Gundermann

  • Gundermann wächst fast überall und niemand nimmt ihn wahr.


    Er ist ein Kriechkünstler und auch ein Lippenblütler, hat kleine lilafarbene Blüten. Leider ist die Zeit der Blüte vorbei (ich habe jedenfalls keine gefunden). Aber die Blätter hat bestimmt schon jeder einmal gesehen, er wächst am Wegrand, auf Wiesen und ist sehr genügsam. Wo sie einmal Fuß gefaßt hat breitet sie sich schnell aus.


    Und natürlich kann man ihn essen, er schmeckt angenehm würzig, ein tolles Küchengewürz und man kann ihn zu Kräutersuppen, Kräuterbutter, oder aufs Brot dazu nehmen oder auch wie andere Gartenkräuter verwenden.


    Auch Gundermann ist eine Heilpflanze: Als Inhaltsstoffe hat er Gerbstoffe, Bitterstoffe, organische Säuren, Flavone, viel Tannin, ätherische Öle, Saponine, Cholin, Harze, Fettsäuren, Wachse. Er hat entzündungshemmende Eigenschaften . Auch in der Homöopathie findet er Verwendung.


    Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und Küche ist. Gundermann ist eine menschenfreundliche und eine magenfreundliche Pflanze, aber für Tiere ist er giftig. Gesammelt wird das blühende Kraut.Als Badezusatz ist Gundermann beruhigend und entspannend. Ein bis zwei Hände voll Kraut in einem halben Liter Wasser aufkochen und dem Badewasser zusetzen.

    Tee: 1 Teelöffel auf eine Tasse heißes Wasser, ein paar Minuten ziehen lassen und 2 Tassen täglich trinken.


    Oder: 20 – 30 g Blätter und Blüten 10 Min. in einem Liter kochendem Wasser ziehen lassen, 3 – 4 Tassen täglich ist hustenreizstillend und brustreinigend.

    Saft der frischen Blätter roh einnehmen oder Sirup daraus machen. Hierzu braucht man das gleiche Gewicht an Zucker. Bei Atemwegserkrankung nimmt man täglich 25 g Saft. Oder fünf TL Sirup. Der Saft wirkt vernarbungsfördernd.Aufguß aus 20 g Kraut in einem halben Liter frischer Milch kochen . sehr heiß vor dem Schlafengehen getrunken, macht die Atemwege frei und hilft evtl. eine Grippe erst gar nicht entstehen zu lassen.

    Kompresse: 75 g Kraut in einem Liter kochendem Wasser ziehen lassen, abkühlen lassen und als Kompresse auf Wunden oder Geschwüren legen.

    Gibt man diesem Aufguß noch 4 – 5 Apfelessig hinzu so ist das ein Mittel gegen Gichtschmerzen.

    Oder zu Spülungen bei Mund- Hals und Rachenentzündungen.

    Sirup 2 – 3 TL täglich 1 TL

    Ich hoffe ich langweile niemanden mit meinen Beiträgen über Heilpflanzen.


    lg

    sylvi


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