selbstgebastelte Schultertasche, Lederbeutel und Gürteltasche aus Leder für Unterwegs

  • Seid Gegrüßt,


    Bedingt durch diverse Gegebenheiten und private Veränderungen wurde es ja in den letzten Monaten eher Still um Quarzi , nun meld ich mich mal zurück mit nem Beitrag der sich mit "Gear" ala " Mach´s dir Selbst" beschäftigt.
    Generell nehm ich im Leben alles wie es kommt und mach das Beste daraus , ergo ich kam in letzter Zeit körperlich kaum aus dem Bau, doch so gewiß wie auf den Winter der Frühling folgt, so gewiß war es , dass es bald wieder raus in den Schoß von Mutter Natur gehen würde.
    Somit machte ich mir unterdessen ein paar Gedanken und lies in den freien Abendstunden der Kreativität mal wieder freien Lauf.
    mit nem Kilo Lederreste vom Trödelmarkt, Nadel und Faden bewaffnet gings dann auch los, es wurde gewerkelt was das Zeug hergab, gefertigt wurden eine kleine Gürteltasche, ein kleiner Beutel zum Umhängen und ne Schultertasche.
    Auf das Fertigen der Schultertasche möchte ich hier besonders eingehen und zu dem Umhängebeutel und der kleinen Gürteltasche häng ich einfach mal nur die Bilder davon hier mit rein, durch die ausführlichere Ausführung zum Thema Schultertasche dürfte ja doch hervorgehen, dass auch bei den anderen Sachen persönliche Handarbeit dahinter steckt.
    Es sei noch kurz erwähnt, dass mir der gesamte Arbeitsprozess unheimlich viel Freude bereitet hat und die Verbindung zu unseren Ahnen, für die solche Fertigkeiten selbstverständlich waren, wiedereinmal gestärkt hat und genau das ist die tiefere Ebene die sich dem Praktiker durch "primitives" und " traditionelles" Handwerk erschließen kann!
    Probiert es einfach selbst aus und spürt dem einmal nach.
    Sätze, wie -So etwas kann ich nicht- zählen hierbei nicht, dafür ist einfach kein Raum, denn diese Sachen die ihr hier seht sind- Anfängersachen- und somit könnt ihr es definitiv auch, alles was man wirklich dazu braucht ist Freude, Geduld und Hingabe!
    Bevor wir zu der eigentlichen Tasche kommen , noch kurz die Bilder der anderen kleinen Arbeiten , quasi zur Inspiration.


    Umhängebeutel aus Leder, vernäht von der Innenseite mir dem Sattlerstich, nach dem Nähen einfach die Nahtseite nach innen gestülpt, Löcher mit der Ahle vom Taschenmesser gebohrt dadurch ein Lederband zum Umhängen gefädelt, mit Feder und Treibholzstückchen welche ich während früherer Unternehmungen gefunden hatte verziehrt, fertig.


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    Hier die kleine Gürteltasche, Leder einfach zurechtschneiden, vernähen, Schlitz für den Knopf mit dem Messer ritzen und Knopf mittels Lederband befestigen, fertig.
    Dieser Knopf ist ebenfalls aus Holz welches ich unterwegs mal mitnahm, die Löcher wiederum wurden mit der Ahle vom Taschenmesser von beiden Seiten her gebohrt.


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    Nun zur Schultertasche!


    Man nehme Lederreste wie Beispielsweise diese:


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    und tue eine Priese Kreativität und ein paar Ideen dazu und ab geht die Luzie :D
    Leder wird im gewünschten Stil zurechtgeschnitten, in dem Fall hab ich alles mit dem Mac Gyver Messerchen gemacht, sprich Löcher wurden mit der Ahle gebohrt und Leder wurde mit der Schere oder einfach der Klinge zugeschnitten.
    Hat man diese Arbeit hinter sich näht man das ganze mit diversen Sticharten zusammen.
    Auch dabei bieten sich natürlich eine Vielzahl an Stichen an, in meinem Fall hab ich hauptsächlich mit Schlingenstich ( Außennähte) und einem Zierstich Namens Hexenstich ( eine der vielen Varianten davon) gearbeitet.
    Der verwendete Faden ist Flachs.


    Hier der Hexenstich als Zier und Vernähnaht am Vorderteil :


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    Das Schöne an diesem Zierstich ist, dass damit sogar geschwungene Muster möglich sind und er nicht nur dekorativ aussieht, sondern auch hält :daumen


    Das Vorderstück ist nun zusammengeschustert ;) und sieht so aus:


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    Widmen wir uns nun dem Hinterteil der Tasche, auch hier wurde dieses ersteinmal mit dem Hexenstich zusammengeflickt und dekoriert:


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    Es ist bei dieser Stichvariante wichtig, das die vorgebohrten Löcher sich relativ gleichmäßig gegenüber befinden.
    Sofern man das bei der Vorarbeit beherzigt, kann man in dieser Art auch in geschwungenen Linien verfahren und es ergibt trotzdem ein Harmonisches Muster.


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    Hier seht ihr nocheinmal wie das mit den vorgebohrten Löchern aussieht:


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    Somit ist nun auch das Rückteil zusammengenäht:


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    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3188/


    Seitenteile und Unterteil werden nun vorbereitet, wieder in gewünschter Form schneiden und mit Löchern für die Naht versehen, hier einmal ein Bild von den Teilen, wobei die Seitenteile noch nicht miteinander vernäht sind :


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    Vernäht sehen die Seitenteile dann wie auf folgenden Bild zu sehen aus, dabei wird wiederum der Hexenstich angewendet und zur weiteren Verzierung hab ich noch in die obere Hälfte Fransen eingeschnitten:


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    Da diese Tasche ja eine Schultertasche werden soll , muss sie natürlich noch mit nem Riemen versehen werden, dazu nehme man Beispielsweise alte Gürtel her:


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    diese werden im folgenden Schritt vorgebohrt und mit den Seitenteilen Verbunden:


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3194/


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    Auf der Seite die später Innen liegen wird, wurde zur Sicherheit nochmal mit einen Flicken verstärkt.


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3196/


    Nun kam noch an das Rückteil ein Teil der Klappe dran:


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    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3198/


    Dann ist der Boden an der Reihe, wie alles andere auch wird auch da vorgebohrt und dann wird angenäht, diesmal kommt der Schlingenstich zum Einsatz, da es sich um eine Außennaht handelt.


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    Nu aber mal die Seitenteile angebracht:


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    Kommen wir nochmal zum Vorderteil, da kommt jetzt noch ein Knopf dran, diesmal habe ich diesen einfach aus einem kleinen Stück Leder gemacht, kleines Lederstück aufrollen, durchlöchern und wie einen ganz normalen Knopf annähen:


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    Das Frontstück auch noch mit dem Rest vernähen und wir nähern uns der Vollendung schon eing anzes Stück


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    Da das angenähte Stück noch nicht langt um ein komplette Klappe abzugeben, nehmen wir noch ein weiteres Reststück dazu und vernähen es mit dem anderen Klappenteil:


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3210/


    Hier kommen wir nun zu einer geschwungeneren Ziernaht und wieder kommt der Hexenstich zum Einsatz, danach wird noch diverser überstehender Rest weggeschnitten und beliebig bearbeitet


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    komplett vernäht sieht das gute Stück dann so aus:


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    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3214/


    Zum Schluss noch zwei Löcher in die Klappe und dadurch wird ein dünner Lederriemen der ebenfalls aus einem Resstück geschnitten wird hindurchgefädelt,jeweils noch einen Knoten um die Schlaufe festzuhalten und fertig ist die Tasche, die nun auch mit dem knopf geschlossen werden kann.


    bushcraftportal.net/gallery/index.php?image/3215/


    Alle erläuterten Schritte können je nach belieben abgewandelt werden, genauso sieht es mit den Nähten und dem allgemeinen Aussehen aus, da kann jeder seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen.
    So ne selbstgefertigte Tasche ist wirklich was anderes als etwas gekauftes, schliesslich steckt eure Kreativität und eure eigene Arbeit drinn, wenn ihr also möchtet, baut euch so etwas selber und macht euch keinen Kopf das die Fertigung ihre Zeit braucht, Stress und Hektik sollten einfach mal außenvor bleiben.
    Viel Erfolg und alles Gute!


    LG,
    Rauchquarz

  • Hi Rauchi, schön wieder von Dir zu hören :) Die Tasche ist genial, vielen Dank für die anschauliche Anleitung. Mit ein bisschen Kreativität bekommt man also auch den kleinsten Lederrest verbastelt. Wirklich urig. Gut dass Du an die Nahtverstärkung gedacht hast, dünnes Leder neigt nämlich an den Nahtstellen gern mal zum Ausreißen, hast es anschaulich erklärt :daumen

  • hey quatzi das ist ziemlich kuhl !
    (und schön mal wieder was von dir zu hören, evt heute noch im chat? mal sehen)


    sag mal deine indianerflöte hatte es mir ja bereits im harz angetan,
    ich hab auch schon ein wenig im Netz gegoogelt aber du hast die bestimmt selber gebastelt,
    evt kannst du auch dazu ein paar tips geben?
    Würd mir nämlich auch eine bauen wollen. der Winter ist lang und als Kind hatte ich 2 Triolas (das kennt jetzt sicher keiner XD)
    und eine Blockflöte, solche Instrumente liegen mir ein wenig (bin auch eine große Pfeife).


    grüße vom Problemrind :winken

  • Tolle Arbeit! Die Sachen sind wirklich schön. Da sieht mans eindeutig, daß Du ein sehr kreativer Mensch bist. Besonders die Tasche. Sie hat Charakter.


    Genial! :)

  • Deine Handwerklichen Fähigkeiten in der Lederverarbeitung können sich echt sehen lassen.Sehr schöne Arbeiten hast Du da zur Schau gestellt.Ich hatte mich vor Jahren auch mal am Leder versucht..... :( Mit eher mäßigem Erfolg.Leder ist doch etwas tückisch.

  • Grüß euch :winken ,


    Bushberti schrieb:


    Quote

    Ich hatte mich vor Jahren auch mal am Leder versucht..... :( Mit eher mäßigem Erfolg.Leder ist doch etwas tückisch.


    Lieber Bushberti bitte fühl dich hier nicht vorgeführt, ich möchte lediglich einmal deines Aussage aufgreifen, denn da sprichst du etwas wichtiges an und persönlich denke ich auch, das wir uns als zivilisationsgeprägte Menschen immer wieder mit dem von dir Geschilderten konfrontiert sehen und leider den tieferen Sinn nicht mehr begreifen und schätzen können.


    Du schreibt doch selbst in deinen eigenen Worten -mit eher mäßigen Erfolg- ergo, lässt es durchblicken, das Du während der Beschäftigung mit Leder etwas gelernt hast, deine Fertigkeiten sich erweitert haben und dabei sogar noch (mäßigen) Erfolg hatte!
    Mal Nebenbei, Inzwischen sind Jahre vergangen, also ein guter Zeitpunkt es erneut zu versuchen ;)


    Natürlich bleibt es jedem Selbst überlassen etwas "weiter" zu propieren" oder es zu lassen, was mich bei dieser Sache nur etwas den Kopf schütteln lässt, ist nicht etwa die fehlende Fertigkeit oder ob jemand Anfänger oder Meister ist, sondern das in der heutigen Zeit scheinbar in dieser sog. zivilisierten Welt immer mehr das Interesse, die Ausdauer und Geduld für solche Tätigkeiten fehlen!
    Diese Erscheinung beobachtet man nun schon eine ganze Weile und das zieht sich durch alle Interessengebiete, Geduld und Übung werden immer mehr zu Fremdwörtern in dieser Welt.
    Manchmal glaube ich, gewisse Leute denken stets , dass diversen Menschen alles in den Schoß fällt, aus ner gewissen Lebenserfahrung heraus kann ich sagen, dem ist nicht so, wahre Meister auf den unterschiedlichsten Gebieten sind es vor allem durch Übung geworden und weil diese sich einer Sache mit voller Hingabe widmeten.
    Im künstlerischen Bereich bestaunen viele Adepten, Beipsielsweise die alten Meister wie Michelangelo, Da Vinci oder Rembrandt, nun diese Menschen haben alle mit Hingabe und Ausdauer an ihren Fertigkeiten gearbeitet.
    Ein altmeisterliches Werk hat teilweise mehrere Jahre bis zur Fertigstellung gebraucht und auch diesen "Großen" sind zig Fehler und Widerstände begegnet, aber sie blieben dran!
    Genau das ist der Großteil des Erfolgs!
    Um den Bogen mal wieder zu Bushcraft und dem Selberbasteln von Ausrüstung, der Tasche zu spannen, genau hierbei sind Geduld, Lernwilligkeit und Ausdauer genauso wichtig!
    Mal ganz ehrlich gesagt, nicht das perfekte Ergebnis ist das wichtigste sondern die Lerneffekte und Aufschlüsse die sich hier durch praktisches Tun erschliessen.
    Wie ich oben bereits erwähnte , während der Tätigkeit, stellt sich ob mit perfekten oder unvollkommenen Ergebnis eine tiefere Verbindung zu unseren Vorfahren ein, wir klinken uns durch das praktische Ausüben einer "primitiven" oder "traditionellen" Tätigkeit quasi in das Kollektivbewußtsein der gesamten Menschheit welches uns von unseren Ahnen vererbt wurde ein.
    Gerade bei den Schwierigkeiten, lerne ich zu verstehen und vor allem mich überkommt großer Respekt vor denen die vor uns da waren und diese Fertigkeiten im Alltag mit Leichtigkeit anwanden.
    Heute zählt leider zunehmend nur noch Konsum und Schnellebigkeit, beides wird nie mit dem was hinter BC, primitiven und traditionellen Handwerken und Leben steckt in Einklang zu bringen sein, denn die Natur schwingt in einem anderen Rythmus und genauso schwingt derjenige in einem anderen Rythmus der wirklich mit ihr verbunden ist.
    Ein Mensch der aus der sog. Zivilsation kommt und dabei irgendein Bedürfnis verspürt zu diesen Wurzeln zurückzukehren, der kann durch die primitiven und traditionellen Handwerke Schritt für Schritt in diesen Rythmus hineingelangen und lernt zu spürern was es heißt einfach nur Mensch zu sein und dieser Prozess erschliesst sich nun mal in den wenigsten Fällen denjenigen wo nur theoretisch Philosophieren tut.
    Über meine Tasche die ich hier vorgestellt habe, wird sich vielleicht ein gelernter Sattler kaputtlachen , aber ich seh da kein Problem darin, weil es eben nicht wie im gewohnten Wettbewerbsleben darum geht sofort ein Meisterstück abzuliefern!
    also möchte ich Euch und vor allem auch die "Frischlinge" was das Themengebiet betrifft ermuntern, probiert, lernt und gebt es unbedarft weiter!
    Jede kleine Beobachtung im Zusammenhang des Forenüberthemas, welche sich aus der Praxis heraus erschliesst, wäre nützlich um hier in Forum besprochen zu werden und ganz nebenbei würden dabei manchmal echt qualitativere Beiträge herauskommen, von denen alle hier und die, die auf der Suche sind , sich etwas daraus ziehen könnten.
    Wenn sich somit einem von Euch, während der praktischen Beschäftigung etwas erschliesst, sei es ein sog. "Fehler" ein "Hindernis" -und-oder eine andere Technik, ein Erfolgserlebnis, dann gehört das hier ins Forum rein ;) , inklusive Fragen, nur währe es wirklich schön, wenn man der Praxis den Vorzug gibt und diese dann hier dokumentieren würde :daumen




    LG,
    Stan


    PS: Sollte ich nu zu weit abgedrifftet sein, dann bitte ich die Admins, diesen Beitrag evtl. zu verschieben oder zu Löschen, wollte es nur nicht komplett zerpflücken weil die genannten Gedanken einfach oft mit in die Ausführung -und-oder- Unterlassung gewisser praktischer Tätigkeiten einfliesen und dabei den ein oder anderen daran hindern gewisse Inspirationen überhaupt einmal anzugehen.
    Somit denkt der ein oder andere vielleicht einmal darüber nach und fühlt sich ermutigt allen Zweifeln zum Trotz, einige Sachen mal praktisch anzugehen.

  • Ich fühle mich nicht vorgeführt ^^
    Nein Du hast Recht.Aber ich muss auch zugeben das ich sehr Jähzornig bin-wenn etwas nicht so funktioniert wie ich mir das vorstellen dann probiere ich noch ein bisschen und dann kommen die Hörner aus dem Kopf herraus und das Objekt fliegt in hohem Bogen davon.Es ist ja nicht so das ich es nicht probiert hätte.Ich habe einfach kein Talent und zu wenig Geduld in der Lederverarbeitung.Außerdem ist es mir schlicht zu teuer-und zu Schade jedesmal Leder Sinnlos zu verschwenden.Dazu kommt das ich in vielen Sachen Perfektionistisch veranlagt bin,und die Ansprüche im Voraus sehr hoch stelle.Entspricht es danach nicht diesen Ansprüchen fliegt es wieder weg.Wie gesagt fand ich mein persönliches Lederkapitel unzureichend befriedigend und ließ es wieder.Aber ich finde es toll wenn jemand,etwas in die Hand nimmt und etwas daraus schaffen kann.So hat jeder sein Gottgegebenes Talent-er muss es nur finden und ausbauen.Zum angebrachten Großmeister Michelangelo...Er war ein Ausnahmetalent das auf sehr vielen Gebieten einfach überragend Begabt war...sei es die Malerei oder die Bildhauerei und in vielen Bereichen unantastbar...Übung hin oder her.Es wäre schlichtweg töricht zu behaupten das man mit bloßer Übung alles Schaffen kann.Erzähl das einem Dr.Steven Hawkins oder einem Beethoven...Übung ist das eine-Talent das andere.Mir mangelt es schlicht an Zeit und Interesse es ein paar weitere Mal zu versuchen.Wenn ich etwas besonderes haben möchte-dann suche ich mir jemanden der darin sehr gut ist und lasse es machen.Er darf mir das natürlich entsprechend in Rechnung stellen und beiden Seiten provitieren davon.Wenn jeder alles könnte wäre es doch sehr Trist auf unserer kleinen Welt oder nicht?
    BTW ich schätze Deine Arbeiten und weiß das im Vorfeld dafür viel Zeit und Geduld geopfert wurden-Beides fehlt mir leider ist aber nicht weiter tragisch da man das gut kompensieren kann. :schlaubi

  • Hallo,


    Danke für deine Erläuterung Bushberti, allgemein möchte ich gerne noch ergänzen, dass das Kilo Lederstücken vom Flohmarkt insgesamt 4 Euronen gekostet hat, daraus sind die kompletten oberen Teile bis auf den Riemen der Tasche entstanden und noch immer hab ich davon genug Reste übrig um weitere kleine Teile herzustellen.
    Es ist ja eine altbekannte Methode aus Flicken noch etwas zu kreieren, das nennt man auch Patchwork und wird mittlerweile in der Herstellung teurer Designerstücke genutzt.
    Wer in der glücklichen Lage ist, selbst zu jagen und anschliessend das Fell des erlegten Tieres zu Gerben, kann da nocheinmal ganz anders an die Sache herangehen, für die meisten hier dürften jedoch eher solche Lederreste erschwinglich sein und diese würde ich auch am Anfang zum Üben empfehlen, desweiteren kann man auf Flohmärkten auch nach alten Ledertaschen, Schulranzen und Lederbekleidung gucken, da findet sich oft was Gutes zum moderaden Preis um daraus noch irgendwas individuelles zu basteln.
    Wenn ich mir jedenfalls nun so die bisherige Ausbeute an den gefertigten Lederstücken anschaue muss ich sagen, das ich da arg günstig weggekommen bin.
    Professionelles Lederbearbeitungswerkzeug kamen auch nicht zum Einsatz somit musste dafür auch nicht extra Geld ausgegeben werden.



    LG,
    Rauchquarz

  • Der Günstigste Anbieter Wo ich es Bezogen hatte war das Nordische Handwerk. Bei Dictum ist die Qualität auch sehr gut-viele und große Auswahl die sich aber dann im Preis wiederspiegelt. Es nervt mich selbst das ich die Flinte oft vorschnell ins Korn werfe, aber Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Selbst jagen darf ich noch nicht, da mir das nötige Kleingeld für den Schein noch fehlt.Aber ich versuche soviel Wissen wie Möglich darüber aufzusaugen um dem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen.Aus der Decke, das Leder heraus zu arbeiten ist aber wieder eine andere Geschichte und mit normalen Hausmitteln sehr schwierig zu gestalten.Da kommt man mit Deinen genannten Möglichkeiten der "günstigen" Lederbeschaffung wesentlich günstiger weg.
    Vielleicht versuche ich es noch einmal-mit besserer Vorbereitung und etwas langsamer und geplanter. :eek