Wanderung auf dem Rothaarsteig

  • Gestern war ich mit meinem besten Freund Dennis auf dem Rothaarsteig unterwegs. Die Etappe war insgesamt knappe 18 km lang und führte vom Rhein-Weser-Turm bis Latrop. Bei strahlendem Sonnenschein marschierten wir morgens vom Rhein-Weser-Turm los. Entlang des Weges wucherten Heidelbeersträucher, nicht wenige Heidelbeeren landeten in unseren Mägen ^^


    Der Weg ist recht abwechslungsreich, mal wechseln sich schmale Trampelpfade mit weiten Wirtschaftswegen ab, mal muss man leider über Asphalt oder auch über geschotterte Wege laufen. Hin und wieder gibt es recht anstrengende Treppenaufstiege über etliche Höhenmeter (Schrittmaßregel darf man dabei getrost vergessen ^^) Insgesamt führte die Etappe hautsächlich durch die altbekannten Sauerländer Fichtenmonokulturen, aber man findet auch hübsche Mischwälder. Entlang des Weges gibt es eine Vielzahl an Aussichtspunkten und Ruhebänken.


    Zwischendurch gerieten wir in ein ziemliches Unwetter mit massig Gewitter und Niederschlag. Zum Glück waren wir nicht weit vom "Jagdhaus" in Schmallenberg entfernt. Dort warteten wir kurz den nachfolgenden Sonnenschein ab. Die nächste Pause fand auf der "Millionenbank" statt, einer kleinen Hütte im Wald. Dort konnte ich dann auch mein "altes, neues" Kochset ausprobieren und kredenzte Kaffee. Frisch gestärkt ging es dann los auf die letzten Kilometer bis Latrop. Dort genossen wir dann bei strahlendstem Sonnenschein unser "Zielbier" :lol



    Rothaarsteig 07/12 von wildhog9910 auf Flickr



    Rothaarsteig 07/12 von wildhog9910 auf Flickr



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    Rothaarsteig 07/12 von wildhog9910 auf Flickr



    Rothaarsteig 07/12 von wildhog9910 auf Flickr

  • Tolle Bilder - ich muß da auch mal hin - Gepäck hatet ihr praktisch nur Brotzeit und das neue Kochsetfür Kaffee mit. :hobo
    Regenponcho? :poncho
    Dein Kollege hat nämlich einen ganzenschönen Ruckack auf - oder täuscht das.
    Wie lange habt ihr für die Etappe benötigt.

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner

  • Mein Kollege hatte nen einfachen BW-Rucksack auf, ich hab auch keine Taschenkontrolle gemacht und kann Dir daher nicht sagen was er alles drin hatte ^^


    Hmmm... ich hab nicht auf die Uhr geschaut... Der Rhein-Weser-Turm wurde um 10:03 fotografiert und das Bierchen um 15:39. Da kannst Du dann ungefähr ne Stunde Pause abziehen.

  • Tolle Bilder habt ihr da gemacht.
    Wir waren gar nicht so weit voneinander entfernt. Ich bin mit besserer Hälfte am Samstag von Brilon aus losgegangen. Nach einer schönen Übernachtung in Bruchhausen (18 km Etappe, für uns eine gute Tagesstrecke) , hat es uns dann am Sonntag so richtig übel erwischt. Wir sind den Vormittag im Dauerregen über die Hochheide in Richtung Winterberg gelaufen. Nach ein paar Stunden Landregen, oder sollte ich Wolkenbruch sagen, konnten wir ein bisschen in der Hochheidehütte ausruhen. Es war aber klar, dass wir keine weitere Übernachtung in durchnässter Ausrüstung riskieren wollten. Schließlich haben wir als zweite Woche einen Wellness-Urlaub gebucht. Den wollten wir auch genießen können.


    So haben wir also in Küstelberg ein Zimmer genommen und weil der Wetterbericht Dauerregen angesagt hatte, am Tage darauf wieder nach Brilon zurückgegangen, bzw. mit dem Bus gefahren.


    Als Fazit kann ich sagen, dass wir einiges gelernt haben. Unsere Ausrüstung müssen wir regen tauglicher machen. Außerdem müssen wir das Gewicht reduzieren. Mein Rucksack wog ca. 19 kg. Dazu kommt noch die Ausrüstung am Körper. Zwar ist das tragbar, bei Tagesetappen von mehr als 18 km komme ich aber an meine Grenze.


    Der Rothaarsteig hat mir ganz gut gefallen. Es gab immer wieder tolle Ausblicke in die Täler oder über die Höhenzüge. Die Beschilderung ist ganz ausgezeichnet.
    Wie uns erzählt wurde, ist die original Route in letzter Zeit wohl ein bisschen gepimpt worden. Es sind Teilstücke von den alten Wirtschaftswegen in die Natur verlegt worden. So kann man mit zusätzlichen Metern über Waldboden einige Punkte im Ranking gut machen. Die Konkurrenz schläft halt nicht. Diese Abstecher sind wirklich toll gemacht. Leider stimmen dadurch die alten GPS Tracks nicht mehr mit der Beschilderung überein. Außerdem verwandelt sich ein ausgetretener Pfad in der Heide bei Regen in ein kleines Bachbett und ein Waldpfad in eine Matschbahn.


    Alles in allem ein toller Weg, aber bitte nicht im Regen. Dafür sind die Wege nicht ausgelegt. Das kann auch nicht gut für die Landschaft sein.


    Mal eine andere Frage: wie macht ihr dass eigentlich, wenn die Ausrüstung so richtig nass geworden ist? Natürlich kann man mit Poncho und Gamaschen das Schlimmste verhindern, aber wenn der Schlafsack nass ist und das Zelt gar nicht mehr trocknet und irgendwann die Socken in den Schuhen schwimmen.....



    Liebe Grüße
    Rocco

  • Mal eine andere Frage: wie macht ihr dass eigentlich, wenn die Ausrüstung so richtig nass geworden ist? Natürlich kann man mit Poncho und Gamaschen das Schlimmste verhindern, aber wenn der Schlafsack nass ist und das Zelt gar nicht mehr trocknet und irgendwann die Socken in den Schuhen schwimmen.....

    Weitermarschieren!
    Sieht immer seeeehr beindruckend aus, wenn man nach dem Furten im Winter von den Zehenspitzen bis zum Bauch dampft. Viele Dinge kann man da wirklich quasi trockenmarschieren.(Und die Lederstiefel passen danach perfekt) :lol
    Versuchen bei nächster Lagermöglichkeit zu trocknen was geht.




    Allerdings wurde bei mir noch nie alles so richtig nass. Besondere Dinge befinden sich im Rucksack nochmal in nem Müllsack. Damit kann ich sogar schwimmen gehen.

  • Hi Rocco, danke für Deine ausführlichen Schilderungen :) Wir sind uns ja dann sozusagen "entgegengekommen". Sonntag war hier stellenweise Unwetter, das war wirklich nicht toll. Was die nassen Klamotten angeht: Am besten erst garnicht nass werden lassen ^^ Mein kleiner Tourenrucksack hat eine integrierte Regenhülle und wenn ich den ganz großen nehme, dann stopfe ich die Wechselklamotten und den Schlafsack in wasserdichte Packsäcke (gibt ganz leichte von Ortlieb). Auch für meinen neuesten Tatonka-Rucksack habe ich einen großen innenliegenden Packsack (danke nochmal Roli ;))


    Für Wanderungen sind Regenhose und -Jacke definitiv praktischer als ein Poncho, aber ich bin dann trotzdem nass... vom Schwitzen :lol Socken hab ich grundsätzlich ein Wechselpaar dabei, mit dünnen Unterziehsocken wirds dann meiner Erfahrung nach auch nicht so ganz dramatisch wenn mal Feuchtigkeit in die Schuhe kommt. Man muss halt Feuchtigkeit schnell vom Fuß wegbekommen, sonst gibts Blasen. Was auch hilft: Wechseleinlagen. Aber alles in allem: Wenn alles einmal nass geworden ist, dann wirds nicht mehr ganz so angenehm sein.

  • Hey, danke schon mal für die Tips.


    Ja, gar nicht erst nass werden ist wohl das Beste. Eine Rucksack-Regenhülle und eine Regenjacke hatten wir auch dabei. (jeder natürlich)
    Der Plan war eigentlich, wie GO! schon gesagt hatte, untenherum immer wieder zu trocknen und in den Pausen das Zelt und den Schlafsack in der Sonne durchzulüften.
    Das hat in Wales auch gut geklappt, und da hat es auch geregnet.
    Dieses Mal war es wohl einfach zu viel Wasser und zu wenig Sonne, so dass sogar die Stiefel voll gelaufen waren. Da waren dann die Reservesocken auch schnell tropfnass. Zum Glück hatte ich ein Merinounterhemd an. Das hat auch in nass prima warm gehalten. War das erste Mal, das sich Wollunterwäsche ausprobiert habe und ich bin echt begeistert.


    Mein Plan ist jetzt, einen Poncho zu benutzen, den habe ich sogar hier herumliegen, und Gamaschen zu kaufen. Das müsste die Hose und Füße trocken halten. Auch wenn Du, WildHog, auf Hose und Jacke schwörst, mir ist das echt zu schwitzig. Meine Frau wird auf Regenhose und Poncho umsteigen. Sie hat gelesen, dass die Regenjacken dem Druck des Rucksackes nicht standhalten und das Wasser im Rücken hindurch geht. Ich dachte immer, das wäre Schweiß.



    Nur für die Übernachtung habe ich noch keine Idee.


    Liebe Grüße
    Rocco

  • Das denke ich mir auch eigentlich so aber wildhog schriebt ja selbst das man damit schwitzt wie verrückt -ich zum Beispiel schwitze sowieso schon viel - wenn das noch mehr ist, dann brauche ich sowieso keine Regenjacke mehr - dann kann ich gleich so gehen.


    Bei Merino ist zu beachten sie nicht mit einem Ulraleicht-Rucksack zu verwenden, der dicht am Körer sitzt, dann schwitzt man eben viel und die trocknet halt lagsamer.
    Esist aber wie bei allem man muß es selbst probieren und das für sich geeigneteste heraussuchen. :poncho

    „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner