Was lasst ihr daheim / macht ihr vor Ort?

  • Hallo,
    es gibt ja tausende (gefühlte) Themen zum Thema "Was muss mit!", aber was lasst ihr bewusst daheim, weil draussen selber machen leichter, schneller oder einfach schöner ist? Ich denke, das prominentest Beispiel sind die selbst geschnitzten Zelthaken und der Grillspiess für die Würstel. Aber was noch?


    Ich habe mich dabei beobachtet, dass ich, ohne es bewusst zu merken, jedesmal einen "Rührer" für Kaffee/Tee schnitze, und den Löffel fast nur zum Essen habe. Auch der Aufhänger für die Billy Can wird immer geschnitzt, Kette weiss ich nicht wo ich sie habe. Und, von Travelmad drauf gebracht, wir schnitzen und basteln uns immer öfter eine Werkzeugablege.




    Was macht Ihr so?

  • Ich muss sagen das ich genau die angesprochenen Teile auch immer Schnitze ^^ bis auf den Löffel da brauch ich noch ein wenig Übung ;)


    Aber Heringe und den Aufhänger bastel ich mir jedesmal selber sowie ab und zu "Zeltstangen"


    horrido
    dicon

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    "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu
    Euch!....Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.."

  • Dein Beispiel mit den Zelthäringen ist das meinige: Nehme ich nie mit, es gibt immer Äste, Steine, Anbindemöglichkeiten für das Tarp.
    Beim Angeln mache ich immer ne kleine Astgabel zum Aufstecken der Fische um sie besser zum Lager zu tragen bzw. während des Spinnfischens mit zu tragen (wenn ich denn was fange).
    Als kleinen persönlichen Ehrgeiz schitze ich mir den Löffel selber, nehme keinen aus Metall mit und bastele immer ein Reibeholz zum Feuerreiben. Letzteres aber nur zusätzlich, ein Feuerzeug ist schon dabei.
    Und ganz wichtig, was ich nicht mitnehme: Handy, Smartphone oder welche Online-/Telefoniemöglichkeit auch immer!

  • Hängt ganz davon ab wo ich bin und was ich mache. Bei ner Mehrtagestour im Hochgebirge fällt das Selberschnitzen ein wenig schwer. Allerdings hat man bei dan Karpaten zumindest das Glück das man egal auf welchen Berg man will immer durch den Waldgürtel muss.
    Drum hab ich zum beispiel niemals Besteck dabei, sondern mache mir zwei einfache Esstäbchen. Auch auf Tees hab ich bisher verzichtet weil ich das Zeug eh nicht unbedingt brauch und wenn schon kann ich mir auch einfach n paar Blätter reinhauen.
    Wanderstab ist auch son Ding was ich mir vor Ort nehme wenn ichs brauche.
    Einmal hatte ich mir auch eine Stippangel aus nem Stock selbergemacht. Schnur und Haken hatte ich dabei. Bleiersatz war ein Stein.

    • Nadelbaumzweige unter die Schaumstoff-Isomatte erhöhen den Liegekomfort.
    • Zelt/Tarpheringe nehm ich immer nur ein paar für leichtest mögliche Abspannung mit, bei Bedarf schnitz ich mir den Rest vor Ort.
    • Stangen fürs Tarp aus Hasel schnitzen statt welche mitzunehmen.
    • Statt einem Hobo ein Feuer in einem geschichteten Steinhaufen.
    • Zwei Dreibeine um den Rucksack nicht auf dem Boden lagern zu müssen und aus der Hängematte drauf zugreifen zu können, spart ein Ausrüstungsnetz oder einen Hocker.
    • Nutzung von saisonalen Ressourcen (Beeren, Wildkräuter, Pilze) um die Mahlzeiten aufzuwerten.
    • Holzkeile zum Holzspalten benutzen anstatt eine Axt oder Batoning-fähiges Messer mitzunehmen.
    • Chopsticks bei entsprechenden Gerichten selbst geschnitzt.
    • Druckempfindliches Sammelgut wie Pilze kommen in eine Tüte, die mit einem aus einer Rute gebogenen Ring offen gehalten wird, das spart einen Klappkorb.


    Mehr fällt mir grad nicht ein.

  • Also was ich generell nicht mit nehme ist Zunder, ich trag doch nicht Eulen nach Athen!
    Bis jetzt habe ich noch immer genug Zunder gefunden, egal bei welchem Wetter, um ein Feuer zu machen.


    Was von mir in der Regel selbst hergestellt wird, sind ein Grünholzrost und Zeltheringe.


    Gruß Bushdoctor

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


  • Quote

    Also was ich generell nicht mit nehme ist Zunder, ich trag doch nicht Eulen nach Athen!
    Bis jetzt habe ich noch immer genug Zunder gefunden, egal bei welchem Wetter, um ein Feuer zu machen.


    Mag für das normale Bushcraften ja stimmen aber es gibt durchaus Situationen in denen man dankbar
    ist für vorbereiteten "idiotensicheren" Zunder.
    Als bsp nenne ich mal kentern mit dem Kajak/Kanu bei kalter Witterung wo du einfach schnell ein Feuer
    anhaben willst ohne noch lange nach Zunder suchen zu müssen.
    In der Regel muss man in solchen Situationen schon beim Feuerholz genug Kompromisse eingehen.


    Ich hab das unfreiwillig bereits letztes Jahr im Frühjahr (anfang März) testen dürfen.
    Probefahrt mit dem neuen Schlauchkajak auf der Saale, Wetterumschwung, plötzlich starker Wind, Nieseln usw,
    und nur Streichhölzer dabei.
    Ich bin zwar nicht gekentert (das ist mit so einem boot auch nahezu unmöglich) trotzdem musste ich mich extrem
    beeilen Feuerholz und Zunder zu sammeln (hat sicherlich 15 minuten gedauert) und hab das Feuer nach einigen
    Versuchen grad noch so anbekommen bevor es Anfing "richtig" zu Regnen.
    Seither hab ich, neben einem Döslein Birkenrinde, immer 1-2 Würfel wasserdicht verpackten Grillanzünder/ähnliches für alle Fälle dabei.


    Man kann vieles Weglassen, auch fertigen Zunder, aber für mich gehört das zum Backup weil es einfach der
    eigenen Sicherheit/Gesundheit dient.
    Auch glaube ich das unsere Vorfahren bzw andere Naturvölker vorbereiteten Zunder (freilich aus Naturmaterialien siehe Ilves fred)
    dabei hatten. Es ist einfach gut investierte Zeit sowas in Ruhe vorzubereiten und es zur verfügung zu haben wenn man es braucht ;-)

  • Die Sache mit dem Zunder ist die, dass man häufig erst an Ort und Stelle des Lagers auf die Idee kommt sich um Feuerholz und Zunder zu kümmern um dann festzustellen das man vor Ort nicht die nötigen Materialien hat.
    Es ist besser auf einer längeren Tour seine Zundervorräte immer aufrecht zu erhalten und sich an geigneten Stellen ein bischen was einzupacken.
    Ich habe meistens eine Tüte extra dafür dabei.
    Oder allgemeiner gesagt. Immer die Augen für alles offen haben. Nicht stupide erst nach etwas suchen wenn man es braucht sondern bei der sich bietenden Gelegenheit zuschlagen.

  • Zunder sollte man immer dabei haben. Sei es nur etwas Kienspan am Firesteel.
    Zeltheringe schnitze ich auch oft selbst. Das vorgestellte Grillrost ist genial.
    danke fürs zeigen. :lagerfeuer

    Mit einem Freund am Fluss sitzen und was leckeres auf dem Hobokocher zubereiten- für mich gibt es nicht besseres :)