Bushcraftgestellsäge aka Sawvivor für Arme

  • @Aj: Schreib doch nen kleinen Bericht zur selfmade Bügelsäge im MYOG-Bereich, das ist Bushcraft, wenn mann nur ein Sägeblatt mit in den Wald nehmen muß und den Rest selbst baut. Solche Beiträge braucht das Forum.


    Gruß Bushdoctor

    Aber nur weil du es bist :D


    Letztens habe ich mir einen alten modrigen Eichenstumpf aus dem Wald nachhause geholt weil ich (zurecht) hoffte das ich im inneren schönes Maserholz für Messergriffe etc. finden kann.
    Dummerweise ist die Kreissäge gerade im Eimer und die Stichsäge zu Kurz.
    Also brauchte ich was um den scheiss Klumpen da durchzusägen und nicht 3 Stunden dran zu hängen.
    Bevor ich in nun den Baumarkt gehe und was kaufe guck ich immer erst mal was ich zum improvisieren in der Werkstatt finde.
    Praktischerweise fand sich sogar noch das Blatt für ne Bügelsäge das ich mal gekauft aber nie genutzt hatte in der hinterletzten Ecke.


    Mehr als das und zwei Schrauben oder Nägel und eine stabile Schnur z.B. Paracord braucht man eigentlich nicht, den Rest gibt einem der Wald. In meinem Fall Reste aus der Werktstatt, läuft aber auf das selbe hinaus.
    Zuerst braucht man zwei Holzstücke die als Griffe fungieren und auf die selbe Länge geschnitten werden.
    An der Stelle an der das Sägeblatt eingefügt wird nimmt man auf beiden Seiten von der Dicke ab. Dann sägt man die Aussparung für das Sägeblatt. Im Notfall würde auch spalten gehen. Das geht aber auf die Stabilität wie ihr euch denken könnt.
    Als nächstes bohrt man ein Loch für die Schraube oder den Nagel.
    Die Griffe sind nun dran. Jetzt braucht es noch eine längslaufende Stange die in etwa in der Mitte der beiden Griffe angebracht wird. befestigt wird sie mittels einer einfachen Zapfenverbindung.
    Um alles zu Spannen wird nun am oberen Ende eine Schnur umwickelt und mit einem Stöckchen solange verdreht bis das Sägeblatt nicht herumschabbelt sondern starr und fest ist.
    Im Prinzip kann man das ganze auch als Bausatz herstellen und dann immer wieder mitnehmen, denn das Zusammenbauen geht in ein paar Handgriffen und die Einzelteile nehmen nicht viel Platz ein.


    Das angehängte Bild klärt hoffentlich etwaige Fragen, aber eigentlich ist das Prinzip sehr simpel wenn sogar ich das hinkriege.
    Es gibt bestimmt auch andere Möglichkeiten wie man sowas herstellt.


  • Danke für deine Ausführung.


    Wenn man die Querstange jedoch im oberen Drittel und nicht mittig platziert, hat sie Säge eine gößere Schnitttiefe.


    Aber dann wirds schwer das ganze stabil zu halten, und die Schnüre bräuchten eine stärkere Zugkraft um das Blatt straff zu ziehen, oder nicht?

  • laut Hebelgesetz sicherlich ... aber warum willst Du den Querstreb so weit oben ansetzten?
    Was für Baumstämme willst Du denn wohl im Feld mit einer Säge schneiden wollen? so um die 10 - 20 cm im Durchmesser oder?


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3399/


    Da reicht so eine Säge locker aus ... und falls der Stamm bis an den Querstreb reichen sollte - dann einfach den Stamm ein wenig drehen und wieder neu Ansetzten mit Sägen ...
    Das geht ganz wunderbar, hab ich schon mehrmals mit meiner gemacht. Auch draußen im Feld.


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3400/


    Hier der Stamm hat so um die 30cm im Durchmesser


    und hier die Säge von Waldläufer ... 2.Kasseltreffen im letzten Jahr. Die hat uns auf dem Treffen auch gute Dienste geleistet!!!


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3401/



    Gruß
    Michael

  • Ja, ich hab auch schon so Dinger zusammengegärtnert. Hab das auch mal probeweise (weiß nicht mehr ob es bei der abgebildeten war)unter der Maßgabe gemacht nur eben das Sägeblatt selber zur Holzgewinnung und zum Bau zu verwenden. Deshalb sitzen meine Drähte zum Blatt fixieren auch hinterm Handgriff. Bohren geht mit Sägeblatt nicht.
    War so aus Jux, mit nem Lappen als Handschutz. Geht, aber mit bissl Werkzeug geht eben alles besser.
    Aber auf den Gedanken den Mittelsteg oberhalb der Mitte zu platzieren bin ich noch nicht gekommen.
    Grüße Waldläufer
    PS: Danke Micha für Bild raussuchen

  • Hallo Michael.


    bei deiner ersten Abbildung hast du die Säge so umgesetzt (außermittig vom Sägeblatt weg), wie ich bezogen auf den ersten Beitrag hingewiesen habe.


    Selbstredend kann ich über die Länge der Handhölzer und mittiger Steg, ebenfalls die Schnittiefe erhöhen.

  • Hallo, ich hab mal irgendwo bei Nehberg gelesen, meine ich, dass mann die Bügelsägenblätter gut aufrollen kann,
    zum Transport, bei mir klappte das allerdings nicht.
    Wer von euch hat den Sägeblätter die sich aufrollen lassen?
    Brecht jetzt aber bitte blos nicht alle eure Sägeblätter ab, bitte vorsichtig versuchen ;-).


    [edit]In der Doku sagt er es auch wieder, dass er die Sägeblätter aufrollt :confused .[/edit]


    Gruß Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


    Edited once, last by Bushdoctor ().

  • hier mal ein Schema wie so eine Säge aufgebaut ist ...


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3407/
    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3408/


    wenn Du ein Sägeblatt ohne Bohrung fixieren möchtest, reicht es aus, die beiden Seitenholme von unten einzuschneiden, und dann das Sägeblatt dort einzusetzen, so dass die beiden Bohrungen des Sägeblattes außerhalb der Seitenholme sind.
    Jetzt nur noch jeweils einen Splint (Nagel o.ä.) einsetzen und mittels Spannschnur die Säge spannen.
    Durch die Hebelwirkung wird dann das Sägeblatt gegen die außerhalb liegenden Splinte als Wiederlager gespannt.


    Gruß
    Michael

  • Deine Säge ist sehr ähnlich einer Zimmermannssäge, nur hat die an den Enden des Sägeblattes eine Seite fest und die andere Seite ein Gewinde zum spannen des Blattes. Bei den Modellen in meiner Ausbildung war an beiden Seiten am Sägeblattende ein runder Griff, Mit einer Seite konnte das Blatt verdreht, bzw ausgerichtet , mit der anderen gespannt werden, dort im Griff war eine Mutter die auf eine am Blatt befestigte Gewindestange wirkte.


    Deine Säge sieht richtig gut.


    LG Holger

  • waldläufer: Wie hast du denn bei deiner Säge ohne Bohrungen das Sägeblatt genau fixiert? Ich kann mir das gerade nicht richtig vorstellen...


    Genau das wäre auch meine Frage gewesen. Mir leuchtet das auch noch nicht so ganz ein.

  • HalliHallo, :winken
    Michaels Skizze (oder Zeichnung) und Erklärung zeigt es sehr gut. Hier mal in meinen Worten. Ich hab in die Handgriffe jeweils einen Schnitt ins Hirnholz gemacht und dann das Sägeblatt dort so reingesteckt, das die Löcher herausschauen. Naja dort die Nägel durch und alles mit der Schnur spannen.
    Hoffe es war verständlich, aber eigentlich nur dasselbe wie Michael erklärt hat.
    Liebe Grüße Euer Waldläufer
    PS. Micha bau doch deine Säge mal schnell um und stell ein Bild ein :dance
    Evtl. dämmerts mir :bulb @ Kenny: Im Sägeblatt sind natürlich Löcher werkseitig vorhanden. Sollte ich mich da in meinem anderen Post undeutlich ausgedrückt haben.