Schnee Brille

  • Ich möchte euch noch eine ausrangierten Gegenstand aus der Schweizer Armee vorstellen.
    Hat auch was mit licht zu tun nämlich mit zu viel Licht.


    Die Schnee Brille.
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    Beim Skifahren hab Ich natürlich eine Moderne Skibrille.
    Da ich sonst nur selten eine dunkle Brille brauche ist das Packmass das was mir daran am besten gefällt.

  • Da wir ja in einem Bushkraft Forum sind hier noch das selbst geschnitzte teil
    ,,,
    es ist aus dem vollen geschnitzt was ziemlich lange dauerte.
    Wenn Ich so eine Inuit Sonnenbrille im Notfall herstellen müsste wären Flexible Materialien
    besser zum Beispiel ein Stück Leder.

  • Hi Adi,


    das ist eine tolle Arbeit, so eine Schneebrille habe ich ehrlich gesagt auch noch nie gesehen, höchstens mal improvisierte aus Fotofilmen (aber wer hat sowas heutzutage noch ^^) Hast Du die intuitiv geschnitzt, oder machst Du Dir da vorher eine Schablone? So wie es auf den Bildern aussieht passt sie perfekt auf die Konturen Deines Gesichts.


    Liebe Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan


    Hatte ein Rundholz an dem ich 1/4 abspaltete und mit dem viertel versuchte Ich die Brille zu schnitzen,
    nach der Form meiner Brille. Das hat natürlich nicht hingehauen.
    Den 2. versuch machte ich mit dem 3/4 Stück das war tief genug um der Rundung des Gesichtes
    angepasst zu werden, der Rest ist langsames Schnitzen und immer wider ein Brett vor den Kopf halten :wallbash
    an den Druckstellen wurde dann einfach Material entfernt .



    Gruss Adi

  • In einem Kinofilm hatte ich mal die Herstellung einer Schneebrille aus Birkenrinde gesehen. Musste natürlich gleich ausprobiert werden. Geht wirklich sehr schnell und gut. Adi's Holz-Schneebrille gefällt mir aber auch.

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • Ich hab mir auch schon mal so eine "Schneebrille" gebastelt. Ich hatte ein Stück Stoff, dass ich mit zwei Schlitzen versehen hatte und dann um meinen Kopf band mit Hilfe einer Schnurr. Der Zweck hatte es erfüllt aber(!), auf Dauer könnte ich sie nicht tragen.


    Grüße Gabriel!

  • Wenn man kurzsichtig und seine Brille verloren hat ist hat so eine Brille noch einen weiteren Vorteil. Durch die kleinen Sehschlitze sieht man dann automatisch schärfer. Es ist also wie eine Ersatzbrille.

  • @ Smeagol
    The long Way back - der lange Weg





    Adi
    der Schlitz wirkt wie eine Blende, und diese wiederum verhält sich optisch ähnlich sowohl wie eine Sammellinse, als auch eine Zerstreuungslinse.
    Wenn Du kurzsichtig bist, nimm dir einfach mal ein Stück dicke Alufolie (Fertigkuchen"form") und stichst mit einer möglichst dünnen Nadel ein kreisrundes Loch rein. Brille abnehmen und durchguggen, sollte auch funktionieren wenn du weitsichtig bist. Je kleiner das Loch ist, desto schärfer das Bild, aber desto mehr Licht geht auch flöten, ergo das Bild ist sehr dunkel.


    Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Lochkamera
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lochkamera

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

  • Ja das mit der Birkenrinde ist ein guter Tipp. Das geht wirklich einfach und schnell. Mike von Bucrafbartons hat dazu ein Video gemacht wie er so eine Brille fertigt, leider weiß ich nicht mehr in welchem Video das war... Der Sitz ist auch komfortabel, da sich die Rinde dem Gesicht anpasst. Die Birkenwindenversion ist auch für für Brillenträger interessant.


  • der Schlitz wirkt wie eine Blende, und diese wiederum verhält sich optisch ähnlich sowohl wie eine Sammellinse, als auch eine Zerstreuungslinse.
    Wenn Du kurzsichtig bist, nimm dir einfach mal ein Stück dicke Alufolie (Fertigkuchen"form") und stichst mit einer möglichst dünnen Nadel ein kreisrundes Loch rein. Brille abnehmen und durchguggen, sollte auch funktionieren wenn du weitsichtig bist. Je kleiner das Loch ist, desto schärfer das Bild, aber desto mehr Licht geht auch flöten, ergo das Bild ist sehr dunkel.


    Wahrscheinlich breche ich gerade einen neuen Rekord im hiesigen Forum, was das Ausgraben von älteren Beiträgen angeht. Hier passt mein kleiner Tipp aber ganz gut rein.


    Als jemand der altersbedingt immer häufiger zur Lesebrille greifen muss, eine ganze Weile die Lesebrille immer wieder mal vergessen hat und mittlerweile "ohne" gar nicht mehr aus dem Haus gehen kann, hat mir das von Nachtkauz erwähnte Prinzip häufiger mal aus der Patsche geholfen. Allerdings nicht in der erwähnten Art des "Lochstechens" in was auch immer, sondern mit dem was man immer dabei hat.



    Es ist wirklich erstaunlich, was man auf diese Art und Weise plötzlich auch in der Welt der kleinen Schriften wieder erkennen kann. Das ist natürlich eine Methode, die man nur behelfsweise anbringen kann. Längere Texte würde ich so nicht lesen wollen, aber für z. B. eine gezielte Zeckenentfernung, wenn man eigentlich noch nicht mal erkennen kann, ob es eine Zecke, ein Dreckfleck oder was anderes ist, reicht diese Methode.


    Einfach mal ausprobieren (Größe der Öffnung / Abstand zum Auge / Abstand zum betrachteten Objekt), es ist schon erstaunlich wie sich bestimmte optische Effekte in der realen Anwendung auswirken.


    Gruß Guido

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

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  • Hej hej,


    das funktioniert nicht nur beim Lesen sondern auch beim Weitgucken.
    Das ist das Prinzip der "kleinen Blende" - je kleiner die Blende, desto grösser die Tiefenschärfe. Wahrscheinlich kneift man auch deshalb die Augen zusammen, wenn etwas unscharf ist.


    :winken Ted

    "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)