Imprägnierung - Eure Erfahrungen

  • Ich bin heute ca. eine Stunde durch leichten bis mittelmäßigen Regen gegangen um meine Tochter vom Kindergarten abzuholen.


    Bei der Gelegenheit musste ich feststellen, dass die Imprägnierung meiner Jacke nahezu wirkungslos blieb, da die Feuchtigkeit so nach und nach in und durch das Gewebe kroch.


    Aus diesem Grund möchte ich hier einen Faden eröffnen, der die besten, aber auch schlechtesten Erfahrungen mit derartigen Mittelchen bündelt und für alle leichter überschaubar/ einsehbar macht.


    Um kontroverse/ fruchtlose Diskussionen über einzelne Produkte zu verhindern, schlage ich vor sich an folgenden Stichpunkte zu orientieren:


    1. Welches Produkt -Hersteller; Art des Produkts (z.B. Sprayflasche); Inhalt (Menge)
    2. Anwendungsbereich -Jacken/ Hosen; Schuhe; Hüte/ Mützen; Rucksäcke ...
    3. Bewertung -möglichst objektiv von Stufe 1 (absolut dicht, abriebfest) bis Stufe 6 (Ein Sieb hält auch Wasser auf)
    4. Wie gut lässt es sich verarbeiten -Gibt es etwas zu beachten?


    Das Ganze soll nur ein Grundgerüst sein um ein Ausufern zu verhindern. Für Diskussionen können ja Extra-Threads aufgemacht werden.


    Ich hoffe auf rege Beteiligung ...

    By de Alexander


    Hoffe das Beste aber rechne mit dem Schlimmsten, so kannst du kaum überrascht / enttäuscht werden ...

  • Hallo Namensvetter!
    Aus Bequemlichkeitsgründen nutze ich fast ausschliesslich ein Aerosol/Spray zur Imprägnierung. Für Rucksack, Kleidung, Schuhe, usw.


    Da ich selber dieses Produkt vertreibe und dies KEIN gewerblicher Account ist, möchte ich das Produkt nur kurz und so neutral wie möglich vorstellen. Sollte dies nicht "geduldet"werden, bitte ich, diesen Beitrag zu löschen.


    Das Spray heißt Tex-Tec und wird von der Firma IWETEC vertrieben. Es ist ein 400ml-Spray in einer Spezialsprühdose, die 99% Wirkstoff enthält und laut Hersteller eine fast völlige Restentleerung gewährleistet. Geeignet für alle Textilien, greift natürlich keine Materialien an, laugt Leder nicht aus, enthält keine Silikone und hält laut Hersteller bis zu fünf Maschinenwäschen. Das halte ich allerdings für etwas vermessen. Aus Erfahrung würde ich sagen, nach der zweiten bis dritte Wäsche nachimprägnieren. Wichtig für ALLE Imprägnierungen: Immer OHNE Weichspüler waschen. Schonstufe im Trockner "reaktiviert" Imprägnierungen nach dem Waschen wieder. Ich nutze es auch für Gore-Tex, obwohl nicht explizit dafür freigegeben(...das Label hätte wohl zuviel "Gebühren" an Gore gekostet :unschuld ) Atmungsaktivität/Funktion bleibt erhalten.
    Wirkung/Dauerhaftigkeit würde ich mit 1-2 beurteilen. Nachteil ist der "schweinemässige" Preis! Die Dose hat einen Listenpreis von über 18.-€ netto!!! Ich selber kann mir dieses Produkt halt kostenlos ins Vorführlager bestellen, weshalb das Preis-/Leistungsverhältnis für mich konkurrenzlos ist :D ! Ich versuche ein oder zwei Dose für Wolterdingen zu organisieren, dann können wir mal testen. Wenn dann jemand was haben möchte, kann ich es zum Personalpreis(um 11.-€ netto), zzgl. Versand "durchreichen".
    Ich nutze dieses Produkt auch für meine Fjällräven-Bekleidung, da das FJ-Wax bekanntlich "Kinderspielzeug" ist. Ich nutze das Wachs für meine Hosen unterhalb der Knie, das wars auch schon!


    Grüße
    Alex Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Ich mal mal weiter und greif gleich das Grönlandwachs von Fjällräven auf... Preis 7,95 Euro bei Globetrotter.


    Anwendungsbereich ist ja alles, was irgendwie einen Anteil von mind. 30 % (plus-minus) Baumwolle hat. Ich hab vor einigen Tagen meine Army Jacke, die vorher einige Male durch die Wäsche musste (d.h. Imprägnierung gleich null) behandelt. Stundenlange (3 bis 4 Std.) Plackerei, Resultat sehr mäßig. Praktisch kennens ja sicher einige: Wachsblock auf das Gewebe verreiben und dann mit dem Bügeleisen oder Fön zum Schmelzen und einziehen bringen...


    Insg. hab ich die Jacke komplett mit einer dicken Schicht versehen, Schwachstellen wie Schulter-Rückenpartie zwei Schichten. Nun kanns ja sein, dass das einfach zu wenig war, und überall noch 2 Schichten (das bedeutet dann noch mal 6 bis 8 Std.) drauf müssen, aber da stellt sich mir die Frage, wer Zeit für so was hat... Ich auf jeden Fall nicht :bamm ...


    Hat von Euch jemand Erfahrung mit 3 bis 4 Schichten oder mehr? Würde mich sehr interessieren, wie sich das Resultat dann anläßt.


    Bewerten würd ich es mit 4,5 - ein bisschen bringts ja doch... und es ist keine Chemie drin (das wars dann aber auch schon mit den Pluspunkten)...


    VG MadFly :winken

  • Ich habe seit Jahrzehnten Mützen, Hosen und Hemden von Fjällräven. Mit Grönlandwachs habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass es nicht wirklich was bringt. Nässe, die einfach lose drauffällt(Regen, Tau, Schnee) wird noch einigermaßen abgehalten, aber sobald Berührung durch Buschwerk, Unterholz, etc. dazukommt, drückt die Feuchtigkeit sofort durch, was ja aber bei anderen Imprägnierungen oft auch so ist! Eine Mehrfachimprägnierung brachte keine wesentliche Verbesserung, außer, dass die Hose ohne Körpertemperatur so steif wurde, dass ich sie hinter die Türe stellen konnte, von Wintertemperaturen mal gar nicht geredet!
    Selbst eine "professionelle Wachsung" durch einen geschulten Fjällrävenmitarbeiter bei einem Tag der offenen Tür eines großen filderstädter Outdoorausrüsters brachte keinerlei Vorteile gegenüber meiner selbst durchgeführten Imprägnierung! FR sagt, dass das G-1000-Gewebe durch die Wachsung auch robuster wird. Ob das so ist, weiß ich nicht, anfühlen tut es sich aber so. Wahrscheinlich liegt es nur an der erwähnten Steifigkeit der Kleidung nach dem Wachsen. Ich empfinde es subjektiv als richtig, aber wie gesagt, REIN SUBJEKTIV, weshalb ich das Wachs unterhalb der Knie verwende. Auftragen-Fönen-in 5 Minuten fertig. Mit Grönlandwachs und anderen Geweben("no-fjällräven-fabric" :lol ) habe ich keine Erfahrungen.
    Mein Fazit: Umweltverträgliches, geruchsfreies Imprägniermittel ohne Allergene auf natürlicher Basis, das Kleidung bedingt wasserabweisend macht, aber für lange und/oder harte Touren meines Erachtens nicht geeignet ist, da zu wenig Reserven. MadFlys Note 4-5 schließe ich mich an!


    Grüße
    Lederstrumpf

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  • Fjäll Räven Wachs ist Augenwischerei. Ich hatte eine neue Hose und dachte nur für einen Spaziergang mit dem Hund muss ich keine Regenhose anziehen. Nach zehn Minuten mässigem Regen war die Hose und der Inhalt Nass.


    Ich bevorzuge richtige Regenkleidung und spare mir dadurch den ganzen Aufwand weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Kosten und Aufwand langfristig in keinem Verhältnis stehen zum Ertrag. Für den Yukon werde ich eventuell die Kleider imprägnieren weil sie schneller dann trocknen als nicht imprägnierte. Das ist meiner Ansicht nach auch der einzige Vorteil.


    Liebe grüsse
    draussen

  • Habe früher mal mit Wachs und Sprays experimentiert, aber egal was ich verwendet habe, habe nichts gefunden dem ich nach der vorgeschlagenene Notenskala eine bessere Wertung geben könnte als 4. An beanspruchten Stellen wie Rucksack-Tragegurt und Hüftgurt nützt es nahezu nichts, nach 2 mal leichtem Regen ist auch sonst nix mehr zu spüren. Und bei mehreren Tagen schlechtem Wetter weicht eh alles durch. Abgesehen davon stört mich an der Imprägnierung:
    - immer neue Kosten
    - immer neue Chemie (außer reine Wachsprodukte)
    - Zeitaufwand
    Wenns nicht regnet brauche ich keine Imprägmierung und wenns regnet ziehe ich was wasserdichtes an, vorzugsweise Gore o. ä. Ist dann wenigstens nur einmal Chemie.
    Ein Freund hat mal bei Regen eine impränierte Jacke aus Ventile angehabt (extrem dicht gewebte und teurer Baumwollstoff). Die blieb innen über 2 Tage fast trocken, sogar an den Rucksack-Tragegurten. Lag jedoch sicher eher am Ventile als an der Imprägnierung.

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Goretex und Konsorten sind unimprägniert so atmungsaktiv wie n Ostfriesennerz, von daher sollte man auch die Sachen regelmäßig nachimprägnieren. Ich hab schon relativ viel probiert und das bisher effektivste Imprägniermittel war Toko Textileproof. Die Sprühflasche reicht für 1-2 Kleidungsstücke in XL (in 2 Lagen besprüht) und alles perlt wie blöde ab - geht schon fast in Richtung Originalimprägnierung...


    Ich gebe mal zu Bedenken, dass man als Outdoorer und Naturfreund auch mal ein wenig auf die Naturverträglichkeit der Mittelchen achten sollte. Die meisten Hersteller von Klamotten und Imprägnierungen verwenden Flourcarbonharze als Basis. Was das Zeug mit der Natur anrichtet möchte ich lieber nicht in Worte fassen. Glücklicherweise gehen immer mehr Hersteller den Weg auf dieses Teufelszeug zu verzichten. Klar, auf ne GTX-Jacke kann man kein Grönlandwachs draufschmieren, aber als harmlose Alternative für den geneigten Nachimprägnierer gibt es die Produkte von Nikwax. Von der Leistung her kommen die meiner Erfahrung nach nicht ganz an Flourcarbon ran, sind aber dennoch sehr tauglich. Als Wash-in Mittel funktionieren die imho besser als die Aufsprühdinger.
    Ich hab gerade eine Jacke bekommen die von Hause aus mit Nikwax behandelt (Lundhags Ahke) ist und ich konnte von der Imprägnierung her null Unterschied zu den Chemiesachen feststellen!


    Das Lernen einzelner, isolierter Bushcraftskills ist ähnlich wie das Anhäufen von unbenutzter Ausrüstung:
    ein recht kümmerlicher Ersatz für große Abenteuer...

  • Goretex und Konsorten sind unimprägniert so atmungsaktiv wie n Ostfriesennerz, von daher sollte man auch die Sachen regelmäßig nachimprägnieren.


    Ähm, hab ich da 20 Jahre lang was verpasst?
    Seit wann imprägniert man GoreTex. Hab ich auf jeden Fall noch nie gemacht. Und meine Jacken waren immer dicht und atmungsaktiv!

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Goretex und Konsorten sind unimprägniert so atmungsaktiv wie n Ostfriesennerz


    Was meinst Du damit? Ich komm nicht von der Küste und bin ein bisschen blond... ;)
    Was eine Imprägnierung mit Atmungsaktivität zu tun?
    Wasserdicht und atmungsaktiv wirds doch durch die Membran :confused !
    Und wenn ne Imprägnierung dazu kommt, wirds nur umso "unatmungsaktiver" :confused
    Fragen über Fragen :unschuld


    Recht hast Du in jedem Fall mit der Aussage, dass es sicher gut ist, auf Chemo zu verzichten!
    Aber bisher können wir scheinbar nur fest halten, dass Naturprodukte einfach nicht so der Hit sind...


    Hat denn irgend jemand gute Erfahrung mit Wachs und Co. gemacht?


    Ich überlege seit geraumer Zeit, als äussere Schicht auf Loden (also gewalkte Wolle) umzusteigen. Fühlt sich für mich einfach nicht mehr richtig an, mit Plastik durch den Wald zu laufen (mal abgesehen von Brandlöchern durch Funkenflug etc.)... Das ist jahrhundertelang genutzt worden, eh der ganze Plastikmüll aufkam.
    (Aber das ist wohl eher off topic...)


    VG MadFly :winken

  • Ich mag die Sachen von NikWax auch, schließe mich da Ravenheart an.


    Speziell das:
    NikWax TX-Direct - einwaschbares Imprägniermittel - 300 ml
    Anwendungsbereich: Hardshell, Softshell, Fleece - Funktionstextilien
    Bewertung: 1-2
    Verwendung: Statt Waschmittel indie Waschmaschine rin - laut Hersteller biologisch abbaubar, weil auf Wasserbasis
    Nachteil is der Preis. Die 300 ml kosten 13,95 - halten aber auch für ein paar Wäschen.


    Liebe Grüße,
    DW

  • Was eine Imprägnierung mit Atmungsaktivität zu tun?


    GoreTex als solches ist ein Membran, die dicht ist und es auch bleibt. Wenn eine GT-Jacke aber nicht imprägniert ist, saugt sich der Oberstoff voll und kann daher nicht mehr atmen. Wenn ein nasses Gewebe über einer Membran liegt, wird es mit der Diffusion schwierig! Ich kann das bestätigen. Jacke (mit Weichspüler und zuviel Waschmittel :bamm )gewaschen und das Ergebnis kam einem Stück Löschpapier schon recht nahe...!!! Ist eine ältere Generation(10 jahre) von GoreTex, vielleicht lag es auch daran. Eventuell sind die moderneren Membranen ja besser in dieser Richtung.


    Grüße
    Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Also beim Wachsen von Outdoorkleidung scheiden sich ja offensichtlich die Geister - wobei die meisten hier wohl eher gar nix vom Wachs halten... Ich wollte zumindest mal eine kleine Lanze fürs Wachs brechen, wohl wissend, dass es mit moderner Funktionskleidung mit Membran un pipapo nicht recht mithalten kann:


    - Wachsen steigert auch in meinen Augen definitv die Stabilität und Dornenfestigkeit des Gewebes. Ich wachse die Unterschenkelbereiche meiner Hosen grundsätzlich stärker und spare mir so die Gamaschen (im Normalfall).
    - Dieses Jahr auf den Treibjagden habe ich einen kleinen Hosen-Contest gemacht: Membrane gegen gewachste G-1000 Hose. Innenklimatisch war Wachs bei mir (unterschdl. Tage, tlw. Schnee bei -15°C, tlw. Schneeregen um den Grefierpunkt, grundsätzlich mit Merino- oder Woolpower-Unnerbüx) definitv führend, und bei der Wasserdichtheit habe ich keinen Unterschied feststellen können. Seitdem nehme ich die Membranenhose nur noch wenn es unbedingt sein muß, aber dann auch gewachst. Ich nutze übr. Altwachs und nicht das teure Grönland-Wachs.
    - Wachs ist in meinen Augen bushcraftiger als Synthetik, aber da streite ich mich mit Niemandem - dass muß jeder für sich selbst entscheiden... Und natürlich nutze ich auch reichlich Synthetik.
    - Reine Kunstfasern sind mir zu brand-/funkenempfindlich. Na klar ist eine Wachsjacke keine Einsatzschutzkleidung für PA-Träger (ist ja Wachs drin... ^^ ), aber etwas robuster verhält sie sich schon am Lagerfeuer. Natürlich nicht wegen (eher trotz) des Wachses, sondern aufgrund des Baumwollanteils. Aus ähnlichen Gründen bin ich auch ein riesiger Woll-Fan, nutze allerdings trotzdem auch (funkenempfindliche) Fleece.
    - Mit gewachster Hose auf eine nasse Fläche o.ä. setzen überfordert die gewachste Kleidung leider.


    Mein Fazit: Wachsen wo es passt (und wer es will), für Wetterextreme eher auf Nummer sicher. Und ja, Gore-Tex, Texapore und Konsorten kann man auch mit entspr. Mittel nachimprägnieren, ich nehme ebenfalls Nikwax. Übrigens wachse ich gerne die besonders beanspruchten Bereiche zusätzlich.


    Nachtrag @ Lederstrumpf: Die Erfahrungen habe ich auch gemacht, gerade die alten 2-Lagen-Laminate etc. saugen sich irgendwann extremst voll!

  • Neulich habe ich mir eine Wachsjacke selbst gemacht von der ich sagen muß, sie ist so geworden wie ich sie mir vorstellte.
    Als Grundlage diente eine ungarische Feldjacke weil ich finde, daß die noch recht zivil ausschaut, vor allem aber war sie mit 7€ billig.
    Dann schmolz ich Bienen- und Kerzenwachs (Paraffin) im ca. - Verhältnis 80:20 in einer Dose (im Wasserbad) und trug das Gemisch mit einem Pinsel auf. Anschließend wurde alles mit einem Bügeleisen und einem Backpapier unter dem Eisen einfach warm gemacht, sodaß das Wachs ins Gewebe einschmelzen konnte.
    Die so gewachste Jacke ist sehr Winddicht und damit auch sehr warm, gut Regenabweisend wenn auch sie noch etwas steif ist. Jetzt nach ein paar mal tragen gibt sich das aber mehr und mehr.


    Fazit: sehr guter Wetterschutz für lau, selbstgemacht und reparierbar.


    LG Ilves

  • Halte es normalerweise wie Draussen und nehm lieber Regenkleidung mit.


    Als alter Biker habe ich aber auch einen Waxmantel ! :D:D


    Diesen habe ich vor einigen Monaten mit Spinifex-wax nachimprägniert das mir ein Freund aus Canberra mitgebracht hat.
    Musste das nur mit einem Tuch einreinen und mit dem Föhn drüber.


    Seit gestern such ich die Dose um den Namen von dem Zeug zu posten - sowie ichs finde stelle ich es hier ein !

    "Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern!
    Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."


    Love many, trust few, and always row your own boat. The more you know, the less you need!


    DES KELTEN SEITE

  • Dann schmolz ich Bienen- und Kerzenwachs (Paraffin) im ca. - Verhältnis 80:20 in einer Dose (im Wasserbad) und trug das Gemisch mit einem Pinsel auf.


    Das ist ne super Idee :daumen... Mit flüssigem Wachs hat man das Problem gelöst, dass es so ewig dauert, wenn man mit dem Wachsblock den Stoff "einreibt"!


    Gibts - mal vom Preis abgesehen - einen Grund, Bienenwachs (ich nehmen an, dass ist dann wohl auch das von Waldner erwähnte "Altwachs"?) bzw. dem von Dir genannte Gemisch, Grönlandwachs gegenüber einen Vorzug zu geben?


    VG MadFly :winken

  • Hey MadFly,


    mein Altwachs ist eine Mischung aus Bienen- und Paraffinwachskerzenresten. Ich mische so 50:50 bis 30:70. Das Grönlandwachs besteht auch aus Bienenwachs und Paraffin, in welchen Mischungsanteilen ist mir aber leider nicht bekannt (mein Eindruck ist, dass der Paraffinanteil bei FJ deutlich höher ist - mag aber auch täuschen).
    Ich finde, meine Mischung lässt sich deutlich besser auf Kleidungsstücke auftragen als das Original, und auch die Wasserdichtigkeit und Dornenfestigkeit ist subjektiv mindestens gleichwertig. Ich meine auch, dass der Schichtaufbau dicker ist als mit dem Original. Das Einwachsen dauert für ne normale Hose bei mir 20 Minuten, inkl. Bügeln (wobei ich direkt über das Wachs bügle und dann zum Schluß noch paarmal über trockenen ungewachsten Stoff fahre um Ärger mit meiner Frau zu vermeiden...).
    Hier wurde übrigens schon einmal darüber diskutiert:
    [Praxistest] Einwachsen von Klamotten


    @ Ilves: Mich würde interessieren, wie Du mit Deinem Mischungsverhältnis zufrieden bist. Gute Idee übrigens mit dem Wasserbad, das verringert die Brandgefahr ja nicht unbeträchtlich.

  • Das FR Grönlandwachs ist eigentlich auch nur ein Gemisch aus verschiedenen Wachsarten. Wieviel % wovon weiß ich auch nicht genau.
    Bienenwachs ist drin.
    Bei dem Grönlandwachs bezahlt man den Namen, eben die Marke. Es gibt auch noch andere Hersteller, ob diese allerdings in D erhältlich sind... k.A.
    Wenn man sich Imprägnierwachs selber macht, sollte die "Konsistenz" dann stimmen im Gemisch. Und kein Stearin verwenden, also den Kram, der in Teelichtern verwendet wird, weil dieses im Gegensatz zu Paraffin eine ganz andere Struktur und "Chmie" aufweist, läßt sich ausserdem besch(eiden) verarbeiten.


    lg waldkauz

  • Mit flüssigem Wachs hat man das Problem gelöst, dass es so ewig dauert, wenn man mit dem Wachsblock den Stoff "einreibt"!


    Nicht nur das – du kannst auch viel gezielter z. B. an den Nähten und anderen "doofen" Stellen arbeiten.


    @ Ilves: Mich würde interessieren, wie Du mit Deinem Mischungsverhältnis zufrieden bist. Gute Idee übrigens mit dem Wasserbad, das verringert die Brandgefahr ja nicht unbeträchtlich.


    Auf das Mischungsverhältnis kam ich weil ich irgendwo mal las, daß Grönlandwachs eben dieses haben soll. Mein Gedanke hierbei war auch, daß Bienenwachs weicher als Paraffin ist und daher das Ganze nicht so steif macht. Daß sie doch ein wenig steif geworden ist, denke ich liegt an der Dicke des Stoffes – welcher halt noch eingetragen
    werden muß. Wie ich oben schrieb ist die Jacke auf jeden Fall sehr, sehr Winddicht und eben auch sehr Wasserabweisend. Sie riecht auch nicht – im Gegensatz zu den original englischen Wachsjacken bei denen ich vermute, daß da noch irgendein Öl mit in der Mischung drin ist. Von der Anmutung her ist sie vergleichbar mit den australischen Wachsjacken aus schwerem Stoff.
    Außer der ollen FjR - Hose und einer englischen Wachsjacke habe ich keinen Vergleich, finde meine Lösung bisher aber insgesamt "stabiler".

  • Servus.


    Ich hab bis jetzt die besten Erfahrungen mit dem Impregnol Spray gemacht.


    Es ist relativ sparsam in der Anwendung und sehr flexibel.
    Ich sprüh damit meine Soft und Hardshells genauso wie meine Stiefel mit diemit Gore-Tex gearbeitet sind.


    Nur waschen übersteht es nicht so gut, da muss man dann nachsprühen.




    Thomas