Tarp - Form und Größe

  • Hallo miteinander! :winken


    Nachdem ich hier und dort ein bisschen herumgegoogelt und nichts Brauchbares zum Thema gefunden habe, dahte ich mir, ich eröffne hier mal einen neuen Fred dazu. Zu meinem Anliegen:


    Form des Tarps
    Ich lese immer wieder, dass es eine rechteckige und eine quadratische Version des Tarps gibt. Die einen schwören auf das Rechteck, die anderen auf das Quadrat. Warum gibt es diese beiden Formen überhaupt und was kann die eine Form, was die Andere nicht kann?


    Größe des Tarps
    Ja ich weiß, Bushcraft heißt nicht, sein Wohnzimmer einzupacken und im Wald wieder auszupacken, sondern Bushcraft heißt "Weniger ist mehr" - aber... ihr habt doch sicherlich Erfahrungswerte, wie groß ein Tarp ungefähr sein (oder nicht sein) sollte, wenn man auf kleine Touren geht, wenn man auf größere Touren geht oder vielleicht sogar längerfristig mit schlechtem Wetter leben und im Tarp aushalten muss. Was könnt ihr mir darüber sagen, also ich meine: was ist für Euch für welchen Zweck die beste Größe und warum?

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Ich sehe gerade du hast dich noch nicht fürs Treffen in Wolterdingen angemeldet. ;)
    Gerade am letzten Treffen am Darren habe ich wieder gesehen, dass es was ganz anderes ist ob man eine Tarp Aufstellvariante im Forum erklärt oder es live macht.


    Ich bevorzuge eine Grösse von 3x3 Metern das ist nicht schwer, ca. 700g. Es ist gross genug um darunter auch mal zwei Tage zu leben wenn es stark regnet. Ich habe aber auch noch ein 3x4.5m Tarp Gewicht 1100g, da ist halt dann wirklich viel platz und ich kann es so aufstellen, dass es ganz geschlossen ist.


    Die Frage müsste heissen. " ich will eine Nacht draussen schlafen ohne weit zu gehen welches Tarp ist ideal" oder " ich will eine 5 Tage Tour machen und alles mitnehmen auch das Essen für die 5 Tage" oder "ich mache eine Woche ein Lager im Wald, das Auto steht 500 Meter weit weg"


    Du siehst es ist gar nicht so einfach eine passende Grösse zu bestimmen, es kommt immer auf die Umstände an.


    Kauf dir ein günstiges aber gutes Tarp wo du denkst, dass es von der Grösse her passt. Du wirst nächstes Jahr ein anderes dazu kaufen und an beiden deine Freude haben. Ich habe drei Tarps und ich brauche alle drei. Ein 3x3m, ein 3x4.5m und ein spezielles für die Hängematte, ich möchte keines hergeben. Tarps kann man immer brauchen :)


    Liebe Grüsse
    draussen


    Hier noch ein paar Links
    http://www.bushcraftportal.net/forum/index.php?thread/709


    http://www.bushcraftportal.net/forum/index.php?thread/33


    http://www.bushcraftportal.net/forum/index.php?thread/318

  • Hallo draussen! :winken


    Ich sehe gerade du hast dich noch nicht fürs Treffen in Wolterdingen angemeldet. Gerade am letzten Treffen am Darren habe ich wieder gesehen, dass es was
    ganz anderes ist ob man eine Tarp Aufstellvariante im Forum erklärt
    oder es live macht.


    Das hast Du richtig gesehen. Allerdings erscheint mir das mit einem Treffen noch etwas zu früh, da ich weder im Besitz der entsprechenden (Winter-) Ausrüstung bzw. Kleidung bin, noch irgendwelche Erfahrungen in Sachen BC und "draußen übernachten" vorweisen kann. Ich glaube Dir, dass zeigen in manchen Dingen einfacher als erklären ist, aber ich warte lieber noch ein bisschen und schau dann im Sommer, ob ich zu einem Treffen kommen kann - und bis dahin habe ich auch die richtige Ausrüstung dafür. ;)


    Die Frage müsste heissen. " ich will eine Nacht draussen schlafen ohne weit zu gehen welches Tarp ist ideal" oder " ich will eine 5 Tage Tour machen und alles mitnehmen auch das Essen für die 5 Tage" oder "ich mache eine Woche ein Lager im Wald, das Auto steht 500 Meter weit weg"


    Naja, wenn Du mal oben in meinem ersten Post schaust, hatte ich das eigentlich auch so gemeint. Mich interessieren eben alle drei Fragen. Ich möchte also nicht nur wissen, welches Tarp ideal wäre, um nur eine Nacht draußen zu übernachten, sondern auch, welches Tarp man für eine 5 Tage Tour oder eine Woche Lager (allerdings ohne Auto) braucht. So erfahre ich, welche Tarpgröße oder -form sich für längere und kürze Touren eignet. Das war zumindest mein Hintergedanke bei der von mir gestellten Frage.


    Kauf dir ein günstiges aber gutes Tarp wo du denkst, dass es von der Grösse her passt.


    Ich habe nie etwas von Kaufen geschrieben - zumal ich meinen Fred auch als [Frage] und nicht als [Kaufberatung erwünscht] getaggt habe. Aber wo Du schon davon sprichst: Ja ich spiele zufällig als Neuling mit einem solchen Gedanken. :)



    Quote

    Du wirst nächstes Jahr ein anderes dazu kaufen und an beiden deine Freude haben.


    Das glaube ich Dir, denn nichts Anderes hatte ich geplant. Mir war klar, dass es nicht ein Tarp für Alles gibt, aber ich möchte eben wissen, wann man ein größeres Tarp braucht und wann nicht und wie groß oder klein das dann sein kann. Abgesehen davon bin ich nicht gerade zierlich und klein, wenn Du verstehst was ich meine ( :D ), und daher denke ich so oder so daran, ein etwas Größeres zu nehmen.




    Vielen Dank, diesen Fred kannte ich noch nicht und hatte ich auch nicht mit der Suche gefunden. Werde in diesem Fred sicher nochmal ein paar Nachfragen stellen. Die anderen von Dir genannten Fred kannste ich bereits, haben mir aber nicht meine Fragen "warum welche Form" und "wann welche Größe" beantworten können - daher auch dieser Fred.

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • wenn man auf kleine Touren geht

    Was ist für Dich eine kleine Tour? Ein Tag? Ein Wochenende? Ein Nachmittag?

    wenn man auf größere Touren geht

    Was ist eine größere Tour? Zwei Tage? Eine Woche? Zwei Wochen?


    Warum gibt es diese beiden Formen überhaupt

    Warum gibt es DIN A4-Papier und auch noch DIN A5? Weil irgendwann einmal irgendjemand dachte, dass ihm DIN A5 zu klein ist!!!
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    Spaß beiseite! Was ich damit sagen will, ist, dass Tarpgrößen, genauso wie die Tarpformen so individuell sind, wie die Wünsche und Prioritäten der Bushcrafter. Fragst Du zehn Leute, wirst Du zehn verschiedene Antworten kriegen! Eine Diskussion um Tarpgrößen und -formen gleicht einer Diskussion um Eßgeschirr(Alu ja oder nein) oder Messerstähle(Kohlenstoffstahl, Schärfbarkeit, etc.)!
    Ein Beispiel: Ich für meinen Teil mag gern mehrere Töpfe, eine Pfanne und einen Wasserkessel auf Tour! Daher schleife ich konsequent einen kompletten Trangia im Rucksack mit. Ein Anderer lacht darüber und kommt mit einem leichten Hobo und einem Titantopf aus! Beides hat seine Berechtigung.
    Was draussen schon ganz richtig (...und deutlich) angemerkt hat: Anschauen, Ausprobieren und dann Entscheiden was MAN SELBER braucht!
    Nicht eine einzige Vorliebe eines anderen Bushcrafters kann DEINE Vorlieben befriedigen. Aber da Du gefragt hast, bekommst Du von mir auch eine Antwort auf Deine Hauptfrage:

    was ist für Euch für welchen Zweck die beste Größe und warum?

    Seit dem letzten Treffen bevorzuge ich ein 3x3m-Tarp von DDHammocks, auch DDTarp genannt. 3 auf 3 Meter reicht für mich absolut aus, das Tarp hat 19 Abspannpunkte, ist absolut dicht, stabil und lässt sich auch diagonal abspannen, was bei einem Rechteck nicht ganz so gut funktioniert. Mit etwas über 700g ist es außerdem gut tragbar und mit 40-50 Euro bezahlbar!


    Aber das A und O ist selber anschauen, "befummeln" und auch mal drunter schlafen. Das geht halt am Besten auf ´nem Treffen. Wenn Du nach Wolterdingen kommen magst, kriegen wir für Dich sicherlich noch etwas zusammen, so dass Du nicht frieren musst!
    Bushdoctor bringt vielleicht ´ne ganze Kote mit, es brennt immer ein Feuer und einen BW-Schlafsack(groß) als Überschlafsack kann ich Dir mitbringen! ...auch Dich kriegen wir warm und trocken durch die Nacht.


    Ich bin auch erst seit Mitte September August ... :unschuld hier und war erst auf zwei Treffen, aber was ich in den fünf Tagen gelernt habe, habe ich in der ganzen Zeit hier im Forum nicht gelernt! Nur ein Tipp von einem ebenfalls "Neuen"!


    Liebe Grüße in die Oberpfalz :winken !


    Alex Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!

  • Da hat der gute Lederstrumpf wirklich Recht: mach, dass du zu einem Treffen kommst!!! Ausrüstung, Erfahrung etc spielt keine Rolle, aber du wirst an beidem sehr viel gewinnen. Hab ein klein bisschen vertrauen in die Truppe, wir kriegen dich schon warm durch den Winter. Wir müssen nur vorher drüber reden. Und irgendwas an Winterklammotten wirst du ja doch haben oder?



    Liebe Grüße,


    Westwood

  • Ein Treffen ist kein Wettbewerb oder eine Leistungsschau. Auch muss man keine Erfahrung oder besondere Härte haben. Es geht einzig und allein darum sich besser kennen zu lernen und miteinander eine schöne Zeit zu verbringen. In Wolterdingen hat es auch eine Hütte wo du drin schlafen könntest. Dieser Jahr hatte Parzival ein Zimmer in einer Pension genommen und war einfach Tagsüber mit uns zusammen weil er sich nicht so gesund fühlte aber doch dabei sein wollte. Da störte sich niemand daran, auch musste er nicht dumme Sprüche über sich ergehen lassen. Jeder macht so wie ihm danach ist und dann ist es gut.


    Ich könnte dir einen Schlafsack, Snugpak Softie 15 http://www.snugpak.com/index.php?MenuID=93-101&ItemID=232 und eine Isomatte Exped SIM Lite UL 5 LW mitbringen. http://www.exped.com/exped/web…79C20034186E?opendocument Dann wäre das mit dem frieren in der Nacht schon mal erledigt. Für Tagsüber hast du sicher etwas zum Anziehen und Feuer hat es auch noch.


    Zu meinen Tarp Vorlieben.
    Wenn es weit und lang zu Fuss geht habe ich ein ganz leichtes Cuben Fibre Tarp, das ist ca. 260cm lang, am Kopf 180cm und am Fuss 140cm breit, Gewicht 230g. Dies ist übrigens mein viertes Tarp :) Das ist sehr spartanisch und ich möchte damit keine Tour machen wo man nicht abbrechen kann. Damit meine ich, dass es keinen Spass mehr macht wenn man ein paar Tage starken Regen hat. Damit wird die Ausrüstung jeden Tag ein bisschen nässer. Das ist ein Punkt der bei langen Touren nicht ausser Acht gelassen werden darf.


    Für eine Tour bei der man nicht abbrechen kann oder wenn von Vornherein klar ist, dass es eher Nass wird nehme ich ein 3x3m Tarp. Das ist 500g schwerer aber ich habe olle Optionen offen. Ich kann es sie aufstellen, dass der Wind mich in Ruhe lässt in der Nacht. Ich kann es so aufspannen, dass ich den Schlafsack oder Kleider an einem kleinen Feuer etwas trocknen kann. Ich kann darunter Kochen, essen, sitzen, kurz einfach leben.


    Um einfach im Wald zu lagern übers Wochenende oder auch länger nehme ich das grosse Tarp 3x4.5m da habe ich dann eine Luxusbleibe. Vielleicht nehme ich auch das Tarp für die Exped Ergohammock zum schlafen und das 3x3m Tarp als Tagesunterstand


    So ungefähr sieht es bei mir aus. Hoffe du kannst was anfangen damit.



    Liebe Grüsse
    draussen

  • Hallo zusammen! :winken


    Danke für die netten Worte, die Einladung zu einem Treffen und die äußerst verlockenden Angebote bzgl. der Ausrüstung fürs Treffen, aber so sehr ich das alles auch zu schätzen weiß, hätte ich trotzdem noch gerne ein paar Antworten auf meine Fragen. Ich habe diesen Thread erstellt , weil ich anderswo nicht der Antworten fündig geworden bin, nicht weil ich den den Thread des Forentreffens überlesen hatte. Es wäre also nett, wenn sich noch ein paar mehr zu meinen Fragen äußern würde.


    Lieben Dank diesbezüglich an Lederstrumpf und draussen für Ihre Antworten auf meine Fragen! :daumen


    Vielleicht findet sich ja doch noch Jemand, der mir erklären kann, was der Unterschied zwischen einer vier- und rechteckigen Tarp ist oder Jemand der ein größeres Tarp braucht, weil er von Natur aus auch etwas größer und breiter ist und mir sagen kann, wie groß dieses Tarp ist. Es würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn meine Fragen doch noch von mehr Leuten beantwortet werden könnten. ;)

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Das quadratische Tarp ist in meinen Augen flexibler aufzubauen. Ein 3 x 3 m Tarp sollte für 99,99% aller Menschen groß genug sein. Größer wäre für mich persönlich zu unhandlich, kleiner zu klein für Gepäck und Wohlfühlfaktor.


    Meine Größenempfehlung ist eindeutig die 3 x 3 m Variante für den Allroundbetrieb. Ansonsten mal 5 € investieren und im Baumarkt eine rechteckige Plane kaufen und verschiedene Aufbauten ausprobieren. :tarp

    "Man sollte immer eine kleine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses -
    außerdem sollte man immer eine Schlange dabeihaben."
    W. C. Fields

  • Vorab: Die Fragen sind schon ziemlich allgemein, daher sind konkrete Antworten schwer. :schlaubi


    Warum gibt es diese beiden Formen überhaupt und was kann die eine Form, was die Andere nicht kann?


    Warum? Gute Frage ^^


    Mit einem großen Rechteckigen kann man wohl ein tolles Tipi bauen und hast dann einen Rundumschutz. jackknife hat da zu ein Video gemacht. Ansonsten ist das Rechteckige besonders bei einer Länge von 2m eher eingeschränkt, was die Möglichkeiten des Aufbaus angeht. Durch weniger Fläche hast du etwas weniger Gewicht.


    Mit einem Quadratischen kannst du in der Größenordnung 3x3 sehr gut schützende Konstruktionen bauen und eher Lagerplätze schützen. Ist halt etwas schwerer.


    was ist für Euch für welchen Zweck die beste Größe und warum?


    Das ist eine Sache der persönlichen Vorlieben. Ich persönlich schlafe gerne unter einem mit Seitenteilen verlängerbaren Poncho. Der hat eine Größe von ca. 2,1mx1,6m. Die Verlängerungen decken eher die Seiten ab, als das sie verlängern. Insgesamt bleibe ich unter 3m Länge. Beim Aufbau mache ich ein Spitzdach mit einerhalb offener Seite. Im Wald bleibt man dann auch bei ergiebigen Regen trocken. Es bleibt gerade genug Platz, damit auch die Ausrüstung trocken bleibt.


    Mit dem 3x3m Tarp kann man schon zu Zweit eine Unterkunft teilen oder komfortabel viel platz haben. Man kann ohne Erweiterungen 3 Seiten zu haben und man kann komfortable Unterstände für Lagerplätze bauen. Das siehst du zum Beispiel bei den Fotos von den Plätzli-Treffen von draußen und misfit. Auch ist das besser für Hängemattenübernachtungen, da diese etwas länger sind. Es darf bei den Hängematten kein Regen auf die Matte selbst kommen, sonst kriecht das durch die komplette Matte und alle Schlafsachen werden nass.

  • Heir Bilder vom Treffen am Darren
    http://outdoorfriends.net/images/darren_page.htm
    Am Anfang sihst du fast alle Tarpvarianten, die es gibt - von DD über Begadi, Tatonka, Hilleberg und Baumarktplane.
    Am Schluß siehst du, wie draussen eine 3x4 m Variante als Tipi aufbaut - er hat noch Klettverschlüsse drangemacht und kann es bei Bedarf vollstandig schleißen.
    Danach zeigt er an meinem 3x3 m DD Tarp noch Aufbauvarianten. :tarp

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Hallo! :winken


    Wie verhält sich das eigentlich mit dem Kochen oder Heizen? Wenn man jetzt ein genügend großes Tarp z.B. 3mx3m (oder größer) als halbe Pyramide oder Lean-To aufgebaut hat, kann man dann einen kleinen Hobo-Ofen (z.B. den Vargo Hexagon Holzofen) vor das Tarp stellen oder wird das zu heiß/gefährlich? Wie verhält sich das mit einem rechteckigen Tarp, dass man als ganze Pyramide/Tipi aufgebaut hat - kann man darin für eine begrenzte Zeit mit demselben oder ähnlich kleinen Hobo-Ofen kochen/heizen?

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Ich kann mich an die Aüßerungen für 3x3m nur anschliessen.
    Nach eigener Erfahrung ist das für 1 Person locker groß genug. Das kann in Giebelform an den kurzen Seiten offen aufgestellt werden oder am Fußende auch ganz nach unten gezogen werden und nur das Kopfende ist offen. Egal wie, es bleibt immer genug Platz fürs Gepäck.
    Kleiner, 2,5x2,5m würde auch noch ausreichen zum trocken bleiben. Wäre mir jedoch zu klein, weil ich gerne Abends trockenes Holz mit drunter lege für den nächsten Morgen, vor allem wenn es nach Regen aussieht oder es bereits regnet. Dann ist bei 3x3m der Stoff weit genug weg um den Hobo kurz vor die offene Seite zu stellen. Klappt bei wenig Wind gut ohne das Funken das Material löchern.
    Viel Spass beim Tarpen
    :winken

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Hallo! :winken


    Nachdem ich mich ein bisschen umgesehen habe, muss ich gestehen, dass ich mittlerweile die rechteckigen Tarps besser finde, weil man mit diesen eine halbe Pyramide bauen kann und beim A-Frame gleichzeitig einen Boden hat, wenn das Tarp lang genug ist. Rechteckige Tarps bieten wohl wirklich einen besseren Rundumschutz und sind damit wahrscheinlich auch eher für etwas größer ausfallende Menschen (wie z.B. mich) gemacht. ;)


    TappsiTörtel, Du schreibst, dass man bei Windstille oder wenig Wind tatsächlich einen kleinen Hobo vor den Eingang stellen kann. Wenn man jetzt eine halbe Pyramide aus einem Tarp bauen würde, die am höchsten Punkt so um die 2,10m ist - würde das als Abstand nach oben ausreichen, wenn ansonten kein Funkenflug vorhanden ist? Wie viel Abstand sollte man gernell vom Hobo - und sei er noch so klein - zur Decke oder Wand des Tarps/Zeltes lassen?

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo WildHog! :winken


    Immer soviel dass Decke oder Wand nicht anfangen können zu brennen


    Schon klar, aber wie viel wär das ungefähr (z.B. ein halber Meter oder weniger), wenn man einen kleinen Hobo wie den Vargon Hexagon Titan oder den Künzi Magic Flame betreibt? Ich meine, da gibt es doch sicherlich Erfahrungswerte von Euch in welchem Umkreis man bei solchen Mini-Öfen nichts Brennbares haben sollte, so wie es bei der Feuerwehr selbiges gibt (nur nennt sich das dann Brandschutzbestimmung).


    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Soweit wie möglich? Wer Nen hoho unter nem tarp betreiben möchte spielt immer damit das, das ding abflammen könnte.... Wenn ich nun sage mir reichen 30cm und du testest das und dir brennt die Hütte ab was dann? :unschuld

  • Hallo manni! :winken


    Wenn ich nun sage mir reichen 30cm und du testest das und dir brennt die Hütte ab was dann?


    Dann komme ich zu Dir und verlange Schadenersatz! :lol


    Spaß beiseite, mir ist schon klar, dass keiner Gewähr oder Haftung für Aussagen übernimmt, ich war lediglich rein theoretisch an Euren Erfahrungswerten interessiert. Nicht mehr und nicht weniger, aber wie es scheint, habe ich mich entweder nicht klar genug oder vllt. sogar falsch ausgedrückt oder Euer Kopfkino geht viel weiter als mein eigentliches Anliegen. :confused

    "Die Natur ist das einzige Buch, daß auf allen Blättern großen Gehalt bietet." (Johann Wolfgang Goethe)

  • Wenn man jetzt eine halbe Pyramide aus einem Tarp bauen würde, die am höchsten Punkt so um die 2,10m ist - würde das als Abstand nach oben ausreichen, wenn ansonten kein Funkenflug vorhanden ist?


    Nun ja, Waldläuferin, das ist so ne Sache :)
    Wenn Du absolut sicher sein willst das keine Löcher ins Tarp kommen, dann läßt Du das lieber bleiben.
    Wenn Du denkst, sch... drauf, wichtiger ist die "Lagerqualität", dann denke nicht so viel drüber nach. Was macht schon in winziges Löchlein im Tarp aus. Das Wasser kommt nicht kübelweise rein.
    Ich baue mein Tarp fast immer in Firstform auf, am Fußende niedriger als am Kopfende, also quasi so: :tarp aber am Fußende nicht bis komplett zum Boden, außer bei absolutem Kackwetter. Der Hobe in Reichweite wenn ich drinne liege vor dem Kopfende und ich habe keine Funnkenlöcher im Tarp. Aber bei stärkerem Wind mache ich das auch nicht.


    Sollte ich doch mal ein Funkenloch drinnr haben und das an einer Stelle wo dann vielleicht der Regen auf den Schlafsack tropft ... dafür habe ich mir überlegt aber noch nicht getestet ... dann drehe ich mir nen glibbrigen großen Popel aus der Nase und dichte damit das Loch ab :D


    :winken

    Top Ausrüstung folgt nur EINEM Kriterium: "reduced to the max"

  • Also Hobo unterm Tarp kannst du eig vergessen. Ich finde bei nem 3x3 meter Tarp bereits nen Spirituskocher kritisch,
    zumindest dann wenn du das Tarp wie von die angestossen wie ein Zelt abspannst.
    Sag ich aus eigener Erfahrung.
    Das Tarp ist Primär als Regenschutz zum Schlafen und eig auch eine Notlösung im klassischem Sinn.
    Man muss nicht unbedingt jeden Abend kochen wenn das Wetter es nicht hergibt,
    aber selbst wenn gibt es andere Möglichkeiten.
    zb kannst du unter einem nahem Baum wo es etwas regengeschützter ist den Hobo betreiben um deinen
    gute Nacht tee oder den Tee zum aufwärmen oder das Essen zubereiten. Mit nem Poncho oder anderer Regenfester Kleidung
    machen dann auch die paar Tropfen nix aus die durchfallen. Ich verstehe das Bedürfniss zu 100% !
    Aber das Tarp selber ist zu wichtig um da irgendwas zu riskieren.
    Du kannst darunter schlafen, deine Ausrüstung bleibt trocken ect ect. ich würde selbst unter einem größerem Schrägtarp
    kein offenes Feuer betreiben, einfach weil mir das Risiko zu groß wäre und das TArp in so einer Situation zu wertvoll.
    Spiritus/Gaskocher meintetwegen, wenn da genug platz ist, aber ein Hobo, kann ichmir wirklich nicht vorstellen.


    :-)


    edit:
    um deine ursprüngliche frage auch noch zu beantworten... es genügt meiner Meinung nach eine herkömmliche 3x3 (ich bevorzuge 3x4)
    Gewebeplane aus dem Baumarkt. Kostet etwa 5 Euro. Mann kann auch mehr Geld ausgeben für Tarps, SEHR VIEL MEHR (!),
    das ist teilweisse auch gerechtfertigt, zb das Gewicht, wenns einem Wert ist...
    aber bevor du jetzt 50-150 Euro ausgiebst für ein Tarp aus speziellem Material solltest du liber erstmal testen ob dir das "tarpen"
    überhaupt zusagt.
    Zumal mal für 100.- auch gute und leichte Zelte bekommt.
    Man muss nicht auf Zwang mit einem Tarp herumziehen *zwinker* :winken

  • Hallo Waldläuferin!
    Ich schließe mich krupp mal an und sage auch, dass mir ein Hobo unterm (Polyester-)Tarp zu gewagt wäre. Mit einem Spirituskocher sehe ich allerdings, bezüglich Beschädigung des Tarps keine Probleme. Wie oben schon beschrieben, bin ich ein großer Trangia-Fan. Wenn Du also auf einem Treffen mal ein Tarp siehst, mit etwas darunter, das größen- und formtechnisch an eine Lkw-Felge erinnert....da wohne ich :lol ! Da ich mein Tarp immer gerne so hoch wie wettertechnisch möglich abspanne, ist ein Trangia oder ein standfester Gaskocher aus meiner Sicht kein Problem. Da kann bei Kälte schon eher die Kondensbildung beim Kochen an der Innenseite des Tarps zum Problem werden. Tropfsteinhöhle find ich dann doch auch nicht so gut! Deshalb:

    zb kannst du unter einem nahem Baum wo es etwas regengeschützter ist den Hobo betreiben um deinen


    gute Nacht tee oder den Tee zum aufwärmen oder das Essen zubereiten.

    Das sehe ich mit der Kocherei ebenfalls als die bessere Wahl an! Sofern dies nicht möglich ist, würde ich meinen Trangia oder einen Gaskocher mit unters Tarp nehmen, einen Hobo niemals!

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    Nochmal zum Thema Größe: Auch Tracker benutzt ein 3X3 Meter-Tarp und glaube mir, Tracker ist ein "Vieh" von einem Kerl(...er möge mir den Vergleich verzeihen ;) , das war absolut positiv gemeint!!!) Er nutzt es mit Gepäck und Hund und hat meines Wissens noch keine Probleme gehabt...! Ein 3x3 tarp kannst Du meines Erachtens vielseitiger einsetzen, weil es eben auch noch gut im Rucksack tragbar ist. Mit einem größeren wird das Gewicht dann schnell unangenehm, von einem einigermaßen hobosicheren Baumwolltarp wollen wir mal gar nicht reden. Auch von mir die Tipps: Wie schon gesagt, auf einem Treffen kannst Du mal alles anschauen und auch Materialien vergleichen. Und mit einer 5-10€-Baumarktplane kannst Du auch mal "probieren", welche Größe und Form Dir jetzt sympatischer ist!


    Viel Spaß beim Probieren und vielleicht bis Wolterdingen :winken !


    Alex Lederstrumpf

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    Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen!