Hobo selbst gebaut

  • Obwohl es hier ja schon einige Beiträge dazu gibt, möchte ich auch meinen Hobo einmal vorstellen:



    Wie man sehen kann, funktioniert er tatsächlich! Obwohl die Hölzchen nicht trocken waren, hat es nur 15 min gedauert, bis ein Liter Wasser im BW-Kochgeschirr am Sieden war.




    Für mich war wichtig, ein kleines Packmaß und ein geringes Gewicht zu erreichen und den Aufbau so einfach wie möglich zu gestalten. Da an Werkzeugen nur eine Handbohrmaschine und eine Metallsäge zur Verfügung standen, hab ich auch versucht, die Konstruktion so simpel wie möglich zu halten: 5 Teile, 4 x Stecken, 1 x fertig




    Das Ganze ist natürlich nur ein Prototyp, um das Stecksystem und vor allem den Zug zu testen. Und aufgrund der Werkzeuge ist es doch recht provisorisch. Vielleicht hätte ich keinen Elektriker mit der Ausführung beauftragen sollen :unschuld


    Nein, in Anbetracht der Mittel hat er gute Arbeit geleistet :beten , und das Ding funktioniert hervorragend, auch wenn die Optik nicht so schön ist.


    Der Entwurf war jedenfalls so gut, dass sich einige Interessenten gefunden haben, und so habe ich das Teil CAD-gezeichnet und an eine Firma geschickt, die das ganze jetzt professionell mit dem Laser ausschneiden...für ca. 20€ pro Stück. In der "Serienversion" sind am oderen Rand noch ein paar kleine Löcher vorgesehen, da kann man aus vier Stücken Draht (z.B. Schweißdraht) noch eine Art Einsatzgitter anbringen um kleinere Gefäße (min. 7cm Durchmesser) auf den Hobo zu stellen.


    Die Daten...


    Material: Edelstahl 1mm, Höhe: 12cm, Breite: 11cm, Brennraum: 10 x 10 x 10 cm, Gewicht: unter 400gr, Packmaß: 12 x 11 x 0,5 cm


    LG


    Papa Bär

    Ein Seemann ist doch wie ein Wal: kleine Augen, großes Maul, ewig im Tran und die meiste Kraft im Schwanz!

    Edited once, last by Papa Bär ().

  • So, die erste Version wurde mir heute von der Firma geliefert, und er schaut gut aus!





    Ein klein wenig schwerer als geplant ist er allerdings geworden:



    Brennt aber richtig gut...





    Vier Stück Grillanzünder waren wohl doch zuviel :feuerbohr


    Aber das Feuer hat sich bald wieder beruhigt:


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  • Das Material ist Edelstahl 1.4501 in einer Stärke von 1mm. Man kann es natürlich verbiegen, wenn man möchte, aber warum sollte man?


    Der Hobo ist ja so keinen größeren mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, und die langen Seitenteile geben Stabilität bei der einzigen, nämlich von oben wirkenden Belastung.


    LG Papa Bär

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  • Sieht echt gut aus was hat man da für Kosten ? und wie sind so die Kochzeiten ? :)


    Sieht für mich schwer in Ordnung aus ! Klasse Teil


    Horrido
    dicon

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    "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu
    Euch!....Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.."

  • Vielen Dank für die Blumen


    Ein Liter Wasser Kocht in ca. 15 min :feuerbohr , Brennstoffverbrauch dafür 140g trockenes Holz oder 170g leicht feuchtes Leseholz. Kosten...ein einzelner über hundert Euro :eek , aber durch meine Sammelbestellung (läuft noch bis Montag :D ) kostet so einer 20,-€ plus Versand

    Ein Seemann ist doch wie ein Wal: kleine Augen, großes Maul, ewig im Tran und die meiste Kraft im Schwanz!

  • Es kommt ja nun so langsam in Mode seine Hobo-Kleinserie lasern zu lassen und sie über Umlage finanzieren zu lassen.


    Das gefällt mir, das sorgt für Auswahl am Markt. Ich muss mal wieder an meinem Klappprojekt weiterforschen. =D

  • Der Hobo sieht auf jeden Fall sehr professionell aus! Er erinnert mich an den Künzi. Bei deinem Eigenbau finde ich die Luftzufuhr, über den gelochten Boden statt von seitlichen Öffnungen in der Brennkammer, aber besser.


    Oben neben dem V-Ausschnitt sind so kleine Löcher. Für was sind die den da? Hast du dir was überlegt wie man auch kleinere Töpfe oder Tassen auf den Kocher stellt ohne dass diese reinfallen?


    Ein Nachteil bei zusammensteckbaren Kochern ist leider, dass man bei der Montage schmutzige Hände bekommt.

  • Quote

    Oben neben dem V-Ausschnitt sind so kleine Löcher. Für was sind die den da? Hast du dir was überlegt wie man auch kleinere Töpfe oder Tassen auf den Kocher stellt ohne dass diese reinfallen?


    Hallo Lexa,


    genau dafür sind die kleinen Löcher da. Da werden vier Stücke von 2mm Schweißdraht durchgesteckt, so dass man auch mal eine kleinere Dose oder Tasse darauf abstellen kann. :hobo

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  • Sieht gut aus und erfüllt ja seinen Zweck. Da fällt mir ein, dass ich ich vor kurzen ein Video gesehen habe, da hat jemand einfach einen leeres PC-Lüftergehäuse genommen. Auch eine super Idee und vorallem sehr billing. Nachteil, das Teil lässt sich nicht komplett zerlegen. Aber das nur als Anregung am Rande. Ist auf jeden Fall kein Vergleich zu deinem Hobo. Ich hab mir einfach einen aus einer Dose gebaut. Leider vom Packmaß zu sperrig für meinen Geschmack. Außderm hat man immer scharfe Kanten an denen man sich verletzten kann.
    Was kostet es sich die Teile für einen Hobo lasern zu lassen? Wäre ja auch mal interessant, falls jemand aus dem Forum deinem Beispiel folgen will.

  • Ein einzelnes Exemplar lasern zu lassen würde bei meinem Modell und dem letztendlich verwendeten Stahl bei 140 - 150,- € kosten...


    Problem bei der Geschichte ist halt, dass man bei den billigen Online-Anbietern auch nur entsprechend billige Stähle bekommt, die nun mal nicht in ausreichendem Maße temperaturbeständig sind. Das heißt, sie verziehen sich bei den herrschenden Betriebstemperaturen eines Hobos recht stark, und sie fangen an zu korrodieren.


    Diese Gefahr besteht bei meinem Modell nun nicht, und aufgrund der Menge ist der Preis auch auf ein moderates Niveau abgesunken.

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  • Ja gut,vom Preis beim Einzelstück ist das natürlich nicht so günstig. Zu meinem Glück hab ich Kontakt zu ein paar Lieferanten. Also fall ich mal Lust und Zeit hab wäre das auch noch ein Projekt für mich.