Die "perfekte" Kleidung für draussen

  • Ich fasse es einfach so kurz wiemöglich,weil es ja eine relativ einfache Frage ist bzw sein sollte.


    Was ist für Euch die "perfekte" Kleidung für draussen. Wie muss/sollte sie beschaffen sein? Achtet ihr auf irgendwelche besonderen Features bzw Merkmale?
    Bin für eine rege Diskussion, nur BITTE: Keine Links zu irgendwelchen Herstellern setzen, also wie Engelbert Strauss oder Fjäll etc.
    Welche Firmen & Marken es gibt soll nicht Gegenstand des Themas sein!


    Beispiel: Ich lege Wert auf Beintaschen, und Verstärkungen an Knie und Hintern. Material wenn möglich Naturfasern; auf modischen Schnickschnack oder irgendwelche Spielereien und Gimmicks, kann ich verzichten, und Klett/Velcro meide ich, da zu laut und zu anfällig bei Schmutz. Oberteile oder Jacken wenn möglich mit Kapuze; usw usf.


    lg waldkauz

  • Grüß dich,


    also in Bezu auf Hosen ist die Lederhose mein Favourit. Natürlich mit Knöpfen anstatt von Reissverschlüssen. Altbewährt und nahezu nicht zerstörbar. Ausserdem muss ich sie nicht permanent reinigen, aber das ist natürlich Geschmackssache. :)


    Grüßle


    Geri

  • Am liebsten trage ich Wollkleidung, ganz einfach weil ich dadrin sehr wohl fühle und es irgendwie sauberer scheint zu bleiben als andere Kleider. Gewicht spielt keine grosse Rolle, den irgendwie gefällt es mir besser einen schwereren Pulli zu tragen als ein leichtes T-shirt. Am liebsten in natürliche farben; varianten von braun und olivgrün oder so.


    Die Kleidung soll so einfach wie möglich sein; nicht all zu viel Taschen, Knöpfe und sonnst was. Muss locker fallen, damit ich mich ganz frei bewegen kann. Verstärkungen an Knie, hintern, Schulter oder Armbogen sind sehr willkommen.


    Zurück zum Thema Taschen; am liebsten keine, denn ich trage lieber einen Gürtel mit Taschen daran. Kann ich ablegen wenn's mir so passt.


    Kopfbedeckung; Schlapphut/boonie im sommer, Mütze im winter, oder sobald die Temperatur es zulässt.


    Fussbekleidung; Schuhe Leder, Socken Wolle. In der Vergangenheit trug ich hohe (kampf)stiefel, merke aber das ich immer mehr nach niedrigere Modelle umschaue, etwa sowas wie einen Bergschuh.

  • Gut dass Du "perfekt" in " " gesetzt hast ^^


    Für mich perfekt beim gemütlichen Umherstreifen ohne Leistungsdruck (Gemütlich schlendern, durch den Wald stapfen, an jeder Ecke neugierig halt machen, also meine bevorzugte Art :D ): Moleskinhose und Wollpullover bzw. großem Wollhemd darüber. Dazu nen Hut aus Wollfilz oder bei kälterem Wetter eine Wollmütze (ich plage mich schon länger damit mal eine Gugel zu nähen). Bei Regenwetter ziehe ich diese Sachen aber meist nur an wenn ich abends meine Klamotten gescheit trocknen lassen kann.


    Wenn ich "sportlich" draußen unterwegs sein sollte, also viel Strecke machen will, dann achte ich auf schnelltrocknende und leichte Kleidung. Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss dass ich schon lange keine ausgedehnten Wandertouren mehr gemacht habe :heul


    (Lange) Lederhose habe ich ausprobiert: Die kommt nur noch bei Sitzpartys am Lagerfeuer mit. Bei warmem Wetter und bei Anstrengung ist sie mir zu wenig atmungsaktiv, bei feuchtem Wetter schnell zu schwer und unbequem, bei kaltem Wetter... ja... wer bei Minusgraden mal morgens in eine kalte Lederhose geschlüpft ist weiss was ich meine... "Primitive Wochenenden" zu Zeiten meines Trapperhobbys bei Wind und Wetter liessen mich schnell erfahren warum die Ureinwohner damals scharf auf "Trade Cloth" waren: Buckskin war nur bei trockenem Wetter gemütlich.


    An "Features" habe ich gerne Beintaschen, da ich dort meist dünne Lederhandschuhe und ein Tuch transportiere. Klett habe ich auch nicht so gerne, weniger weils laut ist sondern eher weil es sich immer vollsetzt.


    Ein perfektes für mich optimales Kleidungsstück gibt es vor meinem inneren Auge... könnte irgendwann in ein MYOG-Projekt münden... aber ich sammle noch Ideen :D

  • Also bei mir ist das genau wie bei den Jungs oben. Natürlich passt sich die Kleidung immer der Aktivität an.


    Am Berg achte ich auf universelle Funktionskleidung im Zwiebelprinzip, nicht zu viel Schnick-Schnack und leicht soll es sein. Wenn es an der Kleidung anstatt 5 Taschen nur eine gibt ist das ok, für das gespaarte Gewicht kann eine Notfall-Daunenjacke mit.


    Jagdlich sieht es wieder anders aus, Lederhose ist Prima beim rumwerken im Gestrüpp, ansonsten geräuscharm und "Ruhewarm". Wobei ich dann gerne Naturmaterialien ab Bauch abwärts trage und am Oberkörper Funktionsmaterialien. Tendentiell soll das Zeug noch wärmen wenn Nass, also weniger Daune, mehr Primaloft im Winter. Ebenso muss die Kleidung regelmäßig im Kochmodus zu waschen sein und das auch aushalten, Grund sollte klar sein.


    Beim Naturerlebniss darf natürlich nie der passende Hut fehlen, ob australischer Ranger, jaglicher Wollfilzhut oder einfach nen Boonie. Hauptsache zum zusammenquetschen und Nass machen im Sommer :)

  • Interessant wie die Meinungen da auseinandergehen.


    Ich hab gerne so wenig wie möglich und so viel wie nötig an.
    Im Winter trag ich nur Kleidung weil ich muss und dann aber auch gerne das was richtig wärmt und Wasserabweisend ist.


    In der warmen Jahreszeit trag ich eigentlich nur kurze Hosen von März bis Oktober, denn die Beine frieren nicht so schnell und ich hab die nötige Luftigkeit um die Beine. Demenstprechend zerkratzt sehen meine Beine dann auch Ende des Sommers aus :D
    Wenn es warm ist und ich einfach nur so umher streife trag ich am liebsten nur eine Kurze Hose und bin sonst unbekleidet, je nach Gelände noch leichte Trailrunningschuhe oder Barfuss. Das ist für mich das nächste Naturerlebniss. Hab ich einen schweren Rucksack an, noch ein Tshirt, weil bei langen Strecken Die Gurte an den Schultern scheuern.
    Hüte und Mützen kann ich gar nicht ab. Im Winter gehts halt manchmal nicht anders.


    Nackt bin ich auch schon herumgelaufen. Ist ein sehr schönes Erlebniss, geht natürlich nur in beschränkten Maßen. Ich wünscht ich könnte dort leben wo man das Ganze Jahr nur einen Hauch von Kleidung tragen muss,

  • Das ist eine Frage die natürlich nur jeder nach seinen eigenen Vorlieben beantworten kann!
    Was dem einen angenehm ist empfindet ein anderer als ungemütlich.
    Grundsätzlich pendele ich immer wieder zwischen Naturfaser (Wolle) und Synthetik (Fleece) hin und her.
    Aktuell ist Fleece mein Favorit weil schnell trocknend, robust und leicht.


    Schuhe:
    Nach einigen Test von "neumodischen" Treckingmodellen bin ich für die normale Wanderung (jetzt kein Spaziergang) wieder auf die alten BW-Stiefel zurück gekommen. Leder, richtige Sohle (Vibramsohle kann ein richtiger Schuster drauf machen). Ist für mich das optimale Allroundmodell im Gebirge und im Sumpf.


    Hose:
    Am liebsten auch die BW Moleskin mit den Seitentaschen mit Messereinschub. Wobei ich inzwischen lieber ein Modell mit Mischgewebe bevorzuge. Die reinen Baumwollmodelle trocknen doch extrem langsam. Dazu die ganz alten "Opa-Hosenträger" damit kein Gürtel unterm Rucksackhüftgurt stört.


    Oberkörper:
    Viele dünne Schichten. Funktionsshirt, dünnes Wollhemd, Fleecepulli (oder Wolle), dickerer Fleecepulli (oder Wolle), Kapuzenanorak, Poncho. Die letzteren jeweils mit grosser durchgehender Brusttasche (liegt optimal zwischen den Rucksacktragegurten). Der Kapuzenanorak mit Spannern zur Größenanpassung damit er sowohl einfach über dem Hemd, als auch im Winter über alle Kleidungsschichten gut passt.


    Ebenfalls alles mit möglichst wenig SchnickSchnack und vom Material lieber etwas schwerer aber dafür robust und somit beliebig stopf-, roll-, quetsch-, wickelbar.
    Von den Super-Thermo-Daunen-KuFa-Klamotten bin ich ganz weg. Habe sie bisher immer nur mit rum getragen, aber selbst bei kältestem Wetter nie gebraucht.
    Das Gewicht geht lieber in den Schlafsack für optimalen Schlaf.
    :poncho

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Hallo...ich fang mal oben an...
    Kopf: Wollmütze oder Stoffhut
    Oberkörper: T-Shirt aus Baumwolle...oder eben Schurwolle im Winter. Robuste Hemden, Wollpulover (keine Synthetic). Natürlich auch gerne mal Fleece. Als Jacke mag ich am liebssten ne Wachsjacke. Wenns anstrengender wird ist Softshell ok (derzeit superatmungsaktiv durch diverse Brandlöcher).
    Beine: Moleskin-Hose oder Jagdhosen
    Füsse: Lederboots
    Und natürlich n ordenlicher Ledergürtel.


    Klett mag ich gar nicht....und auch diese neumodischen Gürtel mit Steckverschluss sind es Teufels.


    Gruss

  • Mir ist wichtig auf der Haut eine Lage zu haben die schnell die Feuchtigkeit vom Körper abführt da ich mich schnell erkälte. Da ich kein Plastik mag bin ich bei Merino hängengeblieben. Darüber Wolle, gern auch mal Fleece, und im Winter eine leichte Daunenjacke oder mein Geliebtes G-Loft-Jacket.
    Hose muss Oberschenkeltaschen und breite gürtelschlaufen haben da ich quasi stets einen Riggersbelt trage. Grund dafür ist die stufenlose Verstellbarkeit da meine Krankheit mir in schnellem Wechsel den Umfang verändern kann.
    Schuhe müssen über die Knöchel.
    Ein schönes Feature für wirklich kalte Tage oder bei angekratzter Gesundheit sind Hosen mit Fleecelayer innen. Schön warm, trotzdem luftig.
    Verstärkungen an der Kleidung brauche ich an sich nur selten.

    wo die Neurosen wuchern will ich Landschaftsgärtner sein...

  • Ich werde das auch mal aufgliedern.


    Füsse:
    Hohe Lederschuhe und Wollsocken


    Hose:
    Ich mag Hosen aus dem oft anzutreffenden 65/35 Mix aus Baumwolle und Polyester, je nach Anwedung in robuster oder leichter Ausführung. Neben den Standardtaschen ist habe ich eine große Beintasche ganz gern.


    Oberkörper:
    Unterhemd, Fleecepullover und eine Jacke oder Hemd aus dem gleichen Mix wie die Hose. Halstücher trag ich gern.


    Kopf:
    Entweder eine Mütze oder eine Baseball Kappe.


    Unterwäsche:
    Eigentlich bin ich ein großer Fan von Merinounterwäsche, vor allem wegen der Geruchshemmenden Eigenschaften. Den Preis fände ich ja noch verkraftbar, leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Haltbarkeit gegenüber Vollsynthetikunterwäsche doch begrenzt ist. Ich habe Synthetikunterwäsche, die schon über ein Jahrzehnt alt ist, regelmäßig getragen wurde und trotzdem noch in Schuss ist. Bei Wolle haben z.T. schon Monate ausgereicht, bis sich die ersten Löcher zeigten. Daher nutze ich meine Wollunterwäsche eigentlich nur noch bei ausgewählten, vor allem längeren, Touren.


    Wetterschutz:
    Ich nehme eigentlich nur noch leichte Regenbekleidung mit und einen großen Regenschirm.

  • Die perfekte Kleidung für draussen... abgesehen vom speziellen Einsatzzweck und Wetter... und dann auch noch ohne etwas zu verlinken... schwierig. Gibt es die?


    Ich höre gerade meine Lehrherrin, kurz "Herrin", ein Gärtner ist grün... ich bin trotzdem immer in "blau" rumgelaufen....


    Die Kleidung muss leicht und trotzdem extrem stabil sein. Weit geschnitten, aber schlackern soll nichts. Viele Taschen, aber nach innen sollen sie nicht drücken. Das Material aus Mischgewebe oder Kunsstoff (frag mich nicht...), innen aufgeraut, aussen glatt und schmutzabweissend.
    Ich liebe eine Art Overall der in Prinzip aus einer Weste besteht die mit der Hose vernäht ist (hat nicht die Nachteile eines Overalls und ist auch nicht mit einer Latzhose vergleichbar(Overalls sind zu 90% eine Krankheit, habe ich immer nur an wenn es wirklich schmutzig wird, z.B. Heizung incl. Brennkammer und Züge putzen). Der Rücken der "Weste" aus Netzmaterial. Der Gürtel hält nur zusammen und hat keine tragende Funktion (Bockmann heisst der Hersteller, aber den gibt es bei euch nicht... ich glaube der Blåkläder hat ähnliche, da heissen sie Funktionshose).


    Diese Funktionshose wird dann entsprechend kombiniert, Baumwoll-oder Wolle-Unterwäsche, Fleece-Unterzierolli, Fleece oder Wolle Pulover darunter oder auch darüber. Dünne Baumwolljacke a la M65 damit die Stechfliegen nicht so gut ran kommen bis hin zum guten alten Bw-Parka mit Webpelzinnenfutter (die Wintermäntel der Strassenwärter sind aber auch nicht zu verachten).
    Beim Schuhwerk... vom Gummistiefel über die Bw-Stiefel bis hin zu Arbeitsschuhen und robusten Sportschuhen fürs Gelände, nur über die Knöchel muss der Schuh gehen und möglichst dicht halten. Wenn man mit den Gummistiefeln nicht in der Lage ist 100km in 2 Tagen zu laufen hat man die falschen.


    Gruss


    P.s.: Im Moment teste ich gerade Bekleidung aus dem Jagtbereich mit Airtex-Membran von Jahti Jakt als oberste Bekleidungsschicht bei Aussentätigkeiten...

  • zum Thema Lederhose... ich hatte eine aus Büffelleder, mit der ich ein Jahr in China unterwegs, teilweise wochenlang am Stück mit ner Bermuda mal als Ausgleich.


    Es stimmt zwar, dass sie nass probelmatisch ist, aber dafür dann immer noch nicht auskühlend. Da kann man sich immer noch drin wohl fühlen. Die Hose hat nix krumm genommen, alles "geschluckt", und selbst bei Hitze noch erträglich.


    Sie dümpelt zwar jetzt im Winterschrank seit einem Jahrzehnt, aber die ist mir so lieb geworden - was die alles gesehen hat! Muss sie jetzt mal wieder rausholen...


    Ansonsten entweder Moleskin BW oder eine Fjällräven G1000 eher im Winter - dieses G1000 ist zwar ganz gut, aber doch recht dicht, d.h. im Sommer kommt man da unerwarteterweise sehr ins Schwitzen drunter.


    Obenrum Zwiebelprinzip - verlasse mich da, bzw. habe seit längerem keine "Jacke" mehr. Sondern immer schichtenweise mehr, am Ende Fleece und dünne oder dicke Weste drauf (die Dicke ist so eine Monteursweste aus BW, gefüttert, mit riesen Taschen, die von Messeaufbau bis einfach auf dem Boden pennen alles schon mitgemacht hat und immer noch wie neu aussieht, nämlich ... schwarz)

  • Für im Winter unten drunter hat sich bei mir, zuletzt wieder in Wolterdingen, ein sogenannter "Unterschlaz" bewährt. In ähnlicher Form sind Unterschlaze eher als "Long John" bekannt.


    Der Unterschlaz kommt aus der Höhlenforschung. Ist ein Overall aus Fleece-Material. Je nach Ausführung unterschiedlich dick und eventuell an Knien und Ellbogen zusätzlich gepolstert. Er garantiert maximale Bewegungsfreiheit, nichts rutscht dabei irgendwann aus der Hose, keine Kältebrücken und wärmt auch noch in feuchtem/nassem Zustand.


    Der Clou: Unterschlaze haben einen Drei-Wege-Reißverschluss und können vom Hals durch den Schritt bis zum Rücken komplett oder teilweise geöffnet werden. Ganz nach "Bedürfnis" des Trägers! ;)


    Hat sich auch prima als "Schlafanzug" im Schlafsack bewährt!


    Unterschlaze gibt es leider nicht bei mir aber z.B. bei Fritzi und Jörg Obendorf von der http://www.speleotek.de



    Lieben Gruß,


    Westwood

  • @westwood:
    Supertip mit dem Unterschlaz!
    Habe ja im Winter Overalls eigentlich sehr gerne wenn da nicht der Umstand beim Sch... wäre und die fehlende Temperaturregulierung.
    Aber das wäre damit wohl gelöst. Hab mir den Shop aös Lesezeichen gelegt, werde ich mir für den nächsten Winter wohl einen bestellen.
    Danke!

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"