Gefrierschrank als Vorratslager??

  • Hallo Leute


    Mich würde mal interessieren wie viele von euch Gefriergut als Vorrat ansehen....


    Ich selber hab da so meine Bedenken Gefriergut ernsthaft als Vorrat anzusehen.


    OK solang alles Friede Freue Eierkuchen ist, ist die Gefriere echt praktisch auch um Garten Überschüsse einfach und Schnell haltbar zu machen und auch Fleisch und Fisch sind als Gefriergut eine praktische Sache...


    Aber was macht man wenn der Strom ausfällt??


    Wenige Stunden sind ja egal, im Sommer sollte man dann nur nicht die Gefriere öffnen damit keine Kälte verloren geht, auch bei einem Tag ist das noch machbar auch im Sommer wenn man eine gut isolierte Gefriere hat....


    Länger gehts meist nur mit einer Truhe, die sind oft besser isoliert sind und man verliert nicht so viel Kälte beim Öffnen....(Was sich übrigens auch ohne Stromausfall rechnet, weil man dann weniger Strom verbraucht)


    Also sagen wir es ist Sommer und wir haben einen längeren Stromausfall, dann sollte man die Gefriere wohl bald leeren....


    Die Frage oder besser der Gedanke der mich gegen die Gefriere als Vorratsanteil sein läßt...


    Wenn ich das Ding komplett voll habe, wie lang brauch ich, um das zu verbrauchen und wie groß ist die Gefahr, daß das Zeug verdirbt ehe ich es nutzen konnte...


    Ich seh's es grad hier bei meinem Schatz die Gefriere ist Rappelvoll, das ist nicht mal eben in ner Woche leergefuttert, vor allem weil es eine Kleine und eine Große ist und er ist nicht der einzige im haus mit rappelvoller Gefriertruhe die dann leer werden muß


    OK man kann sich dann natürlich hinstellen und alles aus der Gefriere zu Marmelade/Chutney/Gemüse in Öl Trockenfleisch/gemüse u.a.verarbeiten.... aber dann frag ich mich, warum es nicht gleich richtig verarbeiten, so daß es auch ohne Strom haltbar ist....


    Mal davon abgesehen das man damit Platz in der Gefiere spart, sprich evtl eine Kleinere ausreicht, was wieder strom spart und damit den Geldbeutel schont.... ;)


    Was sagt ihr wie sieht es bei euch mit Gefriergut und Vorrat aus... habt ihr andere Argumente Dafür/dagegen??

  • Dein Gedankengang ist garnicht schlecht jedoch gebe ich einige Dinge zu bedenken:


    Man spart sih sicherlich den Platz für eine Truhe und oder einen Schrank aber wenn Du alles einwecken möchtest, Marmelade kochst, Chutney oder wasweisich brauchst Du unter Umständen noch mehr Platz denn die ganzen Gläser oder Schüsseln nehmen sehr viel Platz in Anspruch! Auch ist es nicht möglich alles zu Trockenfleisch zu verarbeiten (Schwein, Fettes Fleisch was schnell ranzig wird... geflügel dürfte auch Problematisch sein). Im Falle eines Stromausfalls würde ich versuchen abzuwägen was schneller verdirbt wie andere Dinge und diese dann als erstes aufbrauchen. Nach und nach leert sich so die Truhe und das schöne an Lebensmitteln ist, dass man sehr schnell gewahr wird wenn etwas schlecht ist (geruch, optik, Geschmack...)


    Das ganze wirklich als "Vorratslager" zu sehen halte ich allerdings auch nicht für richtig. Da helfen dir eher Konserven. Brot in Dosen, Nudeln, Reis usw. welches man irgendwo im Keller oder in einer Abstelkammer "bunkern" kann. Lebensmittel die eben lange haltbar sind. Von solchen "überlebensrationen" halte ich dagegen garnichts denn diese sind im Vergleich viel zu teuer... dann lieber gute Lebensmittel einlagern die zwar mehr Platz weg nehmen, aber dafür noch bezahlbar sind.


    Auf eine Truhe wollte ich dennoch nicht ganz verzichten. Den kleinen Luxus gönn ich mir ja doch ;) Auch mache ich mir keine Gedanken was bei einem Stromausfall ist...dann futter ich die Truhe leer und habe immernoch etwas auf Vorrat. Wenn Du Dir also einen wirklichen Vorrat anlegen möchtest, lass die Truhe außen vor und sieh diese als Luxus!


    Liebe Grüße


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    miteinander-füreinander


    Als ich den Schädel im Wald fand, rief ich zuerst die Polizei. Aber dann
    wurde ich neugierig. Ich hob ihn auf und fragte mich, was das für ein
    Mensch war und wieso er ein Hirschgeweih trug.


  • Luftdicht verpacktes Fleisch kann man auch über längere Zeit bei "Kühlschranktemperaturen" lagern. Was da passiert ist keine Verwesung sondern eine "Reifung" des Fleisches. Die Glukose im Fleisch wird in Milchsäure umgewandelt und macht das Fleisch so zarter. Laut einigen Metzgern soll dann durch die Säure die Bildung von gefährlichen Bakterien gehemmt werden. Die Sachen würde ich aber nicht viel länger als 7-8 Tage bei über 0°C liegen lassen.
    Dies währe dann eine Variante den Inhalt der Kühltruhe erstmal zu retten, wie das mit Früchten, Gemüse und Fertigfutter aussieht weiß ich nicht.


    Ansonsten würde mir da nur einfallen:
    - Kaufen/ Lagern was man in 1-2 Wochen verbraucht
    - Alles einkochen/Räuchern/Pökeln um es zu bevorraten (so wenig wie möglich in die Truhe)
    - Stromerzeuger (natürlich nicht für den Dauereinsatz-> immer nur wenn die Temp. abfällt 10 Minuten laufen lassen oder im 1-2 Tagesrythmus)
    - Verdunstungskühlschrank (wobei es da schwer wird die -18°C hinzubekommen)

  • Ja das Thema Verdunsterkühschrank hab ich schon ne Weile auf dem schirm, weil man will nun mal nichtauf allen Luxus verzichten, auch nicht bei einem Stromausfall und kalte Milch schmeckt besser als warme ;)


    Wäre vieleicht einen eigenen Thread wert, welche Möglichkeiten es zum Thema Kühlschrank gibt, frage unter welcher Rubrik...


    die Gefriere ist bei mir nur Luxus, ich habe eine winzige mit ein bischen Fleisch und Hühnerklein, evtl Spinat... Alles läßt sich innerhalb drei Tagen verbrauchen, vieleicht vier,verarbeitung zu Suppe oder Grillen, Suppe kann man dann wieder "einkochen" und so hält es sich, aber meist bleibt von meinen Suppen nicht genug für den Vorrat ;)

  • Gefrierschränke zur Vorratshaltung zu gebrauchen davon wird häufig abgeraten; auch ich teile diese Meinung.
    Jedoch sollte man dabei auch bedenken, für wie lange man überhaupt Bevorratung betreiben will.
    Man bedenke einmal, wie all unsere Vorfahren Ihre Lagerhaltung betrieben haben, als es noch keinen Strom und demzufolge Kühlschraenke gab. Pökeln, Dörrfleisch, Trockenfleisch eignen sich wesentlich besserfür die Vorratshaltung.
    Im Falle von Stromausfällen o.ä. kann man nie sicher sein, wie lange dieser anhält. Es besteht dann die Gefahr, dass z.B. Gefrierbrand entsteht, sich Keime bilden, oder div. Pilze.


    Ich gewähre dem Vorzug dann eher sogar vielen veget. Produkten, welche bei div. Netzshops erhältlich sind. Diese Produkte sind zum Großteil ohne Kühlung haltbar, auch über Jahre hinweg.
    Es gibt Unmengen an Trockenprodukten und dehydrierter Nahrung.
    Das Thema ist allerdings extrem weitgreifend, als dass man da eine "Massregelung" treffen könnte.

  • Ich nutze einen Gefrierschrank als Vorraslager. Habe viel TK Gemüse, Hackfleisch, diverse Kräuter und "Notfall Pizza" im Gefrierschrank.
    Ein Moderner Gefrierschrank hält die Kälte mehr als ein bis zwei Tage. Eine Gefriertruhe ist da sogar noch besser.


    Ich war vor kurzen mit Familie unterwags. Haben Freunde besucht, die in der Nähe von Bonn wohnen. Dazu haben wir uns ne Kühlbox besorgt. Von meiner Oma "Baujahr" irgendwann anfang der 90er. Wir hatten 2 1,5L Wasserflaschen als Kühlakku missbraucht. Dazu noch 3 Flaschen Cola a 0,5L. Das Auto hat keine Klimaanlage. Wir hatten noch auf dem Rückweg Eis in den Wasserflaschen.


    Samstag war anfahrt und Montag rückfahrt. Unterschätzt mal nicht die Kalthalteleistung. Das Wochenende war echt warm. (Es war das Wochenende vor dem Kasseltreffen)


    Die Box war im heißen Auto während der je 3-4Stunden fahrt, ansonnsten stand sie im Haus. Ich denke das der Gefrierschrank fast ne Woche hält. Ist nicht ewig, aber lässt im Notfall noch etwas Zeit zum Verwerten.


    Man kann ihn also im Moment vollwertig als Vorratsschrank nutzen und wenn mal wirklich der Strom für länger ausfällt, den Inhalt schnell verwerten. Zumal man im Notfal schnell die Kühschrankprodukte schnell ins Eisfach legen kann, da dies besser isoliert ist und durch die TK-Produkte länger gekühlt wird.

    LG Rainer

    Das Beste Messer der Welt, ist das Messer, dass man dabei hat, wenn man eins braucht!

    Edited once, last by TaunusNiva: Absätze und Zeilenumbrüche korrigiert ().

  • ist schon praktisch, allerdings ist da bei mir eher kein Fertigessen drinnen, (abundzu mal 1 Pizza oder sowas wie Fischstäbchen/Backfisch) da ich aber ein Suppenkasper bin und viel und häufig Suppen koche lager ich dort dann Portionsweisse die Reste. Hat einen einfachen Grund, Gemüse bekommt nicht Portionsgerecht zu kaufen, so das ich meist mehrere Liter Suppe habe und 3 Tage Steckrüben Eintopf am STück ist auch net sooo geil.


    Ausserdem bekommt man in unseren Supermärkten (richtige Gemüsehändler gibs auch kaum noch, bzw ist mir der Markt zu weit weg) eher selten Gemüse mit Kraut. Also zb das Kraut am Sellerie... oder es ist schon leicht angegammelt ect, oder auch die eig nahrhaften Blätter des Kohlrabi ect pp. Die schneide ich grob, kurz blanchieren und dann friere ich die ein. Das Selleriekraut zb ist DAS Geheimniss der sächsischen Kartoffelsuppe meiner Oma. Und da muss dann ordentlich was rein, die Suppe ist dann schon ziemlich Grün ^^ .


    So gesehen ist mein Gefriehrfach quasi ein Vorratslager für Gewürze ^^ und da hat man ne Menge Platz wenn man den net mit Fertigpizza zumüllt XD


    Einen Stromausfall von paar Stunden stecken moderne Kühlschränke eig auch problemlos weg sofern man sie geschlossen lässt und nicht aller 5 Minuten nachguggt ob noch alles kalt ist. :lol


    Für "richtige" Notsituationen ist ein Kühlschrank natürlich eher unerheblich.

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