Tyvek Biwaksack

  • Hallo zusammen,


    da ich für meine anstehende Westwegtour noch einen leichten Biwaksack suchte, bin ich in den Weiten des Internet auf Tyvek gestoßen. Viele kennen das Material wahrscheinlich von den Maleroveralls oder aus CSI. :lol
    Es ist papierartig, aber relativ robust und wasserabweisend. Dabei ist es trotzdem atmungsaktiv. Da meine Tour ja im Sommer stattfinden soll, halte ich dieses Material für sehr geeignet.
    Das Schnittmuster habe ich auf einer schwedischen Homepage gefunden. Auf ODS hatten schon andere User Bilder ihrer Biwaksäcke mit diesem Schnitt gepostet, was mich dann überzeugt hat.


    Material: 6m Tyvek (das war allerdings zuviel), 3m Shockcord (war auch zuviel) und zwei Tankas
    Kosten: ca. 25 Euro
    Zeit: ca. 4 Stunden (ich aber auch Nählegastheniker)


    Die schwarzen Striche die man evtl. sieht, zeugen von meinen unglaublichen feinmotorischen Fähigkeiten mit dem Edding. :D


    Ich habe mich für einen seitlichen RV entschieden, weil mein Schalfsack auch so gebaut ist. Man könnte ihn auch auf der anderen Seite oder in der Mitte anbringen.




    Da ich momentan leider nicht viel Zeit habe, wird der erste Test auf dem Treffen in Kassel stattfinden.



    Grüße Kenny

  • Link steht oben, leider kann man das Schnittmuster nicht direkt verlinken.


    Auf der HP auf "Gör det Själv" -> dann in der linken Spalte (unter der Nähmaschine) auf Sovsäcköverdrag nr 1 (ca. in der Mitte). Wer schwedisch kann tut sich leichter. ;)

  • Das ist echt interessant! Die Seite mit dem Schnittmuster ist übrigens die hier: http://www.andersj.se/overdraget1.htm, die pdf sind links unten verlinkt.


    Bin nur ziemlich erstaunt, das der Sack aus so vielen Einzelteilen besteht, die ja alle eine Naht brauchen. Würde es einfach eine lange "Wurscht", unten und oben zugebunden, nicht auch tun???



    Liebe Grüße,


    Westwood

  • Ich habe mich hauptsächlich an diese diese Skizze gehalten. Dabei ist die linke Skizze das Unterteil, die rechte das Oberteil (das aber noch mal gespiegelt werden muss, bevor man es ausschneidet). Da muss man eigentlich nur beide Teil zusammennähen. Die Flügel an den Seiten und unten sind dafür, dass der Bivy später hoch genug ist, damit Schlafsack und Schläfer noch gut reinpassen.


    P.S. Wenn man eine Wurscht oben und unten zubindet kommt man entweder nicht rein oder nicht mehr raus. ;) (aber ich weiß wie du's gemeint hast WeWo)

  • Wie sieht es mit Insekten aus, können die sich irgendwie zwischen den Fasern "durchwurschteln" ?


    Was wiegt dieser Schlafsackschutz ca ?

    Ihr habt vielleicht die schönsten Torpedos, das Stück für 25000 Mark, aber ich habe den alten Draht, für 50 Pfennig!

  • Da dürften eigentlich keine Insekten durchkommen. Laut Wikipedia kommen durch das Material nicht mal Hautzellen.


    Quote

    Tyvek verhält sich von seiner Verformbarkeit her etwa wie Papier, ist dabei aber strapazierfähiger. Als Material für Schutzkleidung ist es deshalb geeignet, weil Tyvek einerseits selbst nur sehr wenige Fasern verliert, andererseits durch das Vlies nahezu keine vom Körper abgeschiedenen Zellen aus dem Anzug heraustreten können. So können sterile Arbeitsbedingungen, wie sie in oben genannten Arbeitsbereichen benötigt werden, aufrechterhalten werden.



    Zum Gewicht kann ich erst am Wochenende etwas sagen, wenn ich eine vernünftige Waage habe. Ich schätze jetzt mal so um die 200 Gramm.

  • Wer schwedisch kann tut sich leichter. ;)


    Man kann sich das ganze auf der Homepage mittels Google übersetzen, würde mich bei Schwierigkeiten aber auch als Übersetzer zur Verfügung stellen. :winken


    Ist übrigens ganz allgemein eine Seite, auf der man viele interessante Sachen zum selber machen findet.


    Danke und Gruß


    Frank