ein transportkajak bauen

  • ende juli anfang august haben roli und ich eine flusstour an der reuss gemacht mit dem ziel, nebst dolce far niente, also nichtstun...,ein flusstransportkajak zu bauen,


    wir trafen uns in bremgarten, aargau um die mittagszeit.


    die reuss, einer der letzten wilden flüsse, auch ornithologen, kajak und schlauchbootparadies und im sommer, da flaches wandergebiet, frequentiert von wanderer jeglichen alters und sonnenanbeter...



    unser ziel, eine reussinsel, naturschutzgebiet und nur watend oder via eines umgekippten baumstammes zu erreichen.


    nach einer stunde lockeren wandern erreichten wir unser ziel. da es am vortag ausnahmsweise geregnet hat war der baumstamm zur überquerung sehr glitischig und mit schwerem rucksack ein ziemliches risiko gewesen.


    roli schnitt einen langen stock, entledigte sich seiner kleider und mit dem stock vorab suchte er uns eine machbare passage. obwohl die reuss durch einen nebenarm die insel entzweit war die strömung nicht ohne und man musste auf das gleichgewicht achten.


    wir erreichten die kleine insel ohne verlust und suchten einen lagerplatz. ideal gelegen und knapp 30 meter von der reuss entfernt.. eine wilde, unberührte insel und es machte uns freude hier unser lager aufzuschlagen.



    roli hat sein neues exped-minizelt dabei, ich war mit exped tarp und exped mücken dach dabei. letzteres hat sich nicht optimal bewährt da das netz keinen boden hatte. ich wurde aber nicht gestochen.


    während meiner outdoorzeit im hohen norden haben wir immer seekajaks als transportmittel gebaut aber es ist ein grosser unterschied von stehenden und fliessenden gewässer. das ziel war, ein transportkajak zu bauen mit dem man einen fluss überqueren könnte.


    am nächsten tag begaben wir uns an den fluss, schnitten haselruten und roli bastelte in gekonnter art das gerippe danach benutzten wir den exped bivi poncho als haut. der vorgang, einen poncho als „haut“ zu benutzen ist sehr delikat. bei der kleinsten unebenheit der ruten besteht die gefahr des verletzens. wir hatten glück, der poncho blieb ganz!


    allerdings war es uns, der starker strömung wegen vergönnt, den fluss zu übequeren, die drift wäre zu gross gewesen und wir hätten erst einige km später das andere ufer erreicht.


    fazit: es funktioniert und mit 20 kg gewicht bestand unser kajak die prüfung.



    herzlichen dank für eure aufmerksamkeit und


    liebe grüsse


    michael

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  • teil 2 reusstour juli/august 11

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  • GENIAL!!! :paddel


    ...nach all der Zeit stoß ich jetzt erst auf diesen Bericht.


    Das Kanu/Kajak :) ist ja mal ein tolles Ding! Nicht nur als support auf einer Tour sondern auch als spaßige Bastelei im Sommer. Wie schön simpel und nützlich!
    Angenommen man würde eine Gewebeplane benutzen, könnte es dann evtl auch einen Menschen (wenn auch nur Kind) tragen?
    Verflixt - ich wohn direkt am Rhein. Ich hör ihn schon rufen ^^


    Ich finde, daß zumindest ein Auszug aus diesem Bericht in den MYOG-Bereich gehört!
    Hier geht das Kajak ein bisschen unter - viel zu wertvoll!!!


    Vielen Dank den Herren!
    Gruß, Dom

  • guten abend dominik,


    das geht, ich würde dann ein bisschen dickere buchenäste genommen.


    wir hatten das "kanu" mit ca. 20 kg beladen.


    liebe grüsse


    michael

  • Also ich habe den Beitrag auch erst jetzt gesehen.


    Ich habe mal in einem Bericht über Rüdiger "Sir Vival" Nehberg gesehen, wie er das Kanu zusätzlich mit Gras gefüllt hat. Dadurch ist die Aussenhaut geschützt, aber genug Luft für den Auftrieb vorhanden. Also ja, man kann damit Menschen transportieren.
    Nur das Gerüst war grösser, das hat er umgekehrt in den schlammigen Boden gesteckt... :paddel

    Wer glaubt, daß ein Projektleiter Projekte leitet, der glaubt auch, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet.