Über die Alpen und bis an die Grenzen

  • Von der Survival-alpenüberquerung im letzten Sommer von Ronny und Phagomir haben wahrscheinlich schon die meisten gehört. Jetzt gibt die Doku auf in Mediathek vom bayrischen rundfunk.
    http://mediathek-video.br.de/B7Mediathek.html?bccode=both


    Direkter Link zur Reportage geht nicht aber ihr findets schnell.
    Falls es wen interessiert. Ich hab schon mitgelitten und konnte mich in Strapazen der beiden in etwa reinversetzen.

  • Die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön... den Rest verkneife ich mir lieber sonst geht hier gleich wieder das geplärre los.


    Ich war leider seit 10 Jahren nicht mehr in den Bergen, ich muss echt mal wieder hin. Die Wege zur Kemptner und die Memminger Hütte gehören zu den schönsten die ich kenne und sind für jeden der einigermassen Fit ist zu schaffen...

  • Den Filmbericht aus der Mediathek habe ich mir nun auch angeschaut. Ordentliche Leistung und ansonsten möchte ich das Projekt bzw. dessen Umsetzung nicht kommentieren (ok ein kleiner Kommentar: großes Stativ an den Rucksack geschnallt, aber keinen Schlafsack dabei?).


    Die Jungs haben sich im kommenden Februar eine weitere Alpenüberquerung vorgenommen. Dieses Mal mit mehr Equipment. Wünsche viel Erfolg und den nötigen Respekt für diese deutlich anspruchsvollere Aktion.


    http://www.team-survival.de/wi…penueberquerung-2013.html

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Das hat nicht viel zu sagen Noris, die Belastung beim Aufstieg sind völlig anders als beim normalen Sport. Zumal man, je mehr Muskelmasse auch mehr Eiweiss braucht. Überspitzt gesagt were ein GeZi-Scherge der seit Monaten Anforderungsformulare A-38 vom Dachboden in den keller trägt, besser vorbereitet gewesen.

  • (ok ein kleiner Kommentar: großes Stativ an den Rucksack geschnallt, aber keinen Schlafsack dabei?).

    Foto und Filmausrüstung hatten sie sich auch keine Auflagen gemacht, beim Schlafsack schon. ;)


    Es ist allemal eine respektable Leistung. Am Anfang dachte ich auch "Ronny bist du sicher, dass du das richtige trainiert hast"
    Da ich auch schon einige Grenzerfahrungen gemacht habe erinnerte ich mich daran. Es hat mit Einschätzung des Partners und der eigenen zu tun sowie mit momentaner Verfassung, erfüllten und unerfüllten Erwartungen. Gewonnen wird im Kopf, verloren auch. Wer hohe Erwartungen hat kann enttäuscht werden wer keine hat kann eigentlich nur noch angenehm überrascht werden. Mal ist der eine stärker mal der andere. Es ist bei solchen Unternehmungen wichtig, dass man Techniken beherrscht wie man sich selbst aus dem Tief holen kann. Das hat Ronny geschafft, dafür meine Achtung. Es ist nämlich sehr hart bereits zu Beginn einer solchen Unternehmung sich aus einem Tief holen zu müssen. Es besteht die erhöhte Gefahr, dass man schnell wieder absackt.


    Jedenfalls habe ich gerade Lust verspürt im Frühling was ähnliches zu unternehmen. Ich würde aber an einem Fluss entlang gehen, als Erfahrung und Training für den Yukon. Da kann das ja auch passieren, dass man mit nichts dasteht.


    Liebe Grüsse
    draussen

  • Also wenn der Elite-Soldat dann Schlapp macht und immer wieder Pause braucht, nach 5 Stunden von 5 Tagen... Als ELITE-Soldat.... Paha...

    Als junger Mensch war ich was man als "Elite Soldat" bezeichnen koennte, einer der hoechst dekorierten in meinen Regiment. Oder wie es mein Leutnant sagte "Eine Unverwuestliche Kampfsau die noch munter weiter macht wenn alle anderen schlap machen."


    Das war so bis ich mal in die Berge muesste waerend eines Kampfmanoevers. Da war ich aufeinmal der erste der Schlap machte. Es ist ein grosser Unterschied ob man im Lowland oder im Gebierge ist wo die Luft sehr viel duenner ist und daher die Lungen zweimal so hart arbeiten muessen um Sauerstoff aufzunehmen. ;)


    Kritisieren ist immer leicht wenn man selbst nicht dabei ist. ;)

    Wenn Du nicht für Deine Freiheit kämpfen willst, hast Du auch keine verdient.
    Folge nicht den Spuren Anderer, gehe Deinen eigenen Weg und hinterlasse Deine Spuren.

  • Ich denke auch die haben das nur mental geschafft.
    Die ganze Nacht gefroren - dann aufgewacht - am Zittern - nix ein Eimer Kaffee - kaltes Wasser
    dann wieder weiter - da fragst du dich jede Minute, warum mache ich das überhaupt.
    Gut ein psychologischer Kick ist immer, wenn es viele wissen und das Fernsehen war auch noch dabei -das stärkt den Willen.
    Dann ahebn sie durch das Gebirgswasser zu wenig Salze, etc. erhalten - irgendwo hat Phago mal geschrieben, dass sie bis zu 9 Liter am Tag getrunken haben.
    Phago war ja auch am Ende unterzuckert und am Ende - dazu die Konzentration aufs Laufen, damit man nicht abrutscht.
    Absoluter Respekt vor der Leistung. :beten

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Habe das auchverfolgt - klar die 2 haben da nicht die Mega-Erfahrung, aber der Seppist ja von Haus aus Österreicher, wenn der auch schon lange in Bad tölz wohnt - da der Sep dabei ist mache ich mir gar keine Gedanken, dass das schiefgeht. :schlaf

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • aber der Seppist ja von Haus aus Österreicher,[...] - da der Sep dabei ist mache ich mir gar keine Gedanken, dass das schiefgeht.


    Ist man als Österreicher automatisch ab Geburt Alpinexperte?? Sepp hat gewiss eine Menge drauf, aber das Argument finde ich etwas weit hergeholt. Nix für Ungut Micha, ist nur meine Sicht ;) Wie es geworden ist sieht man eh erst wenn die Tour vorbei ist. 100 km ohne Nahrung und Equipment fand ich sehr respektabel, die Wintersache scheint mir etwas waghalsig, aber die drei sind erwachsen und ich möchte das nicht weiter bewerten. Immerhin geht es um Grenzerfahrungen und da gehört ein bisschen Tollkühnheit halt dazu. Ich selbst bin zu sehr Mittelgebirgspussy, ich würds nicht tun :lol

  • Noris, ich finde Deinen Post echt übel, jeder der selbst Sport macht, kennt eine Hungerrast. Bei trainierten kommt die sogar eher, da Sportler meist mehr verfeuern, als untrainierte.
    Was mich aber besonders stört, ist dieses gleich wie eine Krähe reinhacken ! Die Beiden haben es geschafft, belegt und dokumentiert. Dir steht imho nicht ein negatives Wort zu. :confused

  • Gut - hätte ich etwas mehr ausholen müssen - Sepp ist viel in den Bergen unterwegs gewesen - er aht auch schon Schneehöhle gebaut und drin geschlafen.
    Es sind auch nicht die ersten, die im Winter über die Alpen machen - diesmal haben sie ja Ausrüstung dabei - wobei ich die Gefahr da nicht klein reden will - da hat es ja schon ganz erfahrene Bergsteiger erwischt. Gegen eine Lawine ist niemand gefeit.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • also ich habe mir das Ganze auch angeschaut. Insgesamt eine tolle Leistung. Vernüftig fand ich, dass diese Expedition in einem Umfeld in unseren Breiten stattgefunden hat, in dem man im Notfall auch auf Hilfe zurückgreifen kann. Wobei eine solche Tour immer noch als gefährlich einschätzen würde. Wenn ich mir die Beiden so anschaue dann zeigt sich, dass Beide unterschiedlich trainiert sind. Ronny schleppt eine Menge Muskelmasse zusätzlich mich sich rum, welche ihm bei dieser, auf Ausdauer ausgelegten Tour, keinerlei Vorteile verschafft. Viel Muskel an der falsche Stelle. Muskel benötigen aber so oder so immer auch Energie und Sauerstoff. Das eine fehlt und das andere wird immer weniger. Somit muss kombiniert mit der Nahrungsumstellung Ronnys Stoffwechsel komplett umstellen. Somit ist auch dieses Tief nicht weiter verwunderlich.
    Klasse finde ich, dass dies auch gezeigt wird. Nun ob ehemaliger Elitesoldat oder nicht, dies sagt nichts über den aktuellen körperlichen Status aus...ich erinner mich das dunkel an einen Tornadopiloten bei Stefan Raab :unschuld

    Amateure üben, bis sie es richtig machen.
    Profis trainieren, bis sie es nicht mehr falsch machen.

  • Allerdings ist Muskelmasse auch Reserve. eine Reserve über die Daniel kaum verfügte. Wäre die Reise weiter gegangen hätte sich das Blatt auch wenden können.Ich weiß es aber nicht genau. Werds im Sommer selbst austesten.

  • Also wenn der Elite-Soldat dann Schlapp macht und immer wieder Pause braucht, nach 5 Stunden von 5 Tagen... Als ELITE-Soldat.... Paha...


    Die Naturaufnahmen haben mir auch gefallen, Phagomirs Leistung auch...


    Ich kann die anderen Antworten auf obigen Kommentar nur zu gut bestätigen. In meinen jüngeren Jahren habe ich Hochleistungssport betrieben, meine Woche Bestand aus Schulsport, Fechten, Fahrrad fahren, Geräteturnen und Leichtathletik. Dann mit 19 beim Bund... und auf unseren Märschen war ich immer mit bei den ersten, die Schlapp gemacht haben. Das ist einfach ne ganz andere Belastung, für die man sich speziell vorbereiten muss.

  • Gott schütze uns vor Eis und Schnee, vor Pfadies die den Weg aus einem Dixi nicht finden können und Flachland-Piefkes in den Bergen.


    Amüsant zu sehen das mal wieder jemand Tourengehen neu erfindet. Erinnert mich doch alles sehr an die Piefke-Saga.
    Mal sehen wie weit sie kommen, es sind eigentlich schon genug Tourengeher drauf gegangen in diesem Winter, aber wers braucht...
    Eine Rechnung der Bergwacht hat sich schon immer als sehr heilsam erwiesen.
    Mal im Ernst, wer so wenig Ahnung von Bergen, Eis und Schnee hat wie die 2 (eigene Aussagen)... da helfen keine 3 Sepp. Die brauchen Glück um die Tour zu schaffen, aber wer für so eine Tour auf Glück angewiesen ist sollte besser zuhause bleiben.


    Egal, die sind alt genug und jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.


    Gruss