[Survival] Es ist passiert...

  • Wir waren heute (privat) auf Tour, und es passierte das, was nicht passieren sollte: Ich verknickte mir den Fuss. Wir nahmen die Zwangspause zum Anlass, mal zu zeigen, was wir so für den Notfall dabei haben. Das ganze war eigentlich als eine 45min laufen, Fleisch grillen, 45min heim laufen - Tour geplant, quasie "Chill & Grill"aber der Heimweg dauerte etwas länger.
    Ich hatte ein ähnliches Erlebnis vor gut 10 Jahren, nur mussten wir da wirklich über Nacht abwettern (und da hatten wir keine passende Ausrüstung). Es war nur in der fränkischen Schweiz, aber passieren hätte es auch in den Alpen, Schweden oder den Highlands...


  • herzlichen dank an dich. dein beispiel zeigt mal wieder wie sinnvoll und nötig es ist auch solche fälle mit zu bedenken :gb

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.

  • Hallo,
    In der Summe ca 2h, nein hatte nichts dergleichen, der Schmerzpunkt sass auch unter dem Ballen.
    Dafür bin ich wohl danach unbewusst ungleich gelaufen und habe jetzt den Muskelkater des Grauens im Genick...

  • Quote from "Grimmbold"

    Wir waren heute (privat) auf Tour, ... Das ganze war eigentlich als eine 45min laufen, Fleisch grillen, 45min heim laufen - Tour geplant, aber der Heimweg dauerte etwas länger...


    Quote

    Fliegersichtzeichen, Distressmarker, Survivalkit, Sonnenbrandmittel, Sonnenschutz, Notration....


    Wo habt Ihr die Tour gemacht? Im Gazastreifen?


    FAK u. Taschenlampe uns so Zeugs, da ist nichts gegen zu sagen, mich verwundert es nur weil Du in einem anderen Forum schriebest Du willst mehr Richtung UL, und dann nimmst Du für eine Tagestour den dicken Patrol Pack. Deinem Fuß Gute Besserung!

  • Auch hier, naja, da wir ja kleinen Fussabdruck hinterlassen wollen (und der Sleeka auch wo hin musste) war auch ein Grill dabei, davon losgelöst wäre der einzige Rucksack der kleiner ist ein 20L TT, da passt gerademal die Jacke rein.
    Und wie ich sagte, den Inhalt der Tasche habe ich IMMER dabei, auch im "Stadtwald" (wo vor nicht ganz 2 Jahren ein Frau erfroren ist, als sie sich beim Walken den Knöchel verknackste!). Und auch da konnte ich das schon nutzen, u.a. als Markierung als wir Blindgänger beim Pilze sammeln fanden...

  • mich habe mir Silvester Mittags eine verdeckt im Waldboden liegende rostige Baustahlmatte in die Kniekelhle gerammt. Bin ueber das Scheixxteil bestolpert und der Fuss hat sich drin verhakt. Beim Aufallschritt war einer der Enden drin in der Kniekehle. Schnitt 1cm tief, 3cm breit und von der Wade hochgeratscht 10cm tiefer Riss. Dazu noch gut geprellt. Hat geblutet wie Atze. Bin nach Hause gehumpelt. Meine Frau wollte mit mir gleich i s Krankenhaus. Hatte aber abends im Rstaurant alles ausgebucht. Keine Zeit fuer Krankenhaus.
    Kodan Saeuberung, Betaisadona und Druckverband. Danach gleich bewegt, so schwol der Mist nicht an wie Addi. Abends noch beim Candlelightdinner gerannt wie nichts Gutes. Einfach de Schwerz ignorieren und weiterlaufen :lol ;) :confused

  • Witzig wie schnell man in Situationen geraten kann, wo man dann dich froh ist etwas vorbereitet zu sein.


    Schaut man sich dann Leute an, die ohne entsprechend redundante Ausrüstung "wirklich" in die Pampa ziehen, weit weg von der Zivilisation erkennt man wie fahrlässig die handeln.


    Tolles Video und bringt das Thema kurz vor Beginn der Skizeit wieder etwas hervor.


    jackknife: Das klingt übel, aber das Sylvestergeschäft darf man einfach nicht verschenken wa *gg

  • Sicherlich man kann oder sollte immer für alle Eventualitäten vorbereitet sein, aber es erwischt einen meistens dann wenn man nix dabei hat.


    Auch gibt es Orte dieser Erde wo der Mensch ohne großartige Ausrüstung nicht lange überleben wird, aber in gewissen Landschaftsformen würde zumindest ich mir zutrauen total underquipped ziemlich weit zu kommen, bzw. sogut wie alles mit vorhandenem zu improvisieren.
    Es macht letzlich auch einen gewissen Reiz aus mit Mimalausrüstung.

  • Zunächst einmal vielen Dank fürs Einstellen. Auch wenn der Titel des Postes etwas reisserisch klingt, kann ich die Situtaion gut nachempfinden. Eine ähnliche Situation habe ich selbst einmal in Skandinavien erlebt.
    Solotour mit Absturz an einem Steilhang. Als Folge eine folgenreiche Kreuzbandruptur.

    Ich verknickte mir den Fuss.

    Wobei die Menge deines Materials bzw. das Rucksackgewicht ein Sprunggelenkstrauma auf der anderen Seite auch begünstigt.
    Eine Tapetherapie und weniger Ausrüstung zum Zurückschleppen, hätte Dir eventuell einen zügigerern Rückmarsch emöglicht.
    Das Aussitzen kann die Situation im schlimmsten Fall auch verschlimmern.
    Auch trägst du sehr stabiles Schuhwerk mit sicher gutem Support des oberen Sprunggelenkes aber eine Kräftigung dieser Strukturen erhälst du mit losem Schuhwerk und entsprechendem Training. Support von innen so zu sagen.


    Vielen Dank aber für den Gedankenanstoss.


    Gruß Taiaha

    Amateure üben, bis sie es richtig machen.
    Profis trainieren, bis sie es nicht mehr falsch machen.

  • >>aber es erwischt einen meistens dann wenn man nix dabei hat.
    Das ist wiederum ein Oxymoron, denn dann ist man a) selbst schuld und b) ist das ja vermeidbar.

    Ich denke nicht das Menschen wie Juliane Köpke http://de.wikipedia.org/wiki/Juliane_Koepcke "selbst Schuld" daran gewesen sind nicht das richtige Eqipment dabeigehabt zu haben. ;)

  • @ taiaha: Ich hatte 7kg Gepäck dabei, wieviel weniger sollte ich mitnehmen?


    Ich denke mal dass taiaha ähnlich verwundert ist wie ich, weil Du oben etwas von einer "Tagestour mit Grillen" schriebst, da klingen 7 kg Gepäck für den einen oder anderen etwas viel. Ich denke aber mal dass Du ja auch immer viele Begadisachen zum Ausprobieren dabei hast und sich das hohe Gewicht dadurch erklärt :)


    Ich hoffe Deinem Fuß gehts wieder besser.


    LG
    Stefan

  • Auch gibt es Orte dieser Erde wo der Mensch ohne großartige Ausrüstung nicht lange überleben wird, aber in gewissen Landschaftsformen würde zumindest ich mir zutrauen total underquipped ziemlich weit zu kommen, bzw. so gut wie alles mit vorhandenem zu improvisieren.

    Es ist egal ob man nicht weit kommt oder ziemlich weit, wer nicht durch kommt hat verloren. Das richtige Leben ist keine Survivalshow am Fernseher.


    Die Abende sind im Winter lang und die Geschichten bunter. ;)


    Liebe Grüsse
    draussen