereich im Forum ist, aber ich denke das Thema Rucksack passt am besten zu "Fortbewegung". :)


    derzeit stellt sich mir eine große Frage. Und zwar bin ich auf der Suche nach einem guten Rucksack, der was aushält und etwa 100 Liter an Füllvermögen hat. Zuvor habe ich dies nicht gebraucht, da war ich aber auch noch keine drei Wochen unterwegs.


    Da ich eine solche Tour im Mai plane und ich auf so wenig wie möglich verzichten möchte, besonders da es mein erstes Mal ist, dass ich so lange alleine unterwegs bin, will ich mich gut rüsten.


    Deshalb hoffe ich darauf, das einige von euch mir einen guten Rucksack empfehlen können, wie die Überschrift schon heißt.


    Ein Kumpel mit dem ich sonst oft unterwegs bin hat einen der berühmten holländischen Militärrucksäcke, auf die er absolut schwört. Da ich einen solchen jedoch nicht finde und auch nicht weiß, ob dieser tatsächlich nötg ist, wollte ich einfach mal andere Meinungen zu dem Thema hören.


    Desweiteren bin ich auf auf der Suche nach einem kleinen Erste-Hilfe-Set. Wenn also auch in diesem Bereich jemand eine Empfehlung machen kann, wäre ich sehr dankbar. :manni


    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten,
    Wuruhi. :D

  • Das ist vor allem auch eine Geldfrage. In welchem Preisbereich bewegen wir uns denn? Zwischen 70 und 500€ gibts da viele Möglichkeiten.

  • Wenn es in der Kategorie 90 + sein soll dann möchte ich Dir unbedingt den Tatonka Bison 95 empfehlen. Den habe ich selbst und werde das Teil auch diesen Sommer wieder mit nach Schweden nehmen.
    meisst wirst Du bei so viel Gepäck über 20 Kilo kommen, ausser Du willst auf Tour einkehren, dann aber brauchst Du in der Regel auch keine 90 Liter oder mehr! Wenn Du unsicher bist, poste doch mal ne Packliste und Touren-Infos :daumen
    Zu den anderen Kandidaten in der Grössenordnung kann ich Dir nix sagen was Du nicht selbst im Internet nachlesen könntest ;-) Aber zum Bison: Das Teil hängt schon ziemlich Starr und steif am Rücken, erst ist es ungewohnt so zu schleppen, wenn man solche Giganten nicht gewohnt ist. Schnell legte sich das bei mir, denn die gesammte Last (27 KG.) verteilte sich super auf den Beckenkamm !!!Unbedingt muss das Teil richtig sitzen!!! Ja!!! Blasen kann man auch an dieser Körperstelle bekommen :heul und die WERDEN aufrubbeln. Aber wenn der Rucksack einmal richtig sitzt .... dann sitzt er wirklich fürstlich! ;)
    Teuer und schwer sind die Dinger in der Grössenordnung alle, wenn sie auch mehr als 20 Kilo tragen können sollen. Also lass Dich davon nicht abschrecken!
    Zu der First Aid Frage: Absolut perfekt, wenn Du ein Paket Compeed hinzu legst finde ich folgendes Set:
    "Salewa First Aid Trekking Kit" Ich rate Dir aber an dich an die Packliste zu halten und den Kram selbst zusammen zu packen. Ist Preisgünstiger.

    Von der Firma "Care-Plus" gibt es Sets mit sterilem Material wie Skalpell, Infu-Nadeln, Braunülen, Wundnaht-Sets etc. Ausserdem mit ärztlicher Erklärung in vielen Sprachen für die Grenzbehörden :wallbash In Ländern mit zweifelhaften Hygienischen bedingungen , drückst Du dem Arzt das eingfach in die Hand. Ansonsten...Dieses Trekking Teil ist schon anständig gepackt. Viel mehr braucht doch kein Mensch. Ich hoffe das hilft schonmal ein wenig weiter!

  • Der Bison ist wirklich gut. Ich habe mir vor Jahren mal die 75 Liter Version angeschaut und fast gekauft. Am Ende ist es aber ein Deuter geworden. Bedenke aber, dass es beim Rucksackkauf ähnlich wie bei Schuhen ist. Er muss dir halt passen. Ein halbstündiges Probetragen mit dem geplanten Gewicht sollte also Pflicht sein. Bei den meisten Läden ist dies heute selbstverständlich. Einen Rucksack im Internet zu kaufen ist dagegen ein Glückspiel.


    Zuvor habe ich dies nicht gebraucht, da war ich aber auch noch keine drei Wochen unterwegs.


    Da ich eine solche Tour im Mai plane und ich auf so wenig wie möglich verzichten möchte, besonders da es mein erstes Mal ist, dass ich so lange alleine unterwegs bin, will ich mich gut rüsten.


    Gegen viel Volumen ist eigentlich nichts einzuwenden. Macht zum Beispiel das Packen einfacher und durch Kompressionsriemen ist ein Verkleinern auch kein Problem. Pass aber mit dem Gewicht auf. Je nachdem welche Strecken zu zurücklegen willst hört der Spass irgendwann auf.

  • Schau' mal auf ebay unter Berghaus Atlas II, in gebraucht. Bekommt man für ca. 90-130EUR in sehr sehr gutem Gebraucht-Zustand. Ist ein Militärrucksack, aber in zivilem grün statt des ewigen camouflage-Designs. Vor allem im Winter brauche ich auch stets viel Volumen, Gewicht ist garnicht einmal das Thema, aber eben Volumen für Schlafsack, Fleecekleidung usw. Der Rucksack hat 80l Hauptvolumen (mit zuziehbarem Trennboden, unten Schlafsack, oben den Rest) und dann noch die zwei abnehmbaren Seitentaschen mit je 10l.


    Die Seitentaschen können zusammen-gezippt werden und ergeben mit den passenden Schultergurten ein Daypack mit 20l. Es passen auch die Seitentaschen vom englischen Großrucksack ("Bergen" heisst der m.W.) und deren Schultergurten. Ebenfalls bei ebay...waren für 15EUR in sehr gutem Gebraucht-Zustand zu bekommen.


    Den Rucksack gibt es in 3 oder 4 Rückengrößen, da das Tragesystem nicht Größen-verstellbar ist. Der Rucksack selbst ist immer gleichgroß / riesig ("grüne Schrankwand"). Probetragen ist ideal, wenn möglich.


    Nur als Anregung...


    Gruß,
    Gereon

  • Räer bietet den Atlas II für 79 EUR an. Viel Rucksack für wenig Geld, hab den über 5 Jahre genutzt, kann echt nicht meckern.
    Mein Limit erreichte er bei 22°- und 5 Tagen, bis dahin hat er mich treu begleitet-

  • ich hab einen alten VauDe mit 85 L - der hat mich 2 Jahre durch ganz China begleitet, in USA beim Trekking usw.
    Material unübertroffen, aber vor allem: Das Tragesystem ist revolutionär - da ist eine flexible "Rückenschale" drin statt den üblichen Schienen und sowas.
    Einmal eingestellt im Laden mit 25 kg drin, und nie mehr wieder was dran stellen müssen! Das Ding "klebt" gepolstert am Rücken - hat nie was gekniffen, gedrückt oder sowas, egal wie schwer oder doof gepackt.
    Kostenpunkt heute ca. 180 EURonen.


    Immer wieder der Tip: Geh in den Outdoorladen Deines Vertrauens oder mit großer Auswahl (am besten schaust Du erstmal, wie der Verkäufer aussieht... :confused )
    Dann von der Funktionalität her was passendes aussuchen, beladen und am Rücken zur Probe einstellen und rumtapsen. Ich hab das einmal gemacht vor 18(!) Jahren, und laufe mit dem Ding immer noch rum und liebe, ja, verehre es!

  • Oh wow, habt vielen Dank. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht mit den ganzen Empfehlungen.
    Ich werd mich einfach mal umsehen, hab hier einige Outdoorgeschäfte in der Nähe, wo man Probetragen kann.


    Ich weiß das sehr zu schätzen.
    Tief verbunden,
    Wuruhi.

  • Moin


    Ich hab seit Sommer nen gebrauchten Briten mit dem ich sehr zufrieden bin.
    Der Asmc Preis (gebraucht) 49.- und dafür "liefert" er ne Menge, mal grob die Eckdaten:


    Volumen circa 100 Liter, wobei je 10 Liter auf die beiden abnehmbaren Seitentaschen entfallen,
    vorn ist noch ein zusätzliches aufgesetztes, kleines Fach.
    Dazu das übliche Deckelfach, also überschaubare dafür ziemlich geräumige Konstruktion.
    Integriertes Tragesystem, Rückenpolster sowie herausnehmbare Rückenversteifung (glaub Alu).
    Brauchbarer "richtiger" Hüftgurt,
    Brustgurt fehlte bei mir, lässt sich aber durch etliche Aufnahmepunkte problemlos nachrüsten.
    Sehr robuste Verarbeitung, Nähte, Reissverschlüsse, Klicker alles in gutem Zustand, Material glaub Cordura.
    Das Eigengewicht des Rucksackes dürfte bei 1->1.5 Kg liegen.


    Für mich (190cm) trägt er sich übrigens recht gut, kann da nicht meckern.


    Etwas im Detail:


    Die Rückversteifung ist in einem Rückenfach untergebracht in das man auch die Faltiso der BW stecken könnte,
    wobei ich emfehle das so zu lassen wies ist, macht schon Sinn.
    Ist ein reiner "Toploader" also es gibt keinen separaten Zugang/Fach am Boden wie beispielsweiße
    beim Standart Bundeswehrrucksack. Stört mich zb nicht.


    Die Seitentaschen sind separat einzeln (als Schulter/Umhängetasche) als auch verbunden als
    Daypack nutzbar.
    Zitat Asmc:

    Quote


    - abnehmbare Seitentaschen (sind mit entsprechendem YOKE-Tragesatz sowohl einzeln als auch gekoppelt als Daypack verwendbar - nicht im Lieferumfang)


    Die extra Schultergurte lagen bei mir dabei, für leichtes Tagesgepäck ist die Konstruktion ausreichend.
    Bei mir waren die Daypacks aber nicht mehr Original sondern durch "Mil-Tec´s" ersetzt wurden, also neuwertig,
    weshalb dort auch die Farben frischer aussehen.
    Ich selbst bin bei Mil-Tec immer etwas skeptisch, in dem Fall aber gabs kein Grund zum klagen, verarbeitung top.
    Der eigentliche Rucksack ist wohl (hab nur etwas Recherchiert) möglicherweisse ein Bergans Lizens Modell,
    den Hersteller hab ich nicht herausbekommen.
    Wichtig ist, die Verarbeitung und Zustand (mein Rucksack hatte mind 2 Vorbesitzer, stehen noch so Namen drin )
    des gebrauchten Rucksackes und der neuwertigen Daypacks waren bei mir gut,
    weder Dreck, noch muffiger Geruch, noch flicken oder reparierte Stellen, sämtliches Zubehör vorhanden
    und vorallem die fetten YKK Reissverschlüsse noch Tip-Top.
    (Es gibt eine sauber geflickte Stelle an der kleinen aufgesetzten Fronttasche sonst aber nix)
    Also man sieht schon das er gebraucht ist, sieht etwas abgeschubbert und ausgewaschen aus,
    bis darauf aber sonst wie neu.
    Der größte Kompromiss ist halt das gewöhnungsbedürftige Briten-Tarn, aber das nehme ich zu dem Preis in kauf.


    http://www.asmc.de/de/Transpor…PLCE-DPM-gebraucht-p.html


    Ich würde den, vor allem zu dem Preis, weiteremfehlen.

  • Hi,
    der brit. Rucksack (PLCE Bergen) hat aufgrund des Namens "Bergen" immer wieder mit Berghaus verknüpft. Tatsächlich wird er aber von Remploy Limited produziert, eine Firma die ansonsten auf dem Outdoormarkt unbekannt ist. Ähnlich verhält es sich ja in der BRD mit Firmen wie den Schleswiger Tauwerken oder Sulze & Brakel, die alleine aufgrund ihrer Ausstattung mit spez. Nähmaschinen Armeerucksäcke fertigen. Lustiges Beispiel, die Fa HEIM Heimtierbedarf (produziert Kratzbäume, Hundebetten, Hundelleinen, etc) fertigt, für die BW die KSK Weste :)

  • Hallo Wuhuri,
    wenn du was übertrieben grosses suchst...schau mal nach nem Lowe Alpine Saracen. Der hat mit Seitentaschen 130 Liter, ohne 100.
    Das Teil ist angenehm zu tragen, aber man muss sich echt beherrschen.....was da alles reinpasst willst nimmer tragen...lach...andererseits muss da echt nix mehr aussen rummbaumeln. Ich persönlich find den gut...bislang nach einem Jahr gibts nix zu beanstanden...


    Aber wie auch andere schon gesagt haben: geh in nen Laden mit vernünftiger Auswahl...wo du Probetragen kannst.....danach am besten nochmal in nen anderen..und dann nochmal. Die grossen Rucksäcke kosten alle ordentlich Geld, da darfst dir echt Zeit nehmen.Schliesslich willst das gute Stück ja n Paar Jahre tragen.


    Überleg dir auch ob es wirklich so ein Riese sein muss....für Frühjahr bis Spätsommer tuts echt ne Nummer kleiner....oder zwei.


    Ich selber bin gerade am Überlegen ob ich mir ne Kraxe besorg oder bastel...da kann man je nach Bedarf mehr oder weniger Packsäcke draufschnallen.


    Gruss von der Alb

  • Mit den Militärrucksäcken von namenhaften Herstellern aus dem Outdoorbereich kann man echt eine Menge Geld sparen. Man sollte aber beachten, dass diese Rucksäcke besonders auf die Prämisse einer besonders hohen Robustheit optimiert sind. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, leider geht dies aber in der Regel mit einem sehr hohen Eigengewicht einher. Dies ist ein Punkt den man nicht unbeachtet lassen sollte. Zwischen den Rucksäcken auf dem Markt gibt es schon recht große Unterschiede im Eigengewicht. Da hat man schnell mal ein Kilo gespart ohne überhaupt schon Ausrüstung gepackt zu haben und wenn man die Sachen selber tragen muss zählt jedes Gramm. Ich weiß noch, dass z.B. die Rucksäcke von Gregory recht leicht waren, ohne das es Einschränkungen bei der Zuladung gab.


    Das Eigengewicht ist übrigens auch die Ursache dafür, dass Lastenkraxen heute nicht mehr so verbreitet sind. Diese sind nämlich inklusive Packsack deutlich schwerer als ein Innengestellrucksack.