Kaliumpermanganat

  • Kaliumpermanganat wird oft als vielseitig einsetzbares Mittel für Survivalkits empfohlen. Wir haben in der Schweiz auch die Möglichkeit gehabt, etwas mit Kaliumpermanganat zu experimentieren. Es eignet sich u.a. zum Desinfizieren, zum entkeimen von Wasser und zum Entfachen eines Feuers.


    WICHTIG: Kaliumpermanganat ist nicht ungefährlich! Falsch angewendet oder benutzt kann es zu bösen Folgen kommen!



    Kaliumpermanganat mit Zucker vermischt lässt sich leicht mit einem Striker entzünden. Man sollte jedoch weiteren Zunder in der Nähe haben, da die Mischung recht schnell verbrennt. Doch auch ohne Striker ist es möglich KMnO4 zu entzünden: Man schneidet in ein Stück Holz eine kleine Kuhle, gibt Zucker und KMnO4 hinein und reibt kräftig mit einem Holzstößel in der Mischung herum. Wichtig ist, die Kuhle ein wenig größer zu machen als den Holzstößel und man sollte direkt Zunder daneben liegen haben. Nicht erschrecken: Wenn man zuuu dolle drückt, knallts :lol: Die Methode die in manchen Survivalbüchern beschrieben wird, indem man mit einer Messerklinge die Mischung zerreibt haben wir auch ausprobiert, jedoch ohne Erfolg.



    Feuermachen mit Kaliumpermanganat und Zucker von wildhog9910 auf Flickr


    Wir haben uns darauf beschränkt mit dem Stoff Feuer zu machen. Wer andere Anwendungsmöglichkeiten ausprobiert hat (z.B. Wasserentkeimung), kann sich herzlich gern hier in der Diskussion einklinken, bitte kein "Ich habe mal gehört oder gelesen". Danke ;);)


    P.S.: Das Kaliumpermanganat nicht unproblematisch und Wassergefährdend ist, wissen alle. Hier geht es rein um die Anwendungsmöglichkeiten.

  • ich denke,mit kaliumpermanganat ist es wie bei vielen sachen die uns auf unseren weg begleiten....



    für was, wann, wo und wie...




    viele jahre habe ich in argentinien und kolumbien gelebt war oft am amazonas und habe damals von menschen die dort gelebt und gearbeitet haben kaliumpermanganat kennengelernt.



    der vorteil ist, es hat auf kleinstem raum platz und ist vielseitig einsetzbar, zb.desinfektion von wunden oder schlangenbissen und genau für das habe ich es ein mal gebraucht, zur desinfektion unzählige male!



    ich bereite die entsprechende menge vor und verpacke sie in kleinstfläschchen in der grösse von "backzutatenfläschchen".





    wenn man zb. schlangenserum mitnimmt wird das kompliziert weil nicht jedes serum für alle wirkt und oft, bei falscher anwendung letalen ausgang hat........nicht für die schlange.


    zur zeit gibt es ein mittel das für alle eingesetzt werden kann ist aber hochrisikoreich und kann nur von fachleuten mit entsprechender erfahrung injiziert werden die dann sicher nicht vor ort sind! ich hatte glück und wurde nur einmal gebissen, ich erkannte die schlange nicht aber das kaliump. hat geholfen. in der ch-gibt es nur zwei arten von giftschlangen, die aspisviper und kreuzotter, im schlechtesten fall kann ein biss einer aspisviper tödlich sein bei kreuottern ist das sehr selten.





    zu meinem schlangenbiss





    wir waren im chaco, nord argentinien, machten rast mit feuer usw. und ich machte den fehler meinen dünnen schlafsack „einsteigebereit“ hinzulegen. im laufe des abends legte ich noch eine jacke hinein und irgendwann wollte ich was aus der jackentasche holen.


    das tierchen schlupfte im laufe des abends in den sack und als ich hineingegriffen habe, schreck und zubeissen....





    das ganze war natürlich meine schuld! keine frage ein äusserst leichtsinniges verhalten das in solchen gebieten ziemlich böse enden könnte. wer nun glaubt, ich hätte die aktion in souveräner tv-survival manier gelöst der irrt!





    in meinem fall war das so, dass ich überhaupt nichts gemacht habe, ein lauter schrei nach dem biss und dann schockiert........


    meine beiden begleiter haben reagiert, arm abbinden mit gurt, dann zückte einer ein skalpell und schnitt mir am unterarm ein sauberes viereckiges stück raus, danach die 5%ige kaliumpermanganatlösung.


    es dauerte eine zeit bis mir klar wurde was da abgegangen ist..





    es wurde mir nur leicht übel was darauf hinweisen könnte, dass es sich um einen „trockenen biss“ gehandelt hat, trockene bisse sind die häufigsten, da werden die giftzähne wenig oder nicht gebraucht aber das ist im ersten moment nicht feststellbar.





    für diejenigen die mit schlangen und sonstigen unangenehmen tropen/urwaldbewohner noch keine erfahrung haben möchte ich sagen. schuhe umgekehrt aufhängen oder zumindest umgekehrt hinstellen schlafsäcke offen aufhängen vor gebrauch schütteln und kleider immer mit ausgestreckten armen ausschütteln!





    also für mich verwende ich kaliump. heute noch als desinfektionsmittel.


    zum feuermachen einfach eine nette spielerei und braucht


    kein platz. für mich ein grosser vorteil!





    eine kleine anmerkung, kaliumpermanganatlösung 1% ist im trend als desinfektions mittel und man kann es fast in jeder apotheke erwerben.



    liebe grüsse



    michael

  • Kaliumpermanganat lässt sich übrigens auch gut dazu verwenden Geweihe und Horn (z. B. Messergriffe etc.) wieder eine dunkle Färbung zu geben. Dazu macht man das Teil feucht und reibt einwenig Kaliumpermanganat darauf (Küchenpapier, Klarsichtfolie - es gibt verschiedene Techniken), danach spült/wischt man es wieder ab. Natürlich immer unter Berücksichtigung der schon erwähnten Gefahren (z. B. säureresistente (Chemie-)Handschuhe) und Entsorgungsrichtlinien.

  • wenn man kaliumpermanganat mit glycherin mischt bekommt man ein prima feuerchen :feuerbohr , beides getrennt ist in der outdoorapotheke irgendwie immer zu gebrauchen,


    http://www.youtube.com/watch?v=4EOpujKKgU4


    Ist das deine eigene Erfahrung oder nur Internetwissen?
    Nichts für Ungut, aber ergoogeln kann sich jeder etwas – hier möchten wir aber gerne echte, authentische, persönliche Erfahrungen sammeln.


    Ilves

  • Das mit der Glycerin habe ich mal zu Schulzeiten mit einem Lehrer zusammen ausprobiert. Es klappt, aber wie man auch in dem Video oben sieht dauert es eine Weile bis es los geht und kann dann aber ziemlich heftig abgehen. Es kann auch sein, dass wir es damals erst mit Zucker vermischt haben und dann mit Glycerin gezündet. Es ging auf jeden Fall ziemlich ab.


    Für mich ist es eine Spielerei. Für draußen gibt es effizientere und sichere Methoden ein ein Feuer zu entfachen.

  • Für mich ist es eine Spielerei. Für draußen gibt es effizientere und sichere Methoden ein ein Feuer zu entfachen.


    Ich seh das auch so. Außerdem frage ich mich, was an Kaliumpermanganat "Bushcraft" sein soll. Feuerstahl und Wattezunder sind das eine aber muss man jetzt auch nen Chemikaliencocktail mit in den Wald schleppen?

  • Quote

    Ich hab es bei Dmax gesehen, meine Frau die Wildnis und ich heißt das


    :lachtot :bamm


    Quote

    aber wenn man sein feuerzeug mal verloren hat oder die Streichhölzer mal nass sind...


    ...dann hat man auf jeden Fall Kaliumpermanganat und Glyzerin dabei.
    Jaaaneee... iss klar.



    Ganz oben im Einleitungstext steht:

    Quote

    Wer andere Anwendungsmöglichkeiten ausprobiert hat (z.B. Wasserentkeimung), kann sich herzlich gern hier in der Diskussion einklinken, bitte kein "Ich habe mal gehört oder gelesen".

    Dabei laßt uns auch bitte bleiben, ja?


    Vielen Dank,
    Ilves

  • Ich seh das auch so. Außerdem frage ich mich, was an Kaliumpermanganat "Bushcraft" sein soll. Feuerstahl und Wattezunder sind das eine aber muss man jetzt auch nen Chemikaliencocktail mit in den Wald schleppen?


    WENN man sich damit auskennt kann KPM auch zum desinfizieren von Wunden dienen. Es ist sicher kein Stoff zum spielen sondern setzt Umsicht und Kenntnis voraus. Nur zum Feuermachen mitzuschleppen ist es sicherlich nicht nötig. Aber bei korrekter Anwendung lässt sich die Bandbreite erheblich erhöhen und insofern besteht dann doch wieder der Vorteil der Vielseitigkeit. Wenn ich allerdings sehe, dass manche KPM nur zum "Schnee färben" hernehmen, dann vergehts mir auch. Das Zeug ist immerhin nicht ohne. Wir wollten ja hier alle Anwendungsmöglichkeiten beleuchten. Feuer machen ist kein Thema, haben wir schon mehrfach ausprobiert. Misfit beschrieb oben ja auch seine Erfahrungen mit KPM als Desinfektionsmittel.


    Hier in D wird man es wohl nicht brauchen. In anderen Ländern beispielsweise, ist KPM überall erhältlich und da kann ein wenig Hintergrundwissen ja nicht schlecht sein.


    @Iring: Welche Apotheke war denn das? Ich habe mal versucht über eine Bekannte (von beruf PTA) KPM zu bestellen, hier bei uns hast Du als Otto-Normalverbraucher eh keine Schnitte mehr das Zeug pur zu kaufen, gibts nur noch als Lösung. Hast Du das Zeug bekommen? Mit Glyzerin zusammen? Und die haben nicht die Polizei angerufen ;)

  • Erhältlich ist es hier bei mir in der Apotheke durchaus -- bis 250g(und das ist sehr viel mehr als man im FAK jemals braucht) ohne Probleme.
    Allerdings nur mit Eintrag im Gefahrenhandbuch mit Nummer des Personalausweises !
    Viele Experten finden KPM im FAK heute als veraltet!
    Aber als heimliche Allzweckwaffe ist es bei mir immer noch in Gebrauch!
    Pilzinfektionen können damit genauso behandelt werden wie man damit Wasser entkeimt oder es zur Säuberung von Wunden nutzt.wer schon mal Tage und Wochen in nassen Stiefeln herumlaufen weiss wahrscheinlich auch daß KPM auch zur Behandlung eines Immersionsfußes(Grabenfuss) eingesetzt werden kann !!


    Feuer machen ist da eher ein lustiger Nebeneffekt für mich den ich eher zur Belustigung Mitreissender oder Gästen nutze !


    Was die Gefährlichkeit von KPM anbelangt kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen !
    Aber bei normalem,vernünftigem Gebrauch geschieht da nix!

    "Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
    Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


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