MYOG Dosen - Spirituskocher

  • Wir sollten vielleicht mal einen Thread aufmachen mit "kleinen Helferlein" aus diversen käuflichen Sachen. Centartikel, klein, leicht, aber richtig eingesetzt ne Menge wert. Und eben wenn die wegkommen wiederum leicht zu beschaffen und billig. Oder eben Teile, die klein und leicht sind und sehr viele (dem eigentlichen Gebrauch nicht entsprechende) Möglichkeiten bieten.


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Die kleinen P38-Dosenöffner habe ich letztens für 3 EUR gekauft... 10 Stück. Die hab ich jetzt mal in den Kocher(n) untergebracht bzw teilweise verschenkt.

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    "Rückblickend betrachtet mag das eine ziemlich doofe Idee gewesen sein... Aber Spaß hats trotzdem gemacht."
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  • Wir sollten vielleicht mal einen Thread aufmachen mit "kleinen Helferlein" aus diversen käuflichen Sachen. Centartikel, klein, leicht, aber richtig eingesetzt ne Menge wert. Und eben wenn die wegkommen wiederum leicht zu beschaffen und billig. Oder eben Teile, die klein und leicht sind und sehr viele (dem eigentlichen Gebrauch nicht entsprechende) Möglichkeiten bieten.

    Ich unterstütze diese Idee!

  • Hier übrigens mal ein Bild von dem Kocher in schnell bauweise:


    Allerdings bau ich den nächsten mal mit "kleineren" schnitten oben, damit sich das noch ein wenig besser komprimiert (die flammen sind glaub ich noch etwas zu gelb).
    Aber er braucht nur 5:30 um 500ml Wasser heiß zu machen und Spiegelei braten geht auch wunderbar ^^

  • Für schlankere Töpfe/Tassen bis ca. 0.9l geht mein eigener MYOG-Spritiusbrenner aus Energydrink-Dosen (sehr ähnlich dem von Bauerbyter) gut und rel. kippsicher. Wenn die Töpfe breiter&größer werden, hatte ich zumindest unter realen Bedingungen im Wald Standsicherheitsprobleme. Wichtig ist mir auch die Variante mit offenem Innenteil und damit freier Sicht auf den Spiritus, weil sich diese Variante mit dem Feuerstahl auch bei Kälte gut entzünden lässt ohne Vorheizschale und Spiritus-Mehrverbrauch. Auch braucht man dann keinen Meßbecher, sondern kann den Spiritus bis zu einer Markierung im Brennerinneren einfüllen. Darum bin ich persönlich wieder von den div. "pressure stove"- / "penny stove"-Varianten abgekommen.


    Am sparsamsten (aber dafür auch langsamer) sind die Brenner, die nur eine Schale und ggf. etwas Füllmaterial (Steinwolle o.ä.) haben. Speziell unter einem Ständer + engem Windschutz oder in einem sog. "Cone" (-> Caldera Cone ) muß man wegen "thermischem Weglaufen" aufpassen: Mit fortdauernder Brennzeit erhitzt sich der Raum um den Brenner immer mehr, wodurch mehr Spiritus vergast und der Brenner mehr heizt, was zu noch mehr Erhitzung führt usw. Ein MYOG-Brenner auf Basis Altoids-Dose, sowie ein Mini-Deodosenbrenner sind mir da regelmäßig so schnell ausgegangen, daß das Wasser noch garnicht zum Kochen kam - obwohl die Hitzeentwicklung an sich phänomenal war. So eine zu große Flamme hat auch mehr Verluste als eine kleinere Flamme, welche genau die Topfbodenmitte trifft. Da hilft dann nur die freie Brennfläche zu reduzieren, quasi eine Blende aufzusetzten.


    Gereon
    PS: Für 1-2 Tage spielen die Verbrauchsunterschiede der verschiedenen Brennerformen m.E. keine große Rolle. Aber wenn man 2 Wochen autark unterwegs ist und ggf. noch mehrmals am Tag kocht, dann kann sich ein Spiritus-Mehrverbrauch wg. weniger effizientem Brennerdesign schon sehr bemerkbar machen.

  • Ich hab heute noch das gebaut: https://www.dropbox.com/sc/oe5ljwhdwigxer0/9LpMUHH0bL
    Damit kocht das Wasser(500ml) noch mal eine Minute eher (4:30)bei unter 20ml (muss ich mal genau messen). Liegt glaub ich daran, dass die Flammen erst auf einem gewissen Abstand ihr volles Hitze entwickeln.


    Als nächstes mach ich mich mal an den Windschutz. Der Caldera Cone sieht interessant aus, aber glaub ich nicht geeignet für meine Zwecke. Trotzdem Danke.


    Wegen dem Klebeband: ich glaube damit lässt sich auch gut ein "Ständer" für den stove befestigen, muss ich mir mal anschauen (so einer zum ausklappen)


    Gruß Bauerbyter

  • Nur mal als kleiner Tip nebenher: sollte es auch noch den einen oder anderen "Normalgriller" hier geben, stellt mal so einen Spirituskocher unter den Grillkamin. Ich nutze dafür einen kleinen den ich aus zwei Energydrinkdosen gebaut habe. Klappt hervorragend, geht schnell und einfach.

  • Was ich oben auf dem Foto sehe....
    Kann/sollte man den Spirituskocher, sobald er brennt, oben abdecken? Also mit dem Topf oder so? So das die Mitte dicht ist und nur außen aus den Löchern die Flamme kommt? Blöde Anfängerfrage, ja :schäm


    LG Sel

    Meine Grundsätze:
    ...Gerne darfs ein Kilo mehr sein bei der Ausrüstung...
    ...Je älter die Techniken, desto mehr mußten sie sich bewähren...
    ...Sehr viel kann man selber bauen, man muß nicht immer alles kaufen...

    (auf Grund meiner starken Sehbehinderung bitte ich das häufige Editieren meiner Beiträge zu entschuldigen)

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  • Ich hab da ein paar Tests gemacht, aber grundsätzlich lässt sich sagen: Nach der aufwärmzeit (bei mir nur 1-2 sekunden) brennt der Kocher zu 90% durch die Löcher an der Seite (wie der Trangia eben auch, ist prinzipiell auch das gleiche Prinzip ^^)
    Demnach kann man es auf 2 Arten benutzen: entweder stellst was drauf oder steckst ihn in nen Hobo oder unter einen "stand".

  • Sel, ab einer gewissen Hitze verdunstet der Spiritus und die Löcher werden dann zu Düsen.
    Erst dann wird der Kocher erst effizient :)


    Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.


    EDIT: Hab da noch einen Gedanken. Diese Bauart der Kocher ist zwar nett um damit rumzuspielen aber wirklich zu gebrauchen sind sie unterwegs kaum da sie ständig umkippen wollen. Ein anständiger Topfständer und ein frei stehender Brenner sind viel viel sicherer. Ich interessiere mich daher auch lediglich für die freistehenden.

    Liebe Grüße


    Erst wenn der Boden trocken ist, lernen wir das Wasser zu schätzen! (Benjamin Franklin)