Holundermark - Bohrer

  • Eine kleine Bushcraft - Bastelei für euch:


    möchte man das Mark aus Holunderästen herausbekommen so daß man ein hohles Stück Holz zurückbehält trägt es sich häufig zu, daß das Stück reißt. Normalerweise ist man geneigt, das Mark einfach mit einem Stöckchen herauszudrücken – das aber führt eben dazu, daß sich das Mark innen staut und wenn man dann noch mehr drückt, platzt das Holz auf.
    Die Lösung: man bohrt das Mark heraus ;)


    Als Material brauchen wir lediglich ein Stöckchen welches schon grob dem Innendurchmesser des Mark-Kanals entspricht.



    Nachdem man es in eine passende Form geschnitzt hat, setzt man einfach die Messerklinge schräg auf und dreht das Hölzchen so, daß man eine „Rille“ einschneidet, die schräg zum Holz verlauft.
    An genau dieser Rille geht es anschließend noch einmal mit der Klinge lang, diesmal wird sie aber schräg angesetzt.



    Das Ergebnis muß nicht perfekt sein, es geht ja schließlich nur darum weiches Mark aus dem Stück Holunder heraus zu bohren ohne daß sich das Mark halt staut.



    Mit dieser kleinen Bastelei kann jetzt ziemlich sicher und für das Stück Holz gefahrlos das Mark heraus gebohrt werden. :)




    Was man mit einem hohlen Stück Holunderholz anfangen kann, zeige ich euch das nächste mal.
    Viel Spaß beim nachbauen,


    Ilves

  • Ein Strohalm aus Holunder 25 cm lang und eins 40cm lang.
    Das Mark hab ich mit der gleichen Methode wie Ilves entfernt, das Stöckchen hab ich alerdings nur schräg angeschnitten.
    Bei dem kleinen innen Durchmesser ist das Stöcken um das Mark heraus zu Bohren nicht besonders stabil und man muss sehr langsam Arbeiten

  • Hallo Stefan


    Wenn Ich da Mark mit einem geraden Stöckchen nicht ganz heraus bringe nehme Ich ein etwas dünneres Stöckchen das Seitentriebe hatte dadurch wächst es meist in einer leichten zick zack Bewegung das ergibt etwas Spannung im inneren so kann man den Rest des Marks entfernen,
    aber ob es danach innen glatt genug ist kann ich nicht sagen hab noch nie ein Blasrohr gebaut.

  • Kennst Du zufällig eine Methode um einen Holunderzweig innen glatt zu bekommen?


    Ich würde eine entsprechend starke Schnur nehmen und hin und her ziehen, ggf. nass machen und/oder feinen Sand mit dazu.
    Diese Technik habe ich einmal bei Nativs gesehen, die sich ihre Blasrohre logischerweise selbst herstellen ...

    By de Alexander


    Hoffe das Beste aber rechne mit dem Schlimmsten, so kannst du kaum überrascht / enttäuscht werden ...

  • Hab es noch nicht versucht!!!
    Ist mir gerade eingefallen vielleicht mit nem glühenden Ast durchfahren. Werde das mal im Urlaub testen.
    Gruß Klaus :feuerbohr

    Wo Licht ist, ist auch Schatten
    und wo Schatten ist, bin ICH.
    Feind meide den Schatten,
    Der den Freund umschließt. NK

  • Der Typ mit dem Blasrohr bin ich ;) ,


    also das mit der schnur ist mir auch schon gekommen, ich werde nur in die Mitte ein Steinchen als eine Art Raspel einbinden oder ein Stück Muschel oder ein Stücken Flint, und das dann durchziehen.


    Ausbrennen mit nem glühenden Stock wird bei 120cm Länge und 5mm Durchmesser schon echt schwierig, da der Glutherd des Stockes zu klein ist und die Sauerstoffversorgung nicht ausreicht ( zwei Schwobe oin Gedanke ;) ).


    Natürlich könnte ich auch auf ein Rohr einen kleinen Bohrer drauf stecken, aber mir geht es hier wirklich um das bushcraftmäßige Herstellen eines Blasrohrs.


    Bin aber für weitere Ideen offen und wenns fertig ist, gibt es en kleinen Bericht.


    Gruß Bushdoctor

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


  • In einem Tv-Bericht über Südamerikanische Ureinwohner war mal zu sehn, daß diese die "Rohre" mit glühenden Metallstäben ausbrennen. Durch das Ausbrennen sollte die Innenwand auch glatt genug sein. Dabei sollte sich auch die frage nach der Sauerstoffzufuhr nicht stellen, da das Metall ja diesen nicht benötigt im Rohr

    Man sollte von früheren Generationen lernen, sich aber Neuerungen nicht verschließen.