Der 30 Sekunden Erdnagel

  • Ich frage mich schon seit längerem, warum so viele Bushcrafter Zeltheringe mit sich herum schleifen um ihr Tarb oder ihren Poncho aufzustellen
    (mich eingeschlossen). Wobei auch der Poncho und das Tarp eher eines Dauercampers würdig sind als einem Bushcrafter.
    Da habe ich mich doch heute ertappt als ich mir 4 ultraleichte Aluheringe kaufen wollte und dann gedacht habe, ne das kanns doch nicht sein.
    Also in der Mittagspause en Haselnußast abgeschnitten und nen Erdnagel geschnitzt, die Zeit gestoppt... gute 30 Sekunden später das Ergebnis:


    Viel Spaß, euer Bushdoc

    Auch dieses Jahr bietet Bushdoc´s School of advanced Survival and Bushcraft wieder folgende Kurse an:
    -Bushcraft ohne Busch
    -Survival ohne zu überleben


  • Naja, wenn man was schnitzen kann dann Heringe ^^


    Die sind auch flexibler: Im lockeren Humus des Waldes macht man sich längere, in der Wiese kürzere stabilere, etc...


    Wenn man aufmerksam seine Umwelt betrachtet kann man sich auch den ein oder anderen Hering sparen.

  • Hallo,


    Ich halte das mit den 30 Sekunden etwas zu optimistisch. In der Praxis muss ich ja erst mal einen geeigneten Ast finden, ihn gegebenenfalls entasten, auf die passendende Länge Länge kürzen und in nach belieben zurrechtschnitzen. Ich glaube, dass man da insgesamt doch etwas mehr Zeit für braucht.


    Vier Zeltheringe wiegen übrigens ca. 40 g. Ob man das wirklich merkt?


    Wenn ich öfter mein Lager wechseln würde, finde ich Aluheringe schon praktischer. Bei ausreichend Zeit und der entsprechenden Zielsetzung der Tour möglichst viel selber herzustellen, ist sowas natürlich eine Alternative.

  • Heringe schnitzen finde ich gut - allerdings bin ich auch schon damit an Grenzen gestoßen, wenn man z.B. felsigen Boden hat.
    Da sind diese Nägel, die Westwiood und Smegol haben absolut unschlagbar - also man sollte vlt. mischen für den Notfall mal so 4 Nägel dabei haben.


    :tarp

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • In der Praxis muss ich ja erst mal einen geeigneten Ast finden


    Das stimmt, aber so lang dauert das nicht und immer dran danken "Wir haben doch Zeit" :) Ein Ast finden und in 4 Teile Brechen und schnitzen geht rasch.


    Vier Zeltheringe wiegen übrigens ca. 40 g. Ob man das wirklich merkt?


    Bestimmt nicht, aber es ist ein Teil weniger, dass man mitnehmen muss. Man weiß ja wie man sich behelfen kann.


    allerdings bin ich auch schon damit an Grenzen gestoßen, wenn man z.B. felsigen Boden hat.


    Ja oder gefrorener Boden. Da muss man halt improvisieren und Steine oder Stämme abspannen. Ich mach mir da nen Spaß draus. Bis jetzt hab ich noch immer meinen Poncho gespannt bekommen.

  • Wollte hier jetzt auch keine Grundsatzdiskussion über den Sinn von Heringen lostreten, sondern nur einmal wieder aufzeigen wie man sich mit Bushcraft behelfen kann.


    MfG Bushdoctor

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