Neue Pilze braucht der Affe

  • Guten Abend Volk


    Dieses Jahr wars bisher ziemlich traurig bestellt um die Pilzilein, aber langsam kommt mal was raus. Bisher konnte ich mir gerade ein Pilzessen zusammenbasteln.
    Das besonders nervige ist, wenn der Wald eigentlich voll ist mit Pilzen aber man nix davon sammeln kann weil man nicht weiß ob die essbar sind oder wie man sie genießbar macht.
    Drum will ich mal mein Spektrum an essbaren Pilzen erweitern, dass ich nicht immer an Delikatessen vorbeilaufe ohne es zu merken.


    Ich kenn eigentlich recht viele Arten, aber man lernt bekanntlich niemals aus, also stellt mal hier so rein was ihr alles kennt. Das Wissen über Pilze ist ziemlich Ortsabhängig. Was hier nur irgendein ungenießbares Etwas ist, kann woanders eine Spezialität sein.
    Wenn ich die Bilder und einen am besten lateinischen Namen sehe weiß ich in der Regel was es für einer ist, denn über die Jahre hat sich ne ziemlich große visuelle Datenbank bei mir angesammelt, die jetzt noch mit Namen und Wissen über Essbarkeit gefüttert werden muss.

  • Hallo Affenjumge,


    Gerne helfe ich Dir aus mit Waldfrüchten der Saison...


    Es beginnt nun die schöne Wachstumsperiode der Mönchsköpfe:


    http://www.123pilze.de/DreamHC…MoenchskopfEssbar1004.htm


    Ein in großen Mengen aufspürbarer, und extrem schmackhafter Vertreter seiner Gattung.


    Angenehmerweise ist er mit eindeutigen Merkmalen ausgestattet, und somit auch von Anfänger gut von den ähnlichen Pilzen, wie v.a. dem ordentlich giftigen Riesenrötling zu unterscheiden.


    !!! Dies schreibe ich natürlich nur für die Waldfreunde mit schon etwas geschärfter Wahrnehmung, keinesfalls für Mitleser von der "merkbefreiten" Sorte.
    Wer sich also selbst so einsortieren würde, sollte generell von Pilzen die Finger lassen...!!!


    Bringt man aber die nötige Begabung mit, ist man mit dem Mönchskopf schnell sicher, sobald man ihn in der Hand und unter der Nase gehabt hat.


    Das Fleisch brät herrlich bißfest und trocken - den Stil läßt man weg, da der Hut am besten schmeckt.


    Die Mönchsköpfe findest Du unter großen Eschen auf Kalkböden.


    Weitere Favoriten sind für mich die unverwechselbare Herbsttrompete (auch Totentrompete), und der ebenso treffsichere Fichtenreizger, welche aber leider meistenteils für dieses Jahr schon "durch" sind.


    Ein letzer Geschmackstipp sind die milden Täublingssorten, wie Speisetäubling und Frauentäubling.
    Sie sind sehr für den Einsteiger geeignet, da es unter den Täublingen nur ungenießbare, aber keine gefährlichen Exemplare gibt.


    Gruß vom Ganzling

  • Den Mönchskopf kenne ich vom sehen. Das ist genauso einer von den Pilzen an denen ich immer vorbeigelaufen bin.
    Wenn ichs richtig auf die Reihe Kriege wächst der häufig in Hexenringen und kommt in großer Zahl vor.
    Ich muss mich da wohl mal umschauen.


    Bei den Täublingen bin ich mir aber im Moment nicht ganz sicher ob alle Sorten genießbar sind. zumindest bei roten Täublingen sollte man immer eine Geschmacksprobe machen. Wenn er scharf schmeckt, ausspucken und Finger weg, wenn es mild schmeckt ist er wohl ein Apfeltäubling. Da sollte man schon aufpassen.
    Grüne Täublinge kann man in der Regel sammeln. Bei gelben Täublingen weiß ich nicht was man mit ihnen machen soll. Sie stehen massenweise im Wald rum, gelten aber in den meisten Pilzbüchern als ungenießbar.


    Ich will auch nun ein paar Arten nennen die ich als sehr schmackhaft empfinde aber man nur sammeln sollte wenn man sich auskennt.
    Dummerweise hab ich gerade Internet wie in der Steinzeit, darum kann ich keine Bilder hochladen. Deshalb müsst ihr halt mit Google nach den Pilzen schauen.


    etwas was den Pilzbeutel sofort voll machen kann ist die krause Glucke (Sparassis crispa). Sie kommt vor allem in Nadelwäldern an Fichten oder Kieferstümpfen vor. Ein einzelner Pilz kann locker mal dreissig bis vierzig cm im Durchmesser haben. Von der Form her ist er fast unverwechselbar. Er errinert an einen Naturschwamm oder an einen Haufen Nudeln und wenn ihr euch paar Bilder im Internet anguckt wisst ihr direkt wieso.


    In Großen Mengen sammle ich im Herbst auch die violetten Ritterlinge(Lepista nuda), die in Nadel oder Laubwäldern häufig in Hexenringen vorkommen. Durch die Farbe kann man sie ziemlich klar erkennen und eigentlich nur mit dem violetten Lacktrichterling der ebenfalls essbar ist und dem purpurfleckendem Klumpfuß der gifitg ist, verwechseln. Den Pilz kann man Kochen, braten, trocknen und vor allem auch einlegen.


    Eine Pilzart die hierzulande als ungenießbar gilt ist der Pfeffermilchling (Lactarius piperatus). In Osteuropa (Bei uns wird er Bitterling, oder Iutar genannt) ist er sehr geschätzt und populär und wird neben Pfifferlingen und Steinpilzen an Straßenständen oder von Zigeunern am häufigsten verkauft.
    Bei uns in Rumänien findet man sie in Massen in den großen Buchenwäldern wo sie ihre weißen Kappen unter dem Blattwerk hervorheben. Hierzulande, zumindest in meiner Region habe ich sie nicht so oft gefunden, wenn dann aber immer unter alten Buchen.
    wichtigstes Erkennungszeichen sind die sehr eng stehenden Lamellen und die sehr scharfe Milch die beim brechen austritt. Man sollte nicht auf die Idee kommen sich danach die Augen zu reiben.
    Man kann ihn essbar machen indem man ihn mit Käse und Speck brät. Der eigenartige scharfbittere Geschmack ist nicht jedermanns Ding. Mir schmeckt er sehr gut.
    Es gibt noch die Möglichkeit ihn in Öl und Gewürzen einzulegen. Dadurch verliert er seinen bitteren Geschmack und die Schärfe wird gemildert.
    Zusammen mit Mischpilzen darf man ihn aber nicht kochen.


    Wenn man schon einige schmackhafte Pilze für Mischpilze zusammen hat kann man noch etwas strecken, wenn man Zitronenröhrlinge dazutut. Alleine sind sie nicht unbedingt der Knüller.


    Das sind alles keine Anfängerpilze, also nur sammeln wenn man sich schon was auskennt. Ich würd bei neuen Pilzen immer einzelne komplett also mit komplettem Stiel mit nachhause nehmen und dort mit so viel wie möglichen Bildern und Beschreibungen aus Büchern und Internert abgleichen

  • Eben beim joggen durch den Wald wieder mal begegnet. Der Anistrichterling (Clitocybe odora). Ähnelt vom Aussehen dem Mönchskopf. Trichterling halt. fällt vor allem durch seine türkisgrüne Farbe auf und ganz besonders durch den Anisgeruch. Er wächst auch sehr häufig in Hexenringen in Fichtenwäldern.
    Bei uns benutzt keiner weil hier niemand Anis mag. Getrocknet kann man ihn aber gut als Gewürz benutzen.


    Mir fallen mit der Zeit bestimmt noch der eine oder andere Pilz ein.
    Strengt euch aber auch mal an schließlich will ich auch was neues lernen.

  • Ich bin auch eher der Pilzlaie, der massig auf unbekannte Exemplare stößt. Meist Fotografiere und Dokumentiere ich diese dann um sie irgendwann im pilzforum zu präsentieren - zur Zeit sinds nur zu viele Anfragen dort, im Winter, wenn sich die Sache etwas gelegt hat werden Anfragen dort tiefgründiger beantwortet.


    Ich werfe nochmal zwei bekanntere ins Rennen, die ich öfters Sammle:
    Der Semmelstoppelpilz, quasi nicht zu verwechseln aufgrund seiner Zapfen oder
    Herbsttrompeten - so düster sie auch aussehen, so aromatisch sind sie... :P


    Und Parasol - , bzw. in köstlich:

  • Hier gibt es haufeinweise Pilze.... nut habe ich die kenntnisse nicht etwas damit an zu fangen.... So schade...

  • Hallo liebe Fungivoren,


    Für die Leute, welche zu Anfang eine übertriebene Scheu vor der Pilzmalzeit empfinden, möchte ich einen Erklärungsansatz anbieten, der sich mir aufdrängte, wann immer ich absolute Neulinge zum Pilzesuchen mitgenommen habe.


    Wenn man nicht, wie zum Beispiel ich selbst, in frühester Kindheit das Pilzesuchen gelernt hat, gibt es wohl häufig eine tiefe, rein emotional begründete Angst, welche selbst bei rational vollkommener Sicherheit mit der Pilzbestimmung verbleibt.


    Diese Angst verflüchtigt sich erst nach und nach durch häufige Überwindung.


    Meines Erachtens werden sich Leute mit einer ausgeprägten Scheu wahrscheinlich niemals vergiften.


    Bei denjenigen mit Kindheitserfahrung gibt es Risikopotential - es sei denn, sie konnten ihr Wissen mit der Zeit immer weiter ausdehnen.


    Wenn ich mich frage, wie man es schaffen kann, Champignons (immer gefärbte Lamellen) tatsächlich mit Knollenblätterpilzen (immer weiße Lamellen) zu verwechseln, denke ich an Leute mit Sammelerfahrung aus Kindertagen ohne jede Scheu, und leider ebenso ohne jede Kenntnis.


    Es ist wirklich möglich, als Anfänger mit sicher bestimmbaren Arten ohne Risiko in das Sammeln einzusteigen.


    Wenn reale Verwechselungsmöglichkeiten und Gefahren bestehen, macht einen Herr Google sofort darauf aufmerksam.



    Jetzt noch ein weiterer aktueller Geschmackstip für Einsteiger:


    Der Schopftintling (Coprinus comatus) - ein Massenpilz von allerfeinster Geschmacksqualität!


    Alles am Schopftintling, was beginnt, einen Rosaton anzunehmen, ist bereits in Auflösung zur schwarzen Tinte begriffen und muß entfernt werden - alles was weiß ist, und gut riecht (allgemein wichtig...), gehört möglichst umgehend in die Pfanne.


    Gruß vom Ganzling

  • Na ja, der Schopftintling sieht dem Faltenschopftintling meines Erachtens mehr als ähnlich. Aber eben dieser ist gerade in Verbindung mit Alkohol ( ein Glasl Wein beispielsweise) mehr als gefährlich. Dies ist nicht gerade ein "Anfängerpilz".


    Selbstverständlich lasse ich mich auch gerne eines Besseren belehren. :)

  • Was Ganzling sagt kommt mir sehr bekannt vor. Seit ich ein kleiner Lümmel war, dran gewöhnt, gab es bei mir keine Angst davor Pilze zu sammeln und das bestimmen wird zum größten Teil intuitiv erledigt. Bei anderen, bei denen das nicht so war besteht immer diese angst und Unsicherheit, die ich rein emotional nicht nachvollziehen kann. (rational natürlich schon)
    Trotz aller intuitiven Bestimmung. An eine Sache halte ich mich immer. bemerke ich an einem vermeintlich guten Pilz etwas was nicht stimmt, dann lass ich ihn liegen so schwer das in dem Moment auch fallen mag.
    Wenn man sich sagt:"Ach wird schon passen" kann man ganz schnell im Grab landen. Bzw. das kann man sich nur bei gewissen Pilzfamilien erlauben.

    Na ja, der Schopftintling sieht dem Faltenschopftintling meines Erachtens mehr als ähnlich. Aber eben dieser ist gerade in Verbindung mit Alkohol ( ein Glasl Wein beispielsweise) mehr als gefährlich. Dies ist nicht gerade ein "Anfängerpilz".


    Selbstverständlich lasse ich mich auch gerne eines Besseren belehren. :)


    Ich persönlich finde, dass ein Schopftintling eigentlich idiotensicher vom Faltentintling zu unterscheiden ist durch seine schuppige, flockige Oberfläche und die viel weißere Farbe.
    Allgemein sollte man aber auch bei Schopftintlingen kein oder wenig Alkohl trinken, da auch dieser leicht mit Alkohol reagiert.

  • Ich hab mich heute gefreut als ich bei meiner Wanderung
    - Rauchblättrige Schwefelköpfe
    - Grünblättrige Schwefelköpfe
    - Stockschwämmchen
    und
    - Gifthäublinge
    gefunden hab, da diese Pilze sich alle sehr ähnlich sehen. Alle wachsen Büschelweise auf Holz, zwei sind essbar, einer giftig, einer tödlich giftig. Dummerweise hab ich meine Kamera ohne die Speicherkarte mitgenommen. Daher konnte ich sie nich alle fotografieren. Ich denke diese Pilze sind grad für den Anfänger sehr lehrreich, da man sehen kann wie sehr Hochgenuss und sicherer Tod sich wie ein Ei dem anderen ähneln können.

  • Moin allerseits,


    Mit den Nadelholzhäublingen hat Boerger aber auch bereits die schlimmste Risikostelle unserer Wälder hier benannt (bezüglich der Verwechselungsgefahr mit dem Stockschwämmchen).


    Derartige Teufeleien, auch hinsichtlich ihrer Historie, gibt es zum Glück nicht in weiterer Ausfertigung. :eek


    Die Frage nach der Eignung bestimmter Pilze als Einstieg für Anfänger führt, wie ich finde, direkt zur Grundidee des Threads (falls ich diese richtig interpretiert habe).


    Ein konkreter Hinweis zu einem bestimmten, besonders leckeren, und relativ eindeutig bestimmbaren Pilz, kann ein schöner Einstieg in das Thema sein, weil dann eben nicht das große Rätselraten im Wald losgeht, angesichts eines Zufallsfundes.


    Vielleicht hilft ein Vergleich mit Obst und Gemüse weiter: Ich behaupte mal, in dem Fall, daß Birnen giftig wären, ließe sich kaum jemand vom Apfelessen abhalten.
    Wären aber z.B. Tomaten einer bestimmten Sorte giftig, gäbe es sicherlich sehr wenige Leute, die sich aus essbaren Tomaten ein Süppchen kochen möchten.


    Gruß vom Ganzling

  • Bei den Amanitae gibt es auch so manche Ähnlichkeiten.
    Grauer Wulstling und Pantherpilz ähneln sich derart stark, dass man schon genau bei jedem Exemplar auf die Unterscheidungsmerkmae achten muss.

  • Sehr richtig!


    Man muß immer genau auf die Merkmale achten, und sich zu 100% sicher sein - nicht 99,9%.


    Der Unterschied zwischen Wulstlingen und dem Stockschwämmchen/Nadelholzhäubling ist ja gerade die Schärfe bzw. Eindeutigkeit, mit der die Merkmale ausgeprägt sind.


    Während bei den Wulstlingen die geriefte oder eben ungeriefte Manschette eindeutig feststellbar ist, bleibt beim Stockschwämmchen im wesentlichen nur die Beurteilung einer Flockigkeit oder Faserhaftigkeit der Stieloberfläche übrig.


    Den Grauen Wulstling möchte ich Anfängern aber dennoch keineswegs empfehlen.


    Vielleicht bekommen wir hier ja noch eine Art Reihenfolge der Empfehlungen hin, im Sinne einer Vorgehensweise, welche dem Einsteiger oder "Erweiterer" Spaß und Erfolg verbessern kann.


    Als weiteren Pilz möchte ich noch den Austernseitling hervorheben, der insbesondere gegen Winter die Mahlzeit retten kann.


    Dessen hervorragender Geschmack läßt sich sehr einfach testen, da er auch als Zuchtpilz angeboten wird.


    Mit dem vor Dir (Affenjunge) oben erwähnten Violetten Rötelritterling habe ich bei sortenreiner Zubereitung bisher keine kulinarischen Glanztaten produzieren können.


    Hast Du einen besonderen Zubereitungstip, oder spielt er bei Dir auch nicht in der ersten Liga?


    Ganzlingsgrüße

  • Die Stockschwämmchen bzw. assozial giftige Doppelgänger habe ich auch aus dem Grund der Verwechslungsgefahr nie gesammelt. Es gab darüberhinaus auch nie eine Tradition bei uns in der Familie sie zu sammeln, so dass Erfahrungswerte fehlen.
    Vielleicht taste ich mich in Zukunft ganz langsam mal ran aber bei so einer gefährlichen Familie braucht es Zeit um das zu verinnerlichen.


    Ich empfand die Ritterlinge eigentlich immer als lecker. Allerdings bereiten wir Pilze zum eigentlich nie solo zu, sondern immer gemischt.
    Es ist ja letzlich auch eine Geschmacksfrage. Bitterlinge gelten auch als ungenießbar, ich finde sie sehr gut.

  • Vielen Dank für den Ritterling, der kommt jetzt bei mir auch immer mit ins Körbchen.


    Traditionell sammle ich auch den grauen Wulstling. Er kommt aber nur mit wenn nicht genügend Perlpilze stehen, der ist eigentlich sehr sicher zu bestimmen.


    Trotz das ich jetzt nun schon seit bestimmt 25 Jahren täglich sammle hats mich dieses Jahr erwischt mit einer Vergiftung. Regen hatte den grünblättrigen Schwefelkopf aufgehellt und "sicher" wie ich war ist da eine ordentliche Portion ins Körbchen gelandet ohne die Lamellen zu prüfen. Beim putzen auch nicht nochmal sorgfältig geschaut und ab in die große gemischte Pfanne. Nachdem ich die Pfanne verputzt hatte lag noch ein kleiner niedlicher Schwefelkopf auf dem Teller und erst als ich ihn einzeln gegessen habe hat man rausgeschmeckt das etwas mit ihm nicht stimmte. Ich habe dann das Erbrechen eingeleitet und 2 Liter Wasser getrunken. Nach ca. 2 Stunden gings los, erhöhte Temperatur, dazu frieren und unkontrolliertes Muskelzucken. Dazu war ich noch kräftig verwirrt. Es ist also nicht bei Erbrechen- und Durchfall geblieben sondern hat trotz Gegenmaßnahmen ganz schön durchgehaun. Schwefelköpfe ess ich trotzdem noch, der gehört bei uns im Erzgebirge einfach zusammen mit dem Hallimasch in die Pfanne. =)


    Ich habe noch einen Pilz nur habe ich den seit längerer Zeit nicht wieder gefunden. Er ist dunkelbraun wie eine Marone, mit Lamellen und sondert an der Schnittstelle oder einer Verletzung milchige Flüssigkeit aus. Der Name bei mir in der Region ist "Zigeuner" aber darunter findet man im Internet nur andere Pilze.

    „Treue, die an Eisen nicht zerbrach, schmilzt auch nicht im Feuer, Hagen Tronje!”

  • Ich liste mal Speisepilze (für Beschreibungen könnt ihr sie ja googeln, da hats auch bessere Bilder):


    1. Röhrlinge
    Steinpilz
    Marone (Braunhäubchen)
    Rotkappe
    Birkenpilz
    Butterpilz
    Hohlfußröhrling
    Sandpilz
    Kuhpilz
    Rotfüßchen
    Ziegenlippe
    Netzstieliger Hexenpilz
    Flockenstieliger Hexenpilz
    Königsröhrling
    Sommerröhrling
    Elfenbeinröhrling
    Hasenröhrling


    2. Schmierlinge u. Wachsblättler
    Kuhmaul (schmieriger Gelbfuß)
    Kupferroter Schmierling
    Frostschneckling
    Waldschneckling
    Isabellschneckling
    Purpurschneckling
    Wiesenellerling
    Märzellerling
    Größter Saftling


    3. Ritterlinge (und Ritterlingsartige)
    Grüner Anistrichterling
    Lacktrichterling
    Riesenttrichterling (schmeckt nur gebraten)
    Austernseitling
    Rasling
    Pappelritterling
    Marmorierter Ritterling
    Maipilz
    Grünling GILT NICHT MEHR ALS SPEISEPILZ!!
    Knoblauchschwindling


    4. Freiblätller
    Champignons
    Parasol
    Safranschirmpilz


    5. Dunkelsporer
    Schopftintling
    Stockschwämmchen
    Reifpilz
    6. Nichtblätterpilze


    Speisemorchel
    Glockenmorchel
    Spitzmorchel
    Verpel
    Hasenohr
    Pfifferling
    Trompetenpfifferling
    Riesenbovist (nur gebraten)
    Eichhase


    Tipp von mir, für alle, die sammeln wollen (die meisten wissens eh...):
    1. Sich auf 5-10 Arten "spezialisieren" und diese sicher (!) erkennen lernen (mit der Menge ist Europa ziemlich abgedeckt).
    2. Bei Unsicherheit lieber stehen lassen.
    3. Wenn ihr welche mitnehmt, dann den ganzen Pilz, also nicht den Stiel kappen, sondern eher etwas aus dem Erdreich buddeln.
    4. In den meisten Orten gibt es Pilzbeauftragte. Mit denen in Kontakt treten (bieten auch öfter Kurse an). Die prüfen auch gerne die Pilze, die ihr gesammelt habt (als Backup sehr brauchbar).


    Übrigens, AJ, die meiner Meinung nach sicherste Art, Gifthäubling und Stockschwämmchen zu unterscheiden, ist der Geruch. Wer sich den vom Stockschwämmchen einmal eingeprägt hat, verwechselt die nicht mehr.


    @hraf: Deine Beschreibung is ein bissel dürftig, es dürfte aber wohl der flockenstielige Hexenröhrling sein...


    guckst du hier


    allerdings, wo dus sagst... hat keine Lamellen...


    könnte auch der Reifpilz sein...


    hier

    It's no rain, just liquid sunshine...

    Edited 5 times, last by WildHog: Grünling gestrichen ().

  • Hallo Waldschrat,


    Bitte sei so freundlich, den Grünling aus Deiner Liste zu streichen, da er bereits seit einiger Zeit als giftig gilt.


    Wiki sagt:


    "Der Grünling galt bis vor einigen Jahren als essbar. Die
    wissenschaftlichen Erkenntnisse einer französischen Studie im Jahr 2001
    über diesen Pilz zeigten jedoch, dass der Grünling unbedingt aus der
    Liste der Speisepilze gestrichen werden sollte.[1] Der Pilz hat schon bei mehreren Personen eine als Tricholoma-equestre-Syndrom beschriebene Muskelschwäche (Rhabdomyolyse)
    ausgelöst, die in einigen Fällen tödlich endete. In Frankreich
    erkrankten zwischen den Jahren 1992 und 2000 zwölf Menschen nach dem
    Verzehr des Grünlings, von denen drei an den Folgen der Vergiftung
    verstarben.[1]
    Verantwortlich für das Auftreten der lebensgefährlichen Muskelschwäche
    scheint ein kleines Kohlenwasserstoffmolekül aus einem Cyclopropenring
    mit Carboxygruppe (Cycloprop-2-en-carboxyl-Säure) zu sein.[2] Allerdings soll der im Grünling enthaltene Giftstoff nicht bei jedem Menschen wirken.


    Im Jahr 2010 empfahl eine deutsche Krankenkasse den Lesern ihrer
    Mitgliederzeitschrift irrtümlich den Grünling als „essbar“. Der Irrtum
    wurde später richtiggestellt und die Kasse warnte ausdrücklich vor dem
    Verzehr des Pilzes.[3] Die etwa 1,6 Millionen Mitglieder der Krankenkasse erhielten per Post einen entsprechenden Warnhinweis.[4]"



    Die Maronen sind abhängig vom Standort noch immer radioaktiv besonders belastet (Cäsium 137 in der Huthaut).


    Gruß vom Ganzling

  • Recht hast du. Den wollte ich eigentlich wieder rauslöschen und habs dann wohl vergessen. Danke fürs aufpassen.


    Ich kanns leider nicht mehr wegeditieren. Mag das jemand machen? ES GILT:


    Giftigkeit/Ungiftigkeit des Grünlings ist bis dato nicht einwandfrei geklärt. Daher im Sinne des gesunden Pilzesammelns im Zweifel:


    Der Grünling ist KEIN SPEISEPILZ bis zum Beweis des Gegenteils.

  • So, hab gerade nochmal gegoogelt nach "Milchling schwarzbraun" und präsentiere voller Stolz mein Zigeunerle, aka Mohrenkopf-Milchling:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Mohrenkopf-Milchling


    Er ist bei mir wie gesagt sehr selten geworden aber schmecken tut er sehr gut. Bitte nicht roh verwerten. ;)


    ps: heute war rotkappen-armageddon, 12 stück auf einem fleck mit riesenkappen, ich habe 3 große kuchenbretter am kamin zum trocknen =)

    „Treue, die an Eisen nicht zerbrach, schmilzt auch nicht im Feuer, Hagen Tronje!”

  • Oberhaut braun, ledrig. Unten, gelber Schwamm. Stiel ist fest.


    Mit Hilfe anderer Forenteilnehmer, habe ich ihn als Ziegenlippe identifiziert. Hätte aber gerne noch eine Meinung.



    Wenn Anfragen erlaubt sind, hätte ich dann noch mehr :manni