Bushcraft Bett

  • Eine einfache aber sehr wirkungsvoll Isolierung gegen Feuchtigkeit und Bodenkälte erreicht man mit dem Bau eines "Bushcraft Betts".
    Je nach vorhandenen Materialien kann es natürlich noch verbessert bzw. richtig bequem gestaltet werden.
    Nicht umsonst heißt es: Wie man sich bettet so liegt man. :D


    Ein Rahmen damit die "Matratze" auch dort bleibt wo sie hin gehört


    Dann Schicht für Schicht mit Ästen auffüllen



    Zusätzliches, vorhandenes Material wie Rinde, Gras, Farn oder anderes trockenes Material verbessern noch zusätzlich Isolierung und Komfort


    Gute Nacht


    ANDY

    "Ich bin wie ich bin, die einen kennen mich, die anderen können mich."

  • Jaaaa, super, so Beiträge liebe ich, vielen Dank! :dance


    Weißt Du noch wie lange Du für so ein Bett gebraucht hast? Fagris und ich haben uns mal an einem Waldläuferbett probiert und ich hatte das Vergnügen es für eine Nacht auszuprobieren... es war hart und es war kalt... aber ich habe überlebt :lol Klar, ich denke wenn man länger "vor Ort" ist, dann kann man sich mit Fichtenreisig, Laub, Farn und dergleichen eine bequeme Bettstatt zimmern. Bei Laub nur bitte drauf achten: Trockenes Laub drückt sich gnadenlos ineinander... ohne "Auflockerungen" in Form von Zweigen, Ästen, Reisig wirds über Nacht ne Brettharte Masse :(

  • Da ich das verwendete Material alles vom Boden aufgesammelt habe und dies recht weiträumig tun musst, dürfte ich so ca. eine 3/4 - 1Std. zu tun gehabt haben.
    Dass das Material so trocken wie irgend möglich sein sollte, dürfte klar sein. Bezüglich Laub kann ich dir nur zustimmen. Wenn man denkt es reicht, am besten nochmal das doppelte bis dreifache drauf packen sonst ist nix mit Isolierung.


    ANDY

    "Ich bin wie ich bin, die einen kennen mich, die anderen können mich."

  • Eine Bettvariante die ich schon öfter genutz habe ist, das ich einfach meinen BW Poncho prall mit Laub oder Stroh gefüllt habe.(Die Seiten waren natürlich zugenknöpft und die Kaputze zugebunden) Als der Poncho voll war hab ich mich draufgelegt um die Füllung zu verdichten und dann nochmal nachgestopft. Die offene Seite einmal zufalten damit nicht alles rausquillt und fertig ist die Matratze.


    Fazit: So herrlich bequem habe ich noch nie draußen geschlafen. Außerdem geht es recht fix.


    Gruß Mogen

  • Ich nehm meist einfach nen Laub- oder Torfmooshaufen. Das geht schneller als ein richtiges Bett und reicht für ein/zwei Nächte auch aus (danach muss man halt neu bauen). Welche Auflage man verwendet hängt ganz einfach davon ab was da ist, Hauptsache es kommen komprimiert mindestens 15-20cm Matratze zusammen.


    Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
    ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

  • FrankD hat zu dem Thema "Waldläuferbett" im Übrigen ein sehr lehrreiches und anschauliches Video eingestellt. Frank, ich bin mal so dreist ja :)


    Und zwar zeigt Frank wie man aus einem Fallschirm und Laub eine Schlafstätte herrichtet. Ich denke das sollte auch mit einem großen Tarp umsetzbar sein, für einen Poncho wirds was knapp:


    ib7DVW9argw

  • Vorab möchte ich sagen das es nicht Perfekt geworden ist und ich unter Druck stand, da der Hund nur am Jammern war und weiter wollte.


    Aber das Prinzip dürfte bekannt oder anschaulich sein. (Werde irgendwann nochmal ohne Hund losziehen)


    So nun aber los:


    Sollte es der Boden nicht zulassen (z.B: Sumpf) das Bett direkt auf ihm zu bauen, besteht die Möglichkeit es hoch zu hängen.


    Es genügen drei besser vier Bäume von denen zwei im Abstand von min. eurer Körperlänge stehen.


    Die anderen beiden ergeben die breite eures Bettes.


    Bei diesen beiden macht ihr eine Querverstrebung.



    Wenn ihr das auf beiden Seiten getan habt, legt ihr der Länge nach Äste darauf. Es ist darauf zu achten das diese euch tragen müssen.



    Eigentlich schon fertig. Ihr könnt es nun noch Polster oder ein Regendach darüber spannen, je nachdem wie lange ihr da ruhen wollt und was das Wetter macht.



    Gruß,


    ranger

    Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.