Norwegen März 2013

  • So, ich bin mal gespannt, was das Internet zu meiner Tour sagt. Konstruktive Kritik ist erwünscht, sonst würde ich dies hier nicht hereinschreiben.


    Ich werde Ende Februar diesen Jahres (2013) von Kiel nach Norwegen trampen. Es wird über Flensburg, Kopenhagen, Malmö nach Göteburg gehen, wo ich einen Freund besuche und danach weiter über Oslo nach Lillehammer und dann soweit in den Norden bis ich keine Menschen mehr sehe bzw. soweit ich gefahren werde.


    Ich werde dort in die Wildnis aufbrechen, ein paar Tage dort bleiben und dann zurück. Ein genauer Plan steht nicht, das würde die Spannung nehmen. Mit den Problemen kommen dann auch die Aufgaben, ansonsten wandere ich einfach bis ich keine Lust mehr habe ;-)


    Was ich mitnehmen werde ist folgendes:
    Topf
    Hobokocher
    Wolldecke
    Schot
    Wasserflasche
    Hängematte
    Schlafsack (+5°C)
    Kompass (zur groben Orientierung)
    2 Messer
    2 Feuerzeuge, Streichhölzer, Magnesiumfeuerstarter
    Tarp
    Handangel
    Taschenlampe
    Paracord (genug)
    Hygiene: Süßholzwurzel, Lappen, Seife, Handtuch
    Klamotten am Leib: (Unterwäsche, 1 paar Socken, Hose, Thermoüberziehhose, Longsleeves, T-Shirt, Pullover, fingerlose Handschuhe, dicke Handschuhe, Regenjacke, Schal, Mütze, Walenkistiefel)
    Ersatzklamotten: 1x Unterwäsche, 1 paar Socken, 1 Longsleeve)
    Essen (Reis, Nüsse etc.)


    Die gesamte Ausrüstung (außer die Klamotten am Leib) werden in die Wolldecke eingerollt und mit einer Schot (dickes Seil) auf dem Rücken getragen. Dies ist das erste Mal, dass ich ohne Rucksack verreise.
    Eine Kamera werde ich nicht mitnehmen, weil ich keine besitze, die die zu erwartenden Temperaturen aushält und ich keinen Platz dafür mehr habe. Auch wenns schade um die Fotos sein wird...


    wie gesagt, ich freue mich über konstruktive Kritik.

  • Keine Isomatte, kein Winterschlafsack, kein Zelt? Schneeschuhe oder Skier auch nicht? Sorry, wenn ich das so direkt ausdrücke, aber die Nummer nehm ich Dir ehrlich gesagt nicht ab. Klingt alles ein wenig abstrakt.

  • Du nimmst einen 5-Grad-Schlafsack mit, aber keine Kamera, da die erwarteten Temperaturen unter ihrer Lebensfähigkeit liegen... :confused ?
    Du nimmst einen Topf mit, isst aber offenbar mit den Fingern... :confused ?


    Aber Gedanken mache ich mir nicht um Dich...Du hast ja ZWEI Messer dabei... :lachtot ! Eines solltest aber noch ergänzen: Eigener Rettungshubschrauber mit 24-Stunden-Crew!


    Kleiner Tipp: Ich war schon einige Male in Norwegen, von zwei Wochen Fjellwanderung bis Luxusferienhaus zum Angelurlaub! Ich hab im Fjell schon Schneeballschlachten veranstaltet. Auf dem Bispevegen(Bischoffsweg) in Südnorwegen am 3.AUGUST! Also entweder Du hast Todessehnsucht oder Dich noch nie wirklich mit der Thematik befasst! Oder Dein Beitrag ist ein fake!


    Grüße
    Lederstrumpf

    __________________________________________________________________________________________________________
    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Lederstrumpf drückt es passend aus - ich ergänze das noch um das fehlende Dry-Kit - weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass in Norwegen die Klamotten nicht von alleine trocknen. 1x Ersatz reicht nicht, wenn man jeden Tag laufen will.


    Edit: vergiss die schwere Wolldecke - für das Gewicht kannst Du einen Rucksack, einen besseren Schlafsack und mehr Klamotten einpacken

  • Er schreibt doch dazu das es experimentell ist !
    Ich kann jedenfalls aus seinem Text herauslesen das er einfach austesten will und wenns nicht funktioniert es bleiben lässt.
    Man muss auch nicht in jedem "nicht ganz so perfektem" Beitrag einen Trollversuch sehen. Meine Meinung.


    Das es eine minimal-Ausrüstung ist, ja nun, ist doch hier ein Buschcraftforum oder?
    Viel mehr als 1-2 dicke Decken hatten auch viele der Siedler in Amerika/Kanada nicht dabei.
    Solange er Feuer machen kann (ka wie das in Norwegen ist) sehe ich persönlich kein Problem darin zumindest
    1 Nacht mit Decke + Billigschlafsack zu Überstehen.
    Danach kann er immernoch den Rückzug antreten.
    Ich habe aber auch keine Ahnung von der Wetterlage dort in dieser Jahreszeit.
    Wenn man sich damit besser auskennt als der Fragesteller kann man es aber auch "ordentlich" rüberbingen
    und muss nicht gleich in so einem Ton herummotzen !


    Kein Zelt oder Tarp? Ja nun, das hier ist doch ein Bushcraftforum... evt will er sich was basteln.


    Kein Löffel? Also bitte? Wozu brauch man einen Löffel unbedingt? Darauf muss man nun nicht wirklich rumreiten!
    Suppe kann man auch schlürfen, für gröberes schnitzt man Stöckchen/Spork.


    Vieleicht ist auch die Liste nicht ganz komplett oder die Unternehmung nicht ganz durchdacht, mag sein.
    Dann sollte man ihm helfen und vernüftige Tips geben, aber so ein rumgemotze, was bringt das?


    @ TE , auf nen Poncho oder wenigstens richtig Wetterfeste Kleidung würde ich an deiner Stelle nicht verzichten.
    Und Bushcraft hin oder her, ich persönlich würde auch ein Tarp mitnehmen, so hast du auf jedenfall ein Backup
    gegen Niederschläge und Windchill.
    Statt 2 Messern (Tipfehler?) Nimm lieber 1 Messer und 1 Klappsäge mit.
    Was definitiv fehlt ist Verbandsmaterial.

  • Solche Experimente macht man im Sommer oder südliche gelegenerern Regionen. Ich weiß nix über die Erfahrung des Threaderstellers, aber es klingt nach nicht viel. Ließt sich für mich nach Schwachsinn.

  • krupp: Die Wolldecke der Trapper hatten aber auch ihr eigenes Packpferd ... :unschuld
    Adi: Das von dir genannte Bsp. ist so sicher nicht im Januar durch Sibierien gestiefelt.


    Dieser Denkfehler kommt häufiger vor als man denkt. Es wird einfach nicht das Klima vor Ort beachtet, sondern mit dem Wetter vor der Haustür gleichgesetzt. In D geht das vielleicht, aber hier im Norden liegt an Ostern noch viiieeelll Schnee und es kann seeehhhrr kalt sein.


    Baltar: Habe ich es dir nicht schon in der PN heute Nacht geschrieben das du meine recht deutlichen Worte heute noch mehrmals von anderen hören wirst ;)



    Überdenke es nochmal und verschiebe den Spass auf den Sommer.

  • Hi, anstatt jetzt hier gleich wieder alles besser zu wissen, liebe BCPler, lasst uns doch dem Kameraden mal ein bischen
    auf die Sprünge helfen und ihm oder ihr ein paar Denkanstöße geben.


    Ich persönlich, war noch nie in Norwegen, allerdings im März in den Colorado Rockies, wo wahrscheinlich ähnliche
    klimatische Bedingungen herrschen könnten.


    Man muß sich über eins im klaren sein, ich bin jetzt auch nicht der über Gearfreak, aber für solche Unternehmungen muß es eine
    gescheite Ausrüstung sein.
    Vernünftiger Rucksack und Gutes Schuhwerk.
    Wenn du diese 2 Kriterien schonmal erfüllst und du noch halbwegs körperlich fitt bist, ist das Gewicht der Ausrüstung zweitrangig.
    Dann kannst du auch deine Wolldecke mit nehmen, wenn dir beliebt. ;)
    Nur so als Anmerkung die Yukonpacks etc. waren auch nur eine Notlösung der Trapper, in der Regel hatten sie auch Rucksäcke, siehe
    Nesmuk, Wildwood Wisdom, Trapperwissen etc..


    Ich würde mal Vorschlagen du überlegst dir nochmal alles, setzt dich mit den Klimatischen Bedingungen auseinander,
    überarbeitest deine Packliste, und meldest dich wieder.


    Ich bin der Überzeugung, dass deine Ausrüstung und auch noch viel weniger, für min. 3 Monate ausreicht, allerdings nur von Frühjahr bis Herbst, für Mittelleuropa, dass weiß ich aus eigener Erfahrung.


    Gruß Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


  • Nein, ich werde es nicht auf Sommer verschieben weil ich im Sommer andere Pläne habe. Schade, dass mein Beitrag hier gleich als Troll abgestempelt wird. Genau das ist der Grund, warum ich mich bisher aus dem Internet herausgehalten habe.


    Die Wolldecke ist eine schön schwere aus alten Armeebeständen. Walkloden, nichts hält dich in der Hägnematte wärmer. Erst recht keine Isomatte die sowieso nur hin- und herrutscht.
    Ja, ich Esse mit den Fingern. Oder schnitze mir einen Löffel auf dem Weg, ihr seid doch Bushcrafter und solltet wissen, wie schnell das erledigt ist.
    2 Messer sind garnicht so unüberlegt. Ebenso die vielen Arten Feuer zu machen. Ich habe keine Lust mein einziges Messer zu verlieren und dann blöd dazustehen. Es ist nunmal das wichtigste Werkzeug (wenn jetzt behauptet wird, ich will mein Messer verlieren aufgrund dieses Satzes weiß ich auch nicht weiter).
    Krupp scheint hier der einzige zu sein, der meinen Beitrag ernst nimmt. Danke dafür! Wie du schon geschrieben hast: Wenn es nicht läuft kann ich immernoch abbrechen. Ich rede hier schließlich nicht von einer 6-Monatigen Expedition.
    Bezüglich der Kamera: Ich habe einfach nur eine und die wird das nicht aushalten. Ich müsste sie permanent am Körper tragen damit der Akku nicht unterkühlt, ganz zu schweigen von dem Bildsensor.
    Nach aktueller Vorhersage fallen die Temperaturen nicht unter -10°C.


    Nachtrag: Ja, über Erste-Hilfe-Kit habe ich auch schon nachgedacht.. wird wohl noch hinzugefügt.
    Nachtrag 2: nicht unter -10°C nachts.

  • Ich finde das Vorhaben (abgesehen davon das ich selbst nicht gerne trampe) gar nicht sooo abwegig.
    Beim Trampen kannst Du ja gar keine riesige Ausrüstung mitnehmen, da musst Du Dich auf das allerwesentliche beschränken, sonst läd Dich ja keiner ein.


    Von der Wetterlage im März in dieser Region kann es schon sehr empfindlich kalt sein, aber auch nass.
    Tagsüber ist das ohnehin kein Problem. Habe selbst mal im Winter eine zusätzliche Thermojacke und Hose (KuFa) in Finnland mitgehabt- und niemals angehabt. Würde ich nie mehr mitnehmen, da Windbreaker tagsüber völlig ausreicht. Auch bei tiefen Temperaturen. Und die gingen auch tagsüber unter -10, Nachts bis zu knapp -30.


    Nachts würde ich allerdings nie auf einen richtig guten (passenden) Schalfsack verzichten + Isomatte (habe aber keine Erfahrung mit Hängematte).
    Selbst bei Topkonstitution schläft man einfach nicht wirklich wenn man friert.
    Schlafentzug schwächt, macht auch tagsüber fahrig, erhöht Unfall- und Verletzungsgefahr, läßt einen dann auch tagsüber frieren, ... Teufelskreis.
    Wenn man seine Grenzen testen will macht auch das Spass - und ich denke das willst Du wohl.


    Meine ganz persönliche Empfehlung:
    Lass Ausrüstung für tagsüber soviel weg wie Du willst, nimm vom absoluten Minimum nur die Hälfte mit.
    Für Nachts solltest Du noch mal drüber schlafen.
    Wenn Du mit der Wolldecke und dem angeggebenen Schlafsack ohne Isomatte gut schläfst, dann beneide ich Dich !!


    Viel Spass bei der Tour !!
    Wäre toll wenn Du uns danach erzählst wie es war, was Du beim nächsten Mal anders machen würdest, was gut / schlecht war, ...
    :winken

  • März in Norwegen erfordert schon etwas Gerödel.
    Auch in Norwegen gilt das Jedermannsrecht. Will meinen, Du darfst dort auch nicht überall alles !
    Je weiter Du nach oben kommst, desto weniger wirst Du ein Feuer machen können. Sowieso darfst Du nicht überall zündeln.
    In Schweden wurde gerade wegen der vielen irren Touristen, die sich nicht ans Jedermannsrecht halten, zumindest im Dalsland dieses für Touris eingeschränkt. Kein Feuer mehr ausserhalb dafür vorgesehener Plätze ;) :wallbash Hiemit auch von mir noch ein großer Dank an die vielen dümmlichen Survivler, die glaubten, man kann dort machen was man will.


    Mein Eindruck von Deinem Geschriebenen, sorry, will Dich nicht beleidigen, aber irgendwie ,, Hauptsache anders ''.


    Warum diese Schoth ? Warum, bringt doch gar nichts, ausser Nachteile ?
    Warum keinen Rucksack? Nur weil Du dieses Teil mitschleppen willst, kommen wichtige Dinge nicht mit, ebenso die Wolldecke ? Ich habe auch zwei, aber die Guten, von der franz Armee, neu gekauft, mit richtig hochbauschendem Flor, die sind zwar warm, und vor allem sind sie größer als Deine, somit kann man sich ganz einrollen, aber dennoch taugt das gar nichts für Minusgrade !
    Ich sitze öfters des nächtens bei Frost draussen, als Jäger kommt sowas vor. Dort habe ich weiß der Geier was an guten, warmen Klamotten an, aber dennoch kommt nach vier Stunden meist die Kälte durch.
    Du schriebst, es werden in Norwegen nur so bis 10°Minus. Es gibt dort auch oft Tage, an denen hat man -30 ° in dieser Zeit !


    Kein Norweger geht dort raus ohne Windsack, wenn er auf Tour geht. Schneeschaufel, Brenner ! Schlafsack, das sind Basics !
    Was machst Du bei Wind / Sturm, dort oben, gerade in Norwegen hat man durch den Einfluß der Nordsee, oftmals harte Winde. Dort brennt und wärmt dann kein Feuer !


    Du fragst hier, willst hören wie toll Deine Idee ist, finde aber sie ist nicht sehr toll, eher unüberlegt.
    :confused

  • Also ich finds erst mal toll, dass du so was machen willst!! :daumen


    Allerdings stimme ich den anderen zu, an deiner Ausrüstung musst du noch was ändern.
    Ein einziger Schlafsack mit Komfortbereich bis +5°C wird da nicht reichen. Zur Hängematte kann ich nichts sagen, noch nie ausprobiert. In Wolterdingen hat jemand in einer gepennt, vllt. kann der was dazu sagen. Normalerweise ist eine gute, dicke Isomatte (oder zwei dünnere) lebenswichtig... du kennst sicher den Spruch "der Tod kommt von unten". Isolation ist die halbe Miete.


    Kompass ohne Karte nützt dir nicht so viel, kauf dir also auf jeden Fall passende Wanderkarten!


    Ich würde mir ne Stirnlampe zulegen, Hände frei zu haben ist unglaublich hilfreich, wie ich selbst am WE bemerkt habe!


    Ohne Rucksack geh ich nirgendwo hin, es ist imho die beste Art, Ausrüstung zu schleppen. Wenn du alles in die Decke einwickelst, musst du immer alles auspacken, wenn du an was bestimmtes willst (Geldbeutel, Wasser, etc). Total nervig, dazu gibts am Rucksack Seitentaschen.


    Die Wichtigkeit eines Erste-Hilfe-Kastens (und das zugehörige Wissen!!!) wurde bereits erwähnt.

  • Hallöle!
    Ich sehe meinen Ton nicht als "unordentlich". Es dreht sich hier nicht um einen Sonntagnachmittagsspaziergang, sondern um eine Unternehmung, bei der man ernsthaft in Gefahr geraten kann und eventuell sogar bleibende Schäden davontragen kann. Das erstmal für die "User", die selber diese Form des Klimas noch nicht erlebt haben! Klar ist für mich die Kritik an meinem "deutlichen" Ton! Wenn man nicht selber erlebt hat, wie zu solchen Jahreszeiten der (Eis-) Regen quer daherkommt, die GoreTex-Jacke auf gut Deutsch den Arsch hoch macht, die Meindl Island einfach nur NASS sind...aussen wie innen und der aus dem Tal aufsteigende Nebel binnen Minuten eine Orientierung faktisch unmöglich macht! Norwegen im März kann extrem ungemütlich werden. Ich habe Norwegen von Februar bis September während acht Aufenthalten erlebt und seitdem einen riesengroßen Respekt. Es ist etwas völlig Anderes, wie eine Nacht in Nachbar "Pimpelhubers" Waldstück! Das ist auch nicht die "juxige" Walz eines übermütigen Zimmermannsgesellen. Das ist, wie oben gesagt, eine Unternehmung, bei der man ernstlich in Gefahr geraten kann und unter Umständen nicht mal so eben abbrechen kann! Wenn man am Ende ist und abbrechen will, kann man in Mittel-, Nordnorwegen unter Umständen lange an der Straße stehen. Es wird JEDER Skandinavier anhalten, dem man winkt. ...wenn aber vier Stunden keiner kommt... :confused ???


    Wenn man nach einem harten Tag durchnässt, ausgepumpt und mit nassen klammen Fingern "ankommt", will man Kalorien zuführen und nicht noch romantisch einen Löffel schnitzen. Vielleicht habe ich mir aber auch nur zuviel zugemutet...[Ironie on]...ich hatte abends ja nichtmal mehr die Energie, meine Tagesberichte ins Internet zu stellen...[Ironie off]


    Bei dieser Ernsthaftigkeit muß ich keinen weichgespülten Ton anschlagen, sondern kann die Dinge beim Namen nennen!!!


    Man sollte SEHR SEHR vorsichtig sein mit Bemerkungen á la "...ist ja nur experimentell"! Mit manchen Situationen macht man keine Experimente...oder eben nur ein Mal!


    Baltar: Überdenke Deine Entscheidung nochmal. Trotz, nach dem Motto "ich verschiebe meine Tour nicht, nein meine Tour verschiebe ich nicht", ist vielleicht etwas unangebracht! Aber egal wann und wie: Natürlich wünsche ich Dir von Herzen eine schöne Tour und eine gesunde Heimkehr!


    Grüße
    Lederstrumpf


    P.S: Wer extreme Unternehmungen freiwillig in einem öffentlichen Forum vorstellt, muss eben auch auf extreme Meinungen gefasst sein!

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Ließt sich für mich nach Schwachsinn.


    Das finde ich äußerst unhöflich dem Threadersteller gegenüber. Wenn jemand Ähnliche Dinge schon gemacht hat wird er hier beklatscht, wenn jemand so etwas machen will wird es als schwachsinn bezeichnet. In einem Bushcraftforum... wo die meisten dem "Weniger-ist-mehr-Gedanken" anhängen.


    Was er schrieb deutet doch nicht unbedingt auf Unerfahrenheit hin, er schrieb dass er zum ersten Mal ohne Rucksack unterwegs ist. Wissen wir was er kann? Nö. Und wenn er unerfahren ist, dann kann man ihn auch auf Gefahren hinweisen ohne niveaulos zu werden oder?


    Baltar: Ich stempel Dich nicht als Troll ab. Vielleicht entsteht das Unverständnis auch deswegen weil Du nicht genau geschrieben hast warum und was Du machen willst. Willst Du bewusst mit wenig Klamotten raus? Hast Du nur wenige Klamotten? Ich kann Dir leider keine Tipps geben, weil ich nicht weiss welche Bedingungen in Lillehammer Ende Februar herrschen.


    Ich finds jedenfalls schade wie Forenneulinge ob Ihrer Vorhaben hier im Forum abgebauscht werden, dafür gibts von mir ein "Daumen runter".


    P.S: Wer extreme Unternehmungen freiwillig in einem öffentlichen Forum vorstellt, muss eben auch auf extreme Meinungen gefasst sein!


    Du meinst "wie es in den Wald ruft, schallt es heraus"? Nun... ich bin nicht Wald, ich bin ein Mensch. Daher muss ich meine Meinung nicht zwanghaft als Echo formulieren ;)

  • Du wirst frisch bleiben so mit leichtem Schlafsack und ohne Isomatte. :)
    Ich glaube, dass das Seil mit der Zeit unerträglich einschneidet auf den Schultern, auch wenn dein Pack wahrscheinlich nur 6kg wiegt.
    Du könntest zwei Stück Geschlossenzellige Isomatten mitnehmen ca. 60x45cm. Damit kannst du deine Schultern Polstern und hättest wenigstens etwas Isolation zum schlafen.
    Auch in der Hängematte braucht es eine gute Isolation nach unten. Das wären immerhin 120x45cm. Dein Oberkörper, der schwerste Teil wäre dann von unten Isoliert.


    Zum Kompass würde ich noch eine Karte mitnehmen. Es muss ja nicht zu einem Ernstfall ausarten.
    Ein kleines Verbandspäckchen wäre auch nicht schlecht. Wundschnellverband, Schmerztabletten und eine Binde. Dann musst du nicht gleich ein Kleidungsstück opfern wenn du etwas grösseres hast.
    Meiner Meinung nach etwas sehr wichtiges sind Lederarbeitshandschuhe. Damit kann man den heissen Topf halten, Holz zerbrechen für den Hobo und überhaupt alle Arbeiten machen bei denen die Finger verletzt werden können. Dafür sorgen, dass ein Unfall gar nicht passiert ist viel wichtiger als eine riesige Apotheke mit schleppen. Wie gesagt das ist meine Meinung und sie muss nicht mit anderen Meinungen übereinstimmen. ;)


    Was sich auch bewährt hat sind zwei bis drei Plastiksäcke. Zum Beispiel um das nasse Tarp darin ein zu packen damit nicht alles andere nass wird.
    Vielleicht nimmst du das Tarp als Regendichte Hülle für deinen Pack, dann wäre ein grösserer Plastiksack gut um den Pack in den Sack so stopfen und dann alles ins Tarp einwickeln.
    Feuchtigkeit unterwegs wird oft unterschätzt, sie entsteht auch bei -10+


    Wie sieht es da oben mit der Schneehöhe aus? Vielleicht wären Schneeschuhe noch von Vorteil. Die kannst du aber auch vor Ort selber machen. Anstelle von teurem Paracord würde ich eine Rolle Maurerschnur mitnehmen


    Der Fotoapparat ist Pflicht der muss mit. Ich glaube sogar, dass in den Forenregeln steht " Jede Unternehmung ist mit Fotos zu dokumentieren" :)


    Ich wünsche dir gutes gelingen und milde Temperaturen.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • hey lederstrumpf.


    dein 2ter post hat schon mehr substanz als dein erster, wobei ich immernoch einen leicht elitären grundton herauslese.
    sei es drumm... evt ist es einfach deine art und die lass ich dir. bin auch oft genug ein komischer geselle ;-)
    aber du scheinst ja bereits einige erfahrung zu haben mit dem dortigen klima,
    dann schreib das doch einfach mal ruhig und sachlich ohne irgendwelche seitenhiebe
    das hilft viel mehr und ich denke es interessiert auch etliche andere leute. mich zb ...


    zum trollen bzw der trollpanik möchte ich nur kurz anmerken das vermutlich der größere teil der nutzer hier,
    würden sie in einem anderem "größten outdoorfourm deutschlands" ihre touren ankündigen,
    ebenfalls gefahr liefen in trolle verzaubert zu werden...


    :-)


    ps: mit so etwa 19 habe ich mal bei circa -10 grad eine nacht verbracht OHNE irgendwelche ausrüstung ausser meiner kleidung.
    es geht alles wenn man will. allerdings hab ich mich auch die ganze nacht bewegt und eine heiden angst davor einzunicken.
    1 nacht geht das... dann ist aber auch bald feierabend. daher sind auch deutliche worte durchaus okey,
    besser sind aber deutliche worte mit erklärungen, infos, an-die-hand-nehmen halt...
    so okey wollte das nurnochmal loswerden weils mir persönlich wichtig ist. gehört für mich auch zum bushcraft oder überleben...
    soziales verhalten, teambildung, aufnehmen, helfen... :-):bcplove

  • So. Zuallererst gebe ich euch ein Stück Recht: Ich werde nicht um den Rucksack umherkommen. Selbst mit allerbester Rolltechnik in meinem Flur wird es letztenendes zu sperrig. Im Rucksack lässt sich der Schlafsack besser verpacken und spart so Platz.
    So, um euch mal ein bisschen Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich möchte mich hier nicht profilieren oder als der große Bear Grylls darstellen. Ich werde dort hintrampen, bei guten Verhältnissen bleibt das immer noch eine Hinfahrt von 3 Tagen. Also werde ich schon 2 Mal draußen übernachtet haben bevor ich in Lillehammer ankomme. Sollte ich da schon völlig fertig mit Erkältung oder schlimmeren auftauchen wird die Tour abgebrochen. Es ist nicht so, dass ich im warmen Flugzeug dort ankomme und mich plötzlich von jetzt auf gleich in der unausweichlichen Wildnis befinde.
    Ebenso beobachte ich das Wetter. Wenn Schneestürme toben werde ich mit dem nächsten gut gesonnenem Fahrer wieder zurück nach Hause fahren.


    Die Herausforderung ist tatsächlich der Schlafsack in Kombination mit der Wolldecke (ungarische Armeebestände, entschuldige die Schwammigkeit).
    Der Kompass nützt mir auch ohne Karte schon einiges: Die Straße verläuft von Nord nach Süd, also wenn ich sie verlasse kann ich nur nach Ost oder West gehen. Daraus folgt, dass ich in die entgegengesetzte Richtung zurück zur Straße komme. Ich habe nicht vor hunderte Kilometer zu laufen (Auch hier entschuldige ich mich für die Ungenauigkeit), bei den geringsten Zweifeln ist es auch möglich, in Sichtweite der Straße zu bleiben.


    draussen: Die Idee mit den Plastiksäcken ist gut. Haben mir auf anderen Touren auch schon geholfen, hätte ich eigentlich selbst drauf kommen müssen.
    Und anscheinend muss eine Kamera ja mit, sonst nimmt mir das ja niemand ab. Mal sehen, ob ich eine Möglichkeit finde, jetzt wo ich schon mit Rucksack unterwegs sein werde.
    krupp: betrunken habe ich auch schon mit weitaus weniger die Nacht verbracht ;-) Auch bei Minusgraden; und wie du angedeutet hast: ansonsten wird nicht geschlafen sondern sich bewegt. (auch darin habe ich Erfahrungen...)


    Es würde nicht die erste Tour sein, die abgebrochen wird und ich kann auch mal meinen Stolz sein lassen und sagen "tja, war wohl nichts, nur eine Erfahrung mehr".


    Fest steht, dass ich anfang März bis Göteburg trampe um meinen Kumpel zu besuchen. Wenn ich da schon merke dass es nichts wird, dann wird es nichts. Ich setze mir schließlich kein Ziel a la "ich will über den Himalaya, komme was wolle".
    Berichten werde ich hier in jedem Fall (und wenns euch dann nicht gefällt könnt ihr meinen Beitrag ja immernoch löschen ;-) )

  • Hier wird nix gelöscht... Solang alle nett zueinander sind, keiner alles vollspamt oder sonstige Dummheiten macht kannst du davon ausgehen, dass das was Du hier schreibst auch stehen bleibt. Ich freue mich immer über Tourenberichte und (das kann ich jetzt aus der Erfahrung heraus vorweg nehmen) viele andere freuen sich auch. Lass Dich nicht zu sehr verunsichern, nimm eventuelle Tips und Kniffe an und überdenke sie denn hier gibt es einige die nunmal wissen wovon sie da reden.


    Liebe Grüße


    [align=center]
    miteinander-füreinander


    Als ich den Schädel im Wald fand, rief ich zuerst die Polizei. Aber dann
    wurde ich neugierig. Ich hob ihn auf und fragte mich, was das für ein
    Mensch war und wieso er ein Hirschgeweih trug.


  • das mobilnet ist doch sicherlich dort auch inzwischen weiträumig abgedeckt,
    du könnstest zb mit deinem kumpel vereinbaren das ihr ka aller 4h kurz kontakt habt...
    wenigstens tagsüber und oder dann abends&morgens 1x (bevor er zur arbeit rodelt ^^) sollte ja drinn sein.
    so kann man sich etwas absichern.
    ich persönlich finde deine aktion übrigens auch etwas grenzwertig, wobei grenzwertig nicht dumm bedeutet.
    aber die handy idee lege ich dir nahe... falls doch was net so funktioniert wie du es dir vorstellst.
    das können auch kleinigkeiten sein... vor 2 jahren zb hat ich mal nen ziemlich fiesen durchfall beim paddeln
    ganz normal in deutschland... tjo ich mag ja mal ein harter typ sein und manchmal auch ein gaaanz sensibler...
    aber ich hab dann das telefon gezückt und mich von meinem Opa einsammelm lassen.
    da war nun keine lebensgefahr aber ich war schon mächtig im ARSCH wortwörtlich, denn ich habe noch 4 tage lang wasser geschissen...
    war gut so.
    wenn du dort nen kollegen hast, sichere dich ab. es kann nicht schaden ;-)